Carlo Chendi: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Hupert.png|thumb|250px|rechts|[[Hubert Bogart]], Chendi Schöpfung in Zusammenarbeit mit Giorgio Cavazzano (© Disney)]] | [[Datei:Hupert.png|thumb|250px|rechts|[[Hubert Bogart]], Chendi Schöpfung in Zusammenarbeit mit Giorgio Cavazzano (© Disney)]] | ||
[[Datei:Professor Piepenbrinck 2.png|thumb|250px|rechts|Auch die Figur des [[Professor Piepenbrinck]] (auch bekannt als Graf Zahltag) stammt von ihm, dieses Mal wieder mit Bottaro]] | [[Datei:Professor Piepenbrinck 2.png|thumb|250px|rechts|Auch die Figur des [[Professor Piepenbrinck]] (auch bekannt als Graf Zahltag) stammt von ihm, dieses Mal wieder mit Bottaro]] | ||
Chendi wurde am 10. Juli 1933 in Ostellato, Ferrara, geboren. Bereits früh zog er nach Rapallo in Ligurien, wo er auch seine Karriere als Comicautor begann.<ref>[https://it.wikipedia.org/wiki/Carlo_Chendi Wikipedia-Artikel] (Italienisch)</ref> Dort traf er unter anderem [[Luciano Bottaro]], der sein wichtigster Partner werden würde, und begann mit ihm 1952 im Alter von gerade einmal 19 Jahren seine Zusammenarbeit mit [[Mondadori]] und mit Disney-Figuren. Sein erster Comic im ''[[Topolino]]'' erschien 1954, in Kooperation mit [[Luciano Bottaro]], der für die Zeichnungen verantwortlich war. In den folgenden Jahren folgten sporadisch einige Disney-Comics, unter anderem die ''[[wikipedia:de:Faust. Eine Tragödie|Faust]]''-[[Adaption]] ''[[Doktor Duckenfaust]]'' ([[LTB Spezial 45]], [[Hier bin ich Ente, hier darf ich's sein – Goethes Entenhausener Klassik]] & [[LTB Sonderedition 2020 | Chendi wurde am 10. Juli 1933 in Ostellato, Ferrara, geboren. Bereits früh zog er nach Rapallo in Ligurien, wo er auch seine Karriere als Comicautor begann.<ref>[https://it.wikipedia.org/wiki/Carlo_Chendi Wikipedia-Artikel] (Italienisch)</ref> Dort traf er unter anderem [[Luciano Bottaro]], der sein wichtigster Partner werden würde, und begann mit ihm 1952 im Alter von gerade einmal 19 Jahren seine Zusammenarbeit mit [[Mondadori]] und mit Disney-Figuren. Sein erster Comic im ''[[Topolino]]'' erschien 1954, in Kooperation mit [[Luciano Bottaro]], der für die Zeichnungen verantwortlich war. In den folgenden Jahren folgten sporadisch einige Disney-Comics, unter anderem die ''[[wikipedia:de:Faust. Eine Tragödie|Faust]]''-[[Adaption]] ''[[Doktor Duckenfaust]]'' ([[LTB Spezial 45]], [[Hier bin ich Ente, hier darf ich's sein – Goethes Entenhausener Klassik]] & [[LTB Sonderedition 4/2020]]), die als einer der besten italienischen Disney-Comics überhaupt gilt. Erst ab 1960 wurde er jedoch richtig aktiv und schrieb regelmäßiger Disney-Comics. So begann er in diesem Jahr, wieder in Zusammenarbeit mit Bottaro, die ''[[Rebo]]''-Saga, die trotz äußerst guter Rezeption noch nie auf Deutsch erschienen ist. Mit Bottaro schuf er auch Figuren wie den größenwahnsinnigen [[Professor Piepenbrinck]] oder prägte die Figurenkonstellation [[Goofy]]/[[Hicksi]], zu nennen wären hier unter anderem ''Goofy und die Zauberraketen'' ([[LTB 11]]) bis zur Geschichte ''Gefährliches Gas'' ([[Donald Duck – Die Anthologie]]). | ||
In den darauffolgenden Jahren arbeitete er mit den verschiedensten Autoren zusammen, unter anderem mit [[Giovan Battista Carpi]] (''Die Reise um die Welt in 8 Tagen'' ([[LTB 16]] & [[LTB Spezial 53]]), die [[wikipedia:de:James Bond jagt Goldfinger|Goldfinger]]-Parodie ''Donald in geheimer Mission'' ([[LTB 77]]), [[LTB Spezial 25]] & [[LTB Sonderedition 2021 | In den darauffolgenden Jahren arbeitete er mit den verschiedensten Autoren zusammen, unter anderem mit [[Giovan Battista Carpi]] (''Die Reise um die Welt in 8 Tagen'' ([[LTB 16]] & [[LTB Spezial 53]]), die [[wikipedia:de:James Bond jagt Goldfinger|Goldfinger]]-Parodie ''Donald in geheimer Mission'' ([[LTB 77]]), [[LTB Spezial 25]] & [[LTB Sonderedition 3/2021]])) oder auch [[Giorgio Cavazzano]], mit dem er unter anderem die Figuren [[Hubert Bogart]] oder [[Quacky]] erfand. | ||
1968 gründete er zusammen mit seinen Freunden Luciano Bottaro und [[Giorgio Rebuffi]] sein eigenes Studio, das Studio Bierecci („Bierecci“ ist ein [[Akronym]] aus den Namen Bottaro-Rebuffi-Chendi), das die drei bis 1985 am Laufen hielten. Mit diesem schrieb er für die verschiedensten Comicreihen und gab unter anderem die Zeitschrift ''Re di Picche'' („Pik König“) heraus. Er gilt er als eine der Säulen der sogenannten „Rapallo-Schule“. Dennoch blieb er den Disney-Comics weiterhin treu, wenngleich er nun vor allem Kurzgeschichten schrieb. Carlo Chendi hatte zudem einen langjährigen Briefwechsel mit [[Carl Barks]], durch den dieser sich mit den italienischen Comics anfreundete. Auch mit [[Floyd Gottfredson]] war er in Kontakt. 1996 hörte er jedoch mit den Disney-Comics auf, verschwand allerdings keineswegs von der Bildfläche, sondern war regelmäßig zum Beispiel auf Veranstaltungen zu sehen und veröffentlichte sogar noch sporadisch Geschichten. Carlo Chendi verstarb 88-jährig am 12. September 2021.<ref name="afnews" /> | 1968 gründete er zusammen mit seinen Freunden Luciano Bottaro und [[Giorgio Rebuffi]] sein eigenes Studio, das Studio Bierecci („Bierecci“ ist ein [[Akronym]] aus den Namen Bottaro-Rebuffi-Chendi), das die drei bis 1985 am Laufen hielten. Mit diesem schrieb er für die verschiedensten Comicreihen und gab unter anderem die Zeitschrift ''Re di Picche'' („Pik König“) heraus. Er gilt er als eine der Säulen der sogenannten „Rapallo-Schule“. Dennoch blieb er den Disney-Comics weiterhin treu, wenngleich er nun vor allem Kurzgeschichten schrieb. Carlo Chendi hatte zudem einen langjährigen Briefwechsel mit [[Carl Barks]], durch den dieser sich mit den italienischen Comics anfreundete. Auch mit [[Floyd Gottfredson]] war er in Kontakt. 1996 hörte er jedoch mit den Disney-Comics auf, verschwand allerdings keineswegs von der Bildfläche, sondern war regelmäßig zum Beispiel auf Veranstaltungen zu sehen und veröffentlichte sogar noch sporadisch Geschichten. Carlo Chendi verstarb 88-jährig am 12. September 2021.<ref name="afnews" /> | ||