LTB 100: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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{{mm}} Als Liebesengel verkleidet, schießt [[Gitta]] einen Pfeil mit Saugnapf, an dem eine Einladung zu einer „Party der einsamen Herzen“ in der Stadthalle hängt, ihrem angebeteten [[Dagobert]] an den Kopf. Der will dieser Einladung aus dem Weg gehen und schickt Günter Grün, einen in den Räumen des Geldspeichers arbeitenden Ornithologen, als Köder aus. Sein Plan gelingt und Gitta verfolgt Grün, den sie für Dagobert hält, bis zu einem Geiernest im Hochgebirge. Zu spät realisiert sie, dass sie geleimt wurde, und kehrt erst spät nachts nach Entenhausen zurück. Doch sie hat Glück und die Party wurde „aus organisatorischen Gründen“ auf den Folgetag verlegt. Jetzt kann sich ihr „Bertilein“ nicht mehr drücken… | {{mm}} Als Liebesengel verkleidet, schießt [[Gitta]] einen Pfeil mit Saugnapf, an dem eine Einladung zu einer „Party der einsamen Herzen“ in der Stadthalle hängt, ihrem angebeteten [[Dagobert]] an den Kopf. Der will dieser Einladung aus dem Weg gehen und schickt Günter Grün, einen in den Räumen des Geldspeichers arbeitenden Ornithologen, als Köder aus. Sein Plan gelingt und Gitta verfolgt Grün, den sie für Dagobert hält, bis zu einem Geiernest im Hochgebirge. Zu spät realisiert sie, dass sie geleimt wurde, und kehrt erst spät nachts nach Entenhausen zurück. Doch sie hat Glück und die Party wurde „aus organisatorischen Gründen“ auf den Folgetag verlegt. Jetzt kann sich ihr „Bertilein“ nicht mehr drücken… | ||
Die Entstehungsgeschichte der vierten Geschichte des Bandes lässt einiges mehr erwarten: Sie fällt im Jahr 1975 in eine Zeit, als [[Romano Scarpa]] (endlich) wieder begann, die Mehrzahl der von ihm gezeichneten Geschichten selbst zu schreiben. Speziell auf den ersten paar Seiten deutet Scarpa an, dass der alte Zauber noch wirkt. Doch ist vom Plot her nicht einzusehen, warum Dagobert denn diese Einladung nicht einfach ablehnen kann, ohne „bis auf die Knochen blamiert“ (S. 94) zu sein. Ob sich in Italien ein alter Kult um Cupido/Amor erhalten hat, dass man dessen | Die Entstehungsgeschichte der vierten Geschichte des Bandes lässt einiges mehr erwarten: Sie fällt im Jahr 1975 in eine Zeit, als [[Romano Scarpa]] (endlich) wieder begann, die Mehrzahl der von ihm gezeichneten Geschichten selbst zu schreiben. Speziell auf den ersten paar Seiten deutet Scarpa an, dass der alte Zauber noch wirkt. Doch ist vom Plot her nicht einzusehen, warum Dagobert denn diese Einladung nicht einfach ablehnen kann, ohne „bis auf die Knochen blamiert“ (S. 94) zu sein. Ob sich in Italien ein alter Kult um Cupido/Amor erhalten hat, dass man dessen Bitten nicht abschlagen kann?... Viel erzählerische Finesse ist auf den knapp bemessenen 23 Seiten nicht möglich, sodass man wenig mehr erwarten kann als eine Steigerung und schließlich Auflösung der Verfolgungsjagd Gitta-Grün. Letztere, etwas zu [[Daniel Düsentrieb|düsentrieb]]-ähnliche Figur ist ein „One Shot“-Charakter geblieben und hier nur dazu da, die Verwechslungsgeschichte einzufädeln. Etwas irritierend angesichts dessen, was wir über Dagobert wissen, ist ja, dass sein Geldspeicher eine „Umweltschutzabteilung“ beherbergt und Dagobert ornithologische Forschungsaufträge mitfinanziert. Obwohl Dagobert dem Leser am Ende sein Geschäftsinteresse an dem am Geierhorst einzurichtenden Naturpark offenbart, ist das vielleicht doch schon ein Anzeichen für die später auf breiter Front durchschlagende „ökologische Wende“ in den europäischen Disney-Comics. [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 15:46, 26. Jun. 2025 (CEST) | ||
== Rache ist süß == | == Rache ist süß == | ||