Phantomias: Unterschied zwischen den Versionen

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Phantomias ist in Wirklichkeit [[Donald Duck]]. Durch einen Zufall (nachzulesen in [[LTB 41]]) erhält er die Ausrüstung, die es ihm ermöglicht als Superheld gegen Verbrecher zu kämpfen. Mit dem von [[Daniel Düsentrieb]] mit vielen Extras versehenen [[313]] kämpft er Nacht für Nacht gegen Verbrecher.
[[Bild:Art pktela.jpg|thumb|right|[[Donald Duck]]s anderes Ich: Rächer und Superheld '''Phantomias''' (© Disney)]]


Die erste Phantomias Geschichte wurde 1969 in Italien veröffentlicht, erfunden von Texter [[Guido Martina]] und Zeichner [[Giovan Battista Carpi]] für die italienische Micky Maus-Zeitschrift „[[Topolino]]“´. In Deutschland erschien das erste LTB mit Phantomias 1976 mit dem Titel „Donald mal ganz anders“, später in der Neuauflage umbenannt in „Jetzt kommt Phantomias“. Phantomias ist nicht der erste Superheld in Entenhausen: Zuvor gab es bereits [[Supergoof]].
Phantomias ist das bekannteste Alter Ego von [[Donald Duck]]. Dieser stößt durch einen Zufall auf die Ausrüstung eines Edelmannes, der mit ihr wie Robin Hood die Reichen bestahl um den Armen zu geben. Zugleich rächte er sich an denjenigen, die ihm übel mitspielten.
[[Donald Duck]] übernahm diese Rolle und rächte sich in frühen Jahren an seinen Gläubigern und besonders an seinem [[Dagobert Duck | Onkel Dagobert]] sowie Vetter [[Gustav Gans]].


Erfunden wurde Phantomias von Texter [[Guido Martina]] und Texter [[Giovan Battista Carpi]]. aufgrund des großen Erfolges dieser neuen Figur wurde Phantomias auch von anderen Zeichnern und Autoren übernommen, welche ihm mit der Zeit auch ein neues Gesicht gaben.


Im italienischen Original Paperinik genannt, entstand der deutsche Name "Phantomias" wohl in Anlehnung an Fantomas, der in den Sechzigern durch die Louis de Funès Filme auch Popularität in Deutschland erlangte.
==Entstehungsgeschichte==
[[Bild:LTB041.jpg|thumb|left|Phantomias erster Auftritt in Deutschland: '''[[LTB 41]]''' (© Disney)]]
Ende der 60er Jahre gab es in der Comicwelt, vor allem in der italienischen Comicwelt, zahlreiche Bösewichte, die als Protagonist und somit zu einem bestimmten Teil auch als Held ihrer eigenen Comicserie auftraten. In diesen Comics fieberten die Leser mit den Gaunern mit, deren Motive für das Publikum teils sehr verständlich waren, während die "Guten", wie etwa die Polizei nur Antipathien sammelten.
Den Erfolg solcher "Superbösewichter" im Hinterkopf entwickelte das Duo [[Guido Martina]] (Auto) und [[Giovan Battista Carpi]] (Zeichner) eine Geheimidentität für den Pechvogel [[Donald Duck]]. Anlass dafür waren Beschwerden einiger Leser, die ihn gerne mal auf der Gewinnerseite sehen wollten, oder zumindest Rache an seinen verwandten, die Donald damals teilweise übel mitspielten. Donald, der in Italien Paperino hieß, durfte in ihrem Comic zu Paperinik werden, eine Anspielung auf die zahlreichen Bösewichter, die meist ein K in ihrem Namen trugen (z.B. Kriminal und Diabolik).
Die Geschichte "Paperinik il diabolico vendicatore" erschien in zweit Teilen in der Topolino Ausgabe vom 8. und 15. Juni 1969. Die Geschichte erhielt große Leserresonanz und gilt heute als großer Klassiker der italienischen Comicgeschichte.
Besonders [[Guido Martina]] erhielt besonders viel Lob für seine Behandlung der Abgründe in seinen Charakteren und die Darstellung der Boshaftigkeit. Außerdem fanden die Leser gefallen an der Cleverness und Intelligenz, mit der Donald in diesem Comic vorgehe.


==Phantomias der Rächer==
Aufgrund des großen Erfolges von Phantomias' ersten Auftritt erscheinen ab Februar 1970 weitere Phantomias Geschichten, erneut von Texter [[Guido Martina]]. Auch in diesen Geschichten sollte sich [[Donald Duck | Donald]] an seinen Verwandten rächen, durchaus auch mit illegalen Mitteln. Donald erpresste in diesen Comics als Phantomias seinen [[Dagobert Duck | Onkel Dagobert]], verabreichte [[Gustav Gans]] Schlafmittel und stellte ihn als Dieb dar oder bestahl aus eigensinnigen Gründen Dagoberts Konkurrenten [[Klaas Klever]]. Die Mittel dazu erhält Donald von seinem mit ihm befreundeten Ingenieur und Erfinder [[Daniel Düsentrieb]].
Die Comics aus diesem Abschnitt von Phantomias Biografie stammen ausschließlich aus der Feder von [[Guido Martina]], der an ihnen wechselnd mit den Zeichnern [[Giorgio Cavazzano]], [[Massimo De Vita]] und den Mitschöpfer von Phantomias, [[Giovan Battista Carpi]] arbeitete. Im April 1973 schließlich schuf Martina mit Cavazzano eine, kurzfristige, Konkurrentin von Phantomias: [[Phantomime]] war [[Daisy Duck]]s aufgesetzt emanzipatorische Antwort auf Phantomias, der bis dahin schon zu einer sagenumwobenen Gestalt in Entenhausen wurde, die die Einwohner nicht Recht zwischen gut und böse einordnen konnten, da Donald zum Schutz seines Geheimnisses (und zur Förderung seines Selbstbewusstseins) auch schon einige Auftritte in der Öffentlichkeit hatte.
==Übergangsphase zum Helden==
Da man Donald nicht durchgehend als böse (oder zumindest rachsüchtig) darstellen konnte, wandelten sich seine Einsätze langsam, aber sicher. So tat Phantomias auch schon, in Verbindung zu Donalds Racheakten, auch gutes für die Öffentlichkeit (wie etwa das Verteilen von Geld) oder bewirkte etwas, dass nicht nur Donald aus einer schwierigen Situation half (auch wenn der Auslöser für diese Aktionen weiterhin Donald und sein Befinden blieben).
In "Die Abhöraffäre" ([[LTB 102]]) zum Beispiel rettet er seinen Onkel Dagobert aus der Gefangenschaft von [[Klass Klever]] und der [[Panzerknackerbande]].
[[Bild:Paperinik.jpg|thumb|right|Phantomias im Einsatz (© Disney)
Mit der Zeit wurden auch andere Texter auf Phantomias aufmerksam: Am 6. Oktober 1974 erschien mit "Onkel Dagobert und die Verschwörung" ([[LTB 83]]) die erste nicht von Martina geschriebene Phantomias-Geschichte. Auch in dieser hilft Donald alias Phantomias seinem Erbonkel aus einer Verschwörung von [[Klass Klever]], diesesmal im Bunde mit [[Gitta Gans]], auch wenn der Antrieb erneut daher rührte, dass auch Donald davon gestört wurde.
So entwickelte sich Phantomias' Charakter stetig weiter in die Richtung eines Helden: Neben Situationen, die negative Konsequenzen für Donald haben und von bekannten Schurken (wie den Panzerknackern und Klaas Klever) ausgelöst wurden beginnt er auch damit Schurkereien zu bekämpfen, die Donald bloß stören, auch wenn er nicht direkt betroffen ist. Und dies auch unabhängig davon, ob bekannte Schurken (oder auch [[Dagobert Duck]]) daran beteiligt sind oder neue Ganoven.
Noch bevor die 70er Jahre beendet waren begann Phantomias damit in unregelmäßigen Abständen eine Runde durch Entenhausen zu drehen.
==Der Held Entenhausens==
Mit der Einführung von Phantomias' Patrouillen durch das nächtlichen Entenhausen wandelte sich dieser zum Helden Entenhausens. In den Phantomias Geschichten ging es nun nicht mehr darum, wie Phantomias Rache an einem Widersacher Donalds nehmen kann oder die Lebensqualität seines Alter Egos bessern kann, sondern darum, wie er korrupte Machenschaften und Schurkereien auflösen kann oder auch seinen Ruf als Held verteidigen kann. Seine Vorgehensweise allerdings änderte sich kaum. Weiterhin nutzte Donald Mittel am Rande der Legalität und Erfindungen Marke Düsentrieb um an seine Ziele zu kommen. Zusätzlich beweißt Donald in diesen Comics regelmäßig gutes Kombiniervermögen, mit welchem er die Machenschaften seiner Gegner durchschaut und eigene Kampfstrategien entwickelt.
Schließlich werden für Phantomias die Rundgänge (beziehungsweise für die Autoren) zur Routine, die er letztendlich jede Nacht tätigt. Bei diesen Touren überwacht er Entenhausen und nimmt Einbrecher und Räuber fest. Im Laufe der Jahre erweckt Phantomias Aufmerksamkeit, weshalb die Kriminellen Entenhausens immer bessere Technik und Strategien entwickelten um sich durchzusetzen.
Ein weiteres wiederkehrendes Thema wurden zahllose Enttarnungsversuche gegenüber Phantomias von Seiten der Ganoven, Medien und auch normalen Bürgern Entenhausens.


== Phantomias in anderen Sprachen ==
== Phantomias in anderen Sprachen ==