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*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Giorgio Bordini]] | *[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Giorgio Bordini]] | ||
*Erstveröffentlichung: 14.05.1972 | *Erstveröffentlichung: 14.05.1972 | ||
*Genre: | *Genre: Gagstory | ||
*Figuren: [[Donald Duck | *Figuren: [[Donald Duck]], [[Onkel Dagobert]], [[Tick, Trick und Track]], [[Fähnlein Fieselschweif]] | ||
*Seiten: 31 | *Seiten: 31 | ||
*Besonderheit: Verarbeitung des historischen Freiheitskämpfers und Helden des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Revere_(Freiheitskämpfer) Paul Revere] sowie dessen berühmt gewordenem Ritt in Massachusetts, der von [https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Wadsworth_Longfellow Henry Wadsworth Longfellow] in einem Gedicht verewigt worden ist. Der Ritt fand allerdings 1775 statt und nicht, wie in der Geschichte fälschlich angegeben, 1755. | |||
Als Dagobert seinen Neffen dazu bewegen will, den Mount Everest zu besteigen, um für ihn an diesem Berg Gesteinsproben zu entnehmen, schreibt ihm Donald ein klares „Nein“ in den Schnee. Doch Dagobert nimmt den Kampf mit harten Bandagen auf, sperrt ihm als Besitzer der städtischen Versorgungsunternehmen Strom, Gas, Wasser und Telefon, und kauft gar das letzte Lebensmittelgeschäft auf, das Donald noch Kredit gab. Als letzte Rettung will Donald nun ein altes Gewehr versetzen, doch auch im Pfandhaus tritt ihm Dagobert entgegen. Im Kampf um die Büchse fällt eine Schriftrolle heraus, die sich | Als Dagobert seinen Neffen dazu bewegen will, den Mount Everest zu besteigen, um für ihn an diesem Berg Gesteinsproben zu entnehmen, schreibt ihm Donald ein klares „Nein“ in den Schnee. Doch Dagobert nimmt den Kampf mit harten Bandagen auf, sperrt ihm als Besitzer der städtischen Versorgungsunternehmen Strom, Gas, Wasser und Telefon, und kauft gar das letzte Lebensmittelgeschäft auf, das Donald noch Kredit gab. Als letzte Rettung will Donald nun ein altes Gewehr versetzen, doch auch im Pfandhaus tritt ihm Dagobert entgegen. Im Kampf um die Büchse fällt eine Schriftrolle heraus, die die Kinder für eine Schatzkarte halten, Dagobert aber verleugnet. Im stillen Kämmerchen untersucht Dagobert das Schriftstück und befindet es für unterinteressant. Da kommt ihm eine gefinkelte Idee, wie er es sich zunutze machen kann: Er kreuzt reumütig bei Donald auf und flunkert vor, dass dies eine Schatzkarte eines Piraten war, die – was für ein Zufall – den Schatzsucher auf den Mount Everest führen würde. Die Kinder durchschauen den Bluff sofort. Der Name des Piraten, den Dagobert so kreativ erfunden hat, taucht nämlich nicht im Piratenregister ihres Schlauen Buchs auf. Mit einem chemischen Verfahren lassen sie sich von Düsentrieb die Schrift auf dem ursprünglichen Papier, das Dagobert gefälscht hatte, wieder sichtbar machen. Am nächsten Morgen kreuzt Donald mit den Kindern in der Uniform eines Fieselschweif-Hilfsgenerals bei seinem Onkel auf: Die Büchse gehörte Paul Revere, einem der großen Helden des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs, und das Dokument war der Mobilmachungsbefehl George Washingtons, dessen historischer Wert in die Millionen geht. Seinem wutschnaubenden Onkel erklärt Donald, dass er das Schriftstück dem Fähnlein Fieselschweif gestiftet hat, das das wertvolle Stück ins Museum bringen wird. Donald, so zu Ehren gekommen, darf nun die Gastfreundschaft des Fähnleins genießen und ist für Dagoberts Erpresseraktionen des Strom- und Gasabdrehens nicht mehr empfindlich. | ||
=== Der Goldzylinder === | === Der Goldzylinder === | ||
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[[Bild:LTB_051-1.jpg|left|thumb|Donald kombiniert sich seinen Teil (© Egmont Ehapa)]] | [[Bild:LTB_051-1.jpg|left|thumb|Donald kombiniert sich seinen Teil (© Egmont Ehapa)]] | ||
Die Kinder lesen ihren Onkels aus ihrem Geographiebuch von geheimnisvoll schimmernden „Goldbäumen“ vor, die in der Fringall-Wüste in Nevada vorkommen sollen. Dagobert erinnert sich: Sie müssten dort stehen, wo ihm vor 30 Jahren beim Ritt durch die Wüste Goldstaub aus den Säcken gerieselt sind. Er erzählt | Die Kinder lesen ihren Onkels aus ihrem Geographiebuch von geheimnisvoll schimmernden „Goldbäumen“ vor, die in der Fringall-Wüste in Nevada vorkommen sollen. Dagobert erinnert sich: Sie müssten dort stehen, wo ihm vor 30 Jahren beim Ritt durch die Wüste Goldstaub aus den Säcken gerieselt sind. Er erzählt von seinen damaligen Erlebnissen in Nevada, als er noch jung eine seiner ersten Milliarden verdiente. In Sorba-City geriet er in ein Handgemenge zwischen dem Goldschürfer und Millionär Felix Findig, der auch dort erfolgreich das Edelmetall gefunden hatte, wo andere versagt hatten, und einigen Banditen. Dass Dagobert zwischen die Fronten geraten war, ermöglichte es Findig, zu überleben und die Desperados zu verjagen. Aus Dank für seine Rettung verehrte ihm Findig einen alten Zylinder. Von da an begann Dagobert sein Glück zu machen. Eines Tages allerdings, als er in der Wüste schürfte, wurde er von Indianern angegriffen. Mit einigen Säcken voll Goldstaub versuchte er den Feinden zu entkommen, doch deren Pfeile durchlöcherten die Säcke und als Dagobert schließlich in Sorba-City angekommen war, musste er schmerzlich erkennen, dass das ganze Gold ausgerieselt war. In den folgenden Jahren versuchte Dagobert mehrfach vergeblich, die Stelle seines reichen Goldfundes wiederzufinden. Nun aber schöpft er neue Hoffnung, da die Goldbäume ihm den Weg zur Fundstelle weisen. | ||
Die Ducks brechen nach Nevada auf und folgen der Allee aus Goldbäumen ins Herz der Fringall-Wüste. Dagobert hat den ihm einst von Findig verehrten alten Zylinder dabei, aus purer Sentimentalität, wie Dagobert Donald gegenüber behauptet. Dieser bleibt skeptisch, kennt er doch seinen Onkel in- und auswendig. Bei der Fundstelle angekommen lässt Dagobert zunächst seinem Neffen den Vortritt, um diesem, wie zuvor ausgemacht, ebenfalls die Möglichkeit zu geben, etwas Gold abzuschöpfen. Doch mit der Goldwaschpfanne hat Donald keinen Erfolg. Dagobert, der dies schon kommen gesehen hat, kann sich ein schadenfrohes Grinsen nicht verkneifen. Doch Donald ist nicht so naiv wie sein Onkel gemeint hat. Er hat begriffen, dass Dagobert nur Erfolg hatte, weil er Findigs Zylinder einsetzte. Nun will er nach dem Hut haschen, um selbst einmal Glück zu haben und Gold aus den Fluten zu schöpfen. Ein Wind ergreift den alten Deckel und trägt ihn fort. Da sind plötzlich Indianer zur Stelle, fangen den Hut und binden Dagobert an den Marterpfahl: Der „Bandit“ Findig hatte den Hut aus einer Rentierhaut der Indianer gemacht und diese erwarten nun, wieder in Besitz ihres heiligen Stücks, dass das Glück zu ihnen zurückkehrt. Donald kann die Freilassung seines Onkels erwirken, doch der Zylinder ist natürlich futsch: Grund genug für Dagobert, Donald in Richtung Heimat zu jagen. | |||
=== Der Schatz König Drachoberts des Großen === | === Der Schatz König Drachoberts des Großen === | ||
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[[Bild:LTB_051-3.jpg|left|thumb|Der Reichere gibt nach (© Egmont Ehapa)]] | [[Bild:LTB_051-3.jpg|left|thumb|Der Reichere gibt nach (© Egmont Ehapa)]] | ||
Donald streitet hingebungsvoll mit seinen Neffen – dabei hat er Besseres zu tun: Der 17. des Monats ist der Tag, an dem er laut Vertrag von Dagobert 250 Taler, seinen Lohn für das Wienern von 50000 Kronenkorken, erhalten soll. Doch der reiche Onkel ist ausgeflogen, ganz offenbar um das Geld nicht auszahlen zu müssen. Denn der Vertrag hat einen winzigen, nach Gekritzel aussehenden Zusatz: Nach dem 17. ist der Schuldschein null und nichtig. Aus Dagoberts neuer Sekretärin, Fräulein Sauertopf, pressen Donald und die Kinder heraus, dass sich Dagobert in seine neue Villa zurückgezogen hat. Die ersten Stürmungsversuche scheitern an Dagoberts Schusswaffengebrauch. Unter dem Vorwand, in der Villa befinde sich ein Einbrecher, verschafft sich Donald dank eines Polizisten doch noch Zutritt. Dagobert schüttelt ihn ab und flieht, weil sein eigenes nicht anspringt, in dessen Auto. Darin befindet sich allerdings kaum noch Benzin, sodass er irgendwann schieben muss. Es regnet in Strömen, und als seine Neffen in Dagoberts Schlitten heranbrausen – die Kinder hatten es präpariert – lassen sie ihren geizigen Onkel nur gegen die 250 Taler Lohnauszahlung plus 250 Taler für einen Platz im Auto | Donald streitet hingebungsvoll mit seinen Neffen – dabei hat er Besseres zu tun: Der 17. des Monats ist der Tag, an dem er laut Vertrag von Dagobert 250 Taler, seinen Lohn für das Wienern von 50000 Kronenkorken, erhalten soll. Doch der reiche Onkel ist ausgeflogen, ganz offenbar um das Geld nicht auszahlen zu müssen. Denn der Vertrag hat einen winzigen, nach Gekritzel aussehenden Zusatz: Nach dem 17. ist der Schuldschein null und nichtig. Aus Dagoberts neuer Sekretärin, Fräulein Sauertopf, pressen Donald und die Kinder heraus, dass sich Dagobert in seine neue Villa zurückgezogen hat. Die ersten Stürmungsversuche scheitern an Dagoberts Schusswaffengebrauch. Unter dem Vorwand, in der Villa befinde sich ein Einbrecher, verschafft sich Donald dank eines Polizisten doch noch Zutritt. Dagobert schüttelt ihn ab und flieht, weil sein eigenes nicht anspringt, in dessen Auto. Darin befindet sich allerdings kaum noch Benzin, sodass er irgendwann schieben muss. Es regnet in Strömen, und als seine Neffen in Dagoberts Schlitten heranbrausen – die Kinder hatten es präpariert – lassen sie ihren geizigen Onkel nur gegen die 250 Taler Lohnauszahlung plus 250 Taler für einen Platz im Auto mitfahren. | ||
=== Unterwasserjagd === | === Unterwasserjagd === | ||
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[[Bild:LTB_051-5.jpg|left|thumb|Doktor Mumm legt den Schalter um (© Egmont Ehapa)]] | [[Bild:LTB_051-5.jpg|left|thumb|Doktor Mumm legt den Schalter um (© Egmont Ehapa)]] | ||
Bei einem Banküberfall zeigt sich Donald als Angsthase, während Tick, Trick und Track die Räuber überwältigen. In der lokalen Presseberichterstattung steht Donald daraufhin nicht gut da. Da kommt ihm ein Haustürvertreter gerade recht, der sich Doktor Mumm nennt und ihm sein Mummometer zum Ausprobieren dalässt. In der Tat spürt Donald unter dem Einfluss der blauen Lampe eine Welle des Mutes von ihm Besitz ergreifen. Bald sind die Zeitungen der Stadt voll von Donalds Heldentaten. Sein Ruf dringt bis zu Onkel Dagobert, der seinen Neffen anheuert, den „Dagobert-Satelliten“ im All zu steuern, mit dem alle Spitzel in Dagoberts Unternehmen unschädlich gemacht werden könnten. Auch diese Aufgabe meistert Donald bravourös. Doch | Bei einem Banküberfall zeigt sich Donald als Angsthase, während Tick, Trick und Track die Räuber überwältigen. In der lokalen Presseberichterstattung steht Donald daraufhin nicht gut da. Da kommt ihm ein Haustürvertreter gerade recht, der sich Doktor Mumm nennt und ihm sein Mummometer zum Ausprobieren dalässt. In der Tat spürt Donald unter dem Einfluss der blauen Lampe eine Welle des Mutes von ihm Besitz ergreifen. Schon eilt er los, um sich in Entenhausen allen zu beweisen. Tollkühn fängt er Ausbrecher mit dem Lasso und rettet geistesgegenwärtig Ertrinkende nach dem Einsturz einer Brücke. Bald sind die Zeitungen der Stadt voll von Donalds Heldentaten. Sein Ruf dringt bis zu Onkel Dagobert, der seinen Neffen anheuert, den „Dagobert-Satelliten“ im All zu steuern, mit dem alle Spitzel in Dagoberts Unternehmen unschädlich gemacht werden könnten. Auch diese Aufgabe meistert Donald bravourös, obwohl er sich mit zahlreichen Gegenagenten und Angriffen auf ihn und den Satelliten herumzuschlagen hat. Zurück auf der Erde ernennt der stolze Onkel Dagobert seinen mutigen Neffen zum Oberaufseher. | ||
Doch das Mummometer besitzt noch eine weitere Lampe, die rot leuchtet und nicht den Mut, sondern die Aggressivität schürt. Donald und die Neffen haben den fatalen Einfluss dieser Lampe bereits anhand ihrer kleinen Katze beobachtet, der sie eigentlich nur ein wenig Mut einflößen wollten, nachdem sie von einem Hund angegriffen worden war. Unter dem Einfluss der roten Lampe verwandelte sich das brave Kätzchen allerdings in einen wahren Tiger und gab nicht nur dem Hund, sondern auch ihren Katzenfreundinnen Saures. Die Kontrolle über die Lampen behält der tückische und in Wahrheit tiefböse Doktor Mumm. Als sich Donald das nächste Mal dem muteinflößenden Einfluss des Mummometers aussetzen will, schaltet Mumm plötzlich um. Unter dem Einfluss der roten Lampe wird Donald aggressiv und außerdem kriminell. Er zwingt Dagobert, den Geldspeicher – auch dies eines von dessen neuen Sicherheitssystemen – abheben zu lassen. Donald steuert den Geldspeicher in Richtung des Hauptquartiers von Doktor Mumm, der nach der Landung in ihn eindringt. Doch in der Zwischenzeit haben die Kinder das Unheil bemerkt und stellen das Mummometer auf „Telewirkung“ und wieder auf blau zurück. Donald überwältigt Mumm und steuert zusammen mit Dagobert den Geldspeicher unorthodox, aber letztlich erfolgreich wieder an seinen alten Standort zurück. Dagobert würde Donald ja nun als Oberaufseher behalten, doch der lehnt dankend ab: „Ich bleibe lieber, was ich bin!“ | |||
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||