LTB 73: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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{{gut}} [[Goofy]] gerät beim Versuch, im Speicher seine Geburtsurkunde zu finden, unter eine Bücherlawine. Um ihn aus seiner folgenden Bettlägerigkeit zu erlösen, nimmt [[Micky]] ihn mit zur Bärenklause, eine Burgruine, von der er einige Fotos für eine Festbroschüre zum 100-jährigen Geburtstag Entenhausens machen will. Als er mitbekommt, dass Goofy seit seinem Unfall offenbar Bücher im wahrsten Sinne des Wortes „verschlingt“, fährt er mit ihm zurück zum Arzt, der die „Bücherwurm-Krankheit“ diagnostiziert. Deren Patienten können sich an die Inhalte der verzehrten Bücher erinnern. Als Micky seinen Freund das nächste Mal besucht, ist der davon überzeugt, ein Gespenst zu sein, denn auch auf dem Rathaus gebe es keine Geburtsurkunde von ihm. Micky ist beunruhigt über Goofys Geisteszustand und verbringt deshalb die Nacht bei ihm, in der dieser beginnt zu schlafwandeln – und zwar direkt zurück zur Burgruine. Dort scheint ein echtes Gespenst umzugehen, das die beiden Freunde einsperrt und ihnen unter unheimlichem Gelächter droht. Goofy verspeist einige achtlos herumliegende Blätter und erinnert sich sodann an ihre Inhalte über die Geheimgänge der Burg, wodurch sie sich aus ihrer Lage befreien können: Offenbar handelte es sich um jene Seiten aus mutwillig beschädigten Büchern aus der Stadtbibliothek, von denen zuvor [[Kommissar Hunter]] im Zusammenhang mit Neuigkeiten über in der Stadt aufgetauchtem Falschgeld berichtet hatte. Micky kombiniert, dass der Fälscher im Kostüm des Gespenstes steckt, das ihnen nach einer Verfolgungsjagd über die Zinnen der Burg noch einmal durch die Lappen geht. Micky bekommt heraus, dass das Falschgeld offenbar in präparierten falschen Holzscheiten in die Stadt geschafft wurde, und demaskiert einen vermeintlichen Holzfäller als Übeltäter. Beim Stelldichein im Kommissariat kann Hunter dann auch Goofy beruhigen: Einige Standesamtsunterlagen aus dem Rathaus waren einmal bei einem Brand vernichtet worden, doch im Polizeipräsidium gebe es diese Akten noch einmal auf Mikrofilm. Die Geschichte endet damit, dass Goofy als „ehemaliges Gespenst“ Führungen in der Bärenklause anbietet… | {{gut}} [[Goofy]] gerät beim Versuch, im Speicher seine Geburtsurkunde zu finden, unter eine Bücherlawine. Um ihn aus seiner folgenden Bettlägerigkeit zu erlösen, nimmt [[Micky]] ihn mit zur Bärenklause, eine Burgruine, von der er einige Fotos für eine Festbroschüre zum 100-jährigen Geburtstag Entenhausens machen will. Als er mitbekommt, dass Goofy seit seinem Unfall offenbar Bücher im wahrsten Sinne des Wortes „verschlingt“, fährt er mit ihm zurück zum Arzt, der die „Bücherwurm-Krankheit“ diagnostiziert. Deren Patienten können sich an die Inhalte der verzehrten Bücher erinnern. Als Micky seinen Freund das nächste Mal besucht, ist der davon überzeugt, ein Gespenst zu sein, denn auch auf dem Rathaus gebe es keine Geburtsurkunde von ihm. Micky ist beunruhigt über Goofys Geisteszustand und verbringt deshalb die Nacht bei ihm, in der dieser beginnt zu schlafwandeln – und zwar direkt zurück zur Burgruine. Dort scheint ein echtes Gespenst umzugehen, das die beiden Freunde einsperrt und ihnen unter unheimlichem Gelächter droht. Goofy verspeist einige achtlos herumliegende Blätter und erinnert sich sodann an ihre Inhalte über die Geheimgänge der Burg, wodurch sie sich aus ihrer Lage befreien können: Offenbar handelte es sich um jene Seiten aus mutwillig beschädigten Büchern aus der Stadtbibliothek, von denen zuvor [[Kommissar Hunter]] im Zusammenhang mit Neuigkeiten über in der Stadt aufgetauchtem Falschgeld berichtet hatte. Micky kombiniert, dass der Fälscher im Kostüm des Gespenstes steckt, das ihnen nach einer Verfolgungsjagd über die Zinnen der Burg noch einmal durch die Lappen geht. Micky bekommt heraus, dass das Falschgeld offenbar in präparierten falschen Holzscheiten in die Stadt geschafft wurde, und demaskiert einen vermeintlichen Holzfäller als Übeltäter. Beim Stelldichein im Kommissariat kann Hunter dann auch Goofy beruhigen: Einige Standesamtsunterlagen aus dem Rathaus waren einmal bei einem Brand vernichtet worden, doch im Polizeipräsidium gebe es diese Akten noch einmal auf Mikrofilm. Die Geschichte endet damit, dass Goofy als „ehemaliges Gespenst“ Führungen in der Bärenklause anbietet… | ||
Das Hauptwerk dieses Bandes mit seinen 59 Seiten ist gut – aber gewiss nicht so gut, wie es sein könnte. Seine Erstpublikation 1967 fiel nämlich in Jahre, in denen Zeichner [[Giovan Battista Carpi]] einigermaßen die Lust an den Mäusen vergangen zu sein schien. Nach dem Hit „Micky als Kurier des Zaren“ (1966, mit [[Gian Giacomo Dalmasso]], LTB 17) folgten | Das Hauptwerk dieses Bandes mit seinen 59 Seiten ist gut – aber gewiss nicht so gut, wie es sein könnte. Seine Erstpublikation 1967 fiel nämlich in Jahre, in denen Zeichner [[Giovan Battista Carpi]] einigermaßen die Lust an den Mäusen vergangen zu sein schien. Nach dem Hit „Micky als Kurier des Zaren“ (1966, mit [[Gian Giacomo Dalmasso]], LTB 17) folgten halbgare Abenteuer wie „Die Rebellen von Halunkistan“ (1968, mit [[Guido Martina]], LTB 34). Für diesen Comic, dem [[Gudrun Penndorf]] den atmosphärischen deutschen Titel „Das Gespenst, das keines war“ verpasste, erfindet Guido Martina immerhin einmal mehr einen ganz schön mystery-schwangeren Plot, den auch ein unmotivierter Carpi nicht kaputtkriegen kann. In vielerlei Hinsicht schreibt Martina für Carpi ein ähnlich geheimniskrämerisches Werk wie kaum einen Monat zuvor für [[Sergio Asteriti]] „Die Operation Piranka Kuka Baruka“, die zufälligerweise im in Deutschland nicht übernommenen CWD PS 44, „Topolino Ciak“ (1972) auf „Topolino contro il fantasmo solitario“ – so der italienische Titel – folgte. Das deutsche LTB 73 basierte ja aber auf dem deutlich späteren Band CWD SS 42 „Topolino zoom!“ (1980). Gegenüber dem Original ersetzte der damit auch deutlich ältere Comic aus dem damals liegengelassenen Band einiges amerikanische Material von [[Paul Murry]], vor allem aber einen 30-Seiter von Dalmasso und [[Giancarlo Gatti]], der verbrannt war, weil er erst ein Dreivierteljahr zuvor in einer Donald Duck-Ausgabe ([[DD 109]]) in Deutschland abgedruckt worden war. Gegenüber der drohenden Alternative eines Dalmasso/Gatti ist „Das Gespenst, das keines war“ jedenfalls ein echter Zugewinn – wegen einige grusliger Gespenstersequenzen und dem Kuriosum eines bücherverschlingenden Goofy. (11/15 – Good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:05, 4. Okt. 2026 (CEST) | ||
== Goofy und der Bärenhunger == | == Goofy und der Bärenhunger == | ||