Robert Iger: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Jahr 2002 weitete Robert Iger seine Arbeiten um die TV-Abteilung Disneys aus. Im Zuge des rapiden Zuschauerrückgangs bei ABC in den Jahren 2001 und 2002 entließ Iger [[Steven Bornstein]], der Präsident von ABC-TV Network war, obwohl er diesen Posten erst im Jahr 2001 angenommen hatte. Bornstein war vorher Chef des extrem erfolgreichen Sport-Networks ESPN und wurde jetzt für Fehler zur Verantwortung gezogen, die er nicht begangen hatte. Doch als oft gehandelter Nachfolger von Michael Eisner an der Spitze von Disney war Bornstein für Iger eine Bedrohung und wurde daher entlassen.  
Im Jahr 2002 weitete Robert Iger seine Arbeiten um die TV-Abteilung Disneys aus. Im Zuge des rapiden Zuschauerrückgangs bei ABC in den Jahren 2001 und 2002 entließ Iger [[Steven Bornstein]], der Präsident von ABC-TV Network war, obwohl er diesen Posten erst im Jahr 2001 angenommen hatte. Bornstein war vorher Chef des extrem erfolgreichen Sport-Networks ESPN und wurde jetzt für Fehler zur Verantwortung gezogen, die er nicht begangen hatte. Doch als oft gehandelter Nachfolger von Michael Eisner an der Spitze von Disney war Bornstein für Iger eine Bedrohung und wurde daher entlassen.  


Stanley Gold und Roy Disney bauten ihre Offensive gegen Eisner weiter aus. Mittlerweile richteten sie sich auch an die Öffentlichkeit. [[Steve Jobs]], der Chef vom 3D-Animationsstudio [[Pixar]], das eine Partnerschaft mit Disney eingegangen war und später für den Konzern Kinohits wie [[Toy Story]] und [[Die Monster AG]] produziert hatte, weigerte sich, mit Michael Eisner persönlich über weitere Zusammenarbeit zu verhandeln. Im Gegenzug wollte Eisner Reforomen für das Board of Directors durchführen, um Stanley Gold loszuwerden. Er ließ Roy Disney überwachen und befahl jedem, Bericht darüber zu erstatten, was Roy gesagt hatte. In einer Boardsitzung vom 24. September 2002 verschärften sich die Konflikte. Dort beschwerte sich Eisner über die "öffentliche Kampagne" gegen ihn und forderte ein Vertrauensvotum, das einstimmig sein sollte. Daraufhin bemerkte Roy Disney: "Dem könnte ich nicht zustimmen. Sie haben meine Unterstützung nicht." Als Einser dann später darüber sprach, dass Gold und Disney ihn zwar loswerden wollten, aber kein Konzept für eine neue Unternehmensführung hätten, sagte er: "Bob (Iger, Anm.) kann dieses Unternehmen nicht führen."(DisneyWar, S.612 f)
Stanley Gold und Roy Disney bauten ihre Offensive gegen Eisner weiter aus. Mittlerweile richteten sie sich auch an die Öffentlichkeit. [[Steve Jobs]], der Chef vom 3D-[[Animationsstudio]] [[Pixar]], das eine Partnerschaft mit Disney eingegangen war und später für den Konzern Kinohits wie [[Toy Story]] und [[Die Monster AG]] produziert hatte, weigerte sich, mit Michael Eisner persönlich über weitere Zusammenarbeit zu verhandeln. Im Gegenzug wollte Eisner Reforomen für das Board of Directors durchführen, um Stanley Gold loszuwerden. Er ließ Roy Disney überwachen und befahl jedem, Bericht darüber zu erstatten, was Roy gesagt hatte. In einer Boardsitzung vom 24. September 2002 verschärften sich die Konflikte. Dort beschwerte sich Eisner über die "öffentliche Kampagne" gegen ihn und forderte ein Vertrauensvotum, das einstimmig sein sollte. Daraufhin bemerkte Roy Disney: "Dem könnte ich nicht zustimmen. Sie haben meine Unterstützung nicht." Als Einser dann später darüber sprach, dass Gold und Disney ihn zwar loswerden wollten, aber kein Konzept für eine neue Unternehmensführung hätten, sagte er: "Bob (Iger, Anm.) kann dieses Unternehmen nicht führen."(DisneyWar, S.612 f)


Im Jahr 2003 geriet auch Bob Iger ins Kreuzfeuer der Kritik an der Disney-Führung. Das einflussreiche Board-Mitglied [[George Mitchell]] betonte Mitte des Jahres auf einer Sitzung, dass Iger es nicht geschafft habe, ABC und ABC Family in die schwarzen Zahlen zu bringen. Wenn er dies in einem Jahr nicht geschafft habe, ist das Board der Meinung, dass er entlassen werden müsse. Iger ordnete daraufhin unter schwersten Anstrengungen [[ABC Family]] der Kabelgruppe von ABC zu, sodass es nicht mehr in seinem Verantwortungsbereich lag. Doch die Gerüchte um eine Entlassung Igers verschärften sich noch.
Im Jahr 2003 geriet auch Bob Iger ins Kreuzfeuer der Kritik an der Disney-Führung. Das einflussreiche Board-Mitglied [[George Mitchell]] betonte Mitte des Jahres auf einer Sitzung, dass Iger es nicht geschafft habe, ABC und ABC Family in die schwarzen Zahlen zu bringen. Wenn er dies in einem Jahr nicht geschafft habe, ist das Board der Meinung, dass er entlassen werden müsse. Iger ordnete daraufhin unter schwersten Anstrengungen [[ABC Family]] der Kabelgruppe von ABC zu, sodass es nicht mehr in seinem Verantwortungsbereich lag. Doch die Gerüchte um eine Entlassung Igers verschärften sich noch.