Jeffrey Katzenberg: Unterschied zwischen den Versionen
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Katzenberg wuchs in New York im Stadtteil Manhattan auf. Katzenbergs Vater arbeitete als | Katzenberg wuchs in New York im Stadtteil Manhattan auf. Katzenbergs Vater arbeitete als Immobilienmakler, seine Mutter als Kunsthandwerkerin. | ||
Er besuchte die Fieldston School in Riverdale, anschließend die New York University. Im zweiten Studienjahr brach er sein Studium ab.<ref name=munzinger>[https://www.munzinger.de/search/portrait/Jeffrey+Katzenberg/0/21535.html Jeffrey Katzenberg - Munzinger-Biografie], abgerufen am 16.01.2019</ref> | Er besuchte die Fieldston School in Riverdale, anschließend die New York University. Im zweiten Studienjahr brach er sein Studium ab.<ref name=munzinger>[https://www.munzinger.de/search/portrait/Jeffrey+Katzenberg/0/21535.html Jeffrey Katzenberg - Munzinger-Biografie], abgerufen am 16.01.2019</ref> | ||
[[Datei:Jeffrey Katzenberg 2006.jpg|right|thumb|Jeffrey Katzenberg bei der Preisverleihung der [[Annie Award]]s in 2006.]] | [[Datei:Jeffrey Katzenberg 2006.jpg|right|thumb|Jeffrey Katzenberg bei der Preisverleihung der [[Annie Award]]s in 2006.]] | ||
Als 14-Jähriger wurde Katzenberg Wahlhelfer für John V. Lindsay, der von 1965 bis 1973 | Als 14-Jähriger wurde Katzenberg Wahlhelfer für John V. Lindsay, der von 1965 bis 1973 Bürgermeister von New York war. Er organisierte 1972 dessen gescheiterte Nominierungskampagne für den Einzug ins Weiße Haus. Danach arbeitete Katzenberg in verschiedenen Jobs, etwa als Kartenspieler oder Talentvermittler. 1975 kam er dann zur [[Filmproduktionsgesellschaft]] [[Paramount Pictures|Paramount]] kam, wo er Assistent von Barry Diller, dem Vorsitzenden von Paramount, wurde. Er stieg danach zum Marketing-Direktor und – gefördert vom Paramount-Präsidenten und COO [[Michael Eisner]] – 1982 zum Produktionschef für Film und Fernsehen (''President of Production'') auf. Zu den von ihm betreuten Produktionen gehörten Publikumserfolge wie ''Star Trek'', ''Airplane'', ''Beverly Hills Cop'', ''Flash Dance'', ''Raiders of the Lost Ark'', ''Footloose'' und weitere.<ref name=munzinger/> | ||
Im | Im Jahr 1984 wurde Eisner [[Vorstandsvorsitzender der Walt Disney Company|Vorstandsvorsitzender]] bei der [[The Walt Disney Company|Walt Disney Company]]. Er nahm Jeffrey Katzenberg mit und übertrug ihm die Verantwortung für die [[Walt Disney Studios|Filmsparte]] sowie die schwächelnde [[Walt Disney Animation Studios|Zeichentrickabteilung]]. Als Chef der ''[[Walt Disney Animation Studios]]'' gelang ihm die Sanierung und er war verantwortlich für einige von Disneys erfolgreichsten Filmen: ''[[Falsches Spiel mit Roger Rabbit]]'' (1988), ''[[Arielle, die Meerjungfrau]]'' (1989), ''[[Die Schöne und das Biest (1991)|Die Schöne und das Biest]]'' (1991; der erste [[Zeichentrickfilm]], der für einen [[Oscar]] als Bester Film nominiert wurde), ''[[Aladdin]]'' (1992) und ''[[Der König der Löwen]]'' (1994, bis 2003 der finanziell erfolgreichste Animationsfilm). Er knüpfte zudem Beziehungen zwischen [[The Walt Disney Company|Disney]] und den [[Pixar Animation Studios]], mit denen eine langjährige Partnerschaft, die bis heute anhält, folgen sollte. | ||
Nachdem [[Frank Wells]], der [[Präsident]] und [[COO]] der Walt Disney Company war, 1994 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war, vermied Eisner es, Katzenberg dessen Posten anzubieten, obwohl Eisner sich in diesem Sommer von einer Notfall-Herz-Bypass-Operation erst langsam erholt hatte. Es kam zum Bruch zwischen den beiden und Katzenberg verließ Disney. Katzenberges Aufgaben im TV- und Filmbereich wurden aufgeteilt, dabei übernahm [[Hollywood]]-Veteran [[Joe Roth]], der einst bei [[20th Century Fox]] gearbeitet hatte, den | Nachdem [[Frank Wells]], der [[Präsident]] und [[COO]] der Walt Disney Company war, 1994 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war, vermied Eisner es, Katzenberg dessen Posten anzubieten, obwohl Eisner sich in diesem Sommer von einer Notfall-Herz-Bypass-Operation erst langsam erholt hatte. Es kam zum Bruch zwischen den beiden und Katzenberg verließ Disney. Katzenberges Aufgaben im TV- und Filmbereich wurden aufgeteilt, dabei übernahm [[Hollywood]]-Veteran [[Joe Roth]], der einst bei [[20th Century Fox]] gearbeitet hatte, den Filmbereich und Disney-Manager [[Richard Frank]] den Fernsehbereich. Katzenberg äußerte sich über sein Ende bei Disney: „Ich wollte einen kleinen Berg besteigen und ich wollte eine große neue Herausforderung. Michael konnte dies nicht für mich finden.“ Eisner äußerte sich so zu Katzenbergs Ende: „Es war ein bisschen wie ein Siebenjahreszyklus, ein Unternehmenssiebenjahrezyklus.<ref>man vergleiche die biblische Legende von sieben dürren und sieben ertragsreichen Jahren</ref><ref name=Washington>Paul Farhi: [https://www.washingtonpost.com/archive/lifestyle/1994/08/25/jeffrey-katzenberg-is-out-at-disney/b23fb461-71d6-490e-b4b5-1585a51676a1/?utm_term=.ce7860b5aa3c Jeffrey Katzenberg is out at Disney], Washington Post online, 25.08.1994, abgerufen am 16.01.2019</ref>“ Katzenberg und Eisner waren aufgrund der langen Vergangenheit und gemeinsamen Erfolge zwar lange miteinander verbunden, doch galt die Beziehung laut eines Disney-Schriftstellers und Produzenten nicht als besonders innig. Zudem sei Katzenberg zwar ein Genie in Sachen Animation gewesen, aber kein großer Geschäftsmann. Daher hätte man bei Disney eine Beförderung Katzenbergs als nicht verhältnismäßig empfunden.<ref>man vergleiche die biblische Legende von sieben dürren und sieben ertragsreichen Jahren</ref><ref name=Washington/> | ||
Eisner äußerte sich zum Abschied Katzenbergs folgendermaßen: Jeffrey hat in den letzten zehn Jahren einen enormen Beitrag zum Wachstum und Erfolg unseres Animations-, Live-Action-Film- und Fernsehgeschäfts geleistet. [...] Wir hatten beide wunderbare Jahre zusammen hier bei Disney und zuvor bei Paramount. Mit herzlichem Dank und offenkundigem Bedauern wünsche ich ihm alles Gute für seine zukünftigen Bemühungen.“ Hierbei war aufgefallen, dass die Verabschiedung Katzenbergs lediglich in Absätze auf einer vierseitigen Erklärung über die Beförderung Roths und Franks einnahm.<ref name=Washington/> Etwa fünf Jahre später verklagte Katzenberg Disney und erhielt nach einer außergerichtlichen Einigung eine Abfindung von 285 Mio. US-Dollar. | Eisner äußerte sich zum Abschied Katzenbergs folgendermaßen: Jeffrey hat in den letzten zehn Jahren einen enormen Beitrag zum Wachstum und Erfolg unseres Animations-, Live-Action-Film- und Fernsehgeschäfts geleistet. [...] Wir hatten beide wunderbare Jahre zusammen hier bei Disney und zuvor bei Paramount. Mit herzlichem Dank und offenkundigem Bedauern wünsche ich ihm alles Gute für seine zukünftigen Bemühungen.“ Hierbei war aufgefallen, dass die Verabschiedung Katzenbergs lediglich in Absätze auf einer vierseitigen Erklärung über die Beförderung Roths und Franks einnahm.<ref name=Washington/> Etwa fünf Jahre später verklagte Katzenberg Disney und erhielt nach einer außergerichtlichen Einigung eine Abfindung von 285 Mio. US-Dollar. | ||