LTB 9: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen

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{{gut}} Die „Spielhöllenbande“ erleichtert nicht nur die Gäste einer Spielbank um Millionenwerte, sondern auch den Juwelier Edelstein und den Bankier Bankhoff. Die Gauner setzen ein Hypnotisier-Niespulver ein, das die Opfer dem Willen desjenigen unterwirft, der es ihm gibt. Auf diese Weise wird auch [[Inspektor Issel]] von dem Bandenmitglied [[Kater Karlo]] vorgeführt, als er versucht, den alten Bekannten im Hotel zu verhaften. Doch der Vorfall ist der Bande eine Warnung und unter der Führung Professor Popps, des Erfinders des „Niesovit“, will sie ein letztes großes Ding im Patentamt drehen und sich mit den entwendeten Patenten nach Amerika absetzen. [[Micky]], [[Kommissar Hunter]] und das ganze angerückte Polizeiaufgebot wird von der Bande eingenebelt und damit hypnotisiert. Auch [[Goofy]] ist ein Opfer des Pulvers. Er lässt auf dem Kommissariat von dem erneut betäubten Hunter Pässe für die Bandenmitglieder ausstellen. In der „Goldküste“, einem Nachtlokal, trifft Micky die versammelte Bande an. Obwohl unter die Droge gesetzt, verspürt er keinen Willen, dem Professor zu gehorchen. Er hatte im Nebenraum soeben, ohne dass er es ahnte, von dem Gegenmittel getrunken. Er gibt auch den Polizisten davon, welche die Maschine, mit der die Gauner soeben gestartet sind, auf den Flughafen Entenhausen zurückbeordern. Das Niesovit hat keine Macht mehr über die Umstehenden: „Es passiert nichts!“ – „Keiner weint!“ müssen der Professor und Kater Karlo konstatieren und sich in ihr Schicksal ergeben…
{{gut}} Die „Spielhöllenbande“ erleichtert nicht nur die Gäste einer Spielbank um Millionenwerte, sondern auch den Juwelier Edelstein und den Bankier Bankhoff. Die Gauner setzen ein Hypnotisier-Niespulver ein, das die Opfer dem Willen desjenigen unterwirft, der es ihm gibt. Auf diese Weise wird auch [[Inspektor Issel]] von dem Bandenmitglied [[Kater Karlo]] vorgeführt, als er versucht, den alten Bekannten im Hotel zu verhaften. Doch der Vorfall ist der Bande eine Warnung und unter der Führung Professor Popps, des Erfinders des „Niesovit“, will sie ein letztes großes Ding im Patentamt drehen und sich mit den entwendeten Patenten nach Amerika absetzen. [[Micky]], [[Kommissar Hunter]] und das ganze angerückte Polizeiaufgebot wird von der Bande eingenebelt und damit hypnotisiert. Auch [[Goofy]] ist ein Opfer des Pulvers. Er lässt auf dem Kommissariat von dem erneut betäubten Hunter Pässe für die Bandenmitglieder ausstellen. In der „Goldküste“, einem Nachtlokal, trifft Micky die versammelte Bande an. Obwohl unter die Droge gesetzt, verspürt er keinen Willen, dem Professor zu gehorchen. Er hatte im Nebenraum soeben, ohne dass er es ahnte, von dem Gegenmittel getrunken. Er gibt auch den Polizisten davon, welche die Maschine, mit der die Gauner soeben gestartet sind, auf den Flughafen Entenhausen zurückbeordern. Das Niesovit hat keine Macht mehr über die Umstehenden: „Es passiert nichts!“ – „Keiner weint!“ müssen der Professor und Kater Karlo konstatieren und sich in ihr Schicksal ergeben…


Diese Geschichte war die erste, für welche der Zeichner [[Giulio Chierchini]] mit einem anderen Autor als dem italienischen Disney-Mastermind [[Guido Martina]] zusammenarbeitete: Nämlich mit [[Gian Giacomo Dalmasso]], der früher im Jahr 1960 zusammen mit [[Giovan Battista Carpi]] seinen Parodie-Klassiker Hamlet, Prinz von Duckenmark abgeliefert hatte ([[LTB 58]]). Insgesamt tut beiden die neue Kombination recht gut. Herausgekommen ist nämlich ein für sowohl Autor als auch Zeichner ziemlich prototypischer Micky-Krimi. Das wirkt oft ungelenk, ist von der gagtechnischen Seite aber auch gelegentlich ganz interessant. Charme haben die ersten sieben Seiten, die – mit Ausnahme von Kommissar Hunter – nur von One-Shot-Charakteren getragen werden. Auch die Sequenz im Patentamt (S. 224/225) ist von sympathisch skurrilem Humor. Dem zeichnerisch limitierten Chierchini sind vor allem die Darstellung der unter dem Einfluss des Niesovit stehenden Figuren gut gelungen und wie sie sich mit beduselt-dämlichem Gesichtsausdruck in den Willen der Gangster fügen: „Kater Karlo hat recht! Um diese Zeit sollte man in den Federn sein!“ (Kommissar Hunter, S. 232) Später in der Mäusewelt kaum noch aufgegriffen wird die Idee, eine größere Bande mit individuell gezeichneten Mitgliedern, in die auch Kater Karlo aufgeht, in ihrem verbrecherischen Tun zu beobachten. Das Haupt der Bande, Professor Popp, ist recht deutlich an den in Italien kurz zuvor von Romano Scarpa wiederbelebten [[Professor Wunderlich]] angelehnt, aber letztlich doch eine andere Figur. Wie schon in der „Erbschaft von Goofy Goofinger“ fallen in dieser Geschichte ziemlich widersprüchliche Jugendschutzentscheidungen auf. Während Inspektor Issel die Pistole wegretuschiert wurde (S. 208), darf Micky später (S. 243/44) eine haben. Und am Ende genehmigt sich Kommissar Hunter eine große Zigarre, während die Darstellung des Rauchens im „Goofy Goofinger“ zum Anlass einer weitrechenden Umgestaltung der Geschichte genommen wurde. [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 10:52, 19. Aug. 2024 (CEST)
Diese Geschichte war die erste, für welche der Zeichner [[Giulio Chierchini]] mit einem anderen Autor als dem italienischen Disney-Mastermind [[Guido Martina]] zusammenarbeitete: Nämlich mit [[Gian Giacomo Dalmasso]], der früher im Jahr 1960 zusammen mit [[Giovan Battista Carpi]] seinen Parodie-Klassiker ''Hamlet, Prinz von Duckenmark'' abgeliefert hatte ([[LTB 58]]). Insgesamt tut beiden die neue Kombination recht gut. Herausgekommen ist nämlich ein für sowohl Autor als auch Zeichner ziemlich prototypischer Micky-Krimi. Das wirkt oft ungelenk, ist von der gagtechnischen Seite aber auch gelegentlich ganz interessant. Charme haben die ersten sieben Seiten, die – mit Ausnahme von Kommissar Hunter – nur von One-Shot-Charakteren getragen werden. Auch die Sequenz im Patentamt (S. 224/225) ist von sympathisch skurrilem Humor. Dem zeichnerisch limitierten Chierchini sind vor allem die Darstellung der unter dem Einfluss des Niesovit stehenden Figuren gut gelungen und wie sie sich mit beduselt-dämlichem Gesichtsausdruck in den Willen der Gangster fügen: „Kater Karlo hat recht! Um diese Zeit sollte man in den Federn sein!“ (Kommissar Hunter, S. 232) Später in der Mäusewelt kaum noch aufgegriffen wird die Idee, eine größere Bande mit individuell gezeichneten Mitgliedern, in die auch Kater Karlo aufgeht, in ihrem verbrecherischen Tun zu beobachten. Das Haupt der Bande, Professor Popp, ist recht deutlich an den in Italien kurz zuvor von Romano Scarpa wiederbelebten [[Professor Wunderlich]] angelehnt, aber letztlich doch eine andere Figur. Wie schon in der „Erbschaft von Goofy Goofinger“ fallen in dieser Geschichte ziemlich widersprüchliche Jugendschutzentscheidungen auf. Während Inspektor Issel die Pistole wegretuschiert wurde (S. 208), darf Micky später (S. 243/44) eine haben. Und am Ende genehmigt sich Kommissar Hunter eine große Zigarre, während die Darstellung des Rauchens im „Goofy Goofinger“ zum Anlass einer weitrechenden Umgestaltung der Geschichte genommen wurde. [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 10:52, 19. Aug. 2024 (CEST)


== Fazit ==
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