LTB 109: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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Und noch eine Westernserie, diesmal aber aus der Mäusewelt. Aus dem [[Mondadori]]-Tagesgeschäft hatte sich [[Giovan Battista Carpi]] in der ersten Hälfte der 70er Jahre weitgehend zurückgezogen, ließ sich aber doch gelegentlich von [[Guido Martina]] für spezielle Projekte zur Rückkehr an den Zeichentisch bewegen. Im Grunde gehört bereits die [[Phantomias]]-Origin-Story [[Die Verwandlung]] (Juni 1969) in diese Kategorie. Auch der Zyklus [[Das Geheimnis des kopflosen Totempfahls|Il segreto del totem decapitato]], für den Carpi die ersten beiden Episoden beisteuerte (April 1973), ist in diesem Sinne zu interpretieren. Und wie für „Phantomias“ zeichnete Carpi auch für die Reihe [[Die Legende von Micky-Kid]] („Le leggendarie imprese di Topolino Kid“) 1974/75 die ersten Comics, bevor er den Zeichenstab grundsätzlich an [[Massimo de Vita]] weitergab. Für „Goldschuß-Goofy gegen Dampfroß-Danny“ (November 1975) steuerte Carpi aber noch einmal nicht nur die Zeichnungen, sondern auch die Story bei, die durchaus zu gefallen weiß. Das „Dampfroß“ des Gauners Edi verschmilzt geschickt zwei der großen Mythen des amerikanischen Westens: Das treue Pferd und die landnehmende Lokomotive. Zeichnerisch entwickelt sich Carpi immer mehr in Richtung eines slapstickhafteren, beschwingteren Stils, der auch Micky einige neue komische Seiten abzugewinnen vermag. In Deutschland war das I Classici „Pippo Sei colpi“ (CWD SS 64, April 1982), das die erste Micky-Kid-Geschichte wiederabgedruckt hatte, unübernommen geblieben, weshalb, ähnlich der weiter oben vorgestellten Western-Reihe aus der Entenwelt, auch hier die Reihenfolge nicht stimmt und die chronologisch | Und noch eine Westernserie, diesmal aber aus der Mäusewelt. Aus dem [[Mondadori]]-Tagesgeschäft hatte sich [[Giovan Battista Carpi]] in der ersten Hälfte der 70er Jahre weitgehend zurückgezogen, ließ sich aber doch gelegentlich von [[Guido Martina]] für spezielle Projekte zur Rückkehr an den Zeichentisch bewegen. Im Grunde gehört bereits die [[Phantomias]]-Origin-Story [[Die Verwandlung]] (Juni 1969) in diese Kategorie. Auch der Zyklus [[Das Geheimnis des kopflosen Totempfahls|Il segreto del totem decapitato]], für den Carpi die ersten beiden Episoden beisteuerte (April 1973), ist in diesem Sinne zu interpretieren. Und wie für „Phantomias“ zeichnete Carpi auch für die Reihe [[Die Legende von Micky-Kid]] („Le leggendarie imprese di Topolino Kid“) 1974/75 die ersten Comics, bevor er den Zeichenstab grundsätzlich an [[Massimo de Vita]] weitergab. Für „Goldschuß-Goofy gegen Dampfroß-Danny“ (November 1975) steuerte Carpi aber noch einmal nicht nur die Zeichnungen, sondern auch die Story bei, die durchaus zu gefallen weiß. Das „Dampfroß“ des Gauners Edi verschmilzt geschickt zwei der großen Mythen des amerikanischen Westens: Das treue Pferd und die landnehmende Lokomotive. Zeichnerisch entwickelt sich Carpi immer mehr in Richtung eines slapstickhafteren, beschwingteren Stils, der auch Micky einige neue komische Seiten abzugewinnen vermag. In Deutschland war das I Classici „Pippo Sei colpi“ (CWD SS 64, April 1982), das die erste Micky-Kid-Geschichte wiederabgedruckt hatte, unübernommen geblieben, weshalb, ähnlich der weiter oben vorgestellten Western-Reihe aus der Entenwelt, auch hier die Reihenfolge nicht stimmt und die chronologisch vierte Geschichte als erste erschien. Unerklärt bleibt deshalb die Herkunft der Koyotin Suzanna (Susi), sie den Helden bereits in der ersten Episode über den Weg gelaufen war. Ehapa schaffte es in den nächsten Jahren auch nicht, den „Sechsschuss-Goofy“ (wörtliche Übersetzung für „Pippo Sei colpi“), dessen deutliches Erkennungszeichen ein von einem Indianerpfeil durchschossener blauer Zylinder ist, sicher und einheitlich zu benennen. (12/15 - Great) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:10, 23. Mai 2026 (CEST) | ||
== Besser sehen – besser dastehen == | == Besser sehen – besser dastehen == | ||