Glück und Glas (1962): Unterschied zwischen den Versionen

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In ''Glück und Glas'' erschien [[Gundel Gaukeley]] erstmals in einer deutschen Übersetzung, in Englisch war sie bereits 1961 erschienen. Diese erste Geschichte mit Gundel, [[Der Midas-Effekt]], wurde auf Deutsch 1974 veröffentlicht.<ref> [https://www.fieselschweif.de/specials/erste-auftritte/#gundel Erstauftritte von Figuren] www.fieselschweif.de </ref>
In ''Glück und Glas'' erschien [[Gundel Gaukeley]] erstmals in einer deutschen Übersetzung, in Englisch war sie bereits 1961 erschienen. Diese erste Geschichte mit Gundel, [[Der Midas-Effekt]], wurde auf Deutsch 1974 veröffentlicht.<ref> [https://www.fieselschweif.de/specials/erste-auftritte/#gundel Erstauftritte von Figuren] www.fieselschweif.de </ref>


Im Original ''The Unsafe Safe'' genannt (übersetzt in etwa: ''Der unsicher Tresor''), würde sich direkt übersetzt banal anhören, doch würde der Titel ''Glück und Glas'' als Kurzform des geflügelten Wortes ''Glück und Glas, wie leicht bricht das'' den Kern der Geschichte genau treffen. Carl Barks verstand es, Geschichten so aufzubauen, dass sich vom ersten Bild an die Handlung zielstrebig entwickelt, wovon ''Glück und Glas'' zeuge. Jede Aktion steht in Beziehung zu einer anderen und jeder Gag ist die Vorbereitung eines anderen Gags, dadurch erhielt die Geschichte eine dichte innere Logik als Folge eines miteinander eng verwobenen Geflechts von Handlungssträngen. So wird Dagoberts sentimentaler Blick auf seinen Glückszehner am Beginn und Ende der Geschichte eingebaut, auch die Dame von gegenüber wird in den Schlusswitz mit einbezogen. Dies sei eine der wenigen Geschichten, „in denen die Ducks eigentlich gar nichts tun und sich aus der Entspannung Spannung ergibt.“ Die Schabracken-Schriller heißen im Original ''Tanganyika Yeeker'', was zeigt, dass die Geschichte an der Ostküste Afrikas spielt. Diese Geschichte zeige, dass „man ohne wilden Aktionismus spannende und zugleich komische Geschichten erzählen könne, die ganz nebenbei auch noch einiges an psychologischem Tiefgang aufzuweisen haben.“<ref name="ddsh" />
Im Original ''The Unsafe Safe'' genannt (übersetzt in etwa: ''Der unsichere Tresor''), würde sich direkt übersetzt banal anhören, doch würde der Titel ''Glück und Glas'' als Kurzform des geflügelten Wortes ''Glück und Glas, wie leicht bricht das'' den Kern der Geschichte genau treffen. Carl Barks verstand es, Geschichten so aufzubauen, dass sich vom ersten Bild an die Handlung zielstrebig entwickelt, wovon ''Glück und Glas'' zeuge. Jede Aktion steht in Beziehung zu einer anderen und jeder Gag ist die Vorbereitung eines anderen Gags, dadurch erhielt die Geschichte eine dichte innere Logik als Folge eines miteinander eng verwobenen Geflechts von Handlungssträngen. So wird Dagoberts sentimentaler Blick auf seinen Glückszehner am Beginn und Ende der Geschichte eingebaut, auch die Dame von gegenüber wird in den Schlusswitz mit einbezogen. Dies sei eine der wenigen Geschichten, „in denen die Ducks eigentlich gar nichts tun und sich aus der Entspannung Spannung ergibt.“ Die Schabracken-Schriller heißen im Original ''Tanganyika Yeeker'', was zeigt, dass die Geschichte an der Ostküste Afrikas spielt. Diese Geschichte zeige, dass „man ohne wilden Aktionismus spannende und zugleich komische Geschichten erzählen könne, die ganz nebenbei auch noch einiges an psychologischem Tiefgang aufzuweisen haben.“<ref name="ddsh" />


Dass sowohl die Panzerknacker als auch Gundel als Antagonisten auftreten, ist eine seltene Kombination, auch wenn sie kein Team bilden. Doch die schweren Jungs haben ohnehin nur ein kurzes Gastspiel. Ein gläserner Tresor, der die Sicht auf die begehrten Güter – Dagoberts Geld und seinen Glückszehner – zulässt, aber sie unerreichbar macht, ist typischer Barks-Humor.
Dass sowohl die Panzerknacker als auch Gundel als Antagonisten auftreten, ist eine seltene Kombination, auch wenn sie kein Team bilden. Doch die schweren Jungs haben ohnehin nur ein kurzes Gastspiel. Ein gläserner Tresor, der die Sicht auf die begehrten Güter – Dagoberts Geld und seinen Glückszehner – zulässt, aber sie unerreichbar macht, ist typischer Barks-Humor.