LTB 90: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 10: | Zeile 10: | ||
{{gut}} [[Micky]] soll auf Geheiß eines guten Bekannten, [[Käpt’n Dobermann|General Lunas]], auf einer Mondbasis nach dem Rechten sehen. Anschließend an einen SOS-Ruf der Wissenschaftler dort war die Funkverbindung ganz ausgefallen. Micky und seine Neffen [[Mack und Muck]], die sich mit an Bord geschlichen hatten, bekommen nach ihrer Mondlandung heraus, dass sich Professor Robbe der ganzen Mondbasis bemächtigt und mit seinen Robotern zwecks Weltbeherrschungsplänen ein „Robotland“ geschaffen hatte. Ganz schnell kann der verrückte Wissenschaftler aus realen Personen Androiden machen, die nur seinen Befehlen gehorchen. Das widerfährt auch Micky, doch die Neffen und die beiden gefangenen echten Wissenschaftler durchschauen das Manöver. Robbe muss konzedieren: „Die erste Runde ging an dich!“ und entkommt mit einer Mondrakete, ehe auch Micky, Mack und Muck wieder festen Erdboden unter den Füßen spüren dürfen… | {{gut}} [[Micky]] soll auf Geheiß eines guten Bekannten, [[Käpt’n Dobermann|General Lunas]], auf einer Mondbasis nach dem Rechten sehen. Anschließend an einen SOS-Ruf der Wissenschaftler dort war die Funkverbindung ganz ausgefallen. Micky und seine Neffen [[Mack und Muck]], die sich mit an Bord geschlichen hatten, bekommen nach ihrer Mondlandung heraus, dass sich Professor Robbe der ganzen Mondbasis bemächtigt und mit seinen Robotern zwecks Weltbeherrschungsplänen ein „Robotland“ geschaffen hatte. Ganz schnell kann der verrückte Wissenschaftler aus realen Personen Androiden machen, die nur seinen Befehlen gehorchen. Das widerfährt auch Micky, doch die Neffen und die beiden gefangenen echten Wissenschaftler durchschauen das Manöver. Robbe muss konzedieren: „Die erste Runde ging an dich!“ und entkommt mit einer Mondrakete, ehe auch Micky, Mack und Muck wieder festen Erdboden unter den Füßen spüren dürfen… | ||
[[Bild:LTB_090-1.jpg|left|thumb|Professor Robbe und seine Roboter schon ganz weit weg in "Die Landung auf dem Mond" der Brüder Asteriti (© Egmont Ehapa)]] | |||
Die erste von zwei „Titelgeschichten“ des Bandes, die sich also um die Raumfahrt drehen, wurde äußerst konventionell erdacht, und zwar von [[Franco Asteriti]], der 1974/75 lediglich drei Disney-Geschichten schrieb, alle realisiert von seinem Bruder [[Sergio Asteriti|Sergio]]. Der wiederum ist ja schon in seinen „Erdgeschichten“ ein Meister der Nachtszenen, da kann er sich im Weltraum-Setting nur umso nachdrücklicher austoben – großartig einfach die tiefschwarzen „Wände“ seiner Weltall-Imaginationen. Sowohl die lebensechten Roboter als auch die optischen Täuschungen des Professors tun einige wirkungsvolle Sci-Fi-Gruseleffekte hinzu. Asteriti ist wirklich einer der wenigen italienischen Zeichner, den man zuerst in Schwarz-Weiß genossen haben sollte. Selten gab es in den LTBs im Weltall so viel „Atmosphäre“!... (10/15 - Decent) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | Die erste von zwei „Titelgeschichten“ des Bandes, die sich also um die Raumfahrt drehen, wurde äußerst konventionell erdacht, und zwar von [[Franco Asteriti]], der 1974/75 lediglich drei Disney-Geschichten schrieb, alle realisiert von seinem Bruder [[Sergio Asteriti|Sergio]]. Der wiederum ist ja schon in seinen „Erdgeschichten“ ein Meister der Nachtszenen, da kann er sich im Weltraum-Setting nur umso nachdrücklicher austoben – großartig einfach die tiefschwarzen „Wände“ seiner Weltall-Imaginationen. Sowohl die lebensechten Roboter als auch die optischen Täuschungen des Professors tun einige wirkungsvolle Sci-Fi-Gruseleffekte hinzu. Asteriti ist wirklich einer der wenigen italienischen Zeichner, den man zuerst in Schwarz-Weiß genossen haben sollte. Selten gab es in den LTBs im Weltall so viel „Atmosphäre“!... (10/15 - Decent) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | ||
| Zeile 26: | Zeile 28: | ||
{{mm}} [[Goofy]] ist gar kein so großer „Pechvogel beim Angeln“, wie [[Micky]] meint, denn die Dinge, die er da aus dem Wasser fischt, verkauft er aus „Goofys Fischgrube“ mit Gewinn… Der Kurz-Comic von [[Del Connell|Connell]]/[[Manuel Gonzales|Gonzales]] bietet sogar noch einen kleinen „Vor-Gag“, der Micky und einen Fischverkäufer im Gespräch zeigt. Da gibt es schlechtere Zweiseiter. (8/15 - Alright) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | {{mm}} [[Goofy]] ist gar kein so großer „Pechvogel beim Angeln“, wie [[Micky]] meint, denn die Dinge, die er da aus dem Wasser fischt, verkauft er aus „Goofys Fischgrube“ mit Gewinn… Der Kurz-Comic von [[Del Connell|Connell]]/[[Manuel Gonzales|Gonzales]] bietet sogar noch einen kleinen „Vor-Gag“, der Micky und einen Fischverkäufer im Gespräch zeigt. Da gibt es schlechtere Zweiseiter. (8/15 - Alright) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | ||
[[Bild:LTB_090-2.jpg|right|thumb|500px|Wer das Geschäftsmodell von Herrn Eiermann in immer noch nicht verstanden hat, mag es hier noch einmal nachlesen in Barosso/Capitanios "Das Überraschungsei" immer noch nicht verstanden hat, mag es hier noch einmal nachlesen (© Egmont Ehapa)]] | |||
== Das Überraschungsei == | == Das Überraschungsei == | ||
| Zeile 38: | Zeile 42: | ||
Auch [[Asteriti]]s Zeichenkunst ist hier nur selten in der Lage, dem Subgenre des „sabotierten Wettrennens“ wenigstens ein paar neue Seiten abzugewinnen. Durch die Vorhersehbarkeit der Handlung wird auch jegliches Western-Feeling, das womöglich hätte aufkommen können, aufgesogen. Interessanter ist diese Seite des Mäuse-Stammbaums, die man noch gar nicht kannte. Physiognomisch mag Minnis Tante Dorothee eine Cousine ersten Grades von Mickys [[Tante Linda]] bei [[Scarpa]] sein (vgl. [[Micky Maus und die Irokesenkette]], [[LTB 9]]), aber ihren Ehemann McMousy halte ich nun keineswegs für identisch mit Minnis [[Onkel Mortimer]] Mouse. Gewiss ist auch er Rancher, wie Mortimer bei seinen ersten Auftritten in den Zeitungsstrips von [[Floyd Gottfredson]]. Doch die Autoren [[Abramo und Giampaolo Barosso]] hätten ihm ohne Weiteres den in Italien zu diesem Zeitpunkt noch gängigen Namen „Zio Martino“ geben können, nennen ihn aber beziehungslos Procopio McTopy. Also offenbar, wie das Äußere bereits nahelegt, doch eine ganz andere Figur. (5/15 – Somewhat Bad) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | Auch [[Asteriti]]s Zeichenkunst ist hier nur selten in der Lage, dem Subgenre des „sabotierten Wettrennens“ wenigstens ein paar neue Seiten abzugewinnen. Durch die Vorhersehbarkeit der Handlung wird auch jegliches Western-Feeling, das womöglich hätte aufkommen können, aufgesogen. Interessanter ist diese Seite des Mäuse-Stammbaums, die man noch gar nicht kannte. Physiognomisch mag Minnis Tante Dorothee eine Cousine ersten Grades von Mickys [[Tante Linda]] bei [[Scarpa]] sein (vgl. [[Micky Maus und die Irokesenkette]], [[LTB 9]]), aber ihren Ehemann McMousy halte ich nun keineswegs für identisch mit Minnis [[Onkel Mortimer]] Mouse. Gewiss ist auch er Rancher, wie Mortimer bei seinen ersten Auftritten in den Zeitungsstrips von [[Floyd Gottfredson]]. Doch die Autoren [[Abramo und Giampaolo Barosso]] hätten ihm ohne Weiteres den in Italien zu diesem Zeitpunkt noch gängigen Namen „Zio Martino“ geben können, nennen ihn aber beziehungslos Procopio McTopy. Also offenbar, wie das Äußere bereits nahelegt, doch eine ganz andere Figur. (5/15 – Somewhat Bad) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | ||
[[Bild:LTB_090-3.jpg|right|thumb|...an die Eingangssäule einer Bank in Martina/Chierchinis "Goofys verkehrte Welt" (© Egmont Ehapa)]] | |||
== Goofys verkehrte Welt == | == Goofys verkehrte Welt == | ||
| Zeile 48: | Zeile 54: | ||
{{mm}} Auf dem Weg zurück in die Stadt stoßen [[Micky]] und [[Goofy]] auf einem abgelegenen Anwesen auf eine verwüstete Inneneinrichtung – und auf einen gefesselten und geknebelten Unbekannten im Schrank. Beide machen die Bekanntschaft eines Gummiknüppels, und als sie erwachen, werden sie von der Polizei für die Entführung des Raketenforschers Professor Tüftel gehalten. Es gelingt ihnen, die Polizisten abzuhängen und sich auf eigene Faust auf die Suche nach den echten Entführern des Wissenschaftlers zu machen. Sie stöbern die Bande, deren Chef ein gewisser Baron Weinstein ist, der dem Professor die Formel des von ihm erfundenen pulverisierten Raketen-Treibstoffs entlocken wollte, auf und überwältigen sie… | {{mm}} Auf dem Weg zurück in die Stadt stoßen [[Micky]] und [[Goofy]] auf einem abgelegenen Anwesen auf eine verwüstete Inneneinrichtung – und auf einen gefesselten und geknebelten Unbekannten im Schrank. Beide machen die Bekanntschaft eines Gummiknüppels, und als sie erwachen, werden sie von der Polizei für die Entführung des Raketenforschers Professor Tüftel gehalten. Es gelingt ihnen, die Polizisten abzuhängen und sich auf eigene Faust auf die Suche nach den echten Entführern des Wissenschaftlers zu machen. Sie stöbern die Bande, deren Chef ein gewisser Baron Weinstein ist, der dem Professor die Formel des von ihm erfundenen pulverisierten Raketen-Treibstoffs entlocken wollte, auf und überwältigen sie… | ||
[[Bild:LTB_090-4.jpg|left|thumb|Liebevolle Gottfredson-Reminiszenzen in Chendi/Chierchinis "Micky und die fliegende Kiste" (© Egmont Ehapa)]] | |||
So mau diese Binnen-, so beziehungsreich ist die Rahmenhandlung. Sie zeigt Micky auf dem Weg zu einem Flughafenhangar, in dem er vor vielen Jahren, von ihm selbst völlig vergessen, ein Flugzeug untergestellt hatte. Die Flughafenverwaltung brauche jetzt den Lagerplatz, weswegen Micky auf die Idee kommt, den Flieger dem Technischen Museum Entenhausen zu stiften. Weil ein Mechaniker das Flugzeug über all die Zeit tadellos in Schuss gehalten hatte, können Micky und Goofy gleich losfliegen, was damit endet, dass Goofy auf den Beifahrersitz des Autos von Baron Weinstein fällt. Am Ende des Comics dürfen Micky und Goofy den Raketen-Treibstoff Professor Tüftels ausprobieren, der sie an den Südpol katapultiert. Autor [[Carlo Chendi]] versteckt in der Rahmenhandlung liebevolle Reminiszenzen an gleich zwei frühe Werke [[Floyd Gottfredson]]s: „The Mail Pilot“ (dt. [[Im Netz der Luftpiraten]]) von 1933 und „Island in the Sky“ (dt. [[Die Insel im Himmel]]) von 1936. Im Hangar wird Micky von zwei Figuren empfangen, die beide in „The Mail Pilot“ ihren ersten Auftritt hatten: [[Käpt’n Dobermann|Captain Doberman]] (ital. Capitano Setter), der bei Gottfredson als Fluglehrer eingeführt wurde, und [[Gloomy]] (ital. Musone), der bereits in den amerikanischen Comic-Strips die Flugzeuge in Schuss hielt. Ein eigenes Flugzeug hatte Micky allerdings erst in „Island in the Sky“. Auch hier tauchte wieder Doberman auf, mittlerweile zum Hauptmann der amerikanischen Luftwaffe aufgestiegen. Chendis Plot nutzt ähnliche Wissenschafts- und Spionage-Diskurse wie Gottfredson, der allerdings bereits vorausschauend die Massenvernichtungsmacht der Atomenergie thematisierte, was Chendi zum „Supertreibstoff“ abschwächte. Schade, dass [[Giulio Chierchini]]s zeichnerische Fähigkeiten kaum ausreichen, um Chendis nostalgischem Ansatz angemessenen Ausdruck zu verleihen. Da Gottfredsons Werk in Deutschland selbst 1983, als LTB 90 von [[Gudrun Penndorf]] übersetzt wurde, noch zu unbekannt war, gehen diese Bezüge verloren. Aus Gloomy wird ein „Tommy“, während Captain Doberman, der im Laufe seiner deutschen Benennungsgeschichte verschiedene Namen bekam, in „Micky und die fliegende Kiste“ gänzlich namenlos bleibt. Penndorf hat vermutlich nicht verstanden (oder verstehen können), dass es sich auch bei „General Lunas“ aus der deutlich späteren Geschichte der Brüder [[Asteriti]] „Die Landung auf dem Mond“ um denselben „Capitano Setter“ wie bei Chendi/Chierchini handelte. (6/15 - Average) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | So mau diese Binnen-, so beziehungsreich ist die Rahmenhandlung. Sie zeigt Micky auf dem Weg zu einem Flughafenhangar, in dem er vor vielen Jahren, von ihm selbst völlig vergessen, ein Flugzeug untergestellt hatte. Die Flughafenverwaltung brauche jetzt den Lagerplatz, weswegen Micky auf die Idee kommt, den Flieger dem Technischen Museum Entenhausen zu stiften. Weil ein Mechaniker das Flugzeug über all die Zeit tadellos in Schuss gehalten hatte, können Micky und Goofy gleich losfliegen, was damit endet, dass Goofy auf den Beifahrersitz des Autos von Baron Weinstein fällt. Am Ende des Comics dürfen Micky und Goofy den Raketen-Treibstoff Professor Tüftels ausprobieren, der sie an den Südpol katapultiert. Autor [[Carlo Chendi]] versteckt in der Rahmenhandlung liebevolle Reminiszenzen an gleich zwei frühe Werke [[Floyd Gottfredson]]s: „The Mail Pilot“ (dt. [[Im Netz der Luftpiraten]]) von 1933 und „Island in the Sky“ (dt. [[Die Insel im Himmel]]) von 1936. Im Hangar wird Micky von zwei Figuren empfangen, die beide in „The Mail Pilot“ ihren ersten Auftritt hatten: [[Käpt’n Dobermann|Captain Doberman]] (ital. Capitano Setter), der bei Gottfredson als Fluglehrer eingeführt wurde, und [[Gloomy]] (ital. Musone), der bereits in den amerikanischen Comic-Strips die Flugzeuge in Schuss hielt. Ein eigenes Flugzeug hatte Micky allerdings erst in „Island in the Sky“. Auch hier tauchte wieder Doberman auf, mittlerweile zum Hauptmann der amerikanischen Luftwaffe aufgestiegen. Chendis Plot nutzt ähnliche Wissenschafts- und Spionage-Diskurse wie Gottfredson, der allerdings bereits vorausschauend die Massenvernichtungsmacht der Atomenergie thematisierte, was Chendi zum „Supertreibstoff“ abschwächte. Schade, dass [[Giulio Chierchini]]s zeichnerische Fähigkeiten kaum ausreichen, um Chendis nostalgischem Ansatz angemessenen Ausdruck zu verleihen. Da Gottfredsons Werk in Deutschland selbst 1983, als LTB 90 von [[Gudrun Penndorf]] übersetzt wurde, noch zu unbekannt war, gehen diese Bezüge verloren. Aus Gloomy wird ein „Tommy“, während Captain Doberman, der im Laufe seiner deutschen Benennungsgeschichte verschiedene Namen bekam, in „Micky und die fliegende Kiste“ gänzlich namenlos bleibt. Penndorf hat vermutlich nicht verstanden (oder verstehen können), dass es sich auch bei „General Lunas“ aus der deutlich späteren Geschichte der Brüder [[Asteriti]] „Die Landung auf dem Mond“ um denselben „Capitano Setter“ wie bei Chendi/Chierchini handelte. (6/15 - Average) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | ||
| Zeile 56: | Zeile 64: | ||
Die ersten optischen Eindrücke von der Geschichte sind vielversprechend: Vor allem die Szenen vom Flugzeugunglück und dem Treiben des Hecks wie vom Sektkorken in der Badewanne gelingen Zeichner [[Sergio Asteriti]] ganz ausgezeichnet. Die Kontraste zwischen Feuer und Eis auf den ersten Seiten sind ähnlich reizvoll wie die Schwarzmalereien desselben Künstlers in der „Landung auf dem Mond“. Leider ist die Story von [[Andrea Fanton]] ein Spielverderber: Völlig undenkbar, dass Hopkins fünf Jahre auf der Insel gehaust hat, ohne gemerkt zu haben, dass diese eigentlich ein Schiff ist und einen Maschinenraum hat, in den ein Kater Karlo ein- und ausgeht – ganz abgesehen davon, dass dem entgangen sein könnte, dass sein Vehikel da einen blinden Passagier beherbergt. Es ist alles ein bisschen zu viel – eine einfache Rettungsgeschichte auf hoher See hätte es, bei diesen Fähigkeiten Asteritis, gewiss auch getan. Gefreut habe ich mich dann erst wieder über die letzten beiden Seiten, auf denen Kater Karlo mal nicht einfach eingelocht, sondern einer nützlichen Tätigkeit zugeführt wird – die offenbar sogar ihm selbst Spaß macht. (7/15 – Fair) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | Die ersten optischen Eindrücke von der Geschichte sind vielversprechend: Vor allem die Szenen vom Flugzeugunglück und dem Treiben des Hecks wie vom Sektkorken in der Badewanne gelingen Zeichner [[Sergio Asteriti]] ganz ausgezeichnet. Die Kontraste zwischen Feuer und Eis auf den ersten Seiten sind ähnlich reizvoll wie die Schwarzmalereien desselben Künstlers in der „Landung auf dem Mond“. Leider ist die Story von [[Andrea Fanton]] ein Spielverderber: Völlig undenkbar, dass Hopkins fünf Jahre auf der Insel gehaust hat, ohne gemerkt zu haben, dass diese eigentlich ein Schiff ist und einen Maschinenraum hat, in den ein Kater Karlo ein- und ausgeht – ganz abgesehen davon, dass dem entgangen sein könnte, dass sein Vehikel da einen blinden Passagier beherbergt. Es ist alles ein bisschen zu viel – eine einfache Rettungsgeschichte auf hoher See hätte es, bei diesen Fähigkeiten Asteritis, gewiss auch getan. Gefreut habe ich mich dann erst wieder über die letzten beiden Seiten, auf denen Kater Karlo mal nicht einfach eingelocht, sondern einer nützlichen Tätigkeit zugeführt wird – die offenbar sogar ihm selbst Spaß macht. (7/15 – Fair) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:07, 23. Mai 2026 (CEST) | ||
[[Bild:LTB_090-5.jpg|left|thumb|Micky und Goofy schaukeln im Flugzeugrumpf durch das Polarmeer in Fanton/Asteritis "Die gestohlene Insel" (© Egmont Ehapa)]] | |||
== Goofy und der Pferdesattel == | == Goofy und der Pferdesattel == | ||