LTB 356: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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== Cover / Erster Eindruck == | == Cover / Erster Eindruck == | ||
Das Cover macht einen sehr gelungenen Eindruck, vorallem wegen eines Audrucks, nämlich dem von Donalds Gesicht. Außer das das Bild so gut in Szene gesetzt ist, macht auch die Farbgebung viel her. Allerdings könnte außerhalb des Saloons auch etwas anderes sein als orange-gelber Himmel mit weißen Nebelstreifen. Der Wild-West-Style ist auch auf der Rückseite durchgezogen wurden, wo man natürlich auch wieder einen Einführungstext mit zahlreichen Wortspielen und wunderbaren Erkenntnissen findet. Alles in allem noch ein '''sehr gut''' {{hl}}. --[[Benutzer:Kronf|W. Kronf]] 16:40, 11. Okt 2006 (CEST) | Das Cover macht einen sehr gelungenen Eindruck, vorallem wegen eines Audrucks, nämlich dem von Donalds Gesicht. Außer das das Bild so gut in Szene gesetzt ist, macht auch die Farbgebung viel her. Allerdings könnte außerhalb des Saloons auch etwas anderes sein als orange-gelber Himmel mit weißen Nebelstreifen. Der Wild-West-Style ist auch auf der Rückseite durchgezogen wurden, wo man natürlich auch wieder einen Einführungstext mit zahlreichen Wortspielen und wunderbaren Erkenntnissen findet. Alles in allem noch ein '''sehr gut''' {{hl}}. --[[Benutzer:Kronf|W. Kronf]] 16:40, 11. Okt 2006 (CEST) | ||
Bereits das dritte Mal in Folge überrascht uns die LTB-Redaktion mit einem italienischen Cover – dieses Motiv übertrifft die letzten beiden noch einmal um Längen. Dieses LTB stellt das wohl beste Cover seit mehreren Jahren. – sowohl vom Motiv als auch von der Farbgestaltung her. Die durchschnittliche Seitenzahl pro Geschichte von 25 Seiten ist zwar ganz ordentlich, lässt den geneigten Leser aber keine direkten Freudensprünge machen. [[Benutzer:ZicheFan|ZicheFan]] 20:13, 31. Okt 2006 (CET) | Bereits das dritte Mal in Folge überrascht uns die LTB-Redaktion mit einem italienischen Cover – dieses Motiv übertrifft die letzten beiden noch einmal um Längen. Dieses LTB stellt das wohl beste Cover seit mehreren Jahren. – sowohl vom Motiv als auch von der Farbgestaltung her. Die durchschnittliche Seitenzahl pro Geschichte von 25 Seiten ist zwar ganz ordentlich, lässt den geneigten Leser aber keine direkten Freudensprünge machen. [[Benutzer:ZicheFan|ZicheFan]] 20:13, 31. Okt 2006 (CET) | ||
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== Sheriff gesucht == | == Sheriff gesucht == | ||
[[Bild:Sheriff-gesucht.jpg|thumb|right|(© Egmont Ehapa)]] | |||
*40 S. | *40 S. | ||
*Deutsche Erstveröffentlichung | *Deutsche Erstveröffentlichung | ||
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Donald möchte unbedingt Polizist werden! Doch der Entenhausener Polizeipräsident, der die normale Uniform eines Streifenpolizisten trägt und Donald immer persönlich mit dem Fuß wieder aus dem Präsidium kickt, an dessen Tür übrigens ein gelber Stern auf rotem Grund prangt, lässt dies nicht zu. "Ein guter Gesetzeshüter muss gewandt und gewitzt sein. Eigenschaften, die Ihnen nicht in die Wiege gelegt wurden!", meint er. Wir wissen: gewandt und gewitzt ist Donald, und ein Gesetzeshüter schon lange! Und zwar als Phantomias, und als solcher unterstützt er die offenbar unfähige oder überforderte Entenhausener Polizei häufig. Jedenfalls drückt unser "Polizeipräsident" Donald eine Stelle als Hilfssheriff in "Twin Beaks" auf. Gemeint ist Issaquah bei Seattle, wo die Serie ''Twin Peaks'' gedreht wurde. Das ist aber keine Wild-West-Stadt. Und erst recht hat der Entenhausener Polizeipräsident dem Sheriff dieses Ortes nichts zu sagen. Denn er ist ja sogar in einem anderen Bundesstaat! "Aufgelegt! Hrmpf! Bloß weil er das Sagen hat, kann ich nicht widersprechen.", grummelt der Sheriff. Darauf komme ich später noch einmal zurück. Donald macht sich gleich bei seiner Ankunft unbeliebt, in dem er eine, Zitat: "spannende und sehr spaßige Schlägerei" beendet. Dann folgt ein Fall mit Romanen von einem gewissen Jean-Jacques Schmelz (seit wann schreibt man Jaques mit c?), den ich hier mal außen vor lasse, denn er ist '''''von Story wie auch Zeichnung sehr gut umgesetzt'''''. Auch Daisys Reisekoffer ist voll von diesen Büchern, darum ist wohl auch nichts zu essen im Haus und Daisy kann sich nicht umziehen. Liest man die Geschichte ein zweites Mal, wenn man das Ende kennt, '''''erscheinen viele Einzelheiten sehr sinnlos''''': Wer ist der komische Typ im Buchladen neben Daisy? Wieso regt sich Habestil so auf, wenn ein Mitarbeiter über einen Raub von Schmelz-Büchern schreibt? Wieso wirft ihn auch der Richter heraus? Gerade hier müsste er doch mit Eifer gegen den Diebstahl vorgehen, schließlich ist er ja großer Schmelz-Fan und hat nichts mit der Sache zu tun! Trotzdem ruft er den Sheriff an und erzählt ihm von Donalds Besuch. Und auch Donalds Frage auf Seite 39 bleibt unbeantwortet: Wieso ist die halbe Stadt Jean-Jacques-Schmelz-Fan? Aber zum endgültigen Schluss: Der Sheriff von Twin Beaks schiebt dem Entenhausener Polizeipräsidenten Donald als Assistent unter. Wie das? Hatte dieser nicht gerade noch "das Sagen"? '''Note: 3''' {{mm}} --[[Benutzer:Kronf|W. Kronf]] 16:40, 11. Okt 2006 (CEST) | Donald möchte unbedingt Polizist werden! Doch der Entenhausener Polizeipräsident, der die normale Uniform eines Streifenpolizisten trägt und Donald immer persönlich mit dem Fuß wieder aus dem Präsidium kickt, an dessen Tür übrigens ein gelber Stern auf rotem Grund prangt, lässt dies nicht zu. "Ein guter Gesetzeshüter muss gewandt und gewitzt sein. Eigenschaften, die Ihnen nicht in die Wiege gelegt wurden!", meint er. Wir wissen: gewandt und gewitzt ist Donald, und ein Gesetzeshüter schon lange! Und zwar als Phantomias, und als solcher unterstützt er die offenbar unfähige oder überforderte Entenhausener Polizei häufig. Jedenfalls drückt unser "Polizeipräsident" Donald eine Stelle als Hilfssheriff in "Twin Beaks" auf. Gemeint ist Issaquah bei Seattle, wo die Serie ''Twin Peaks'' gedreht wurde. Das ist aber keine Wild-West-Stadt. Und erst recht hat der Entenhausener Polizeipräsident dem Sheriff dieses Ortes nichts zu sagen. Denn er ist ja sogar in einem anderen Bundesstaat! "Aufgelegt! Hrmpf! Bloß weil er das Sagen hat, kann ich nicht widersprechen.", grummelt der Sheriff. Darauf komme ich später noch einmal zurück. Donald macht sich gleich bei seiner Ankunft unbeliebt, in dem er eine, Zitat: "spannende und sehr spaßige Schlägerei" beendet. Dann folgt ein Fall mit Romanen von einem gewissen Jean-Jacques Schmelz (seit wann schreibt man Jaques mit c?), den ich hier mal außen vor lasse, denn er ist '''''von Story wie auch Zeichnung sehr gut umgesetzt'''''. Auch Daisys Reisekoffer ist voll von diesen Büchern, darum ist wohl auch nichts zu essen im Haus und Daisy kann sich nicht umziehen. Liest man die Geschichte ein zweites Mal, wenn man das Ende kennt, '''''erscheinen viele Einzelheiten sehr sinnlos''''': Wer ist der komische Typ im Buchladen neben Daisy? Wieso regt sich Habestil so auf, wenn ein Mitarbeiter über einen Raub von Schmelz-Büchern schreibt? Wieso wirft ihn auch der Richter heraus? Gerade hier müsste er doch mit Eifer gegen den Diebstahl vorgehen, schließlich ist er ja großer Schmelz-Fan und hat nichts mit der Sache zu tun! Trotzdem ruft er den Sheriff an und erzählt ihm von Donalds Besuch. Und auch Donalds Frage auf Seite 39 bleibt unbeantwortet: Wieso ist die halbe Stadt Jean-Jacques-Schmelz-Fan? Aber zum endgültigen Schluss: Der Sheriff von Twin Beaks schiebt dem Entenhausener Polizeipräsidenten Donald als Assistent unter. Wie das? Hatte dieser nicht gerade noch "das Sagen"? '''Note: 3''' {{mm}} --[[Benutzer:Kronf|W. Kronf]] 16:40, 11. Okt 2006 (CEST) | ||
{{hl}} Mit der Titelgeschichte – anders als das Cover nicht italienisch – starten wir auch gleich in die aktuelle Comicausgabe unseres Vertrauens. Donald ist auf seiner unermüdlichen Suche nach einem Job ausgerechnet bei der Polizei gelandet. Es ist vorrauszusehen, dass Donald auch schon wieder draußen vor der Tür landet, kaum hat er sein Anliegen vorgebracht. Doch in letzter Sekunde fällt dem Polizeichef Entenhausens eine Idee ein, mit der er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte: In dem abgelegenen Westerndorf „Twin Beaks“ wird ein Sheriff gesucht. Um Donald schnellstmöglichst aus Entenhausen zu entfernen und zugleich die Stelle in „Twin Beaks“ besetzt zu haben, wird die arbeitssuchende Ente kurzerhand dorthin geschickt – als Hilfssheriff. Kaum angekommen, watschelt Donald auch schon seinem ersten Fall entgegen. Denn in dem kleinen Westernörtchen werden nach und nach sämtliche Bücher des Autoren Jean-Jacques Schmelz, etwa vergleichbar mit Nicholas Sparks, gestohlen. Doch seltsamerweise hat das Dorf und auch der Sheriff als Vorgesetzter Donalds gar kein Interesse an der Aufklärung des Falles. Und so stürzt sich Donald in die Arbeit... Wer eine typische Donald-versagt-am-laufenden-Band-Story erwartet hat, ist vollkommen auf dem Holzweg. Der schön entwickelte und mit einer witzigen, allerdings auch etwas zu platten Auflösung versehene Plot kann sich sehen lassen und wird durch die routinierten Zeichnungen Fecchis noch einmal aufgewertet. Dazu kommt noch, dass der Autor relativ geschickt mit Klischees spielt und die Übersetzungen wie so oft in letzter Zeit besonders positiv hervorstechen. Ich sage nur: Jean-Jaques Schmelz '''Note: 2+''' [[Benutzer:ZicheFan|ZicheFan]] 20:13, 31. Okt 2006 (CET) | {{hl}} Mit der Titelgeschichte – anders als das Cover nicht italienisch – starten wir auch gleich in die aktuelle Comicausgabe unseres Vertrauens. Donald ist auf seiner unermüdlichen Suche nach einem Job ausgerechnet bei der Polizei gelandet. Es ist vorrauszusehen, dass Donald auch schon wieder draußen vor der Tür landet, kaum hat er sein Anliegen vorgebracht. Doch in letzter Sekunde fällt dem Polizeichef Entenhausens eine Idee ein, mit der er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte: In dem abgelegenen Westerndorf „Twin Beaks“ wird ein Sheriff gesucht. Um Donald schnellstmöglichst aus Entenhausen zu entfernen und zugleich die Stelle in „Twin Beaks“ besetzt zu haben, wird die arbeitssuchende Ente kurzerhand dorthin geschickt – als Hilfssheriff. Kaum angekommen, watschelt Donald auch schon seinem ersten Fall entgegen. Denn in dem kleinen Westernörtchen werden nach und nach sämtliche Bücher des Autoren Jean-Jacques Schmelz, etwa vergleichbar mit Nicholas Sparks, gestohlen. Doch seltsamerweise hat das Dorf und auch der Sheriff als Vorgesetzter Donalds gar kein Interesse an der Aufklärung des Falles. Und so stürzt sich Donald in die Arbeit... Wer eine typische Donald-versagt-am-laufenden-Band-Story erwartet hat, ist vollkommen auf dem Holzweg. Der schön entwickelte und mit einer witzigen, allerdings auch etwas zu platten Auflösung versehene Plot kann sich sehen lassen und wird durch die routinierten Zeichnungen Fecchis noch einmal aufgewertet. Dazu kommt noch, dass der Autor relativ geschickt mit Klischees spielt und die Übersetzungen wie so oft in letzter Zeit besonders positiv hervorstechen. Ich sage nur: Jean-Jaques Schmelz '''Note: 2+''' [[Benutzer:ZicheFan|ZicheFan]] 20:13, 31. Okt 2006 (CET) | ||
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== Gold auf dem Mars == | == Gold auf dem Mars == | ||
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*Deutsche Erstveröffentlichung | *Deutsche Erstveröffentlichung | ||
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Der Mars ist der vierte Planet unseres Sonnensystems und wird oft auch der Rote Planet genannt. Die Wissenschaftler fragen sich schon sehr lange, ob es auf dem Mars Leben gibt! So beginnt diese Geschichte. Onkel Dagobert, der natürlich nur auf seine Bereicherung aus ist, will von Herrn Düsentrieb eine Marssonde konstruiert haben. Heraus kommt die "KGN" = "Kleiner gehts nicht", eine, wie der Name schon sagt, eher kleinere Erfindung. Eine Mini-Rakete befördert sie in die Luft. Tolle Zeichnungen, einigermaßen gute Story, eine '''2+''' {{gut}} --[[Benutzer:Kronf|W. Kronf]] 17:03, 11. Okt 2006 (CEST) | Der Mars ist der vierte Planet unseres Sonnensystems und wird oft auch der Rote Planet genannt. Die Wissenschaftler fragen sich schon sehr lange, ob es auf dem Mars Leben gibt! So beginnt diese Geschichte. Onkel Dagobert, der natürlich nur auf seine Bereicherung aus ist, will von Herrn Düsentrieb eine Marssonde konstruiert haben. Heraus kommt die "KGN" = "Kleiner gehts nicht", eine, wie der Name schon sagt, eher kleinere Erfindung. Eine Mini-Rakete befördert sie in die Luft. Tolle Zeichnungen, einigermaßen gute Story, eine '''2+''' {{gut}} --[[Benutzer:Kronf|W. Kronf]] 17:03, 11. Okt 2006 (CEST) | ||
{{mm}} Dagobert beauftragt Daniel Düsentrieb, eine Sonde zum Mars zu schicken, die für ihn Bodenschätze sucht, und das natürlich möglichst ohne großen Kapitalaufwand. Wenn die Sonde etwas finden würde, würde Dagobert sofort mit seinem Duck-Shuttle hinterherfliegen und die glänzenden Steinchen einsammeln. Dass der Mars eine solche Athmosphäre hat, dass Menschen dort nicht überleben können, interessiert Caterina Mognato offenbar überhaupt nicht. Nun ja, die Sonde wird schließlich losgeschickt und schon bald wird ein riesiges Goldvorkommen entdeckt. Wo die Sonde in Wirklichkeit gelandet sein muss (nämlich nicht auf dem Mars, sondern... na?), wird dem Leser spätestens nach der Hälfte der Geschichte klar, als entdeckt wird, dass die Sonde den Mars offenbar in Windeseile erreicht hat. Die Auflösung ist stumpfer als der Bleistift, den ich in diesem Moment benutzen würde, würde ich nicht mit dem Computer schreiben. Immerhin sind Zeichnungen und Übersetzungen schlichtweg klasse. Aber eine Gagstory, wo der Gag nicht wirkt und überhaupt mies ist, kann durch so etwas auch nicht viel aufgewertet werden. '''Note: 3-''' [[Benutzer:ZicheFan|ZicheFan]] 20:13, 31. Okt 2006 (CET) | {{mm}} Dagobert beauftragt Daniel Düsentrieb, eine Sonde zum Mars zu schicken, die für ihn Bodenschätze sucht, und das natürlich möglichst ohne großen Kapitalaufwand. Wenn die Sonde etwas finden würde, würde Dagobert sofort mit seinem Duck-Shuttle hinterherfliegen und die glänzenden Steinchen einsammeln. Dass der Mars eine solche Athmosphäre hat, dass Menschen dort nicht überleben können, interessiert Caterina Mognato offenbar überhaupt nicht. Nun ja, die Sonde wird schließlich losgeschickt und schon bald wird ein riesiges Goldvorkommen entdeckt. Wo die Sonde in Wirklichkeit gelandet sein muss (nämlich nicht auf dem Mars, sondern... na?), wird dem Leser spätestens nach der Hälfte der Geschichte klar, als entdeckt wird, dass die Sonde den Mars offenbar in Windeseile erreicht hat. Die Auflösung ist stumpfer als der Bleistift, den ich in diesem Moment benutzen würde, würde ich nicht mit dem Computer schreiben. Immerhin sind Zeichnungen und Übersetzungen schlichtweg klasse. Aber eine Gagstory, wo der Gag nicht wirkt und überhaupt mies ist, kann durch so etwas auch nicht viel aufgewertet werden. '''Note: 3-''' [[Benutzer:ZicheFan|ZicheFan]] 20:13, 31. Okt 2006 (CET) | ||