Der König der Löwen: Unterschied zwischen den Versionen

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*''Bester Tonschnitt eines Trickilms''
*''Bester Tonschnitt eines Trickilms''
*''Bester Tonschnitt von Musik''
*''Bester Tonschnitt von Musik''
=== Diskussionen & Kontroversen ===
==== Erste hausinterne Geschichte Disneys? ====
Zum Kinostart von ''Der König der Löwen'' wurde der Film in den Medien häufig als erster abendfüllender Disney-Film bezeichnet, der auf einer studiointernen Geschichte basiert. Diese Bezeichnung wurde jedoch häufig in Bezug auf ihrer Richtigkeit in Frage gestellt. So müsse man möglicherweise bereits [[Fantasia]] diesen Titel geben, da mit Ausnahme des Elements zu ''Der Zauberlehrling'' keine bereits bekannten Geschichten gezeigt wurden. Jedoch ließe sich [[Fantasia]] auch vorwerfen, dass die Bilder als Visualisierung klassischer Musik ja sehr wohl auf einem bereits existierenden Werk basieren. Die [[Package-Movies]] [[Saludos Amigos]] und [[Drei Caballeros]] erzählen dagegen eine eigenständige Geschichte - in den Augen mancher Kritiker jedoch keine im klassischen, zusammenhängenden Stil und seien deshalb nicht qualifiziert den Titel des ersten [[Walt Disney Meisterwerk]]es mit studiointerner Geschichte zu erhalten.
Das Meisterwerk [[Susi und Strolch]] jedoch basiert auf einer studiointern entworfenen Geschichte, die wiederum auf der Vorarbeit von [[Joe Grant]] und den Geschichten von ''Dan, the Whistling Dog'' fußen. Es erschien zwar vor Kinostart ein Buch über ''Susi und Strolch'', das jedoch eine Auftragsarbeit des Studios war.
Manche Kritiker gestehen dem ''König der Löwen'' auch deshalb nicht den Titel eines studiointern entworfenen Films zu, weil er angeblich Ergebnis eines immensen Ideendiebstahls sei (siehe dazu den nächsten Abschnitt).
==== Die Kimba-Kontroverse ====
Ähnlich wie es 7 Jahre später dem [[Walt Disney Meisterwerk]] [[Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt]] erging wurde auch ''Der König der Löwen'' bereits vor Kinostart als Plagiat einer japanischen Anime-Serie bezichtigt, ein Vorwurf, der sich direkt nach dem Kinostart enorm verbreitete und heftige Kontroversen auslöste, die von der Allgemeinheit wieder vergessen wurden, jedoch in Trickfilmfankreisen weiterhin Bestand haben.
''Der König der Löwen'' sei demnach ein rechtlich nicht abgesichertes Plagiat der Serie ''Kimba, the white lion'' aus den '60er Jahren. In der Serie geht es um einen weißen Löwen und seinen Vater, der Herrscher des Dschungels ist. Nachdem der Vater getötet wurde, muss Kimba dessen Erbe antreten.
Die ursprüngliche Kontroverse, die von offizieller Seite und erfahrenen Fans ausgeführt wurde, handelt davon, dass einige Szenen udn Charaktere, ''nicht aber'' die ''Handlung'' von ''König der Löwen'' stark an die Serie über Kimba angelehnt sei. Dies betrifft unter anderem viele Kameraeinstellungen und die Figurenkonstellation von Zazu, Rafiki, Scar, Simba und Mufasa.
Disneys offizielle Reaktion auf diese Vorwürfe lautet, dass dies reiner Zufall sei, da es leicht vorkommen kann, dass in einem nichtmals 90-minütigen Film ähnliche Einstellungen vorkommen wie in einer 52-teiligen Serie. Die Regisseure [[Roger Allers]] und [[Rob Minkoff]] gaben an, sie haben erst von Kimba gehört, als ihr Film schon weit in der Produktion vorangeschritten war.
Diese Kontroverse wurde jedoch von manchen Zuschauern weiter angeheizt, indem sie Disney auch vorwarfen, man habe sich bei der Geschichte der Serie bedient. Die Reaktion Disneys war erneut, dass man nicht von der Serie wusste und dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass zwei Werke mit ähnlicher Thematik (Liebe, Verrat, Macht, Herkunft, Tod) einen vergleichbaren Verlauf haben - immerhin erinnere der Plot von ''Der König der Löwen'' auch an Hamelt und mehrere Geschichten aus der Bibel und der Mythologie, Grundlagen, auf denen sich auch die Autoren der Kimba-Serie gestützt haben könnten.
Außerdem hat Roy Disney Simba einmal "Kimba" genannt, was die Vermutung aufkommen ließ, der Film sei als offizielles Remake geplant gewesen, was man aber aus Kostengründen verwarf. Diese Vermutung ist jedoch nicht belegt, da es im Falle solcher Verhandlungen, die für das Remake nötig wären, schriftliche Beweise gebe.


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