Der König der Löwen: Unterschied zwischen den Versionen
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In dieser Szene wird auch Sanders Vergangenheit besonders deutlich: Die verrückte und surreale Szene aus [[Drei Caballeros]], in der [[Donald Duck]] und seine Freunde den Song ''Three Caballeros'' singen war für ihn der Motivationsschub Animator zu werden. | In dieser Szene wird auch Sanders Vergangenheit besonders deutlich: Die verrückte und surreale Szene aus [[Drei Caballeros]], in der [[Donald Duck]] und seine Freunde den Song ''Three Caballeros'' singen war für ihn der Motivationsschub Animator zu werden. | ||
== Spezialeffekte in "''Der König der Löwen''" == | |||
[[Walt Disney Feature Animation]] war schon immer berühmt dafür auf technologische Innovationen zu setzen um Geschichten besser erzählen zu können. Diesem Ruf sollte auch ''Der König der Löwen'' folgen. Um die emotional tragende und handlungstechnisch wichtige Szene, in der Scar seinen Bruder Mufasa durch eine Gnustampede tötet packend und auch beeindruckend darstellen zu können verlangten die Regisseure Allers und Minkoff nach besonders engagiert entwickelten Spezialeffekten. | |||
Sie wählten fünf Animatoren und Techniker aus, die letztlich zweieinhalb Jahre für diese Sequenz benötigten, in der computeranimierte, dreidimensionale Gnus durch ein handgezeichnetes, zweidimensionales Setting laufen und gegenüber den traditionell animierten Figuren Simba und Mufasa nicht als Spezialeffekt auffallen. | |||
Die Arbeit an der Szene begann mit handgezeichneten Modellzeichnungen und einer grob gezeichneten, per Hand animierten Testszene, für die sich der Chefzeichner Ruben Aquiono verantwortlich zeichnete. Basierend darauf mussten Scott Johnston (der Spervisor der CGI Animation) und dessen Team dreidimensional am Computer erstellte Modelle der Gnus nachbilden, damit die Kamera in der Stampedensequenz überall platziert werden konnte. | |||
Damit die Gnus innerhalb der Herde individuelles Laufverhalten zeigen konnten, ohne dass die Modelle ineinander rennen, musste das Team ein neues Simulationsprogramm entwickeln, das es ihnen ermöglichte Gruppen in der Herde zu bilden und innerhalb der Gruppen Anführer und Folgetiere zu bestimmen. Außerdem sollte das Programm es ermöglichen, dass die Animatoren die Tiere individuell bearbeiten konnten und die einzelnen Gnus in ihrer Bewegung zu differenzieren, so dass der Zuschauer sich nicht einfach nur eine Massenszene mit zwei oder drei vervielfältigten Gnus ansehen muss - dieser schlechte Vervielfältigungseffekt hätte sonst die Dramaturgie gestört. | |||
Die Introsequenz zu ''Der ewige Kreis'' dagegen wurde nicht am Computer animiert. Allerdings wendete man das erstmals in [[Bernard & Bianca im Känguruland]] genutzte Kameraprogramm [[CAPS]], welches es ermöglichte die Kamera an verschiedensten Stellen zu positionieren und die zahlreichen komplizierten Kameraeinstellungen und -bewegungen in der Szene zu perfektionieren. | |||
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