LTB 525: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen

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{{hl}} [[Mac Moneysac]] war in Italien lange nicht sonderlich populär. Mit ganz wenigen Ausnahmen kam er jahrzehntelang überhaupt nicht im [[Topolino]] vor, die italienischen Künstler bevorzugten den ebenfalls von [[Carl Barks]] erfundenen [[Klaas Klever]]. Das hat sich erst mit ''Alle gegen einen'', dem Meisterwerk von [[Francesco Artibani]] und [[Alessandro Perina]], etwas geändert. Nun haben sich die beiden Künstler erneut mit dem Charakter befasst und ein Werk ähnlicher Länge vorgelegt.
{{hl}} [[Mac Moneysac]] war in Italien lange nicht sonderlich populär. Mit ganz wenigen Ausnahmen kam er jahrzehntelang überhaupt nicht im [[Topolino]] vor, die italienischen Künstler bevorzugten den ebenfalls von [[Carl Barks]] erfundenen [[Klaas Klever]]. Das hat sich erst mit ''[[Alle gegen einen]]'', dem Meisterwerk von [[Francesco Artibani]] und [[Alessandro Perina]], etwas geändert. Nun haben sich die beiden Künstler erneut mit dem Charakter befasst und ein Werk ähnlicher Länge vorgelegt.


Es beginnt mit einer Einladung in ein Luxushotel. Mac Moneysac, ganz in Weiß (aber ohne Blumenstrauß! :-)), gibt sich geläutert und erklärt, dass er fortan dem Vorbild seines Bruders Muck nacheifern will. Der war laut Moneysac ein Menschenfreund und Gönner. Und er hat offenbar vor längerer Zeit Dagoberts Bruder [[Dettmar Duck|Dettmar]] und seinem „Rasenden Kurier“ (siehe [[LTB 36]]) eine Menge Geld geliehen, aber Mac Moneysac will ihm die Schuld erlassen und [[Tick, Trick und Track]] nach Südafrika einladen. Die nehmen das Angebot an, trotz Donalds und Dagoberts Vorbehalten. Die beiden Erwachsenen wiederum wollen Dettmar zur Rede stellen, jedoch ist der verschwunden (stattdessen treibt [[Dummy Duck]] in der Redaktion sein Unwesen), und zwar irgendwo in Südamerika…
Es beginnt mit einer Einladung in ein Luxushotel. Mac Moneysac, ganz in Weiß (aber ohne Blumenstrauß! :-)), gibt sich geläutert und erklärt, dass er fortan dem Vorbild seines Bruders Muck nacheifern will. Der war laut Moneysac ein Menschenfreund und Gönner. Und er hat offenbar vor längerer Zeit Dagoberts Bruder [[Dettmar Duck|Dettmar]] und seinem „Rasenden Kurier“ (siehe [[LTB 36]]) eine Menge Geld geliehen, aber Mac Moneysac will ihm die Schuld erlassen und [[Tick, Trick und Track]] nach Südafrika einladen. Die nehmen das Angebot an, trotz Donalds und Dagoberts Vorbehalten. Die beiden Erwachsenen wiederum wollen Dettmar zur Rede stellen, jedoch ist der verschwunden (stattdessen treibt [[Dummy Duck]] in der Redaktion sein Unwesen), und zwar irgendwo in Südamerika…
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Man ahnt es: Einiges stimmt hier nicht. Dass die beiden Handlungsstränge zusammenhängen, ahnen allerdings weder Donald noch Dagobert. Und so gehen gleich mehrere Ducks in die Falle.
Man ahnt es: Einiges stimmt hier nicht. Dass die beiden Handlungsstränge zusammenhängen, ahnen allerdings weder Donald noch Dagobert. Und so gehen gleich mehrere Ducks in die Falle.


''Ein gefährlicher Gegner'' ist ganz klar ein Werk mit ähnlichem Anspruch wie ''Alle gegen einen'', der Humor kommt nicht zu kurz, und der Schluss hat Rosa-artige Ausmaße. Dadurch, dass es weniger Gegner gibt, ist die Geschichte aber ein bisschen weniger verschachtelt, auch das Pacing ist anders (''Alle gegen einen'' bestand aus 4 * 30 Seiten, hier dagegen sind es 3 * 40 Seiten). Perinas Zeichnungen sind weiterhin ausdrucksstark und lebhaft (was alleine aufgrund der Scarpa-Figuren Dettmar und Dummy auch vonnöten war), wirken im Detail aber auch ein bisschen blasser als noch 2013.
''Ein gefährlicher Gegner'' ist ganz klar ein Werk mit ähnlichem Anspruch wie ''[[Alle gegen einen]]'', der Humor kommt nicht zu kurz, und der Schluss hat Rosa-artige Ausmaße. Dadurch, dass es weniger Gegner gibt, ist die Geschichte aber ein bisschen weniger verschachtelt, auch das Pacing ist anders (''Alle gegen einen'' bestand aus 4 * 30 Seiten, hier dagegen sind es 3 * 40 Seiten). Perinas Zeichnungen sind weiterhin ausdrucksstark und lebhaft (was alleine aufgrund der Scarpa-Figuren Dettmar und Dummy auch vonnöten war), wirken im Detail aber auch ein bisschen blasser als noch 2013.


Was der Geschichte nicht unbedingt zugutekommt, ist die Aufteilung im Band. Hier hat die Reducktion m.E. einen Fehler gemacht, besonders, da mal wieder die Charaktere in den Geschichten dazwischen ebenfalls auftauchen. Meiner Meinung nach hätte es höchstens Sinn gemacht, die Mausgeschichten, Gundel und Dussel/Düsentrieb zwischen den Teilen zu drucken, aber am Stück wäre es noch besser gewesen. Ob ''Alle gegen einen'', wenn es auch so zerstückelt gewesen wäre, überhaupt in die Fan-Edition gewählt worden wäre?
Was der Geschichte nicht unbedingt zugutekommt, ist die Aufteilung im Band. Hier hat die Reducktion m.E. einen Fehler gemacht, besonders, da mal wieder die Charaktere in den Geschichten dazwischen ebenfalls auftauchen. Meiner Meinung nach hätte es höchstens Sinn gemacht, die Mausgeschichten, Gundel und Dussel/Düsentrieb zwischen den Teilen zu drucken, aber am Stück wäre es noch besser gewesen. Ob ''Alle gegen einen'', wenn es auch so zerstückelt gewesen wäre, überhaupt in die Fan-Edition gewählt worden wäre?