Die Linsen aus Babylonien: Unterschied zwischen den Versionen

Struktur: interessantes Zitat von Scarpa
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Der Schluss ist bewusst offen gehalten und gibt in der aufkeimenden Linse nur den versinnbildlichten Hoffnungsschimmer. Aus erzählerischer Sicht ist es somit für Scarpa nicht notwendig darzustellen, wie Onkel Dagobert die Wette mit den Panzerknackern gewinnt und sein Vermögen zurückerhält, da dieser letzte Schritt dem Leser bekannt sein müsste und nichts Neues mehr bietet.
Der Schluss ist bewusst offen gehalten und gibt in der aufkeimenden Linse nur den versinnbildlichten Hoffnungsschimmer. Aus erzählerischer Sicht ist es somit für Scarpa nicht notwendig darzustellen, wie Onkel Dagobert die Wette mit den Panzerknackern gewinnt und sein Vermögen zurückerhält, da dieser letzte Schritt dem Leser bekannt sein müsste und nichts Neues mehr bietet.
Scarpa äußerte sich selbst bezogen auf das Ende der Geschichte folgendermaßen:
{{Zitat|Ich habe versucht und versuche, starke, etwas bittere Enden auszuarbeiten. Mir gefallen jene mit Suspense, mit Spannung, so wie in ''Die Linsen aus Babylonien''. Die Geschichte scheint damit zu enden, dass Dagobert zum Betteln gezwungen ist, weil die Panzerknacker ihm alles genommen haben. Aber im letzten Panel erblühen die Linsen ganz zufällig in einer Blumenvase. Dagobert hatte mit allen Mitteln versucht, dies zu erreichen, d.&nbsp;h. er musste aus alten, in Babylonien gefundenen Linsensamen Pflanzen wachsen lassen, was notwendig war, damit die Panzerknacker dem Vertrag nachkommen würden, der unter diesen Bedingungen eine Rückgabe des Vermögens an Dagobert vorsah. Nun, dieses letzte Panel macht ohne Kommentar deutlich, dass die Geschichte mit einem grafischen Stichwort immer noch zugunsten des „Geizhalses“ gelöst wird.|Romano Scarpa<ref>Fiorello Zagrando: Interview mit Romano Scarpa. In: If Anno II, Nr. 6 (1974), [http://www.romanoscarpa.net/articoli/intervista-romano-disney-scarpa/ Link (italienisch)]</ref>}}


In dieser Weise erinnert das Ende, das den Konflikt bewusst in der Schwebe hält und nicht eindeutig auflöst, an die Barks-Geschichten ''[[Der Selbstschuss]]'' und ''[[Eingefrorenes Geld]]'', in denen Dagobert am Ende der Geschichte von den Panzerkackern bestohlen wird. Auch in ''[[Weihnachten für Kummersdorf]]'', das ebenfalls den drastischen Verlust von Onkel Dagoberts Barvermögen zeigt, offenbart der Autor ebenfalls nur eine Möglichkeit, wie Dagobert sein Geld wiedererlangen kann. Ob dieser Prozess wie geschildert oder in sonstiger Art und Weise erfolgt, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Fest steht jedoch nur, dass in der nächstfolgenden Geschichte Dagobert wieder der gewohnte reiche Fantastilliardär ist.
In dieser Weise erinnert das Ende, das den Konflikt bewusst in der Schwebe hält und nicht eindeutig auflöst, an die Barks-Geschichten ''[[Der Selbstschuss]]'' und ''[[Eingefrorenes Geld]]'', in denen Dagobert am Ende der Geschichte von den Panzerkackern bestohlen wird. Auch in ''[[Weihnachten für Kummersdorf]]'', das ebenfalls den drastischen Verlust von Onkel Dagoberts Barvermögen zeigt, offenbart der Autor ebenfalls nur eine Möglichkeit, wie Dagobert sein Geld wiedererlangen kann. Ob dieser Prozess wie geschildert oder in sonstiger Art und Weise erfolgt, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Fest steht jedoch nur, dass in der nächstfolgenden Geschichte Dagobert wieder der gewohnte reiche Fantastilliardär ist.