Die letzten Wilden: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Geschichte ist nach [[Thomas Andrae]] die ultimative Mediensatire. Barks war den modernen Massenmedien äußerst negativ gegenüber eingestellt und fand, dass sie die Leute verdummen. Er fand, dass Fernsehshows die Kultur „angreifen“ und „Menschen zurück in die Wildheit“ befördern.<ref name="Andrae">[[Thomas Andrae]] (2006): ''Carl Barks and the Disney Comic Book'' (Jackson, Mississippi: Univ. Press of Mississippi) S. 251.</ref> In ''[[Die Zugkatastrophe]]'' hatte er bereits Donald zum Medienabhängigen gemacht, der nicht mehr zwischen Realität und | Die Geschichte ist nach [[Thomas Andrae]] die ultimative Mediensatire. Barks war den modernen Massenmedien äußerst negativ gegenüber eingestellt und fand, dass sie die Leute verdummen. Er fand, dass Fernsehshows die Kultur „angreifen“ und „Menschen zurück in die Wildheit“ befördern.<ref name="Andrae">[[Thomas Andrae]] (2006): ''Carl Barks and the Disney Comic Book'' (Jackson, Mississippi: Univ. Press of Mississippi) S. 251.</ref> In ''[[Die Zugkatastrophe]]'' hatte er bereits Donald zum Medienabhängigen gemacht, der nicht mehr zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden vermag. In dieser Geschichte sind es die Neffen, die Captain Coolwater (im Original ''Gadabout'', also „Herumtreiber“) alles glauben. Entsprechend seiner Einstellung zu Medien stuft Barks nach Meinung von [[Thomas Andrae]] in dieser Geschichte Medienabhängige zu Wilden und Unzivilisierten herab. Die urtümlichen Menschen auf der Mesa sind genauso empfänglich für die Medien wie die Ducks, die sich als Wilde verkleiden müssen, um von Captain Coolwater mitgenommen zu werden. Der Film von Coolwater ist damit definitiv ein einziges großes Täuschungsmanöver, dem ein Millionenpublikum aufliegt.<ref name="Andrae"/> Ein ähnliches Konzept, allerdings ohne entsprechende Mediensatire, hatte Barks bereits in ''[[Zurück in die Steinzeit]]'' angewendet. | ||
Der Originaltitel ''The Lost Frontier'' ist eine Anspielung auf die „last frontier“ und damit die Ausdehnung der USA in die Ende des 19. Jahrhunderts von Amerikanern noch unerschlossenen Gebiete im Westen. Auch heutzutage ist der Begriff noch geläufig, so trägt noch der nördlichste Bundesstaat, Alaska, den Beinamen „[https://de.wikipedia.org/wiki/Last_Frontier last frontier]“. | Der Originaltitel ''The Lost Frontier'' ist eine Anspielung auf die „last frontier“ und damit die Ausdehnung der USA in die Ende des 19. Jahrhunderts von Amerikanern noch unerschlossenen Gebiete im Westen. Auch heutzutage ist der Begriff noch geläufig, so trägt noch der nördlichste Bundesstaat, Alaska, den Beinamen „[https://de.wikipedia.org/wiki/Last_Frontier last frontier]“. | ||