LTB Spezial 10: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Infobox LTB Spezial
|-
| LTBNR = 10
! colspan="2" | LTB Spezial 10: '''Titel '''
| LTBTITEL = Im Wilden Westen
|- bgcolor="#ffffff"
| BILD = Datei:LTB Spezial 10.png
| Erscheinungsdatum: || xx. Monat Jahr
| THEMA = Wilder Westen
|- bgcolor="#ffffff"
| EDATUM = 5. Juni 2003
| [[Liste der Chefredakteure|Chefredakteur]]: ||
| CRED = [[Peter Höpfner]]
|- bgcolor="#ffffff"
| UEB =
| [[Liste der Übersetzer|Übersetzer]]: ||
| NRGESCH = 18
|- bgcolor="#ffffff"
| PREIS = D: 6,95 €
| Anzahl Geschichten: || 18 Geschichten
| BES =
|-
}}
! colspan="2" | Besonderheiten:
|- bgcolor="#ffffff"
| colspan="2" |
|}
[[Bild:LTBSpnichtvorhanden.jpg|thumb|right]]


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== Inhalt ==
|- bgcolor="#eeeeee"
=== Rodeo-Rivalen ===
! colspan="4" | Geschichten:
{{I|I TL  960-A}}
|- bgcolor="#f5f5f5"
*Originaltitel: Paperino e le gambiere di "Jack Zuccherino"
! Name || Seitenzahl || || Genre
*[[Comicautor|Story]]: [[Rodolfo Cimino]]
|- bgcolor="#ffffff"
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Guido Scala]]
| Rodeo-Rivalen || xx Seiten || [[DD 42]] ||
*Erstveröffentlichung: 21.04.1974
|- bgcolor="#ffffff"
*Genre: Western, Wettkampf, Magie
| Die Allee der goldenen Bäume || xx Seiten || [[DD 55]] ||
*Figuren: [[Donald Duck]], [[Daisy Duck]], [[Onkel Dagobert]], [[Tick, Trick und Track]]
|- bgcolor="#ffffff"
*Seiten: 29
| Medizinmann wider Willen || xx Seiten || [[DD 27]] ||
*Nachdruck aus: [[DD 42]] (dort als ''Donald und der Beinschutz von Tom dem „Sanften“'')
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In Entenhausen ist das Rodeo-Fieber ausgebrochen und zahlreiche Schaulustige erfreuen sich bei spektakulären Turnieren über die gewagten Showeinlagen der Kunstreiter. Während Daisy Duck für den kernigen Cowboy Ribaldo schwärmt, der nicht ohne Grund den Beinamen „Rodeo-König“ erhalten hat, kann Donald der ganzen Show nichts abgewinnen. Ihn langweilt das Rodeo, doch viel schlimmer ist sein unaussprechlicher Neid auf den Revolver- und Frauenheld Ribaldo, der Daisy schöne Augen macht. Das ist endgültig zu viel für Daisy und er lässt sich auf eine zünftige Rauferei mit Ribaldo ein, dem er ein blaues Auge verpasst. In der Eile des Gefechts erklärt Donald vor versammelter Mannschaft, dass er, Donald Duck, den Rodeo-König Rivaldo beim nächsten Rodeo-Turnier schlagen werde. Die Pressevertreter greifen die Schlagzeile dankbar auf und verbreiten die Neuigkeit in Windeseile.
| Interview mit George Washington || xx Seiten || [[LTB 209]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Der Zwei-Sterne-Sheriff || xx Seiten || [[DD 419]] ||
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| Die Last der Erinnerung || xx Seiten || [[DD 451]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Reiter beim Pony-Express || xx Seiten || [[DD 43]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Der Held von Fort Hapake || xx Seiten || [[DD 26]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Die Jagdtrophäe || xx Seiten || [[DD 48]] ||
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| Der einsame Sheriff || xx Seiten || [[DD 59]] ||
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| Sohn der Sonne || xx Seiten || [[DD 442]] ||
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| Der Schatz der Pilgerväter || xx Seiten || [[LTB 202]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Spurenleser im Wilden Westen || xx Seiten || [[DD 403]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Mit der Natur auf Du und Du || xx Seiten || [[DD 500]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Es spukt in Nugget City  || xx Seiten || [[DD 34]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Der vorletzte Mohikaner || xx Seiten || [[LTB 218]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Rückkehr nach Klondike || xx Seiten || [[DD 359]] ||
|- bgcolor="#ffffff"
| Die "Große Heldentat" || xx Seiten || [[DD 408]] ||
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|}


Zuhause angekommen wird Donald langsam bewusst, dass er den Schnabel mal wieder zu voll genommen hat. Er will zwar weiterhin gegen Ribaldo antreten, allerdings fällt ihm ein, dass er ja gar kein Pferd besitzt und sowieso nur noch wenig Zeit bleibt, um Reiten zu lernen. Zum Glück erscheint zufällig Onkel Dagobert, der Donald und den Jungs anbietet, auf seiner „Desperado Ranch“ zu trainieren – vorausgesetzt, die Neffen kümmern sich um ein paar Schönheitsreparaturen.  Nach einer langen Autofahrt in die Wüste stellen Donald und Tick, Trick und Track jedoch fest, dass die „Desperado Ranch“ die reinste Bruchbude ist und sie erst einmal viele Wochen Arbeit investieren müssen.
[[Datei:Rodeo-Rivalen.jpg|250px|mini|links|Donald erhält den magischen Beinschutz (© [[Egmont Ehapa]])]]
Irgendwann schiebt Donald die ganze Handwerkerarbeit an seine Neffen ab und macht sich auf die Suche nach einem wilden Mustang. Der stürmische Hengst schleudert Donald jedoch im hohen Bogen über die nächste Böschung. Durch den Schwung knallt Donald mit zwei groben Kerlen zusammen, die gerade den Anführer eines kleinen Indianerstamms bedroht haben. Der Indianer zeigt sich dankbar und erklärt, dass Donald gerade die gefährlichen Rabazzo-Pedros im Alleingang kaltgestellt habe.


Donald und der kluge Indianer freunden sich miteinander an und der Erpel berichtet von seinem Problem, da er unbedingt Rodeo-Reiter werden will. Daraufhin schenkt der Indianer ihm ein besonderes Relikt des Stammes, nämlich den mystischen Beinschutz von Tom dem Sanften. Dieser Beinschutz stecke voller Zauberkräfte und erlaubt es dem Cowboy Tom einst, jedes wild gewordene Ross zu zähmen. Mit diesem Beinschutz sei Donald beim Rodeo unbesiegbar.


== Rodeo-Rivalen ==
Tatsächlich scheint das Indianer-Artefakts noch zu funktionieren, denn Donald kann einen Hengst zähmen und daraus ein lammfrommes Tier machen, das er mühelos reiten kann. Auch Tick, Trick und Track sind verwundert über Donalds Talent, warnen aber davor, dass er es nicht übertreibt. Am Tag des großen Wettkampfes zeigt sich Donald siegesgewiss und lässt den arroganten Ribaldo ganz schön alt aussehen. Donald wird als Sieger bejubelt und sogar von Daisy gelobt.


Als er aber mit Daisy einen Ausritt auf seinem Hengst macht, rutscht der Beinschutz von dem Tier, das daraufhin wieder zur Furie wird und Donald und Daisy abwirft.


== Die Allee der goldenen Bäume ==
=== Die Allee der goldenen Bäume ===
{{I|I TL  878-B}}
*Originaltitel: Zio Paperone e la via dell'oro
*[[Comicautor|Story]]: [[Guido Martina]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Giorgio Bordini]]
*Erstveröffentlichung: 24.09.1972
*Genre: Abenteuer
*Figuren: [[Donald Duck]], [[Onkel Dagobert]], [[Tick, Trick und Track]]
*Seiten: 29
*Anmerkung: Hier wurde die Geschichte in der Version aus dem DD 55 und in der Übersetzung von [[Gudrun Smed-Puknatis]] abgedruckt und nicht diejenige aus dem [[LTB 51]] (dort erschienen als ''Der Goldzylinder'').
*Nachdruck aus: [[DD 55]]


Die Kinder lesen ihren Onkels aus ihrem Geographiebuch von geheimnisvoll schimmernden „goldene Bäume“ vor, die in der Seufzerwüste vorkommen sollen. Dagobert erinnert sich: Sie müssten dort stehen, wo ihm vor 30 Jahren beim Ritt durch die Wüste Goldstaub aus den Säcken gerieselt sind. Er erzählt von seinen damaligen Erlebnissen in Nevada, als er noch jung eine seiner ersten Milliarden verdiente. In Sandkorn-City geriet er in ein Handgemenge zwischen dem Goldschürfer und Millionär Jackpot Goldnase, der auch dort erfolgreich das Edelmetall gefunden hatte, wo andere versagt hatten, und einigen Banditen. Dass Dagobert zwischen die Fronten geraten war, ermöglichte es Goldnase, zu überleben und die Desperados zu verjagen.
[[Datei:Die Allee der goldenen Bäume.jpg|400px|mini|rechts|Die Ducks auf der Allee der goldenen Bäume (© [[Egmont Ehapa]])]]
Aus Dank für seine Rettung verehrte ihm Goldnase einen alten Zylinder. Von da an begann Dagobert sein Glück zu machen. Eines Tages allerdings, als er in der Wüste schürfte, wurde er von Indianern angegriffen. Mit einigen Säcken voll Goldstaub versuchte er den Feinden zu entkommen, doch deren Pfeile durchlöcherten die Säcke und als Dagobert schließlich in Sandkorn-City angekommen war, musste er schmerzlich erkennen, dass das ganze Gold ausgerieselt war. In den folgenden Jahren versuchte Dagobert mehrfach vergeblich, die Stelle seines reichen Goldfundes wiederzufinden. Nun aber schöpft er neue Hoffnung, da die Goldbäume ihm den Weg zur Fundstelle weisen.


== Medizinmann wider Willen ==
Die Ducks brechen auf und folgen der Allee aus Goldbäumen ins Herz der Seufzerwüste. Dagobert hat den ihm einst von Goldnase verehrten alten Zylinder dabei, aus purer Sentimentalität, wie Dagobert Donald gegenüber behauptet. Dieser bleibt skeptisch, kennt er doch seinen Onkel in- und auswendig. Bei der Fundstelle angekommen lässt Dagobert zunächst seinem Neffen den Vortritt, um diesem, wie zuvor ausgemacht, ebenfalls die Möglichkeit zu geben, etwas Gold abzuschöpfen. Doch mit der Goldwaschpfanne hat Donald keinen Erfolg. Dagobert, der dies schon kommen gesehen hat, kann sich ein schadenfrohes Grinsen nicht verkneifen. Doch Donald ist nicht so naiv wie sein Onkel gemeint hat.


Er hat begriffen, dass Dagobert nur Erfolg hatte, weil er Goldnases Zylinder einsetzte. Nun will er nach dem Hut haschen, um selbst einmal Glück zu haben und Gold aus den Fluten zu schöpfen. Ein Wind ergreift den alten Deckel und trägt ihn fort. Da sind plötzlich Indianer zur Stelle, fangen den Hut und binden Dagobert an den Marterpfahl: Der „Bandit“ Goldnase hatte den Hut aus einer Rentierhaut der Indianer gemacht und diese erwarten nun, wieder in Besitz ihres heiligen Stücks, dass das Glück zu ihnen zurückkehrt. Donald kann die Freilassung seines Onkels erwirken, doch der Zylinder ist natürlich futsch: Grund genug für Dagobert, Donald in Richtung Heimat zu jagen.


== Interview mit George Washington ==
=== Medizinmann wider Willen ===
{{I|I TL  953-B}}
*Originaltitel: Paperino stregone
*[[Comicautor|Story]]: [[Carlo Chendi]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Giancarlo Gatti]]
*Erstveröffentlichung: 03.03.1974
*Genre: Western, Abenteuer, Gagstory
*Figuren: [[Donald Duck]], [[Dussel Duck]]
*Seiten: 20
*Nachdruck aus: [[DD 27]] (dort als ''Donald als Medizinmann'')
Eigentlich will Donald seinen wohlverdienten Urlaub genießen und in Ruhe in der Hängematte liegen, doch ebendiese Ruhe findet ein jähes Ende, als sein nerviger Vetter Dussel Duck am Gartenzaun auftaucht und mit einem neuen Vorschlag daherkommt. Bereitwillig hört Donald zu, in dem Irrglauben, Dussel würde schon bald wieder das Weite suchen.


Doch weit gefehlt: Dussel wünscht sich, dass Donald ihn zum Bergsee fährt, damit die beiden in der ungestörten Natur Angeln gehen können. Zwar ist Donald auch ein leidenschaftlicher Angler, gibt aber zu bedenken, dass die Autofahrt bis zum Bergsee viel zu lange dauert und sein Urlaub nicht so lange andauert. Daher kommt Dussel die unverblümte Idee, einfach durch das Indianerreservat des Stammes der Triefnasen zu fahren, da dieser direkte Weg viel kürzer sei. Dadurch lässt sich Donald überreden und packt seine Ausrüstung in den 313er.


== Der Zwei-Sterne-Sheriff ==
Der Weg zum Bergsee ist jedoch nicht gerade einfach und voller Gefahren. Ausgerechnet die einzige Holzbrücke über den Fluss ist eingestürzt, wie ihnen ein angestellter des Reservats erklärt. Wie nicht anders zu erwarten war, schlägt der Versuch, die Brücke mit eigener Kraft wieder aufzubauen, kolossal fehlen. Folglich bauen sich Donald und Dussel ein großes Floß aus Baumstämmen, schieben den 313er darauf und lassen sich flussabwärts treiben.


Woran sie nicht gedacht haben, sind die tückischen Stromschnellen, die ohne eine Stange zum Navigieren unpassierbar sind. Die beiden Vettern werden von ihrem Floß an Land geschleudert und Donald fliegt sogar bis über den nächsten Hügel. Der Pechvogel knallt gegen einen bemitleidenswerten Indianer, der offensichtlich unter Zahnschmerzen litt: Doch durch den Zusammenprall hat sich der schmerzende Zahn ganz von alleine gelöst und den Indianer von seiner Pein befreit.


== Die Last der Erinnerung ==
Der Indianer stellt sich Donald und Dussel als Häuptling Tropfende Nase vor, der im Reservat über seinen Stamm wacht. Daraufhin verlangt der Häuptling, dass Donald der neue Medizinmann der Triefnasen wird, da der Alte vor kurzem in die Stadt fortgezogen ist. Allen Weigerungen zum Trotz kann Donald sich nicht zur Wehr setzen und erhält sofort den Auftrag, einen zünftigen Regentanz aufzuführen – obwohl Donald natürlich keinerlei Kenntnisse darüber hat, wie man einen solchen vollführt. Auch Vetter Dussel ist keine große Hilfe.


In den folgenden Tagen und Nächten zerbrechen sich Donald und Dussel den Kopf darüber, wie sie ihrem unfreiwilligen Schicksal entkommen und aus dem Reservat fliehen können. Doch jedes Mal unterschätzt Donald die Intelligenz des listigen Häuptlings, der sich ihnen jedes Mal in den Weg stellt. Erst als Donald davon hört, dass der Internationale Medizinmannkongress in Kürze am Bergsee stattfinden soll, ergibt sich eine Möglichkeit zur Flucht. Doch auch dieses Mal hat Häuptling Tropfende Nase die Nase vorn.


== Reiter beim Pony-Express ==
=== [[Es war einmal in Amerika]] – Teil 4: Interview mit George Washington ===
{{I|I TL 2025-1}}
*Originaltitel: Intervista a George Washington
*[[Comicautor|Story]]: [[Giorgio Pezzin]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Massimo De Vita]]
*Erstveröffentlichung: 20.09.1994
*Genre: Historisches Abenteuer
*Figuren: [[Micky Maus|Mick]], [[Goofy|Oliver Goof]], [[Kater Karlo|Carlo Cat]], [https://de.wikipedia.org/wiki/George_Washington George Washington], [https://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Franklin Benjamin Franklin]
*Seiten: 30
*Besonderheit: Die realen historischen Personen [[wikipedia:de:Benjamin Franklin|Benjamin Franklin]] und [[wikipedia:de:George Washington|George Washington]] spielen in der Geschichte eine bedeutende Rolle; zudem ist Benjamin Franklins angebliches Experiment, mit dem er den Blitzableiter erfand, zu sehen.
*Nachdruck aus: [[LTB 209]]


[[Datei:LTB-209-6-a.jpg|400px|mini|rechts|In den Händen der Briten (© Egmont Ehapa)]]
Der bei den Indianern aufgeachsene Micky Maus, Sohn des gleichnamigen Zeichners, Kartografen und Trappers, verlässt seine Heimat in den Wäldern, um in Philadelphia als Journalist zu arbeiten. Er macht sich auf die Suche nach Benjamin Franklin und findet ihn bei einem seiner Experimente mit Elektrizität. Der clevere Erfinder Benjamin Franklin, der sich an seine Freundschaft mit Micks Vater erinnert, stellt ihn bei der Pennsylvania Gazette (einer patriotischen Zeitung) ein und bringt ihn mit dem erfahrenen Journalisten Oliver Goof zusammen. Doch zunächst wird der arme Micky zu niedersten Tätigkeiten in der Redaktion verdonnert. Sein Vorbild, der berühmte und begnadete Journalist Oliver Goof, blickt zunächst auf ihn herab, da Micky den Wäldern des Nordens entstammt. Als sich Micky eines Tages darüber aufregt, dass Oliver hinterfragt, ob er überhaupt schon alphabetisiert sei, imponiert er damit dem arrivierten Journalisten. Oliver führt seinen neuen Freund fortan in die Kunst des Journalismus ein. Zu berichten gibt es viel, da der amerikanische Unabhängigkeitskrieg ausgebrochen ist. Mit seiner informativen Berichterstattung gepaart mit aufrüttelnden Botschaften, die der Sache der Unabhängigkeitsbewegung dienen, und seinem begnadeten Schreibstil macht sich Micky schnell einen Namen und erhält Lob von Benjamin Franklin. Zusammen verfassen Micky und Goofy viele Reportagen, sowohl über die langweiligen Sitzungen des Kongresses als auch über die gefährlichen Erlebnisse an der Front, wo die freiwilligen Minutemen gegen die englische Krone kämpfen. Die Zeitung hat allerdings auch mit der harten Konkurrenz durch das Blatt „Kolonie heute“ zu kämpfen, das eine England-freundliche Berichterstattung pflegt.


== Der Held von Fort Hapake ==
Jedoch ist Oliver Goof auf der Jagd nach einem noch größeren Knüller: Er schafft es, die Erlaubnis zu bekommen, den angesehenen General George Washington persönlich zu interviewen. Doch zwei Spione der Engländer, die zudem Reporter bei „Kolonie heute“ sind, wollen dies für ein Attentat auf den General und Führer der Unabhängigkeitsbewegung ausnutzen. Mit den Engländern verbündete Indianer überfallen in der Nacht das Wirtshaus, in dem Micky und Oliver nächtigen, entführen die beiden Journalisten und übergeben sie den Engländern. Inzwischen können die Spione die Passbriefe an sich nehmen
und das Dokument mit der Genehmigung für das Interview beschlagnahmen. Der hundgesemeine Attentäter Carlo Cat und sein Spießgeselle reiten mit den Unterlagen zu dem eigentlich geheimen Aufentshaltort von Washington, wo sie sich als Micky Maus und Oliver Goof ausgeben wollen.


[[Datei:LTB-209-6-b.jpg|400px|mini|links|Angriff auf den Attentäter (© Egmont Ehapa)]]
Im englischen Fort eingesperrt, entwickeln die beiden mutigen Journalisten und amerikanischen Patrioten einen Plan, wie sie aus ihrem Gefängnis entkommen können. Sie machen es sich zunutze, dass der Wachtposten vor der Gefängnistüre nicht der hellste ist und schützen vor, ein Interview mit ihm führen zu wollen. Dieser fühlt sich geschmeichelt und erzählt bereitwillig aus seinem Leben. Am Ende wollen Micky und Oliver noch ein Bild des Soldaten anfertigen; dieser öffnet die Tür und bekommt von Oliver eins übergezogen. Aus dem Gefängnis sind sie damit raus, doch noch immer befinden sie sich im feindlichen Fort. Diesem entkommen sie in den Wasserfässern, die ein Soldat zum Fluss transportiert. Nun heißt es für die beiden Freunde, im gestreckten Galopp zu Washingtons Hauptquartier zu reiten und den General vor der Gefahr zu warnen. Den beiden gelingt es gerade noch rechtzeitig, das mörderische Komplott zu verhindern. Die Schurken von „Kolonie heute“ werden nicht zu George Washington vorgelassen, doch die tapferen Micky und Goofy ziehen sich dabei arge Blessuren von der mitgebrachten Bombe der Attentäter zu. Im Krankenzimmer verfassen Micky und Oliver im Auftrag Benjamin Franklins und für Washington den Text der Unabhängigkeitserklärung, inklusive der berühmten Präliminarien.


== Die Jagdtrophäe ==
=== [[Es war einmal im Wilden Westen]]...: Der Zwei-Sterne-Sheriff ===
{{I|I TL 1325-A}}
*Originaltitel: Paperino e lo sceriffo doppia stella
*[[Comicautor|Story]]: [[Guido Martina]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Giovan Battista Carpi]]
*Erstveröffentlichung: 19.04.1981
*Genre: Western, Abenteuer, Action
*Figuren: [[Donald Duck]], [[Onkel Dagobert]], [[Tick, Trick und Track]], [[Klaas Klever]], [[Panzerknacker]], [[Till]]
*Seiten: 34
*Nachdruck aus: [[DD 416]]
Zu Zeiten des Wilden Westen hat sich Donald Duck einen Namen als Sheriff von Buffalo-Town gemacht – womöglich aber nur, weil niemand anderes den gefährlichen Job übernehmen wollte. Zum Glück wird Donald bei seiner Arbeit von den cleveren Neffen Tick, Trick und Track unterstützt, die für den Fall einer Konfrontation anstelle eines geladenen Colts ihre Steinschleudern und Knallfrösche bereithalten. Eines Tages stellen Donald und die Jungs mit Entsetzen fest, dass unbekannte Strauchdiebe die wertvollen Pferde aus dem Korall von Onkel Dagobert gestohlen haben, dem reichsten Unternehmer von ganz Buffalo-Town.


Kurzerhand beschließt Donald, eigenhändig Jagd auf die Pferdediebe zu machen und vermutet, dass sich die Ganoven noch in der Gegend befinden. Er folgt seinem Gespür bis zum gut besuchten Saloon, der vom gierigen Inhaber Klaas Klever und dessen schmierigen Kompagnon Fuzzy geführt wird. Im Saloon fließt der Alkohol in strömen und lässt dadurch die Kassen von Klaas Klever Klingeln. Allerdings wird der temperamentvolle Sheriff direkt in eine zünftige Kneipenschlägerei verwickelt und hat keine Zeit, sich mit den anderen Cowboys herumzuärgern. Draußen vor dem Saloon bemerkt Donald nun, dass irgendjemand die Gunst der Stunde genutzt hat, um sein persönliches Pferd zu stehlen.


== Der einsame Sheriff ==
Also muss sich Donald zu Fuß auf den Weg zum Krämerladen von Onkel Dagobert machen, der als einziger Kaufmann weit und breit seine teuren Waren anbietet. Donald verlangt von seinem knickrigen Onkel neue Munition für seinen Colt, da er im Saloon alle Patronen verballert hat, aber der geizige Dagobert schickt Donald sofort wieder vor die Tür. Am nächsten Morgen ist Onkel Dagobert noch wütender als am Vorabend: Irgendjemand hat aus seinem Drugstore ein gut gefülltes Fass gestohlen, in dem sich laut Aufschrift eingelegte Oliven befunden haben sollen. Doch der trickreiche Onkel Dagobert hat darin keine Oliven aufbewahrt, sondern glitzernde Goldnuggets!
[[Datei:Der Zwei-Sterne-Sheriff.jpg|420px|mini|rechts|Sheriff Donald erliegt den weiblichen Reizen (© [[Egmont Ehapa]])]]
Nun liegt es an Sheriff Donald sowie Tick, Trick und Track, das gestohlene Fass schleunigst wiederzubeschaffen. Allerdings wird Donald von einer hübschen Frau angesprochen, die für ihren Karren eine tapfere Begleitung sucht, um sicher vor Banditen zu sein. Schnell willigt Donald ein, setzt sich auf den Kutschbock und nimmt die Zügel in die Hand. Die Blondine stellt sich ihm als Tochter von Oberst Smith vor, die schnell zum Fort Apache kommen soll. Aber schon nach kurzer Zeit reift in Donald die Erkenntnis, dass die ungehobelte Blonde mit den schlechten Manieren und dem Hang zu Alkohol und Schimpftiraden niemals aus gutem Hause stammen kann.


Tatsächlich stellt sich die Frau als Anführerin einer Diebesbande heraus, die auf ihrem Karren das gestohlene Fass von Onkel Dagobert transportiert. Die Rädelsführerin reitet mit ihren Schergen zu einem geheimen Unterschlupf im Wald. Allerdings haben die schlauen Jungs Tick, Trick und Track die Entführung beobachtet und stellen fest, dass die gefürchteten Panzerknackeros hinter allem stecken und auch Dagoberts Pferde geklaut haben.


== Sohn der Sonne ==
Die tapferen Buben Tick, Trick und Track wollen ihren Onkel Donald aus den Fängen der Verbrecher zu befreien und die gesamte Bande auszuräuchern. Wieder in Buffalo-Town angekommen kommt es zum großen Showdown und die Blonde behauptet gegenüber allen Anwesenden, unschuldig zu sein. Am Ende erhält Donald für seine Verdienste einen zweiten Sheriffstern, da er dazu beigetragen hat, alle Schuldigen einer gerechten Strafe zuzuführen. Am meisten hat jedoch Onkel Dagobert von allem profitiert, der im Saloon ein großes Gelage veranstaltet.


=== Die Last der Erinnerungen ===
{{I|I TL 1860-A}}
*Originaltitel: Il primo miliardo di Zio Paperone
*[[Comicautor|Story]]: [[Bruno Concina]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Guido Scala]]
*Erstveröffentlichung: 21.07.1991
*Genre: Abenteuer
*Figuren: [[Onkel Dagobert]], [[Tick, Trick und Track]]
*Seiten: 30
*Nachdruck aus: [[DD 451]]
Eines schönen Tages werden Tick, Trick und Track Zeuge davon, wie ein Postbote an die Tür des Geldspeichers klopft, um ein Paket zuzustellen. Die schlauen Jungs bieten an, das Paket an seiner Stelle an Dagobert zuzustellen – in der Hoffnung, ein Trinkgeld zu bekommen. Doch Onkel Dagobert ärgert sich darüber, dass seine bluteigenen Großneffen nur wissen, wie man um Geld bettelt, während er sich schon in jungen Jahren einen Namen gemacht habe. Also holt er ein altes Tagebuch hervor und zeigt den dreien, wie er trotz seines geringen Alters mit Köpfchen zum jüngsten Millionär weit und breit wurde. Wie von den Neffen erwartet, beginnt Dagobert, seine Geschichte zu erzählen, die selbstverständlich am [[Klondike]] spielt.


== Der Schatz der Pilgerväter ==
Damals wusch Dagobert tagsüber kleine Goldkrümel aus dem Fluss und grub abends in seiner Mine nach Gold, bis er irgendwann doch schlafen ging. Wenn der Sack für die Goldnuggets voll war, stieg er hinunter ins Tal nach Klondike, um alles bei der Bank einzuzahlen. Doch der Weg war sehr lang und beschwerlich und es dauerte Stunden, bis er das Dorf erreichte. Nachdem er das Gold eingezahlt hatte, kaufte Dagobert im Gemischtwarenladen getrocknete Bohnen (ein preiswertes Nahrungsmittel) und machte sich dann auf den Rückweg über einen anderen Pfad, der um den Berg herumführte. Dieses Hin- und Her kostete ihn zwar einen ganzen Arbeitstag, doch er konnte die Umwege nicht einschränken, da er Räuberbanden befürchtete, wenn er zu viel Gold auf einmal anhäufen würde. Außerdem konnte er keine Vorräte für einen ganzen Monat tragen.


Nun sind Tick, Trick und Track richtig neugierig geworden, wie es ihrem Onkel unter diesen Umständen gelungen ist, reich zu werden. Der bauernschlaue Onkel Dagobert erklärt, dass ihm das Schicksal eines Tages eine Gelegenheit geboten habe, die er zu nutzen wusste.
[[Datei:Die Last der Erinnerungen.jpg|420px|mini|rechts|Jungunternehmer Dagobert Duck am Klondike (© [[Egmont Ehapa]])]]
An einem Frühlingstag, als er gerade Klondike City verlassen wollte, wurde Onkel Dagobert vom Leiter der örtlichen Poststation angesprochen, der ihn bat, Briefe an drei befreundete Goldgräber zu überbringen, da der vorherige Postbote gekündigt hatte. Gegen eine Bezahlung nahm der forsche Dagobert das Angebot an. Nachdem er das anfängliche Misstrauen der Goldgräber überwunden hatte (die aus Angst, jemand könnte ihr Gold stehlen, stets auf der Hut waren), überbrachte Dagobert die Briefe. Zu seiner Überraschung waren die drei Haudegen so zufrieden, dass sie ihm jeweils einen Goldklumpen als Trinkgeld gaben. Wie seine Großneffen bereits geahnt hatten, witterte Dagobert das große Geschäft und ließ sich als stellvertretender Postbote für das Yukon-Gebiet einstellen, wobei er sich um die unwegsamsten Gegenden kümmerte.


== Spurenleser im Wilden Westen ==
Nachdem er einem hungrigen Goldgräber einen Kuchen überreicht hatte, fiel Dagobert auf, dass es den Goldgräbern mit ihren ramponierten Werkzeugen, stark geflickten Kleidern und halb leeren Vorratskammern allen ähnlich erging. Also schnappte er sich eine Schubkarre und kaufte zur Überraschung des Krämerladenbesitzers, der an die Geizigkeit seines seltenen Gastes gewöhnt war, jede Menge Lebensmittel und Werkzeuge ein. Danach verkaufte er alles zu einem geringfügig höheren Preis an die Goldgräber weiter, die darauf brannten, sich endlich wieder eindecken zu können.


Außerdem kamen alle Goldschürfer in der Nacht zu Dagobert, um ihm einen Vorschlag zu unterbreiten: Dreimal pro Woche sollte Dagobert in die Stadt hinunterfahren, um Vorräte zu kaufen, ihr Gold bei der Bank einzuzahlen und die Quittungen zurückzubringen. Sie würden keine Zeit mehr mit den Fahrten verschwenden und er würde im Gegenzug 10 % des transportierten Goldes verdienen. Dagobert willigte sofort ein und kaufte einen Transportwagen. Zwischen dem Anteil am Gold, den Vorräten und dem Lohn als Postbote verdiente Dagobert dank der Transporte sehr viel, ganz zu schweigen von den Trinkgeldern für die Post und dem eigenen Gold, das er in der Nacht (seiner einzigen verbleibenden Freizeit) aus dem Erdreich förderte.


== Mit der Natur auf Du und Du ==
Am Ende der Geschichte fragt Onkel Dagobert seine Neffen, was sie gelernt hätten. Tick, Trick und Track beweisen, dass sie die Lektion verstanden haben, indem sie um ein Trinkgeld für das Paket bitten, das sie gebracht haben. Dagobert gibt jedem von ihnen einen Taler und spottet amüsiert über die Geschäftstüchtigkeit seiner Verwandten.


=== Reiter beim Pony-Express ===
{{I|I TL  998-B}}
*Originaltitel: Paperino e la rievocazione perigliosa
*[[Comicautor|Story]]: [[Jerry Siegel]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Giorgio Bordini]]
*Erstveröffentlichung: 12.01.1975
*Genre: Western, Abenteuer
*Figuren: [[Donald Duck]], [[Onkel Dagobert]]
*Seiten: 22
*Nachdruck aus: [[DD 43]]
Irgendwo über dem Wilden Westen sind Onkel Dagobert und Donald mit einem Flugzeug unterwegs und haben es sehr eilig, zum Zielort zu kommen. Der reichste Mann der Welt ist nämlich als Ehrengast zu einer Gala in Buffalo-Town eingeladen, die den ehemaligen Reitern des Pony-Express gewidmet sind. Dagobert erzählt, dass diese beinharten Burschen jeden noch so unwegsamen Weg voller Gefahren auf sich genommen hätten, um Lieferungen und wichtige Poststücke gegen gemeine Banditen zu verteidigen und ans Ziel zu bringen.


== Es spukt in Nugget City ==
Der Pilot Donald hört jedoch nur mit einem Ohr hin, denn er hat ganz andere Sorgen: Der Treibstofftank ist leer, da Onkel Dagobert mit dem Sprit geknausert hat. So kommt es, dass das Flugzeug abstürzt und Onkel Dagobert sich bei der harten Landung ein Bein bricht und ins Krankenhaus transportiert werden muss. Im Lazarett soll sich Onkel Dagobert schonen, aber er ist sauer auf Donald, dass er angeblich wegen ihm den Festakt in Buffalo-Town verpasst.


== Der vorletzte Mohikaner ==
Im Krankenzimmer überreicht Onkel Dagobert seinem Neffen Donald einen Briefumschlag mit einer geheimen Anweisung, die Donald so schnell wie möglich nach Petroleum-City bringen soll – und zwar als Pony-Express im Sattel eines kräftigen Pferds. Donald fühlt sich schuldig für Onkel Dagoberts gebrochenes Bein und verspricht, alles zu tun, die Nachricht wohlbehalten zu überbringen.


Allerdings rechnet Donald nicht damit, dass ein betrügerischer Bandit, der sich als Krankenpfleger verkleidet hat, das Gespräch belauscht hat. Er wittert ein gewinnbringendes Geschäft, wenn er Donald den geheimen Brief des reichsten Mannes der Welt abnehmen kann. In der Folge beginnt ein abenteuerliches Katz-und-Maus-Spiel quer durch die Wüste, bei dem Donald dem Pony-Express alle Ehre macht. Am Ende aber, nachdem er den Schurken endgültig überlistet hat, muss er am eigenen Leib die bittere Wahrheit spüren, denn in Onkel Dagoberts Brief stand offensichtlich nichts Gutes drin.


== Rückkehr nach Klondike ==
=== Der Held von Fort Hapake ===
{{I|I TL  829-B}}
*Originaltitel: Topolino e l'eroico antenato
*[[Comicautor|Story]]: [[Carlo Chendi]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Marco Rota]]
*Erstveröffentlichung: 17.10.1971
*Genre: Western, Abenteuer
*Figuren: [[Micky Maus]], [[Mack und Muck]], [[Goofy]], [[Pluto]]
*Seiten: 26
*Nachdruck aus: [[DD 26]]
Eines schönen Tages kehren die Jungen Mack und Muck mit traurigem Gesicht von der Schule zurück und trotten mit gesenktem Haupt in ihr Zimmer. Micky Maus ist besorgt und erkundigt sich nach dem Grund der schlechten Stimmung. Daraufhin erklären sie, dass ihr Schulkamerad Alwin ständig mit seinen bedeutenden Vorfahren prahlt, sie diesem aber nichts entgegenzusetzen haben. Daraufhin holt Micky eine alte Filmrolle hervor und verspricht seinen Neffen ein spannendes Abenteuer, in dem ihr gemeinsamer Vorfahre eine bedeutende Rolle gespielt habe und dessen Taten später verfilmt worden seien.
[[Datei:Der Held von Fort Hapake.jpg|400px|mini|rechts|Korporal Micky kennt keine Furcht (© [[Egmont Ehapa]])]]
Der einfallsreiche Soldat Micky Maus dient im Rang eines Korporals der siebten Kavallerie und ist in dem kleinen, aber gut befestigten Fort Hapake irgendwo im mittleren Westen stationiert. Zusammen mit seinem Freund Sergeant Goofy leistet Micky einen Dienst ab oder unterstimmt Streifzüge in das Indianerland, da die Indianer ein Abkommen mit den Soldaten getroffen haben. Eines Tages aber greifen die wütenden Indianer unter Häuptling Grauer Bär das Fort an und zwingen die Soldaten dazu, sich zu verschanzen. Der humane Kommandant ist alarmiert, denn er kann sich nicht erklären, was der Grund der plötzlichen Feindseligkeit sein könnte. Daher beschließt er, einen Boten auszusenden, der die feindlichen Linien überwinden und Verstärkung holen soll.


Doch kurz bevor die Wahl auf den tapferen Micky Maus fällt, wird der Kommandant von einer Giftschlange gebissen und erkrankt schwer. Während Goofy im Fort zurückbleibt, den Kommandanten pflegt und die Verteidigung neu organisiert, stiehlt sich Micky aus der Befestigungsanlage und reitet in die Nacht hinaus.


== Die "Große Heldentat" ==
Bei seiner Reise durch den Wilden west stößt Micky mehr oder weniger durch Zufall auf ein altes Haus, in dem noch Licht brennt. Irgendwann entdeckt er, dass sich darin brutale Banditen verschanzt haben, die ein kleines Mädchen gekidnappt haben. Micky ist überrascht zu sehen, dass es sich bei dem Mädchen ausgerechnet um Kleine Blume handelt, die Tochter von Häuptling Grauer Bär. Offensichtlich haben die Schurken das Mädchen entführt und das Gerücht erbreitet, die Soldaten von Fort Hapake hätten Kleine Blume in ihren Fängen, um die Indianer gegen die Ordnungsmacht aufzustacheln.


Zum Glück gelingt es dem mutigen Korporal Micky, die Verbrecher zu überraschen und dingfest zu machen. Er befreit Kleine Blume und bringt sie zu Häuptling Grauer Bär, außerdem schickt er Boten aus, die statt seiner das Gegenmittel für den vergifteten Kommandanten besorgen soll. Dieser kann gerettet werden und wird wieder ganz gesund. Mickys Heldentat festigt das Vertrauen zwischen den Indianern und den Soldaten und stabilisiert den Frieden.


Mack und Muck beschließen, ihren heroischen Urahn mit einer besonderen Ausdrucksform zu würdigen.


=== Die Jagdtrophäe ===
{{I|I TL  827-A}}
*Originaltitel: Zio Paperone e l'amaro trofeo
*[[Comicautor|Story]]: [[Carlo Chendi]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Franco Lostaffa]]
*Erstveröffentlichung: 02.10.1971
*Genre: Gagstory, Western
*Figuren: [[Onkel Dagobert]], [[Donald Duck]]
*Seiten: 15
*Nachdruck aus: [[DD 48]] (dort als ''Onkel Dagobert und die Jagdtrophäe'')
Im hohen Bogen wird Onkel Dagobert aus einer imposanten Stadtvilla befördert und landet unmittelbar vor Donald Duck in einer Mülltonne. Donald wundert sich über das unflätige Verhalten des Concierge, der seinem Onkel so übel mitgespielt hat. Auf Nachfrage erklärt Onkel Dagobert nun, dass er unbedingt Mitglied im Entenhausener Jagdklub werden will, da ein angesehener Waldbesitzer dort Mitglied ist und Dagobert von dem Großgrundbesitzer Wälder kaufen will, um das Holz als Material für seine Möbelfabrik verwenden zu können. Der Jagdklub lässt den reichsten Mann der Welt allerdings nur hinein, wenn er tatsächlich auch sein Talent als Jäger unter Beweis gestellt hat – und einen Zeugen liefern kann, der Dagoberts Fangschuss bestätigen kann.


[[Kategorie:Lustiges Taschenbuch Spezial]]
Daraufhin verpflichtet Onkel Dagobert seinen Neffen Donald als Gehilfen und lässt sich von ihm in die Wälder im Norden fahren, wo er um jeden Preis einen wilden Bären erlegen will. Dieses Unterfangen stellt sich jedoch als schwieriger heraus als gedacht, da es kaum noch Bären gibt und diese eigentlich unter Naturschutz stehen.
 
Irgendwann fahren Onkel Dagobert und Donald in das Indianerreservat der Breitnasen, wo es noch unberührte Natur gibt. Leider geht ein Schuss Dagoberts gründlich daneben und trifft den Medizinmann des Stammes. Dafür wird Donald statt Onkel Dagobert an den Marterpfahl gebunden und muss leiden. In der Nacht schneidet Dagobert die Fesseln von Donald durch und die beiden ergreifen die Flucht. Die Indianer nehmen zwar am nächsten Morgen die Verfolgung auf, aber die Ducks haben sich auf einen hohen Baum gerettet und einen starken Ast gesetzt.
 
Plötzlich bemerken sie, wie ein wilder Bär einen kleinen indianerjungen angreifen will und Onkel Dagobert fordert, dass Donald etwas unternimmt. In der Aufregung stürzt Dagobert jedoch vom Baum und landet genau auf dem Kopf des Bären, der sofort ein unfreiwilliges Schläfchen macht. Der gerettete Junge stellt sich als Sohn des Häuptlings heraus, der Onkel Dagobert zum Dank einen ausgestopften Elchkopf schenkt. Mit dieser Jagdtrophäe marschiert Dagobert stolz zum Entenhausener Jagdklub und wird doch noch Mitglied des Vereins.
 
=== Der einsame Sheriff ===
{{I|I TL 1124-B}}
*Originaltitel: Paperino e il riscatto western
*[[Comicautor|Story]]: [[Jerry Siegel]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Giuseppe Perego]]
*Erstveröffentlichung: 12.06.1977
*Genre: Western, Abenteuer, Action
*Figuren: [[Donald Duck]], [[Daisy Duck]]
*Seiten: 27
*Nachdruck aus: [[DD 59]]
Vor den Toren von Entenhausen wird aktuell ein richtiger Western gedreht und Donald und Daisy beschließen, den Dreharbeiten einen Besuch abzustatten. In der inszenierten Wild-West-Stadt sieht alles sehr authentisch aus, obwohl alles nur aus Holz und Pappe besteht. Einer der als Cowboy verkleideten Darsteller ist ausgesprochen muskulös und macht damit mächtig Eindruck bei Daisy Duck, die sich augenscheinlich gern auf den Grobian einlässt.
 
Die Avancen sind zu viel für den neidischen Donald, der sein Dasein als Kavalier vergisst und beginnt, sich mit dem Cowboy zu prügeln. Dieser Gewaltexzess wiederum verärgert Daisy, die von Donald solange nichts mehr hören will, bis dieser gelernt hat, sich wie ein „richtiger Mann“ zu verhalten.
 
Von dem Kinofilm inspiriert beschließt Donald, in den wahrhaftigen Wilden Westen zu reisen und dort zu lernen, wie man sich als hartgesottener Cowboy durchs Leben schlägt. Aber noch bevor er in Tupson-City ankommt, stellt er fest, dass die Goldgräberstadt regelmäßig von einer Bande gewissenloser Banditen überfallen wird, deren Anführer vor nichts und niemandem Respekt hat. Der alte Sheriff hat seinen Job daher an den Nagel gehängt und der Bürgermeister ist dringend auf der Suche nach einem Ersatz.
 
Da kommt es ihm gerade recht, dass Donald auf der Suche nach einem Job und einer Bleibe ist – außerdem ist Donald dem einstigen, glorreichen Sheriff Duckson wie aus dem Gesicht geschnitten. Im Handumdrehen ist Donald eingestellt und erhält nicht nur eine Dienstwohnung gestellt, sondern auch einen glänzenden Sheriff-Stern an die Brust geheftet. Seine beiden Hilfs-Sheriffs Jeff und Will sind allerdings nicht so voller Tatendrang wie Donald, der meint, der Job könne schon nicht so herausfordernd werden.
 
Doch da irrt Donald, denn der fiese Revolver-Bill hat bereits von der Ankunft des neuen Sheriffs erfahren und denkt gar nicht daran, klein beizugeben. Bill legt sich sofort mit Donald an, der sich provozieren lässt und eine gehörige Lektion erteilt bekommt. Daraufhin reift in Sheriff Donald die Einsicht, dass er mit Schusswaffen und Gewalt nicht weiterkommen wird, um Revolver-Bill und seine Schergen hinter Schloss und Riegel zu bringen. Der gerissene Taktiker Donald Duck entwirft einen Schlachtplan und baut raffinierte Fallen, um in Tupson-City wieder für Recht und Ordnung zu sorgen.
 
Schlussendlich ist ihm zwar der Dank des Bürgermeisters und aller anständigen Bürger sicher, doch zurück in Entenhausen erklärt Daisy, dass sie trotz alledem lieber mit Gustav Gans ins Kino geht, um den neuen Western-Film „Der einsame Sheriff“ anzusehen.
 
=== ''[[Der kopflose Totempfahl]]'': Der Sohn der Sonne ===
{{I|I TL  906-AP}}
*Originaltitel: Zio Paperone e il focoso figlio del sole
*[[Comicautor|Story]]: [[Guido Martina]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Giovan Battista Carpi]]
*Erstveröffentlichung: 08.04.1973
*Genre: Abenteuer
*Figuren: [[Onkel Dagobert]], [[Donald Duck]], [[Tick, Trick und Track]], [[Till]]
*Seiten: 30
*Besonderheit: Diese Geschichte ist der erste Teil der langen Comicgeschichte ''[[Der kopflose Totempfahl]]'', die bisher nie komplett auf deutsch publiziert wurde.
*Nachdruck aus: [[DD 442]]
Onkel Dagobert hat gerade die Bilanz seiner Geschäfte fertiggestellt und ist zufrieden, dass seine Hochrechnung für das vergangene Halbjahr auf den Kreuzer genau ist. Doch kurz darauf erhält er per Brief zehn Taler von einem unbekannten Bewunderer: Aber anstatt sich über den Geldsegen zu freuen, ärgert er sich darüber, da es sich um eine unerwartete Einnahme handelt, die ihm die Bilanz vermiest. Aus diesem Grund beschließt Dagobert, den Geldschein an jemanden zu verschenken. Allerdings muss der Empfänger die zehn Taler auch verdienen können und Dagobert will Neid und Streitigkeiten vermeiden. Nun denkt sich Onkel Dagobert einen Intelligenzwettstreit unter Verwandten und Bekannten aus: Wer ein bestimmtes Rätsel löst, bekommt das Geld.
 
Kurz darauf wird Donald, begleitet von Tick, Trick und Track, in den Geldspeicher von Onkel Dagobert gerufen. Der reichste Mann der Welt informiert seine Neffen über seine Entscheidung über die Geldspende, will ihnen aber zuvor eine lange Geschichte erzählen, die sich vor fünfundzwanzig Jahren im Land der Indianer zugetragen hat.
 
Ein Vierteljahrhundert zuvor hatte sich der junge und ungestüme Dagobert unberechtigterweise auf indianischem Gebiet aufgehalten, um eine Auszeit von seinen Geschäften zu nehmen – natürlich rein in wirtschaftlicher Hinsicht, da er gerade seine erste Million verdient hatte. Zu diesem Zweck hatte er sich von einem Packeselverleiher einen kleinen Esel ausgeliehen und war in die unwegsamsten Gegenden Kaliforniens vorgedrungen.
 
Nach einer langen Wanderung hatte sich der Esel gegen seinen neuen Besitzer aufgelehnt und war davongelaufen, wodurch Dagobert allein in einer wilden und gefährlichen Gegend zurückblieb. Bald darauf stieß der Goldschürfer auf Indianer, die ein Eindringen in ihr Gebiet nicht duldeten und den Eindringling auf brutale zum Tode verurteilten. Der bauernschlaue Dagobert kam dank einer List davon, indem er seinen brandneuen Allzweck-Zylinder, der im Hutdeckel unter anderem eine Lupe enthielt, einsetzte. Dagobert behauptete, der Zauberer „Fokus“ zu sein, richtete die Lupe wie ein Brennglas auf die Sonne und zündete damit einen Holzstapel an.
[[Datei:Der Sohn der Sonne-Carpi.jpg|420px|mini|links|Der kopflose Totempfahl macht sich selbständig (© [[Egmont Ehapa]])]]
Die äußerst abergläubischen Indianer sahen in dem Fremden eine heilige Gestalt und bezeichneten ihn als „Sohn der Sonne“, der einen Zauber vollbracht habe. Die Ureinwohner verschonten Dagoberts Leben, sperrten ihn jedoch auf unbestimmte Zeit in eine Höhle ein, um ihn mit der Bewachung ihres heiligen Totems zu betrauen. Trotzdem fand Onkel Dagobert irgendwann einen Weg zu fliehen, indem er selbst in den hohlen Totempfahl kroch, der aus einem hohlen Baumstamm gefertigt war. In seiner Verkleidung gaukelte er den Indianern vor, er sei der auf wundersame Weise zum Leben erweckte Totempfahl selbst. Die Ureinwohner hatten nicht den Mut, den kopflosen Totempfahl, den sie für eine göttliche Manifestation hielten, zurückzuhalten. Daher ließen sie Dagobert im Inneren des Totems auf einem Fluss davonfahren.
 
Hier bricht die Erzählung ab, doch Onkel Dagobert deutet seinen Neffen an, dass das Rätsel darin besteht, herauszufinden, was der geheimnisvolle Inhalt des Totempfahls war. Donald lehnt Dagoberts Wunsch, ihn als „Sohn der Sonne“ zu verehren, ab und verzichtet lieber auf das Geld. Onkel Dagobert ruft nun Klaas Klever an und fragt diesen nach seiner Bilanz, was daraufhin deutet, dass Dagobert die zehn Taler seinem Rivalen unterjubeln will – doch das ist eine andere Geschichte.
 
=== [[Es war einmal in Amerika]] – Teil 1: Der Schatz der Pilgerväter ===
{{sc|I TL 1996-A}}; {{sc|I TL 1999-A}}
*Originaltitel: Topolino e il tesoro della Mayflower; Topolino e i trafficanti di Boston
*[[Comicautor|Story]]: [[Giorgio Pezzin]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Massimo De Vita]]
*Erstveröffentlichung: 27.02.1994; 20.03.1994
*Genre: Historisches Abenteuer
*Figuren: [[Goofy]], [[Kater Karlo]], [[Micky Maus]], [[Minni Maus]]
*Figuren: [[Micky Maus]] (Schneider), [[Goofy]] (Bergmann), [[Minnie Maus]] (Magd), [[Kater Karlo]] (Bandit), Kommandeur der Gendarmerie, Tante Therese Maus, [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Robinson_(Pastor) John Robinson]
*Seiten: 34
*Anmerkung: Teil 1 und 2 der Serie wurden direkt hintereinander und mit dem gleichen deutschen Titel veröffentlicht
*Nachdruck aus: [[LTB 202]]
 
Im Jahre 1620 lebt der pfiffige Schneider Micky in der englischen Stadt Southampton. Abgelenkt von den Gedanken an ihren Verlobten Micky, ruiniert die junge Magd Minnie beim Bügeln die Jacke eines Kunden. Da sie nicht weiter weiß, eilt sie rasch zu ihrem Freund Micky, der ihr anbietet, den Schaden zu reparieren. Dabei entdeckt sie in einer versteckten Tasche ein Blatt Papier, auf dem eine Karte gezeichnet ist. Anhand der Wegbeschreibung erkennt Micky, dass es sich um den Plan für einen Raubüberfall auf emigrierende Pilger handelt. Nachdem er von der Karte eine Kopie angefertigt hat, bringt er das Original wieder an seinen Platz und gibt die Jacke an den Kunden, einen Vorfahren von Kater Karlo, zurück.
[[Datei:LTB 202-2-b.jpg|300px|mini|links|Aufbruch in die neue Welt (© Egmont Ehapa)]]
Nun beschließt Micky, die Behörden zu warnen und spricht beim undurchsichtigen Kommandanten der Gendarmerie vor. Da dieser ihm gar nicht richtig zuhört, stellt Micky selbst Nachforschungen an. Er hält es für wahrscheinlich, dass das Ziel des Raubüberfalls der gesamte Besitz der Pilger ist. Der junge Schneider begibt sich zu dem auf der Karte angegebenen Ort im Höllenforst und wird unvermittelt Zeuge, wie der Hinterhalt vonstattengeht. Wie sich zeigt, sind keine der versprochenen Ordnungshüter zur Stelle. Der Kommandant, der die Anzeige von Micky aufgenommen hat, ist ein Verbündeter des Schurken Karlo und steckt mit diesem unter einer Decke. Der verlogene Beamte beschuldigt nun Micky Maus der Mitschuld an der Tat.
 
Der Schneider landet daraufhin im Gefängnis, wo er auf den ehemaligen Bergmann Goofy trifft, der ihm nur wenig später zur Flucht verhilft. Micky, der die Räuber ausspioniert hat, ist der Einzige, der weiß, wo die Beute versteckt ist. Er eilt zu dem Versteck, kehrt in die Stadt zurück und übergibt das geraubte Geld an die Pilgerväter zurück. Deren Patriarch, John Robinson, bietet Micky einen Platz auf der Mayflower an, um zu verhindern, dass er erneut inhaftiert wird. Micky nimmt das Angebot an, und zusammen mit ihm verlassen auch Minnie und Goofy das Land, um in Amerika ihr Glück zu machen.
 
In der Zwischenzeit entdecken die Behörden die wahren Schuldigen und nehmen sie fest: Kater Karlos schurkischer Vorfahre wird in die Strafkolonien der Neuen Welt deportiert. Auf diese Weise gelangen alle Figuren nach Amerika, wo sich die folgenden Abenteuer über Generationen hinweg fortsetzen sollen.
 
 
'''[[Es war einmal in Amerika]] – Teil 2: Die Händler von Boston'''
{{I|I TL 1999-A}}
*Originaltitel: Topolino e i trafficanti di Boston
*[[Comicautor|Story]]: [[Giorgio Pezzin]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Massimo De Vita]]
*Erstveröffentlichung: 20.03.1994
*Genre: Historisches Abenteuer
*Figuren: [[Micky Maus]] (Tuchhändler), [[Kater Karlo|Karlowski]] (Kaufmann), [[Goofy]] (Algenfischer), [https://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Franklin Benjamin Franklin] (Junge), Lord Lister (org. Lord Birban), Herr Pencil, Micky Jr. und seine Amme
*Seiten: 34
*Anmerkung: Titelseite von ''Die Händler von Boston'' wurde erst in ''[[LTB präsentiert 3]]'' veröffentlicht
 
[[Datei:LTB-202-2-c.jpg|250px|mini|links|Krisensitzung in Boston (© Egmont Ehapa)]] Der junge Micky Maus ist ein aufstrebender Tuchhändler im Boston des Jahres 1716 und stolz auf seine Vorfahren, die es in den Kolonien zu etwas gebracht haben. Er hat einen Sohn, Micky Junior, der als Schulkamerad mit dem fröhlichen Jungen Benjamin Franklin befreundet ist, und größtenteils von einer Amme großgezogen wird.
 
Das historische Familiengeschäft mit dem treuen Angestellten Herrn Pencil befindet sich jedoch in einer wirtschaftlichen Krise, weil ein englischer Adliger namens Lord Lister mit seinen Billigpreisen für Stoffe den heimischen Markt zerstört. Micky beschließt, sich mit den anderen Kaufleuten der Stadt, die das gleiche Problem haben, zu verbünden. Die Idee, den englischen König um Hilfe zu bitten, ist zum Scheitern verurteilt, weil Lord Lister nach wie vor höchste Verbindungen zum englischen Hof unterhält. Micky stellt Nachforschungen an und findet heraus, dass Lord Listers Schiff Victor, das eigentlich nach England fahren sollte, um Stoffe zu importieren, stattdessen an der amerikanischen Küste entlangfährt und anstatt nach Osten zu fahren einen südlichen Kurs einschlägt.
[[Datei:LTB-202-2-d.jpg|400px|mini|rechts|In der Klemme (© Egmont Ehapa)]]
Lord Lister ist daraufhin alarmiert, dass Micky sein Geheimnis aufdecken könnte, und beauftragt seinen niederträchtigen Handlanger Karlowski damit, ihn zu beseitigen. Der Schurke schlägt Micky hinterrücks nieder und wirft ihn in einem Sack ins Meer. In letzter Sekunde gelingt es Micky, sich zu befreien. Wieder an die Wasseroberfläche gespült wird Micky vom Algenangler Goofy gerettet. Mit dessen Hilfe erreicht Micky eine versteckte Bucht, in der Lord Listers Schiff angelegt hat. Dort entdeckt er eine große, geheime Tuchfabrik; und das, obwohl die englischen Gesetze es den Siedlern verbieten, eigene Stoffe zu produzieren). Die Arbeiter sind Engländer, die, um in die Neue Welt zu gelangen, Schulden bei Lord Lister gemacht haben und nun gezwungen sind, für diesen schuften zu müssen.
 
Allerdings entdeckt Karlowski nun Mickys Anwesenheit und stellt ihn zur Rede: Bei dem Kampf fängt die Fabrik Feuer und alle müssen fliehen. Micky wird fast von einem von Karlowskis Männern getötet, aber Goofy rettet ihn ein zweites Mal. Mit Goofys Boot erreicht Micky seine Heimat Boston rechtzeitig vor Karlowski. Vor Ort warnt er die Behörden und organisiert außerdem einen Volksaufstand gegen Lord Lister. Die britischen Soldaten verhaften die Verbrecher und zerstören die Reste der Fabrik, die nach wie vor das Monopol des Mutterlandes bedroht. Die Zwangsarbeiter nutzen jedoch die Verwirrung, um einige Webstühle zu retten und in einer Höhle zu verstecken. Mit ihnen wollen sie selbst Stoffe herstellen und sich aus der Abhängigkeit von England befreien. Angesichts ihres Enthusiasmus sagt Micky voraus, dass aus den jetzigen Kolonien eines Tages eine große Nation werden wird.
 
=== [[Es war einmal im Wilden Westen]]...: Spurenleser im Wilden Westen ===
{{I|I TL 1281-B}}
*Originaltitel: Paper Ringo il trovatore
*[[Comicautor|Story]]: [[Guido Martina]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Luciano Gatto]]
*Erstveröffentlichung: 15.06.1980
*Genre: Western, Gagstory
*Figuren: [[Donald Duck]], [[Onkel Dagobert]]
*Seiten: 16
*Nachdruck aus: [[DD 403]] (dort als ''Donald Duck, der große Spurenleser'')
Im Saloon der Goldgräberstadt wird der beliebte Donald von allen Anwesenden als begnadeter Spurenleser bejubelt. Donald selbst zeigt sich nicht gerade bescheiden und behauptet, jeder Fährte folgen zu können, sei sie auch noch so undurchsichtig und der Weg noch so lang. Vor der Tür des Saloons stößt Donald beinahe mit einem freundlichen Indianer zusammen, der sich ihm als Weiße Feder vorstellt und der tatsächlich auf der Suche nach Fährtenleser Donald ist. Der grimmige Häuptling Sitzender Stier verlangt nach dem überall bekannten Spurenleser Donald und dieser ist neugierig darauf zu erfahren, welchen Auftrag der Häuptling ihm wohl erteilen mag.
[[Datei:Spurenleser im Wilden Westen.jpg|400px|mini|rechts|Auf der falschen Fährte (© [[Egmont Ehapa]])]]
Allerdings weigert sich der arrogante Donald, Weiße Feder zum Dorf der Indianer zu folgen – denn er will den Weg lieber auf eigene Faust suchen, da er eine Herausforderung braucht. Dabei verläuft sich Donald mehr als einmal und läuft geradewegs in die falsche Richtung, bis ihm ein altersschwacher Greis endlich den richtigen Weg weist. Im Dorf angekommen lässt sich Donald sofort zu Sitzender Stier bringen, der nicht damit zögert, Donald einen Befehl zu geben. Der Fährtenleser Donald soll das gestohlene Pferd des Häuptlings zurückbringen und den dreisten Dieb stellen.
 
Diese Bitte stellt Donald vor eine unlösbare Aufgabe: Denn er war selbst der Pferdedieb und sollte den Hengst des Stammesanführers für seinen knickerigen Onkel Don Dagobert stehlen. Also beschließt Donald, mit Onkel Dagobert einen Deal zu machen, indem sie das Pferd zurückbringen und die versprochene Belohnung teilen wollen.
 
Doch es kommt anders, denn nun mischt sich die vollschlanke Tochter des Häuptlings ein, die dringend einen Bräutigam sucht. Nun muss sich Kleine Wolke entscheiden, ob sie lieber den reichen Dagobert oder den gutaussehenden Donald ehelichen will. Beide Ducks kommen ganz schön ins Schwitzen, um sich aus der Affäre zu ziehen, und am Ende suchen beide ihr Heil in der Flucht.
 
=== Mit der Natur auf Du und Du ===
{{I|I GM    1-1}}
*Originaltitel: Le Giovani Marmotte e il feeling animale
*[[Comicautor|Story]]: [[Nino Russo]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Marco Forcelloni]]
*[[Inker|Tusche]]: [[Luciano Milano]]
*Erstveröffentlichung: 01.02.1995
*Genre: Abenteuer, Mystery
*Figuren: [[Tick, Trick und Track]], [[Fähnlein Fieselschweif]], Oberstwaldmeister [[Guido Ganter]], [[Moppel]], [[Theo]], [[Onkel Dagobert]], [[Daisy Duck]], [[Donald Duck]]
*Seiten: 24
*Nachdruck aus: [[DD 500]] (dort als ''Der letzte der Tanzfussindianer'')
Am heutigen Tag sind alle Mitglieder des Fähnlein Fieselschweifs sehr aufgeregt, denn der Oberstwaldmeister hat sich angekündigt, um das Zeltlager genaustens zu inspizieren. Der Anführer des Fähnleins möchte sämtliche Utensilien einer genauen Tiefenprüfung unterziehen, stellt aber bei seiner Inspektion schnell fest, dass die überstrapazierte Ausrüstung der Jungs in den letzten Jahren ganz schön gelitten hat. Der Oberstwaldmeister bekundet, dass das Fähnlein Fieselschweif dringend neue Zelte benötigt – nur leider fehlt dem Camp dafür das nötige Kleingeld. In seiner Not sieht sich der Oberstwaldmeister gezwungen, beim reichsten Mann der Welt um eine bescheidene Spende zu werben.
 
Im Geldspeicher hat Onkel Dagobert gerade den Theaterintendanten und erfolgreichen Regisseur Herrn Brettlein empfangen, der für die nächste Spielsaison eine höhere Gage fordert. Als auch noch der Oberstwaldmeister dazustößt und erzählt, dass die Pfadfinder wie schon im letzten Jahr ein Laientheater im Freien aufführen wollen und auf finanzielle Unterstützung hoffen, will der knickerige Onkel Dagobert zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Kurzerhand vermittelt er den Theaterregisseur Herrn Brettlein an den Oberstwaldmeister weiter und schlägt eine gemeinsame Inszenierung vor: Eine Idee, die bei allen gut ankommt.
 
Zurück im Zeltlager stellt der Oberstwaldmeister allen Kindern den Theaterintendanten vor und erteilt diesem das Kommando. Herr Brettlein möchte das Stück „Mit der Natur auf du und Du“ vorführen und benötigt dafür talentierte Kinder, die verschiedene Tiere spielen können. Ausgerechnet Tick, Trick und Track können Herrn Brettlein jedoch nicht überzeugen und werden von ihm prompt aussortiert.
 
Traurig laufen sie in den Wald, wo sie nach einiger Zeit auf den Indianer Kleiner Falke treffen, dem sie ihr Leid klagen. Kleiner Falke hat viel Verständnis für Tick, Trick und Track und glaubt, dass sie die Tiere des Waldes nur besser beobachten und fühlen müssen, um sie auf der Bühne darzustellen. In den nächsten Tagen üben Tick, Trick und Track zusammen mit dem Tierfreund Kleiner Falke, wie man Tiere mit viel Seele imitiert.
 
Am Tag der Aufführung wird Tick, Trick und Tracks Schauspieltalent hoch gelobt und sogar Onkel Dagobert, Donald und Daisy sind zur Vorstellung gekommen. Die Leute im Publikum glauben Tick, Trick und Track aber nicht, dass sie ihre Künste von einem Indianer erlernt haben. Als die Jungs alle Beteiligten zur Lichtung im Wald führen wollen, ist das Tipi leer und Kleiner Falke scheint sich im wahrsten Sinne des Wortes in Luft aufgelöst zu haben, denn seine Mission ist erfüllt.
 
=== Es spukt in Nugget City===
{{I|S 71378}}
*Originaltitel: Paid Vacation
*[[Comicautor|Story]]: ''unbekannt''
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Jack Manning]]
*Erstveröffentlichung: 07.05.1972
*Genre: Abenteuer, Horror, Kriminalgeschichte
*Figuren: [[Donald Duck]], [[Tick, Trick und Track]]
*Seiten: 12
*Nachdruck aus: [[DD 34]]
Irgendwo in der Wüste erreichen Donald und Tick, Trick und Track die Grenzen der Wild-West-Stadt Nugget City. Hier wollen die Ducks einen kleinen Urlaub machen und vor allem Donald freut sich auf Ruhe und Frieden. Der Besuch der Fremden kommt für den Bürgermeister einem Glücksfall gleich, denn heute ist Freitag der 13. und der alte Sheriff hat soeben seinen Dienst quittiert. Als Donald und die Jungs hereinkommen, bietet der Bürgermeister dem gutgläubigen Donald einen vermeintlich leichten Job als Hundefänger an und zeigt ihm seine neue Dienstwohnung. Was die Entenhausener erst später erkennen: Der Hundefänger ist gleichzeitig auch der Sheriff und der Feuerwehrmann von Nugget City.
 
Regelmäßig an einem Freitag dem 13. Wird die beschauliche Westernstadt vom Geist des furchteinflößenden Banditen Pimpernell heimgesucht. Obwohl Tick, Trick und Track behaupten, dass der schreckliche Pimpernell schon vor über einhundert Jahren gestorben sei, werden sie Zeuge davon, wie der Geist auf einem sehr schnellen Pferd unter grausigen Geräuschen erscheint und auf Beutezug geht.
 
Augenblicklich nehmen Donald und die Jungs die Verfolgung in ihrem 313er auf. Sie erreichen die alte Hütte des Gangsters, der sich als Ganove in Fleisch und Blut herausstellt, der sein Motorrad frisiert und sich ein Bettlaken übergeworfen hat. Der Bandit will sich auf sein Motorrad schwingen und über die Grenze verduften, doch Donald hat zuvor die Bremsen manipuliert, sodass Pimpernell in einem stacheligen Kaktus landet. Damit kann Sheriff Donald den Unhold ins Gefängnis bringen und hat erst einmal genug von seinem Western-Urlaub.
 
=== [[Es war einmal in Amerika]] – Teil 5: Der vorletzte Mohikaner ===
{{I|I TL 2055-1}}
*Originaltitel: Topolino e il penultimo dei mohicani
*[[Comicautor|Story]]: [[Giorgio Pezzin]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Silvia Ziche]]
*Erstveröffentlichung: 18.04.1995
*Genre: Historisches Abenteuer
*Figuren: [[Micky Maus|Mick]], [[Goofy|Oliver Goof]], Notar Timberton, Arianna Ferguson alias Sonnenhaar, Heller Wahnsinn, Jess McGuish, Stamm der Mohikaner
*Seiten: 35
*Nachdruck aus: [[LTB 218]]
 
Der Unabhängigkeitskrieg ist vorbei und die ehemaligen 13 englischen Kolonien haben infolgedessen die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet. Die Reporter Mick und Oliver Goof befürchten, dass es nun nichts mehr Spannendes zu berichten gibt. Eines Tages kommt ein Notar nah Boston, der auf der Suche nach einer aristokratischen Erbin aus gutem Hause ist. Ihr Name ist Arianna und ihre Spuren gingen vor vielen Jahren verloren, als sie noch ein siebenjähriges Kind war. Die beiden neugierigen Reporter und ein machen sich auf die Suche nach dem jungen Frau, die das Erbe antreten soll.
[[Datei:LTB-218-4.jpg|400px|mini|rechts|Erklärungsversuche von Sonnenhaar (© Egmont Ehapa)]]
Sie treffen den verwegenen Trapper Jess McGuish, der behauptet, in einer kleinen Gruppe von nomadisierenden Mohikanern ein blondes Mädchen gesehen zu haben, das genau diejenige sein könnte, das die beiden Journalisten suchen. Mit Hilfe von Jess McGuish gelingt es Mick und Goof, das Lager der Mohikaner zu erreichen, wo sie tatsächlich Arianna finden. Die junge und selbstbewusste Frau betrachtet sich nun als Mohikanerin betrachtet und hört auf den Namen Sonnenhaar. Die blonde Frau hat nicht die Absicht, nach Philadelphia zurückzukehren, und erläutert den Grund hierfür.
 
Als sie noch ein Kind war, wurde die Reise-Kutsche von einem Bären angegriffen. Der Kutscher floh und ließ sie Arianna allein zurück, doch plötzlich erschien ein Indianerhäuptling, der den Bären vertrieb und sie rettete. Bei dieser Gelegenheit stieß sich der Indianer den Kopf, verlor sein Gedächtnis und erhielt den neuen Namen Heller Wahnsinn. Die Folgen für den einst mächtigen Stamm sind schwerwiegend: Bei seinem Sturz hat Heller Wahnsinn nämlich auch die Karte verloren, die den Standort einer heiligen Höhle verrät, in der unter anderem ein Dokument aufbewahrt wird, das die Mohikaner zu Besitzern eines riesigen Territoriums macht. Dieses Land wurde ihnen einst von den Briten als Belohnung für ihre Hilfe im Krieg gegen die Franzosen überschrieben.
 
Mick und Goof, die bei ihren Streifzügen durch den Wald die Unfallstelle entdeckt haben, kehren dorthin zurück, um die verlorene Karte zu finden, was ihnen glücklicherweise gelingt. Doch als plötzlich derselbe Bär auftaucht, der vor so vielen Jahren schon einmal da war, erleidet Heller Wahnsinn einen weiteren Schlag auf den Kopf und erlangt sein Gedächtnis zurück. Dadurch ist er wieder in der Lage, sich an die versteckte Höhle und den Schatz der Mohikaner zu erinnern. Mit vereinten Kräften schaffen sie es, den Dieb Jess McGuish außer Gefecht zu setzen und die Besitzurkunde sicherzustellen. Oliver Goof und Arianna verlieben sich ineinander, woraufhin der ehemalige Journalist beschließt, sie zu heiraten und mit ihr im Dorf zu bleiben.
 
=== Rückkehr nach Klondike ===
{{I|D  8402}}
*Originaltitel: The Old Map
*[[Plot]]: [[Gail Renard]]
*[[Comicautor|Story]]: [[Dave Angus]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[José Mascaró]]
*Erstveröffentlichung: 1986
*Genre: Abenteuer
*Figuren: [[Onkel Dagobert]], [[Donald Duck]], [[Tick, Trick und Track]]
*Seiten: 20
*Nachdruck aus: [[DD 359]] (dort als ''Die geteilte Karte'')
*Nachgedruckt in: [[LTB Abenteuer 14]]
Im Büro von Onkel Dagobert steht der Frühjahrsputz an und Donald Duck sowie Tick, Trick und Track helfen tatkräftig mit, um Dagoberts Schrank aufzuräumen, der vor alten Papieren geradezu überquillt. In all den Unterlagen stößt einer der Neffen auf ein vergilbtes Papier, das sofort Onkel Dagoberts Interesse weckt. Wie er erklärt, handelt sich dabei um die Hälfte einer Karte, die zu einer großen Goldader am [[Klondike]] führt. Vor vielen Jahrzehnten war der junge Dagobert als Goldschürfer am Klondike in Begleitung seines Partners Digger unterwegs, als die beiden auf die Goldader stießen und beschlossen, eine Karte zu zeichnen, die sie später in zwei Teile zerrissen. Leider haben sich die beiden Schürfer aus den Augen verloren und das Goldvorkommen niemals gemeinsam ausgebeutet.
 
Aus diesem Grund beschließt Onkel Dagobert spontan, ohne seine Familie zum Klondike zu fliegen, um Digger ausfindig zu machen. Dieser sei hoffentlich noch immer im Besitz der zweiten Hälfte der Karte. Allerdings hat Onkel Dagobert in all der Panik vergessen, seine eigene Hälfte der Schatzkarte mitzunehmen. Folglich reisen Donald und Tick, Trick und Track umgehend hinterher, um Onkel Dagobert zu unterstützen. Dieser hat inzwischen Digger wiedergefunden und auch die zweite Kartenhälfte ist wieder da. Jedoch hat auch ein zwielichtiger Schurke Wind von der Goldader bekommen und bedroht Onkel Dagobert und Digger. Zum Glück erscheinen Donald und Tick, Trick und Track als Retter in der Not. Am Ende gibt es doch noch eine goldige Überraschung für alle Beteiligten.
 
=== Die „Große Heldentat“ ===
{{I|I TL 1696-B}}
*Originaltitel: Paperino e la "graande impresa"
*[[Comicautor|Story]]: [[Giorgio Pezzin]]
*[[Comiczeichner|Zeichnungen]]: [[Massimo De Vita]]
*Erstveröffentlichung: 29.05.1988
*Genre: Abenteuer
*Figuren: [[Baptist]], [[Daisy Duck]], [[Donald Duck]], [[Emil Erpel|Engelbert Erpel]], [[Fähnlein Fieselschweif]], [[Gustav Gans]], [[Onkel Dagobert]]
*Seiten: 39
*Nachdruck aus: [[DD 408]] & [[LTB Spezial 3]]
*Nachgedruckt in: [[Donald Duck & Co 5]], [[Entenhausen – Weltstadt an der Gumpe]], [[LTB Enten-Edition 95]]
[[Bild:Die-große-Heldentat.jpg|thumb|rechts|Erinnerung an die „Große Heldentat“ (© Egmont Ehapa, Panel aus der [[LTB Enten-Edition 95]] mit Emil statt Engelbert Erpel)]]
Im Zentrum der Stadt Entenhausen steht seit ihrer Gründung die imposante Statue einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Metropole: Der tapfere Soldat Engelbert Erpel kämpfte einst an der Seite der Aufständischen der dreizehn Kolonien, die sich vom englischen Mutterland lossagen und eine eigene, wertebasierte Nation gründen wollten.  Donald Duck, der die Statue bewundert, kennt die Geschichte bestens und schaut zu seinem Idol auf.
 
Ein Stadtführer erzählt einigen neugierigen Touristen, dass Engelbert Erpel die legendäre „Große Heldentat“ verbrachte, als er einen Spezialauftrag für niemand Geringeren als General George Washington annahm. Der erfahrene Veteran und einer der Anführer der Widerstandsbewegung sandte den Soldaten Engelbert Erpel los, um einen bestimmten Ballen Stoff aus dem Geschäft des knickerigen Krämers McDuck zu kaufen und binnen vier Tagen wieder an Ort und stelle zu sein. Das Tuchgeschäft befand sich mitten in der gefürchteten Kaktuswüste und Engelbert Erpel musste wilden Tieren trotzen und durch Feindesland eilen, um rechtzeitig wieder im Lager des Generals zu sein. Denn George Washington beabsichtige, an diesem geschichtsträchtigen Tag seine engsten Vertrauten um sich zu sammeln, um auf einem festlich geschmückten Tisch die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnen zu lassen, um sich ein für allemal von der englischen Krone loszulösen. Die Tischdecke auf dem Unterzeichnungstisch wurde aus ebenjenem Ballen Tuch hergestellt, für das Engelbert Erpel eine „Große Heldentat“ beging.
[[Datei:Die grosse Heldentat.jpg|400px|mini|links|George Washington und Engelbert Erpel (© Egmont Ehapa)]]
Seitdem ist es in Entenhausen Tradition, dass alle fünf Jahre ein wackerer Bürger ebenfalls eine große Heldentat begeht und von sich reden machen lässt. Den modernen Helden sind nicht nur Ruhm und Ehre gewiss, sondern auch gewichtige Posten in Politik, Wirtschaft und Kultur. Ein bisschen Anerkennung würde auch Donald nicht schaden, der vor allem seiner Freundin Daisy Duck imponieren will. Daher reift in Donald der Gedanke, in diesem Jahr selbst sein Glück in die Waagschale zu werfen und die „Große Heldentat“ zu zelebrieren. Alles, was er dafür noch braucht, ist ein finanzkräftiger Sponsor, der seine Sache unterstützt - und wer käme dafür besser in Frage als der reichste Mann der Welt?
 
Kurz darauf wird Donald im Geldspeicher vorstellig und präsentiert Onkel Dagobert eine glorreiche Idee. Aber der knickerige Fantastilliardär hält die Tradition der „Großen Heldentat“ für Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Erst, als Donald ihn darauf aufmerksam, dass die „Große Heldentat“ immerhin ein national wahrgenommenes Großereignis darstellt und sich ihm als potentiellen Sponsor unaussprechliche Möglichkeiten bieten, um sein Image aufzupolieren und für seine zahllosen Marken zu werben, wird Onkel Dagobert hellhörig. Noch am selben Tag holen sich Onkel Dagobert und Donald das Einverständnis des Bürgermeisters im Rathaus ab; auch wenn dieser eine nicht unbeachtliche Summe zugunsten des Stadtsäckels einfordert.
 
Donald erläutert seine Idee, die „Große Heldentat“ von Engelbert Erpel auf die historische Weise zu wiederholen – also exakt so, wie sie sich vor vielen Jahrzehnten zugetragen hat. In der Rolle als Held sieht sich Donald selbstverständlich selbst, doch Onkel Dagobert lacht seinen Neffen aus und veranstaltet stattdessen ein stadtweites Auswahlverfahren. Eine Vielzahl an sportbegeisterten Bürgern will sich der Herausforderung stellen und versammelt sich in Reih und Glied auf dem Hügel vor dem Geldspeicher. Als Onkel Dagobert jedoch vor die Massen tritt und sich wortreich darüber freut, wie viele Freiwillige sich für die unbezahlte Heldentat gemeldet haben, verlassen die Athleten das Areal allerdings wieder, weil keiner von ihnen die Aktion ohne Honorar angehen will.
 
Einzig Donald Duck und Vetter Gustav Gans bleiben an Ort und Stelle zurück. Der vom Glück verwöhnte Vetter hatte nämlich seinen Walkman auf den Ohren und hatte daher nichts von Dagoberts Rede mitbekommen. Um die Entscheidung zwischen seinen streitsüchtigen Neffen abzukürzen, wirft Onkel Dagobert eine Münze, die allerdings im Gully landet. Bei der Suche nach dem Zehn-Kreuzer-Stück findet Gustav Gans jedoch ein Gewinnlos für eine Kreuzfahrt und verliert augenblicklich jegliches Interesse an der „Großen Heldentat“.
 
So kommt es, dass einige Wochen später tatsächlich Donald Duck im historischen Kostüm (er sieht Engelbert Erpel unsagbar ähnlich) vor den gut gefüllten Publikumsrängen an den Start geht. Wie schon sein großes Vorbild hat er vier Tage Zeit, in der Kaktuswüste den Krämerladen zu erreichen, einen Balle Stoff abzuholen und wieder die Ziellinie am Rathaus zu überqueren. Auch Daisy ist erschienen und motiviert ihren Freund zusätzlich, genau wie die Neffen Tick, Trick und Track, die extra ihr Fähnleinlager vorzeitig beendet haben. Bevor der Startschuss fällt, erinnert Onkel Dagobert seinen aufgeregten Neffen daran, immer und überall die Produkte der Marke Duck zu verwenden und bestmöglich in die Live-Kamera zu halten, denn Donald wird ständig aus einem Hubschrauber aus gefilmt.
 
Am ersten Tag ist Donald noch guter Dinge, denn er fühlt sich gut vorbereitet und weiß, dass ihm mit Sicherheit keine Indianer oder feindliche Soldaten auflauern werden. Andererseits hat er die extremen Temperaturen der Kaktuswüste unterschätzt und die vielen Werbe-Artikel lenken ihn von der eigentlichen Marschroute ab. Als er endlich den Krämerladen erreicht, trifft er dort auf niemand anderen als Onkel Dagobert selbst, der hart mit ihm um den Stoffballen feilscht. Irgendwann einigen sie sich auf den Kaufpreis und Donald schleppt den schweren Ballen wieder Richtung Entenhausen.
 
Plötzlich zieht ein verhängnisvoller Sandsturm auf, wirbelt Donald Sand in die Augen und zwingt auch den Begleit-Hubschrauber zur Rückkehr. Nun muss Donald irgendwo Schutz suchen und ist ganz auf sich allein gestellt. Als er wieder aus seiner Ohnmacht erwacht, stellt er fest, dass er weit vom Wege abgekommen ist und ihm zu allem Übel nur noch ein halber Tag Zeit bleibt. Also muss er in der Not erfinderisch werden, um mit dem Stoff so schnell wie möglich nach Entenhausen zu gelangen.
 
Kurz hinter der Stadtgrenze warten schon Tick, Trick und Track, die sich Sorgen um ihren Onkel gemacht haben und ihm Mut zusprechen. Allerdings ist es gar kein einfaches Unterfangen, mitten in der Rush Hour von der Umgehungsstraße zum Zentrum der Stadt zu gelangen, wo das Rathaus steht. Das Stadtzentrum wird regelmäßig vom Verkehr verstopft und der Stau macht es nahezu unmöglich, schnell voran zu kommen. Nur dank der umweltfreundlichen Unterstützung seiner Neffen schafft es Donald in letzter Sekunde, das Rathaus zu erreichen. Zu aller Überraschung wird sein Wagnis durch die Wüste jedoch nicht zur „Großen Heldentat“ verklärt, denn jemand anderes hat ihm offensichtlich die Schau gestohlen.
 
== Siehe auch ==
*[[Lustiges Taschenbuch Spezial|Hauptartikel der Reihe]]
 
== Weblinks ==
*[https://inducks.org/issue.php?c=de%2fLTBSP+10 Der Band] im [[Inducks]] {{ind}}
*[https://www.lustiges-taschenbuch.de/ausgaben/nebenreihen/spezial/band-10-im-wilden-westen Der Band] auf [[Lustiges-Taschenbuch.de]]
*[https://www.egmont-shop.de/lustiges-taschenbuch-spezial-nr-10-im-wilden-westen/ Der Band] im [[Egmont-Shop]]
 
[[Kategorie:Lustiges Taschenbuch Spezial|010]]