LTB 55: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Band enthält zwei gute ältere Geschichten vom Duo Martina/Bottaro (beide schon 1957 erstveröffentlicht), ansonsten eine Menge Durchschnittsware. Er stellt überdies eine Art "Sündenfall" in der Geschichte der LTBs der späten Siebziger Jahre dar. Ehapa handelte sich, wie später noch einige Male, ein Kontinuitätsproblem mit zwei Rahmengeschichtsfetzen zweier unterschiedlicher Zeichner ein. Die Ursache dafür liegt offnbar darin, dass in der Vorlage, dem I Classici 6 der Seconda Serie, für die Redakteure Ungenießbares enthalten war: "Zio Paperone va alla guerra" von Guido Martina und Pier Lorenzo da Vita hatten 1969 in einer bis heute nicht in Deutschland erschienenen Story versucht, dem modernen Krieg und Militär eine komische Seite abzugewinnen. Dreißig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, zwanzig Jahre nach der Wiederbewaffnung, in einem durch den Kalten Krieg zerteilten Land beurteilte der Verlag dies wohl als derart geschmacklos, dass er lieber die Vorlage komplett umarbeitete und mit der einige Zeit vorher erschienenen Neuauflage des Uralt-Bandes Seconda Serie 3 - in der Erstauflage als allererstes I Classici bereits 1957 auf den Markt gekommen - kompilierte. Gewiss hätte es dennoch vermieden werden können, dass die damals von Carpi und die 1977 von Perego gezeichneten Seiten der beiden "Prologi" nebeneinander standen - doch diese Sorgfalt mochten die deutschen Herausgeber offenbar nicht auf sich nehmen. Und weil schon mal alles Kraut und Rüben war, fehlt im Inhaltsverzeichnis der Verweis auf den „Löwenbändiger“, der (S. 45) auch keine wirkliche Titelei aufweist. ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 13:35, 24. Jul. 2023 (CEST) | |||
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