LTB 48: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:LTB_048-4.jpg|left|thumb|500px|Ein Orden auf dem steinigen Weg zur Weltbeherrschung in Dalmasso/M. De Vitas "Der rote Drache" (© Egmont Ehapa)]]
[[Bild:LTB_048-4.jpg|left|thumb|500px|Ein Orden auf dem steinigen Weg zur Weltbeherrschung in Dalmasso/M. De Vitas "Der rote Drache" (© Egmont Ehapa)]]


{{gut}} Professor (hier: Doktor) [[Professor Wunderlich|Wunderlich]] bittet [[Micky]] darum, zu ihm auf die Karolinen zu fliegen und ihm dort zu helfen. Wichtige Formeln sollen der Regierung übergeben werden. Doch zu spät: Ein Malaie namens Kaong, der wie Micky mit dem Wasserflugzeug angekommen war, hat die wertvollen Dokumente bereits entwendet. Der Luftkampf zwischen dem Gauner und Micky endet unentschieden, doch die Verfolgung geht weiter bis nach Mondokan, wo Kaong einen Komplizen treffen und die Dokumente übergeben will. Per Anhalter fährt er mit Prof. Scherbe, einem vor Ort forschenden Archäologen, den die Kühle seines Fahrgastes abstößt. So langsam werden dem Leser die Zusammenhänge klarer: Kaong und Komplize Pujang sind Mitglieder der Geheimgesellschaft „Roter Drache“ Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in den Tempel des Drachen nach Kandelar, um dort ihren Meister Peng Fu zu treffen, unter dessen Führerschaft und mithilfe der Formeln Wunderlichs sie die Weltherrschaft anstreben. Doch Micky hat sich mittlerweile Scherbe anvertraut und wieder die Verfolgung aufgenommen. Im Tempel gerät er in die Fänge der Bande. Doch mit Scherbes Hilfe entkommt er, anstatt von den Peng Fus Tigern verspeist zu werden. Das Chaos am Boden – die Tiger hetzen nun die Bande über die Tempelanlage – schauen sich der Archäologe und Micky, der auch die Formeln an sich nehmen konnte, genüsslich vom Hubschrauber aus an. Vor dem Heimflug nach Entenhausen vernichtet Micky noch die gefährlichen Formeln – was sogar ihr Entwickler Wunderlich per Funktelegramm ausdrücklich o.k. heißt…
{{gut}} Professor (hier: Doktor) [[Professor Wunderlich|Wunderlich]] bittet [[Micky]] darum, zu ihm auf die Karolinen zu fliegen und ihm dort zu helfen. Wichtige Formeln sollen der Regierung übergeben werden. Doch zu spät: Ein Malaie namens Kaong, der wie Micky mit dem Wasserflugzeug angekommen war, hat die wertvollen Dokumente bereits entwendet. Der Luftkampf zwischen dem Gauner und Micky endet unentschieden, doch die Verfolgung geht weiter bis nach Mondokan, wo Kaong einen Komplizen treffen und die Dokumente übergeben will. Per Anhalter fährt er mit Prof. Scherbe, einem vor Ort forschenden Archäologen, den die Kühle seines Fahrgastes abstößt. So langsam werden dem Leser die Zusammenhänge klarer: Kaong und Komplize Pujang sind Mitglieder der Geheimgesellschaft „Roter Drache“. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in den Tempel des Drachen nach Kandelar, um dort ihren Meister Peng Fu zu treffen, unter dessen Führerschaft und mithilfe der Formeln Wunderlichs sie die Weltherrschaft anstreben. Doch Micky hat sich mittlerweile Scherbe anvertraut und wieder die Verfolgung aufgenommen. Im Tempel gerät er in die Fänge der Bande. Doch mit Scherbes Hilfe entkommt er, anstatt von den Peng Fus Tigern verspeist zu werden. Das Chaos am Boden – die Tiger hetzen nun die Bande über die Tempelanlage – schauen sich der Archäologe und Micky, der auch die Formeln an sich nehmen konnte, genüsslich vom Hubschrauber aus an. Vor dem Heimflug nach Entenhausen vernichtet Micky noch die gefährlichen Formeln – was sogar ihr Entwickler Wunderlich per Funktelegramm ausdrücklich o.k. heißt…


Nach einer Unterbrechung von zwei Jahren arbeitete [[Massimo de Vita]] im Sommer 1972 mal wieder mit dem Szenaristen [[Gian Giacomo Dalmasso]] zusammen, mit dem er zuletzt den lesenswerten Sommerkrimi „Die Seebarbenbucht“ ([[LTB 40]]) geschaffen hatte. Das Skript nimmt Impulse aus den damals populären Agentenfilmen auf (Micky: „Da ist ja James Bond ein Waisenknabe dagegen!“, S. 223) und gießt sie in eine Story, die in die Welt mysteriöser südostasiatischer Geheimgesellschaften führt, und für die auch Hergés „Blauer Lotos“ manche Inspiration abgegeben haben mag. Jedenfalls tun die neuen Gegenspieler Mickys dem Ganzen sehr gut. Sympathisch sind aus dem Disney-Universum [[Goofy]] und [[Minni]] in die Exposition eingesponnen, während Professor Wunderlich etwas fehl am Platze scheinen mag. Scherbe sowie der erbarmungswürdige junge malaiische Motorradfahrer („Buhu… mein Motollad! Mein schönes Motollad… Buhu!“, S. 232) reichern das nicht unerhebliche Panoptikum interessanter Nebenfiguren weiter an. Im Maus-Universum bewegte sich das Duo Dalmasso/de Vita danach übrigens (leider) nur noch einmal, und zwar in der eher unscheinbaren „Falschmünzerei“ von 1977 ([[LTB 87]]). [[Ehapa]] traf wahrscheinlich die richtige Entscheidung, nach einer für eine Mickyvision von 1975 verhunzten Kurzversion (damals als „Der Drachenorden“) nur zwei Jahre später für die an Abenteuern interessierten Lesern die vollständige Fassung „nachgeschoben“ zu haben. (11/15 - Pretty Good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 20:07, 12. Okt. 2025 (CEST)
Nach einer Unterbrechung von zwei Jahren arbeitete [[Massimo de Vita]] im Sommer 1972 mal wieder mit dem Szenaristen [[Gian Giacomo Dalmasso]] zusammen, mit dem er zuletzt den lesenswerten Sommerkrimi „Die Seebarbenbucht“ ([[LTB 40]]) geschaffen hatte. Das Skript nimmt Impulse aus den damals populären Agentenfilmen auf (Micky: „Da ist ja James Bond ein Waisenknabe dagegen!“, S. 223) und gießt sie in eine Story, die in die Welt mysteriöser südostasiatischer Geheimgesellschaften führt, und für die auch Hergés „Blauer Lotos“ manche Inspiration abgegeben haben mag. Jedenfalls tun die neuen Gegenspieler Mickys dem Ganzen sehr gut. Sympathisch sind aus dem Disney-Universum [[Goofy]] und [[Minni]] in die Exposition eingesponnen, während Professor Wunderlich etwas fehl am Platze scheinen mag. Scherbe sowie der erbarmungswürdige junge malaiische Motorradfahrer („Buhu… mein Motollad! Mein schönes Motollad… Buhu!“, S. 232) reichern das nicht unerhebliche Panoptikum interessanter Nebenfiguren weiter an. Im Maus-Universum bewegte sich das Duo Dalmasso/de Vita danach übrigens (leider) nur noch einmal, und zwar in der eher unscheinbaren „Falschmünzerei“ von 1977 ([[LTB 87]]). [[Ehapa]] traf wahrscheinlich die richtige Entscheidung, nach einer für eine Mickyvision von 1975 verhunzten Kurzversion (damals als „Der Drachenorden“) nur zwei Jahre später für die an Abenteuern interessierten Lesern die vollständige Fassung „nachgeschoben“ zu haben. (11/15 - Pretty Good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 20:07, 12. Okt. 2025 (CEST)