LTB 49: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen

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„Schaut her! Seht ihr diese spanische Goldunze? […] Wer von euch einen Wal mit weißem Kopf und runzeliger Stirn und krummem Maul zu Gesicht bekommt, wer von euch mir diesen weißköpfigen Wal mit den drei steuerbords in den Schwanz gestochenen Löchern sichtet – […], der soll diese Goldunze haben, Leute!“ Mit dieser Ansprache an seine Besatzung lässt Hermann Melville im berühmten Roman „Moby Dick“ (in der Übersetzung von Alice und Hans Seiffert) den wahnhaften Käpt’n Ahab das Geschehen initiieren, das gut 120 Jahre später von den beiden italienischen Comic-Künstlern [[Rodolfo Cimino]] und [[Giorgio Cavazzano]] nicht eben kongenial, aber eben doch interessant aufgegriffen wird. In der deutschen Übersetzung wird aus der ecuadorianischen Golddublone rätselhafterweise ein „Waleikos“, ein Wort, das außer in Bezügen zu dieser LTB-Geschichte bei Google keine Treffer ergibt. Wie mag die Übersetzerin [[Gudrun Penndorf]] darauf gekommen sein? Zwar ist das Geschehen in dieser Geschichte gelegentlich etwas „over the top“ (etwa so gut wie alle Wal-Szenen), aber Cavazzanos Zeichnungen sind damals, 1972, bereits super-dynamisch, auch wenn die Unterwasserszenen noch nicht das Niveau der Jahre ab 1973 („Operation Galeone“, [[LTB 64]]) erreichen. Und auch Cimino trägt mit seinem quirligen Skript seinen Teil zu dem Vergnügen bei. Wobei: Es ist erst der liebevolle „Moby Dick“-Bezug mit der schönen Idee, Ahabs Preisgeld zur numismatischen Rarität zu erklären, was hier den Unterschied zu ähnlich gelagerten Skripts ausmacht. (10/15 – Above Average) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 15:52, 1. Aug. 2026 (CEST)
„Schaut her! Seht ihr diese spanische Goldunze? […] Wer von euch einen Wal mit weißem Kopf und runzeliger Stirn und krummem Maul zu Gesicht bekommt, wer von euch mir diesen weißköpfigen Wal mit den drei steuerbords in den Schwanz gestochenen Löchern sichtet – […], der soll diese Goldunze haben, Leute!“ Mit dieser Ansprache an seine Besatzung lässt Hermann Melville im berühmten Roman „Moby Dick“ (in der Übersetzung von Alice und Hans Seiffert) den wahnhaften Käpt’n Ahab das Geschehen initiieren, das gut 120 Jahre später von den beiden italienischen Comic-Künstlern [[Rodolfo Cimino]] und [[Giorgio Cavazzano]] nicht eben kongenial, aber eben doch interessant aufgegriffen wird. In der deutschen Übersetzung wird aus der ecuadorianischen Golddublone rätselhafterweise ein „Waleikos“, ein Wort, das außer in Bezügen zu dieser LTB-Geschichte bei Google keine Treffer ergibt. Wie mag die Übersetzerin [[Gudrun Penndorf]] darauf gekommen sein? Zwar ist das Geschehen in dieser Geschichte gelegentlich etwas „over the top“ (etwa so gut wie alle Wal-Szenen), aber Cavazzanos Zeichnungen sind damals, 1972, bereits super-dynamisch, auch wenn die Unterwasserszenen noch nicht das Niveau der Jahre ab 1973 („Operation Galeone“, [[LTB 64]]) erreichen. Und auch Cimino trägt mit seinem quirligen Skript seinen Teil zu dem Vergnügen bei. Wobei: Es ist erst der liebevolle „Moby Dick“-Bezug mit der schönen Idee, Ahabs Preisgeld zur numismatischen Rarität zu erklären, was hier den Unterschied zu ähnlich gelagerten Skripts ausmacht. (10/15 – Above Average) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 15:52, 1. Aug. 2026 (CEST)


[[Bild:LTB_049-4.jpg|right|thumb|400px|Panzerknacker-Narzissmus aus Cimino/Bordinis "Der eingebaute Abwehrmechanismus" (© Egmont Ehapa)]]
[[Bild:LTB_049-4.jpg|right|thumb|350px|Panzerknacker-Narzissmus aus Cimino/Bordinis "Der eingebaute Abwehrmechanismus" (© Egmont Ehapa)]]


== Der eingebaute Abwehrmechanismus ==
== Der eingebaute Abwehrmechanismus ==