LTB 75: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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{{mm}} [[Onkel Dagobert]] hat 10.000 Taler Belohnung ausgesetzt für denjenigen, der hinter das Geheimnis des „kopflosen Totempfahls“ kommt, mit dessen Hilfe er vor 25 Jahren aus den Händen von Indianern entkam. Doch nicht nur [[Klaas Klever]] und Dagobert machen sich auf den Weg ins Indianergebiet, sondern auch [[Phantomias]], der auf den genauen Ort – „Gold-Town“ – über das Etikett in Dagoberts Zylinder gekommen ist. Auf der Flucht vor Indianern nimmt er offenbar denselben Weg auf dem Fluss, den vor 25 Jahren auch Dagobert im Totempfahl zurückgelegt haben muss. Phantomias macht die Bekanntschaft des Museumswärters im Indianermuseum: Der Totempfahl befindet sich dort!... Außerdem lüftet er das erste Geheimnis: Der Kopf des Totempfahls war wohl nicht abgebrochen, sondern wurde von Dagobert abgesägt. Im Museum kommen ihm Klever und in dessen Verfolgung Dagobert in die Quere. Klever wird als Museumsdieb von der Polizei verhaftet, während es sich Dagobert im Totempfahl auf Phantomias‘ Kopf gemütlich gemacht hat. Dagobert muss mit der Sprache rausrücken: Dort wo damals der Totempfahl stand, ruhte eine Schatztruhe in der Erde. Später nahm er den Schatz im Kopf des Pfahls mit. Phantomias, dem nun die Belohnung zusteht, verpflichtet Dagobert darauf, die 10.000 Taler Donald zu geben: „Er hat sie nötiger als ich“… | {{mm}} [[Onkel Dagobert]] hat 10.000 Taler Belohnung ausgesetzt für denjenigen, der hinter das Geheimnis des „kopflosen Totempfahls“ kommt, mit dessen Hilfe er vor 25 Jahren aus den Händen von Indianern entkam. Doch nicht nur [[Klaas Klever]] und Dagobert machen sich auf den Weg ins Indianergebiet, sondern auch [[Phantomias]], der auf den genauen Ort – „Gold-Town“ – über das Etikett in Dagoberts Zylinder gekommen ist. Auf der Flucht vor Indianern nimmt er offenbar denselben Weg auf dem Fluss, den vor 25 Jahren auch Dagobert im Totempfahl zurückgelegt haben muss. Phantomias macht die Bekanntschaft des Museumswärters im Indianermuseum: Der Totempfahl befindet sich dort!... Außerdem lüftet er das erste Geheimnis: Der Kopf des Totempfahls war wohl nicht abgebrochen, sondern wurde von Dagobert abgesägt. Im Museum kommen ihm Klever und in dessen Verfolgung Dagobert in die Quere. Klever wird als Museumsdieb von der Polizei verhaftet, während es sich Dagobert im Totempfahl auf Phantomias‘ Kopf gemütlich gemacht hat. Dagobert muss mit der Sprache rausrücken: Dort wo damals der Totempfahl stand, ruhte eine Schatztruhe in der Erde. Später nahm er den Schatz im Kopf des Pfahls mit. Phantomias, dem nun die Belohnung zusteht, verpflichtet Dagobert darauf, die 10.000 Taler Donald zu geben: „Er hat sie nötiger als ich“… | ||
„Phantomias und der kopflose Totempfahl“ ist Verwirrung pur – aber immerhin schön gezeichnet. In zehn Ausgaben des [[Topolino]] waren von April bis Juni 1973 zehn durch eine Rahmenhandlung lose zusammengehaltene, von unterschiedlichen Zeichnern gestaltete Episoden rund um das „Geheimnis des kopflosen Totempfahls“ erschienen. Gerade die ersten Episoden hängen noch so eng zusammen, dass der Leser nach der Entkleidung vom Kontext nur noch Bahnhof verstehen kann. Um es ihm nicht zu einfach zu machen, lässt [[Ehapa]] den ganzen ersten Teil, in dem Dagobert dieses Rätselrennen auslobt ([[Tick]] zu Donald, S. 95: „Hast du etwa die Sache mit dem Totempfahl vergessen?“), einfach weg. Auf Deutsch erschien der erste Teil gar erst 1992 als „Der Sohn der Sonne“ im [[DD 442|Donald Duck-Taschenbuch 442]]. Hier abgedruckt ist also der zweite Teil, dem das nicht weniger zusammenhanglose „Verschwundene Grautier“ in [[LTB 77]] als dritte Episode folgt. Trotz dieser schweren Hypotheken kommt durch die Tatsache, dass [[Giovan Battista Carpi]] erstmals seit der Phantomias-Origin-Geschichte [[Die Verwandlung]] (1969) als Zeichner des Phantomias zurückkehrte, durchaus einige Freude auf. Phantomias im Indianergebiet fühlt sich zwar auch ein bisschen an wie der einst von Franz Beckenbauer herbeizitierte Chinese beim FC Bayern München, gibt aber recht lebendige Natur- und Nachtszenen her. Warum den Rächer, der ja eigentlich in die Stadt gehört, nicht mal aufs platte, waldreiche Land verpflanzen?... So behauptet sich die ja gleichfalls „geköpfte“ Geschichte noch überraschend gut in diesem schwächeren Band. (8/15 . Satisfactory)[[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 15:25, 5. Mai 2025 (CEST) | „Phantomias und der kopflose Totempfahl“ ist Verwirrung pur – aber immerhin schön gezeichnet. In zehn Ausgaben des [[Topolino]] waren von April bis Juni 1973 zehn durch eine Rahmenhandlung lose zusammengehaltene, von unterschiedlichen Zeichnern gestaltete Episoden rund um das „Geheimnis des kopflosen Totempfahls“ erschienen. Gerade die ersten Episoden hängen noch so eng zusammen, dass der Leser nach der Entkleidung vom Kontext nur noch Bahnhof verstehen kann. Um es ihm nicht zu einfach zu machen, lässt [[Ehapa]] den ganzen ersten Teil, in dem Dagobert dieses Rätselrennen auslobt ([[Tick]] zu Donald, S. 95: „Hast du etwa die Sache mit dem Totempfahl vergessen?“), einfach weg. Auf Deutsch erschien der erste Teil gar erst 1992 als „Der Sohn der Sonne“ im [[DD 442|Donald Duck-Taschenbuch 442]]. Hier abgedruckt ist also der zweite Teil, dem das nicht weniger zusammenhanglose „Verschwundene Grautier“ in [[LTB 77]] als dritte Episode folgt. Trotz dieser schweren Hypotheken kommt durch die Tatsache, dass [[Giovan Battista Carpi]] erstmals seit der Phantomias-Origin-Geschichte [[Die Verwandlung]] (1969) als Zeichner des Phantomias zurückkehrte, durchaus einige Freude auf. Phantomias im Indianergebiet fühlt sich zwar auch ein bisschen an wie der einst von Franz Beckenbauer herbeizitierte Chinese beim FC Bayern München, gibt aber recht lebendige Natur- und Nachtszenen her. Warum den Rächer, der ja eigentlich in die Stadt gehört, nicht mal aufs platte, waldreiche Land verpflanzen?... So behauptet sich die ja gleichfalls „geköpfte“ Geschichte noch überraschend gut in diesem schwächeren Band. (8/15 . Satisfactory) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 15:25, 5. Mai 2025 (CEST) | ||
== Phantomias in den Händen der Panzerknacker == | == Phantomias in den Händen der Panzerknacker == | ||