Duckipedia:Werkstatt/Renn, Apfelkönigin!: Unterschied zwischen den Versionen

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| PUBL = 8. Oktober 2007
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| ENTST = 1952 (Plot)<ref name="ind-script">„Golden Apples“. [https://inducks.org/story.php?c=CZ+WDC+144 inducks.org] / {{sc|CZ WDC 144}} {{Ind}}</ref><br>2002-2007 (Skript und Zeichnungen)<ref name="ind-comic-jippes">„Renn, Apfelkönigin!“ / „Golden Apples“. [https://inducks.org/story.php?c=D%2FD+2002-012 inducks.org] / {{sc|D/D 2002-012}} {{Ind}}</ref>
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| D-PUBL =MM 42/2007
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'''Renn, Apfelkönigin!''' (Originaltitel ''Golden Apples'') ist ein verlorener Comic von [[Carl Barks]], der 1952 entstand. Eine von [[Geoffrey Blum]] und [[Daan Jippes]] rekonstruierte Fassung erschien erstmals 2007.
 
In der Geschichte wird über einen von der altgriechischen Sagengestalt Atalante inspirierten Wettlauf die Apfelkönigin gekürt. Die Kandidatinnen, darunter Daisy, müssen Donald Duck verfolgen und ihm seine Äpfel abnehmen.


== Figuren ==
== Figuren ==
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*[[Gundel Gaukeley]]
*[[Gundel Gaukeley]]
*[[Bürgermeister]]
*[[Bürgermeister]]
*[[Carl Barks|Karlrudi Wischer]]<ref>Karikatur von [[Carl Barks]] aus „Die lebende Legende“, in der deutschen Übersetzung dieses Comics ohne Namen</ref>
*[[Carl Barks|Karlrudi Wischer]]<ref name="karikatur">Karikatur von [[Carl Barks]] aus „Die lebende Legende“, in der deutschen Übersetzung dieses Comics Adam</ref>


== Handlung ==
== Handlung ==
[[Datei:Apfelkönigin.jpg|mini|400px|rechts|Daisy benimmt sich nicht damenhaft! (© Disney)]]
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== Entstehung ==
== Entstehung ==
Viele Informationen zu Barks’ Comic mit den goldenen Äpfeln sind im Laufe der Zeit verloren gegangen. Den [[Zehnseiter]], den Carl Barks in seinen Notizen „Golden Apples“ („Die goldenen Äpfel“) nannte, reichte er am 3. Januar 1952 für [[Walt Disney’s Comics and Stories]]-Ausgabe 144 ein.<ref name="erfunden" /><ref name="seriesam1" /><ref name="secretlife" /> Die Bezahlung erfolgte am 10. Januar 1952.<ref name="erfunden" /><ref name="seriesam1" /><ref name="seriesam2" /> Doch statt „Golden Apples“ erschien in der Ausgabe „[[Die Kunst, Geld auszugeben]]“, der ursprünglich für die Ausgabe danach eingeplant war,<ref name="secretlife" /> und Barks notierte zum „Golden Apples“-Comic die Notiz „must have been shelved“ („muss auf Eis gelegt worden sein“) hinzu,<ref name="erfunden">Byron Erickson (10. März 2026). „Renn, Apfelkönigin! (Hinter den Kulissen)“ bzw. „Die goldenen Äpfel“ (Mandy Strecker, Übers), in: „[[Erfunden von Carl Barks – Das Erbe des Duck Man]]“, 280 S., Berlin 2026 ([[Egmont Comic Collection]]); ISBN {{ISBN|978-3-7704-1166-5}}, S. 102. [[Inducks]]: {{sc|Qus/ECB 1d}}</ref><ref name="seriesam1">„golden apples“. [https://www.seriesam.com/barks/detc_ccus_wdc0144-u.html seriesam.com]</ref><ref name="artofcomicbook" /> vermutlich von Chefredakteurin Alice Cobbs<ref name="cbc10" /> oder ihren Nachfolger, Chase Craig.<ref name="loststory1">Peter Kylling (23.08.2008). „The lost story“. [https://www.cbarks.dk/theloststory.htm cbarks.dk]</ref> Rob Klein vertritt die These, dass Cobbs die Geschichte abnahm und ihr Nachfolger Craig sie wieder ablehnte. Da Western Publishing aber bereits die Geschichte bezahlt hatte, wurden Barks die Zeichnungen nicht zurückgeschickt, sondern nie benutzt und zerstört.<ref name="feathery1" /><ref name="feathery3" /> <br>Offiziell ist unbekannt, was weiterhin mit dem eingereichten Comic geschah,<ref name="secretlife" /> er ist bis heute verloren.<ref name="ind-script" /><ref name="seriesam1" />
Viele Informationen zu Barks’ Comic mit den goldenen Äpfeln sind im Laufe der Zeit verloren gegangen. Den [[Zehnseiter]], den Carl Barks in seinen Notizen „Golden Apples“ („Die goldenen Äpfel“) nannte, reichte er am 3. Januar 1952 für [[Walt Disney’s Comics and Stories]]-Ausgabe 144 ein.<ref name="erfunden" /><ref name="seriesam1" /><ref name="secretlife" /> Die Bezahlung erfolgte am 10. Januar 1952.<ref name="erfunden" /><ref name="seriesam1" /><ref name="seriesam2" /> Doch statt „Golden Apples“ erschien in der Ausgabe „[[Die Kunst, Geld auszugeben]]“, der ursprünglich für die Ausgabe danach eingeplant war,<ref name="secretlife" /> und Barks notierte zum „Golden Apples“-Comic die Notiz „must have been shelved“ („muss auf Eis gelegt worden sein“) hinzu,<ref name="erfunden">Byron Erickson (10. März 2026). „Renn, Apfelkönigin! (Hinter den Kulissen)“ bzw. „Die goldenen Äpfel“ (Mandy Strecker, Übers), in: „[[Erfunden von Carl Barks – Das Erbe des Duck Man]]“, 280 S., Berlin 2026 ([[Egmont Comic Collection]]); ISBN {{ISBN|978-3-7704-1166-5}}, S. 102. [[Inducks]]: {{sc|Qus/ECB 1d}}<br>Byron Erickson (Mai 2008). „55 years in the making“, in: „Uncle Scrooge“-Ausgabe 377, S. 67. Inducks: {{sc|Qus/US  377}}</ref><ref name="seriesam1">„golden apples“. [https://www.seriesam.com/barks/detc_ccus_wdc0144-u.html seriesam.com]</ref><ref name="artofcomicbook" /> vermutlich von Chefredakteurin Alice Cobbs<ref name="cbc10" /> oder ihren Nachfolger, Chase Craig.<ref name="loststory1">Peter Kylling (23.08.2008). „The lost story“. [https://www.cbarks.dk/theloststory.htm cbarks.dk]</ref> Rob Klein vertritt die These, dass Cobbs die Geschichte abnahm und ihr Nachfolger Craig sie wieder ablehnte. Da Western Publishing aber bereits die Geschichte bezahlt hatte, wurden Barks die Zeichnungen nicht zurückgeschickt, sondern nie benutzt und zerstört.<ref name="feathery1" /><ref name="feathery3" /> <br>Offiziell ist unbekannt, was weiterhin mit dem eingereichten Comic geschah,<ref name="secretlife" /> er ist bis heute verloren.<ref name="ind-script" /><ref name="seriesam1" /><ref>Thomas Andrae (2006): Carl Barks and the Disney Comic Book. Jackson, MS: University Press of Mississippi. S. 230.</ref>


Dank mehrerer Interviews sind Details des verlorenen Barks-Comics bekannt.  
Dank mehrerer Interviews sind Details des verlorenen Barks-Comics bekannt.  
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1966 traf sich [[Rob Klein]] mit Barks. Durch Malcolm Willits, der denk Kontakt zwischen Klein und Barks aufbaute, wusste Klein bereits von dem verlorenen Barks-Comic „Golden Apples“,<ref name="loststory1" /><ref name="cbarks.dk">Robert E. Klein (2007). „My Memories of Carl Barks“. [https://www.cbarks.dk/themeetingsklein.htm cbarks.dk], abgerufen am 28.12.2024</ref> und Klein sprach mit Barks unter anderem über die verlorene Geschichte und fragte nach Plotdetails.<ref name="loststory1" /><ref name="ind-klein" />
1966 traf sich [[Rob Klein]] mit Barks. Durch Malcolm Willits, der denk Kontakt zwischen Klein und Barks aufbaute, wusste Klein bereits von dem verlorenen Barks-Comic „Golden Apples“,<ref name="loststory1" /><ref name="cbarks.dk">Robert E. Klein (2007). „My Memories of Carl Barks“. [https://www.cbarks.dk/themeetingsklein.htm cbarks.dk], abgerufen am 28.12.2024</ref> und Klein sprach mit Barks unter anderem über die verlorene Geschichte und fragte nach Plotdetails.<ref name="loststory1" /><ref name="ind-klein" />


Die Geschichte basiert auf die goldenen Äpfel der Hesperiden und die Jägerin Atalanta, alle aus der altgriechischen Mythologie.<ref name="loststory1" /> Die goldenen Äpfel waren ein Hochzeitsgeschenk zur Hochzeit zwischen Hera und Zeus und wurden von den Hesperiden sowie dem mehrköpfigen Drachen Ladon bewacht. Neben der Sage um Atalanta waren die Äpfel auch die elfte von Herakles’ zwölf Arbeiten.<ref>„Hesperiden“. [https://de.wikipedia.org/wiki/Hesperiden wikipedia.org], angerufen am [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hesperiden&oldid=263817879 01.09.2026]</ref> <br>Als die Jägerin Atalanta dabei half, einen von der Göttin Artemis gesendeten Eber zu töten, wollte ihr nun stolzer Vater Iasos sie verheiraten. Atalanta wollte nicht verheiratet werden und stellte deswegen die Bedingung, dass ihr zukünftiger Gatte sie in einem Wettlauf besiegen müsse. Doch Atalante galt als die schnellste Läuferin Griechenlands und blieb so lange unverheiratet. Doch Meilanion bzw. Hippomenes (je nach Überlieferung) bat die Göttin Aphrodite um Hilfe, welche ihm drei der goldenen Äpfel gab und ihm riet, diese während des Wettlaufs fallen zu lassen. Und wie geplant blieb Atalante jedes Mal stehen, um die Äpfel aufzuheben, weshalb sie das erste Mal den Wettlauf verlor.<ref name="loststory1" /><ref>„Atalante“. [https://de.wikipedia.org/wiki/Atalante wikipedia.org], abgerufen am [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atalante&oldid=267808896 01.09.2026]</ref>
Die Geschichte basiert auf die goldenen Äpfel der Hesperiden und die Jägerin Atalanta, alle aus der altgriechischen Mythologie.<ref name="loststory1" /> Die goldenen Äpfel waren ein Hochzeitsgeschenk zur Hochzeit zwischen Hera und Zeus und wurden von den Hesperiden sowie dem mehrköpfigen Drachen Ladon bewacht. Neben der Sage um Atalanta waren die Äpfel auch die elfte von Herakles’ zwölf Arbeiten.<ref>„Hesperiden“. [https://de.wikipedia.org/wiki/Hesperiden wikipedia.org], angerufen am [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hesperiden&oldid=263817879 01.09.2026]</ref> <br>Als die Jägerin Atalanta dabei half, einen von der Göttin Artemis gesendeten Eber zu töten, wollte ihr nun stolzer Vater Iasos sie verheiraten. Atalanta wollte nicht verheiratet werden und stellte deswegen die Bedingung, dass ihr zukünftiger Gatte sie in einem Wettlauf besiegen müsse. Doch Atalante galt als die schnellste Läuferin Griechenlands und blieb so lange unverheiratet. Doch Meilanion bzw. Hippomenes (je nach Überlieferung) bat die Göttin Aphrodite um Hilfe, welche ihm drei der goldenen Äpfel gab und ihm riet, diese während des Wettlaufs fallen zu lassen. Und wie geplant blieb Atalante jedes Mal stehen, um die Äpfel aufzuheben, weshalb sie das erste Mal den Wettlauf verlor.<ref name="loststory1" /><ref name="wiki-atalante">„Atalante“. [https://de.wikipedia.org/wiki/Atalante wikipedia.org], abgerufen am [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atalante&oldid=267808896 01.09.2026]</ref>
 
{{Zitat
|ZIT= Atalanta was an alpha,<br>Not a queen was fleeter!<br>She ran races with the men,<br>And nobody could beat her!
|UEB= ''Atalante, die rannte,<br>wie’s kein Grieche je kannte!<br>Erst Melanion konnt’ sie foppen<br>und mit Goldäpfeln stoppen!''
|PER=
|QUE= Renn, Apfelkönigin!
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Barks entschuldigte sich bei Klein, dass er sich nicht an viel von der Handlung der zehnseitigen Geschichte erinnern könne. Donald habe sich in der Geschichte in die schöne Königin des Entenhausener Apfelfests verliebt, weswegen Daisy eifersüchtig wäre. Teil des Apfelfestes wäre es, dass die Männer bei einem Wettlauf die Apfelkönigin verfolgen, wie bei Atalanta und den goldenen Äpfel der Hesperiden. Doch statt einem der Männer habe die Apfelkönigin einen Korb mit goldenen Äpfeln gehabt, von denen sie manchmal einen fallenließ. Sobald Donald einen aufhob oder die Strecke um einen Baum bog, wäre die Apfelkönigin bereits verschwunden.<ref name="loststory1" /><ref name="cbarks.dk" /><ref name="ind-klein" /> <br>Obwohl Klein von sich sagte, dass er die meisten Informationen von Barks über die Geschichte bekam, gibt auch er zu, dass seine Informationen sich selbst sowie späteren Interview-Antworten von Barks teilweise widersprachen: „Was ich von ihm über die Handlung seiner Geschichte weiß und nicht schon von [Michael] Barrier oder Fanzines gedruckt worden ist, rundet die Geschichte ein bisschen ab und leuchtet den Hintergrund etwas aus, bringt uns aber keine weiteren Informationen, die wesentlich dazu beitrügen, die Geschichte rekonstruieren zu können…“<ref name="cbc10" /><ref>Brief vom 24. Februar 2002 von Robert Klein an Geoffrey Blum</ref> Klein vermutet, dass der Gewinner des Wettlaufes zum Apfelkönig ernannt wird und mit der Apfelkönigin tanzen dürfe. Er fertigte aus den Informationen seiner Interviews und dem Aufbau anderer Barks-Comics ein gezeichnetes Skript mit dem Titel „Queen of The Apple Festival“ an, welches er erfolglos den internationalen Disney-Verlagen anbot.<ref name="loststory1" /><ref name="cbarks.dk" /><ref name="ind-klein">„Queen of The Apple Festival“. [https://inducks.org/story.php?c=CK+++1 inducks.org] / {{sc|CK  1}} {{Ind}}</ref> Nur zwei der zehn Seiten sind publik,<ref>„Æblefestens dronning“. [https://comicwiki.dk/wiki/%C3%86blefestens_dronning comicwiki.dk]</ref> die Handlung ist bekannt.<ref name="loststory1" />
Barks entschuldigte sich bei Klein, dass er sich nicht an viel von der Handlung der zehnseitigen Geschichte erinnern könne. Donald habe sich in der Geschichte in die schöne Königin des Entenhausener Apfelfests verliebt, weswegen Daisy eifersüchtig wäre. Teil des Apfelfestes wäre es, dass die Männer bei einem Wettlauf die Apfelkönigin verfolgen, wie bei Atalanta und den goldenen Äpfel der Hesperiden. Doch statt einem der Männer habe die Apfelkönigin einen Korb mit goldenen Äpfeln gehabt, von denen sie manchmal einen fallenließ. Sobald Donald einen aufhob oder die Strecke um einen Baum bog, wäre die Apfelkönigin bereits verschwunden.<ref name="loststory1" /><ref name="cbarks.dk" /><ref name="ind-klein" /> <br>Obwohl Klein von sich sagte, dass er die meisten Informationen von Barks über die Geschichte bekam, gibt auch er zu, dass seine Informationen sich selbst sowie späteren Interview-Antworten von Barks teilweise widersprachen: „Was ich von ihm über die Handlung seiner Geschichte weiß und nicht schon von [Michael] Barrier oder Fanzines gedruckt worden ist, rundet die Geschichte ein bisschen ab und leuchtet den Hintergrund etwas aus, bringt uns aber keine weiteren Informationen, die wesentlich dazu beitrügen, die Geschichte rekonstruieren zu können…“<ref name="cbc10" /><ref>Brief vom 24. Februar 2002 von Robert Klein an Geoffrey Blum</ref> Klein vermutet, dass der Gewinner des Wettlaufes zum Apfelkönig ernannt wird und mit der Apfelkönigin tanzen dürfe. Er fertigte aus den Informationen seiner Interviews und dem Aufbau anderer Barks-Comics ein gezeichnetes Skript mit dem Titel „Queen of The Apple Festival“ an, welches er erfolglos den internationalen Disney-Verlagen anbot.<ref name="loststory1" /><ref name="cbarks.dk" /><ref name="ind-klein">„Queen of The Apple Festival“. [https://inducks.org/story.php?c=CK+++1 inducks.org] / {{sc|CK  1}} {{Ind}}</ref> Nur zwei der zehn Seiten sind publik,<ref>„Æblefestens dronning“. [https://comicwiki.dk/wiki/%C3%86blefestens_dronning comicwiki.dk]</ref> die Handlung ist bekannt.<ref name="loststory1" />
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Im Interview mit Michael Barrier beschrieb Barks die Geschichte 1974:
Im Interview mit Michael Barrier beschrieb Barks die Geschichte 1974:
:„Ich erinnere mich nur, dass ich Daisy ziemlich wütend auf Donald sein ließ – vermutlich, weil sie versuchte, die Königin des Apfelfestes für sich zu gewinnen. Du kennst ja die Geschichte von [Atalante] und den goldenen Äpfeln. […] jedes Mal, wenn Donald die fliehende Königin, Prinzessin oder Göttin – was auch immer sie war – fast eingeholt hatte, warf sie ihren goldenen Apfel. Er hob ihn auf und musste die Verfolgung von Neuem aufnehmen… Daisy war so eifersüchtig, dass sie Dinge nach Donald warf und sich nicht gerade damenhaft verhielt. Das war die Beanstandung (der Einwand)… das war der einzige Grund, den mir [der Redakteur bei Western Publishing] nannte.“<ref name="erfunden" /><ref name="seriesam1" /><ref name="artofcomicbook">„I only recall that I had Daisy quite angry with Donald because he was trying to win the hand, I guess, of this queen of the apple festival… Every time that Donald would be about to catch up with this fleeing queen, or princess, or goddess, whatever she was, she would drop her golden apple and he would pick it up, and then he had to chase her again… Daisy was so jealous that she was throwing things at Donald, and she was not acting in a ladylike manner. That was the objection… That was the only excuse they gave me.“<br>[[Michael Barrier]] (1982). „Resurrecting the self-made man“, in: „Carl Barks and the Disney Comic Book“. M Lilien, New York. S. 199. ISBN-10 {{sc|0960765204}}, ISBN-13 {{sc|978-0960765201}}</ref><ref>Interview am 5. bis 6. Oktober von Michael Barrier</ref>
:„Ich erinnere mich nur, dass ich Daisy ziemlich wütend auf Donald sein ließ – vermutlich, weil sie versuchte, die Königin des Apfelfestes für sich zu gewinnen. Du kennst ja die Geschichte von [Atalante] und den goldenen Äpfeln. […] jedes Mal, wenn Donald die fliehende Königin, Prinzessin oder Göttin – was auch immer sie war – fast eingeholt hatte, warf sie ihren goldenen Apfel. Er hob ihn auf und musste die Verfolgung von Neuem aufnehmen… Daisy war so eifersüchtig, dass sie Dinge nach Donald warf und sich nicht gerade damenhaft verhielt. Das war die Beanstandung (der Einwand)… das war der einzige Grund, den mir [der Redakteur bei Western Publishing] nannte.“<ref name="erfunden" /><ref name="seriesam1" /><ref name="artofcomicbook">„I only recall that I had Daisy quite angry with Donald because he was trying to win the hand, I guess, of this queen of the apple festival. You know that story of Atalanta and the golden apples? Every time that Donald would be about to catch up with this fleeing queen, or princess, or goddess, whatever she was, she would drop her golden apple and he would pick it up, and then he had to chase her again… Daisy was so jealous that she was throwing things at Donald, and she was not acting in a ladylike manner. That was the objection… That was the only excuse they gave me.“<br>[[Michael Barrier]] (1982). „Resurrecting the self-made man“, in: „Carl Barks and the Disney Comic Book“. M Lilien, New York. S. 199. ISBN-10 {{sc|0960765204}}, ISBN-13 {{sc|978-0960765201}}</ref><ref>Interview am 5. bis 6. Oktober von Michael Barrier</ref>
Im Abdruck des Interviews in „Carl Barks and the Disney Comic Book“ wurde die altgriechische Sagengestalt Atalanta als „Atlanta“ geschrieben ([[Namensinkonsistenz]]), entgegen der Schreibweise in Barriers ursprünglichen Transkript des Interviews.<ref name="seriesam2">„CZ WDC 144 ‚golden apples‘“. [https://www.seriesam.com/barks/comicswdc124.html#ccus_wdc0144-u seriesam.com]</ref><ref>„Sources: Comics Comics and Stories“. [https://www.seriesam.com/barks/cr_comicswdc.html#ccus_wdc0144-u_l_credits seriesam.com]</ref>
Im Abdruck des Interviews in „Carl Barks and the Disney Comic Book“ wurde die altgriechische Sagengestalt Atalanta als „Atlanta“ geschrieben ([[Namensinkonsistenz]]), entgegen der Schreibweise in Barriers ursprünglichen Transkript des Interviews.<ref name="seriesam2">„CZ WDC 144 ‚golden apples‘“. [https://www.seriesam.com/barks/comicswdc124.html#ccus_wdc0144-u seriesam.com]</ref><ref>„Sources: Comics Comics and Stories“. [https://www.seriesam.com/barks/cr_comicswdc.html#ccus_wdc0144-u_l_credits seriesam.com]</ref>


Die Beschreibung der Geschichte im Interview mit Gottfried Helnwein von 1992 klang ein wenig anders und ließ Donald statt der Apfelkönigin Äpfel werfen, was eher der altgriechischen Vorlage entspräche:
Die Beschreibung der Geschichte im Interview mit Gottfried Helnwein von 1992 klang ein wenig anders und ließ Donald statt der Apfelkönigin Äpfel werfen, was eher der altgriechischen Vorlage entspräche:
:„Ich kann mich nicht an Details erinnern, aber Donald warf diese Äpfel über seine Schulter – symbolische Äpfel – und das schöne Entenmädchen, das sich im Wettrennen mit ihm befand, hielt an, um die Äpfel aufzuheben…“<ref name="cbc10" /><ref>[[Donald Ault]] (Hg.): ''Carl Barks Conversations'' (Jackson, MI: University Press of Mississippi, 2003), S. 152.</ref>
:„Ich kann mich nicht an Details erinnern, aber Donald warf diese Äpfel über seine Schulter – symbolische Äpfel – und das schöne Entenmädchen, das sich im Wettrennen mit ihm befand, hielt an, um die Äpfel aufzuheben…“<ref name="cbc10" /><ref>[[Donald Ault]] (Hg.): ''Carl Barks Conversations'' (Jackson, MI: University Press of Mississippi, 2003), S. 152.</ref>
:„[Daisy] fing an, Dinge nach Donald zu werfen. Und damit war die Geschichte erledigt. Sie sagten, Daisy habe sich nicht wie eine Dame benommen. Die ganze Story verschwand. Ich habe nie wieder etwas davon gehört. Ich weiß nicht, was mit den Zeichnungen passiert ist.“<ref name="erfunden" />
:„[Daisy] fing an, Dinge nach Donald zu werfen. Und damit war die Geschichte erledigt. Sie sagten, Daisy habe sich nicht wie eine Dame benommen. Die ganze Story verschwand. Ich habe nie wieder etwas davon gehört. Ich weiß nicht, was mit den Zeichnungen passiert ist.“<ref name="erfunden" /><ref>„[Daisy] started throwing things at Donald. And so they scratched the story. They said Daisy was too unladylike. All of that stuff disappeared. I never read anything more of it.“<br>[[Donald Ault]] (Hg.): ''Carl Barks Conversations'' (Jackson, MI: University Press of Mississippi, 2003), S. 146.</ref>
vermutlich hier: <ref>[[Donald Ault]] (Hg.): ''Carl Barks Conversations'' (Jackson, MI: University Press of Mississippi, 2003), S. 146.</ref>
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Unabhängig von Kleins Rekonstruktion schufen [[Geoffrey Blum]] und [[Daan Jippes]] schließlich eine eigene fertige Version der verlorenen Barks-Geschichte.<ref name="ind-comic-jippes" />
 
Später ließ sich auch Geoffrey Blum die Geschichte erzählen. Er verfasste ein 14-seitiges Manuskript, das laut Rob Klein nicht besonders nah an dem liegt, was Barks zwischen 1966 und 1973 erzählt hatte. Blums Manuskript wurde von Daan Jippes als Comic umgesetzt; diese Ausgabe trägt den Titel „De gyldne æbler“ („Race for the Golden Apples“ oder einfach „Golden Apples“).
<ref>„De gyldne æbler (Carl Barks)“. [https://comicwiki.dk/wiki/De_gyldne_%C3%A6bler_(Carl_Barks) comicwiki.dk]</ref>
 
https://www.cbarks.dk/theloststory2.htm
 
Geoffrey Blum
das Apfelfest, ein Wettlauf und eine wütende Daisy
„Barks schrieb und zeichnete seinen Comic 1952, aber ich meinte, dass die unbeschwertere, subversivere Note, die seine Comics in den Sechzigerjahren hatten, beim modernen Leser besser ankommen würde – zumindest lag sie mich persönlich mehr. Daher hatte ich kein Problem damit, Gundel Gaukeley in der Geschichte vorkommen zu lassen, auch wenn sie in den Fünfzigern noch nicht erfunden war. Das bedeutete natürlich auch, dass Dagoberts erster selbst verdienter Zehner vorkommen musste. Ein auf Donald und Atalanta beschränktes Rennen würde nicht viel Witz zulassen – ich brauchte den Zehner, um die Äpfel für viele verschiedene Leute erstrebenswert zu machen.“
„Die andere Figur, die ich auftauchen ließ, war Temecula Sam, bei dem es sich ganz offensichtlich um Barks handelt, der aber nie so genannt wird. Ich hatte ihn nur für eine frühere Geschichte ausgedacht, in der Dagobert Donald losschickt, um Barks in der Hoffnung zu interviewen, die Verkaufszahlen des ''Hollywood Eye Opener'' anzukurbeln – man kann sich vorstellen, wie viel Komik so eine Handlung in sich birgt. In dieser Geschichte hat er eine zentrale Rolle als Jurymitglied beim Rennen des Apfelfests, aber das bot mir die Gelegenheit, den alten Knaben in einem seiner eigenen Comics auftreten zu lassen.“
„Es ist nicht genau dieselbe Geschichte, die er geschrieben und gezeichnet hat, aber mit ein bisschen Glück hätte sie ihm das ein oder andere Schmunzeln entlockt.“
<ref name="cbc10" />
„Ich habe schon einige Beschwerden im Internet gesehen, dass ich nicht versucht hätte, die Geschichte so wiederherzustellen, wie Barks sie ursprünglich schrieb. Aber Barks selbst konnte sich kaum noch an sie erinnern. War es die Königin, die die Äpfel warf – oder Donald? Unter diesen Umständen blieb mir nur, an einigen zentralen Ideen festzuhalten: das Apfelfest, ein Wettlauf, Daisy, die sich wild benimmt – und daraus meine eigene Geschichte zu machen.“
<ref name="erfunden" />
 
„Wir sind ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis – und Sie hoffentlich auch.“
<ref name="erfunden" />
 
Temecula Sam - wie in ''Eine lebende Legende'' ({{sc|D/D 2001-020}})
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jippes-Version
14 Seiten statt den ursprünglichen 10 bei Barks
 
weitere Unterschiede:
WE then submitted it to Egmont.  Byron Erickson said we needed to wait for Geoff Blum's version of it, so Byron could compare the two, and Daan would draw whichever would be the better story.  After Geoff's was finished, Byron chose HIS, even though my version was the same number of pages as Carl's, and was based on more information from Barks than he had told to Mike Barrier (which was all Blum used), and even though Geoff made his version 14 pages, and added Uncle Scrooge and Magica and a second plot line, which were not in Barks' original story.
<ref name="feathery2" />
 
 
 
 
 
 
 
 


Klein berichtete 2022, dass er nach Erstellung seines Comicskripts dieses mit Daan Jippes umsetzen wollte, doch Thom Roep, sein damaliger Redakteur bei Oberon, lehnte die Geschichte ab, da sie nicht im Barks-Stil wäre. Klein und Jippes reichten das Comicskript daraufhin bei Egmont ein, wo Redakteur Byron Erickson auf die bereits beauftragte Version von Geoffrey Blum warten wollte, um beide Comicskripte zu vergleichen und das ausgewählte Skript von Jippes zeichnen zu lassen. Erickson wählte Blums Comicskript.<ref name="feathery2">„Based on Carl Barks’ 3 different discussions with me, in 1966, 1969, and 1971, in which we discussed ‚Queen of The Apple Festival‘, and he added a few details each time (and so, I had more details to go on  than were listed in Barks' published interviews), I drew up the storyboards, and wrote a story that tied them all together, and added more to the plot, so it could fit 10 pages.  Daan Jippes agreed to partner on the project with me and we'd submit it to my editor at Oberon (Thom Roep).  Unfortunately, he rejected the story, saying that it wasn't enough like Barks would have written it.  WE then submitted it to Egmont.  Byron Erickson said we needed to wait for Geoff Blum’s version of it, so Byron could compare the two, and Daan would draw whichever would be the better story.  After Geoff’s was finished, Byron chose HIS, even though my version was the same number of pages as Carl’s, and was based on more information from Barks than he had told to Mike Barrier (which was all Blum used), and even though Geoff made his version 14 pages, and added Uncle Scrooge and Magica and a second plot line, which were not in Barks’ original story.<br>So, you would like Daan to now draw a 10-page version WITHOUT Scrooge and Magica, but adding in my additional information, as Daan and I had planned? <br>I DO agree that no complete versions of drawn, but never-before-plublished Golden Age Barks stories will show up any more.  They would have surfaced some years ago, when the collections or valuable possessions of people who ended up obtaining the original art, died.  There are younger people still alive, who could possibly have gotten copies of Barks’ 1960s inked stories, or his 1970s blueline pencil sketched stories, which still might possibly be discovered (but, even those would be a longshot).“<br>RobbK1 (Rob Klein) (01.03.2022). in: „Carl Barks Library“. [https://featherysociety.proboards.com/post/28084/thread featherysociety.proboards.com]</ref>
Klein berichtete 2022, dass er nach Erstellung seines Comicskripts dieses mit Daan Jippes umsetzen wollte, doch Thom Roep, sein damaliger Redakteur bei Oberon, lehnte die Geschichte ab, da sie nicht im Barks-Stil wäre. Klein und Jippes reichten das Comicskript daraufhin bei Egmont ein, wo Redakteur Byron Erickson auf die bereits beauftragte Version von Geoffrey Blum warten wollte, um beide Comicskripte zu vergleichen und das ausgewählte Skript von Jippes zeichnen zu lassen. Erickson wählte Blums Comicskript.<ref name="feathery2">„Based on Carl Barks’ 3 different discussions with me, in 1966, 1969, and 1971, in which we discussed ‚Queen of The Apple Festival‘, and he added a few details each time (and so, I had more details to go on  than were listed in Barks' published interviews), I drew up the storyboards, and wrote a story that tied them all together, and added more to the plot, so it could fit 10 pages.  Daan Jippes agreed to partner on the project with me and we'd submit it to my editor at Oberon (Thom Roep).  Unfortunately, he rejected the story, saying that it wasn't enough like Barks would have written it.  WE then submitted it to Egmont.  Byron Erickson said we needed to wait for Geoff Blum’s version of it, so Byron could compare the two, and Daan would draw whichever would be the better story.  After Geoff’s was finished, Byron chose HIS, even though my version was the same number of pages as Carl’s, and was based on more information from Barks than he had told to Mike Barrier (which was all Blum used), and even though Geoff made his version 14 pages, and added Uncle Scrooge and Magica and a second plot line, which were not in Barks’ original story.<br>So, you would like Daan to now draw a 10-page version WITHOUT Scrooge and Magica, but adding in my additional information, as Daan and I had planned? <br>I DO agree that no complete versions of drawn, but never-before-plublished Golden Age Barks stories will show up any more.  They would have surfaced some years ago, when the collections or valuable possessions of people who ended up obtaining the original art, died.  There are younger people still alive, who could possibly have gotten copies of Barks’ 1960s inked stories, or his 1970s blueline pencil sketched stories, which still might possibly be discovered (but, even those would be a longshot).“<br>RobbK1 (Rob Klein) (01.03.2022). in: „Carl Barks Library“. [https://featherysociety.proboards.com/post/28084/thread featherysociety.proboards.com]</ref>


[[Datei:Apfelkönigin.jpg|mini|400px|rechts|Daisy benimmt sich auch bei Blum nicht damenhaft! (© Disney)]]
Blums Comicskript wurde bereits 2002 beauftragt und entstand komplett unabhängig von Kleins Rekonstruktion.<ref name="ind-comic-jippes" /> Blums Comicskript für eine 14-seitige Geschichte liegt laut Rob Klein nicht besonders nah an dem, was Barks zwischen 1966 und 1973 über seinen Zehnseiter erzählt hatte.<ref>„De gyldne æbler (Carl Barks)“. [https://comicwiki.dk/wiki/De_gyldne_%C3%A6bler_(Carl_Barks) comicwiki.dk]</ref><ref name="feathery2" /> Klein verglich 2022 beide Versionen und nannte neben dem Seitenumfang der Vorlage, die er für sein Comicskript einhielt, auch noch Dagobert und Gundel, die nicht in Barks’ Skript, aber dafür in Blums Fassung auftreten. Generell habe Klein mehr Informationen von Barks durch seine Interviews 1966, 1969 und 1971 einbauen können, während er vermutet, dass Blums Skript sich nur auf Michael Barriers Interview mit Barks in „Carl Barks and the Disney Comic Book“ bezog.<ref name="feathery2" /> Peter Kylling zählt als weiteren Unterschied noch Barks’ Auftritt im Blum-Comic als Apfelbauer auf und betont, dass Gundel Gaukeley 1952 noch nicht erfunden war, als Barks die originale Geschichte schrieb und zeichnete.<ref>Peter Kylling (15.01.2025). „The lost story 2“. [https://www.cbarks.dk/theloststory2.htm cbarks.dk]</ref>


Geoffrey Blum äußerte sich zu den Vorwürfen: „Ich habe schon einige Beschwerden im Internet gesehen, dass ich nicht versucht hätte, die Geschichte so wiederherzustellen, wie Barks sie ursprünglich schrieb. Aber Barks selbst konnte sich kaum noch an sie erinnern. War es die Königin, die die Äpfel warf – oder Donald?“<ref name="erfunden" /><ref>„I’ve already seen some online grumbling about the fact that I didn’t try to reconstruct the story that Barks originally wrote. But Barks himself couldn’t remember the plot. In 1974 he told Michael Barrier that the beauty queen was the one dropping apples to slow down Donald, and in 1992 he told Gottfried Helnwein that it was Donald throwing apples over his shoulder to distract the queen.“</ref> Blum entnahm den Interviews also kurzerhand drei Elemente, die sich immer wieder wiederholten (das Apfelfest, ein Wettlauf und eine wütende Daisy), und ignorierte den Rest.<ref name="erfunden" /><ref name="cbc10" /> Blum bevorzugt die „unbeschwertere, subversivere Note“ von Barks’ Comics in den 1960ern zu denen, die bis 1952 erschienen, weshalb er der Geschichte Dagobert und Gundel hinzufügte. Hätte er sich an Figuren gehalten, die bis 1952 erfunden waren, hätte es den Wettlauf auf Donald und Atalanta reduziert, was weniger Potenzial für Witz biete.<ref name="cbc10" /><br>Eine weitere Figur, die Blum hinzufügte, war Temecula Sam, hier als Adam übersetzt für den Wortwitz „Adams Äpfel“ (Adampsapfel), oder Karlrudi Wischer, wie er in der deutschen Fassung vom vorher entstandenen Blum-Comic „Eine lebende Legende“ übersetzt wurde. Temecula ist der Ort, in dem Barks während seines Ruhestandes lebte.<ref>David Allen (10.05.2022). „Disney artist Carl Barks had a (happy) brush with the law in Temecula“. [https://www.dailybulletin.com/2022/05/10/disney-artist-carl-barks-had-a-happy-brush-with-the-law-in-temecula/ dailybulletin.com]</ref> Der Name Karlrudi Wischer referiert den populären deutschen Comiczeichner Hansrudi Wäscher.<ref name="karikatur" /><ref>„Micky Maus Comics 9 – Mit Carl-Barks-Huldigung“. [https://donald.org/forum/thread/O5M?page=1 donald.org]</ref> „Ich hatte ihn nur für eine frühere Geschichte ausgedacht, in der Dagobert Donald losschickt, um Barks in der Hoffnung zu interviewen, die Verkaufszahlen des ''Hollywood Eye Opener'' anzukurbeln – man kann sich vorstellen, wie viel Komik so eine Handlung in sich birgt. In dieser Geschichte hat er eine zentrale Rolle als Jurymitglied beim Rennen des Apfelfests, aber das bot mir die Gelegenheit, den alten Knaben in einem seiner eigenen Comics auftreten zu lassen.“<ref>„I actually introduced him in an earlier story that hasn’t been published yet, in which Scrooge sends Donald to interview Barks in hopes of boosting the circulation of a failing magazine. In that tale he has a central role as an reclusive cartoonist; here he just gets a walk-on part as one of the judges, but it enabled me to include the old boy in his own story.“</ref><ref name="cbc10" /> <br>Zusammenfassend schrieb Blum über die Geschichte: „Es ist nicht genau dieselbe Geschichte, die er geschrieben und gezeichnet hat, aber mit ein bisschen Glück hätte sie ihm das ein oder andere Schmunzeln entlockt.“<ref>„It isn’t entirely his story any more, but I hope that he wouldn’t be too disappointed.“</ref><ref name="cbc10" /> Erickson stimmt dem zu: „Wir sind ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis – und Sie hoffentlich auch.“<ref>„In fact, we’re pretty happy with ‚Race for the Golden Apples‘ and we hope you are too.“</ref><ref name="erfunden" />


== Bezüge ==
Zeichner Daan Jippes zeichnete sich ins Eröffnungs-Panel beim Essen eines Stücks Apfelkuchen.


Das tanzende Pärchen, die Wahl von Daisy als Apfelkönigin sowie die Ausrufe zu ihrer Krönung referieren den Barks-Comic „[[Das Maitänzchen]]“ (''The Jinxed Jalopy Race''), in dem Daisy ebenfalls am Anfang der Geschichte diesmal zur Maikönigin gekrönt wurde.


Dagoberts Bluthunde aus dem einen Comic, in dem er Donald mit ihnen jagt
S 5 P 6 "sonst kauf ich die Polizei und feuere Sie!" - das kenne ich doch aus einem anderen Barks-Comic
S 5 P 7 Gundel wird "ausgeschüttelt" - aus [[Zehnerjagd zwischen den Zeiten]]
S 13 P 3 Position wie im Ede-Panel vom armen alten Mann
S 14 P 6 wie in Lemming-Geschichte?


Die beiden feministischen Anwältinnen wurde von Michael Bregel als Ellie Meckpiel und Emma Schwatzer übersetzt. Der Name Ellie Meckpiel referiert die Titelfigur der Anwaltsserie „Ally McBeal“, Emma Schwatzer referiert die Feministin Alice Schwarzer, Verlegerin und Chefredakteurin der Zeitschrift Emma.


Nicht nur im Comic, auch im echten Leben war Barks ein oft gefragtes Jurymitglied für Schönheitswettbewerbe. Unter anderem 1950 war er Teil der dreiköpfigen Jury, welche die neue Miss Hemet auswählten. Dazu wurden neun Teilnehmerinnen in Alltagskleidung und Badeanzügen bewertet.<ref>Peter Kylling (27.03.2008). „Entertainment“. [https://www.cbarks.dk/thehemetyearsentertainment.htm cbarks.dk]</ref><br>Im Comic sowie im echten Leben kam es fast zwanzig Jahre später zu Protesten bei Schönheitswettbewerben. Im Comic sagt Ellie Meckpiel: „Frauen können heute mehr als nur hübsch lächeln! […] Die Apfelkönigin muss die ganze Bandbreite von uns Frauen verkörpern!“ Einer der bekanntesten ersten Demonstrationen gegen Schönheitswettbewerbe war gegen die Wahl zur Miss America 1969 im Jahr zuvor, am 7. September 1968. Einer der Organisatorinnen, früherer Kinderstar und ''Ms.''-Redakteurin Robin Morgan, beschrieb, dass es das Ziel der Demonstration sein soll, „gegen den Miss-America-Wettbewerb zu protestieren, der ein Frauenbild vermittelt, das viele amerikanische Frauen bedauerlich finden: die Betonung des Aussehens statt der Intelligenz, der Jugend statt der Reife und des Kommerzes statt der Menschlichkeit.“<ref name="morgan">„The purpose of the demonstration is to protest the Miss America Pageant, which projectts an image of women that many American women find unfortunate: the emphasis on body rather than brains, on youth rather than maturity, and on commercialism rather than humanity. […] The demonstration will be all women, of all ages, races, and walks of life. Women doctors and lawyers, as well as housewives and students, will be with us.“<br>„Letter from Robin Morgan to Richard S. Jackson, Mayor of Atlantic City, Aug. 29, 1968“. [https://repository.duke.edu/dc/wlmpc/maddc01002 repository.duke.edu] (Duke Digital Collections)</ref> Die dreizehn Frauen, die neben Gundel Gaukeley im Comic am Wettlauf teilnehmen, sind Kegelschwestern, Billiard-Spielerinnen, Anwältinnen und laut Donald alle sehr schön. Morgan erwartete bei ihrem 1968er Protest gegen die Miss-Amerika-Wahl „ausschließlich Frauen aller Altersgruppen, Hautfarben und sozialen Schichten. Frauen, die Ärztinnen oder Anwältinnen sind, aber auch Hausfrauen und Studentinnen werden dabei sein.“<ref name="morgan" /><ref>„Miss America protest“. [https://en.wikipedia.org/wiki/Miss_America_protest wikipedia.org], abgerufen am [https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Miss_America_protest&oldid=1367247937 04.09.2026]</ref> Im Comic ist der neue Wettbewerb, bei dem es nicht mehr um Schönheit geht, schnell geregelt, in der Realität wurde der Miss-Amerika-Wettbewerb erst 2018 nicht mehr mit Fokus auf Schönheit ausgetragen, eine Änderung, die nur bis 2023 ging und dann wieder revidiert wurde.<ref>„Miss America“. [https://en.wikipedia.org/wiki/Miss_America wikipedia.org], abgerufen am [https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Miss_America&oldid=1372470737 04.09.2026]</ref>


 
In der von Michael Bregel übersetzten Fassung benutzt Gundel Gaukeley Gravenstein in ihrem Zauberspruch: „Hokuspokus Gravenstein! Die Krone gebührt mir allein!“ Das Schloss Gravenstein ist die Sommerresidenz des dänischen Königshauses und liegt in Gråsten, auf deutsch Gravenstein.<ref>„Schloss Gravenstein“. [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Gravenstein wikipedia.org], abgerufen am [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schloss_Gravenstein&oldid=268309493 03.09.2026]</ref> <br>Donald ruft kurz danach „Was zum fauligen Boskop“ aus. Ein ''Boskop'' ist auch als ''Schöner aus Boskoop'' bekannt, ein Kulturapfel.<ref>„Schöner aus Boskoop“. [https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ner_aus_Boskoop wikipedia.org], abgerufen am [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sch%C3%B6ner_aus_Boskoop&oldid=263736259 03.09.2026]</ref>
 
 
Die gesamte Geschichte wurde zensiert, weil Western Daisys Benehmen für zu wenig damenhaft fand. Daan Jippes zeichnete eine Geschichte, die diese Idee aufgreift. Die ursprüngliche Geschichte ist verloren gegangen.<ref>Thomas Andrae (2006): Carl Barks and the Disney Comic Book. Jackson, MS: University Press of Mississippi. S. 230.</ref>
 
Information taken from Barrier's Carl Barks and the Art of the Comic Book, page MBAC-199; and Kim Weston article "My Secret Life By Scrooge McDuck - Or, The Unpublished Carl Barks", published in Funnyworld no. 16 (1975). Barks's 1976/1983 quote is taken from a compilation of "the text of 1976 and 1983 interviews", published in "The Carl Barks Library" (page 1B-362). Information on correct spelling of "Atalanta" is taken from an e-mail by Michael Barrier, sent to the Disney Comics Mailing List on 11 February 2001 (vol01#406.)
https://www.seriesam.com/barks/cr_comicswdc.html#ccus_wdc0144-u_l_credits
 
 


== Trivia ==
== Trivia ==
In [[The Complete Carl Barks Disney Library]]-Band 13 beschreibt Thad Komorowski das Jahr 1952 generell als kein gutes für Barks. Nach jahrelanger kreativer Freiheit bekam er binnen weniger Monate die größten redaktionellen Eingriffe in seine Arbeit. Neben dem Streichen von „Golden Apples“ wurden fünf Seiten von „[[Wiedersehn mit Klondike]]“ (''Back to the Klondike'') zensiert und neun Seiten von „[[Spendieren oder Schikanieren]]“ (''Trick or Treat'') geschnitten, um den Comic dem Cartoon „[[Donald, Geister und Gespenster]]“ (ebenfalls ''Trick or Treat'') anzupassen, auf dem der Comic basiert.<ref>„Maybe there was a goblin at Western's California office in 1952, for it was not a good year for Barks. He had long enjoyed creative freedom with the Ducks, but now, in the span of just a few months, he faced the heaviest editorial scrutiny of his career. The infamous ‚golden apples‘ 10-pager was shelved, five pages were censored from ‚Back to the Klondike‘ for violence and innuendo [...], and a whopping nine pages were cut from ‚Trick or Treat‘ to make it a strict adaption of the animated cartoon.“<br>Thad Komorowski (26.10.2015). „Story Notes“ in: [[The Complete Carl Barks Disney Library]] 13. [[Fantagraphics Books]], Seattle. S. 207. [https://inducks.org/story.php?c=Qus%2FCBDL+13A inducks.org] {{sc|Qus/CBDL 13A}}</ref>
In [[The Complete Carl Barks Disney Library]]-Band 13 beschreibt Thad Komorowski das Jahr 1952 generell als kein gutes für Barks. Nach jahrelanger kreativer Freiheit bekam er binnen weniger Monate die größten redaktionellen Eingriffe in seine Arbeit. Neben dem Streichen von „Golden Apples“ wurden fünf Seiten von „[[Wiedersehn mit Klondike]]“ (''Back to the Klondike'') zensiert und neun Seiten von „[[Spendieren oder Schikanieren]]“ (''Trick or Treat'') geschnitten, um den Comic dem Cartoon „[[Donald, Geister und Gespenster]]“ (ebenfalls ''Trick or Treat'') anzupassen, auf dem der Comic basiert.<ref>„Maybe there was a goblin at Western's California office in 1952, for it was not a good year for Barks. He had long enjoyed creative freedom with the Ducks, but now, in the span of just a few months, he faced the heaviest editorial scrutiny of his career. The infamous ‚golden apples‘ 10-pager was shelved, five pages were censored from ‚Back to the Klondike‘ for violence and innuendo [], and a whopping nine pages were cut from ‚Trick or Treat‘ to make it a strict adaption of the animated cartoon.“<br>Thad Komorowski (26.10.2015). „Story Notes“ in: [[The Complete Carl Barks Disney Library]] 13. [[Fantagraphics Books]], Seattle. S. 207. [https://inducks.org/story.php?c=Qus%2FCBDL+13A inducks.org] {{sc|Qus/CBDL 13A}}</ref>


Bei der Geschichte handelt es sich um Barks’ zweite unveröffentlichte Geschichte, nach „[[Eine stille Nacht]]“ (''Silent Night'') und vor einer Geschichte mit dem internen Titel „Bobsled Race“ sowie dem Comic „[[Der Milchmann]]“ (''The Milkman'').<ref name="secretlife">„The second unpublished story by Barks is one he lists as ‚Golden Apples,‘ a ten-pager submitted January 3, 1952, and planned for ''Walt Disney's'' No. 144. However, No. 144 carried the story originally scheduled for No. 145 (about spending Scrooge's money) and Barks’ records note that the ‚Golden Apples‘ story must have been shelved. What has happened to this story is a mystery. As Barks remembers it, the story was a modern version of the myth of [Atalante] and the golden apples, and was shelved because Daisy did not behave in a ‚ladylike manner‘ in the story.“<br>Kim Weston (1975). „My Secret Life By Scrooge McDuck – Or, The Unpublished Carl Barks“ in: „Funnyworld“ 16. S. 4–11. [https://archive.org/details/magazine-funnyworld-16 archive.org]</ref> <br>„Bobsled Race“ („Schlittenrennen“) entstand 1955 und war für [[Walt Disney’s Comics and Stories]]-Ausgabe 196 eingeplant, bevor Chefredakteurin Alice Cobbs die Geschichte ablehnte.<ref name="cbc10" /><ref name="worst" /><ref> Die Bezahlung der „Bobsled Race“-Geschichte erfolgte am 15. Dezember 1955.</ref><ref>„Bobsled Race“. [https://inducks.org/story.php?c=CZ+WDC+196 inducks.org] / {{sc|CZ WDC 196}} {{Ind}}</ref> Anders als die vorherige „Golden Apples“-Geschichte reichte Barks diese Geschichte nur als Blaustift-Vorzeichnungen ein, die er nach der Ablehnung der Geschichte für den Comic „[[Der Schneemann-Preis]]“ (''Statues of Limitations'') wiederverwendete. Beide Geschichten behandeln deswegen einen Wettkampf zwischen Donald und den Drillingen.<ref name="feathery3">„In the case of Bobsled race, that story was returned to Barks in blue pencil sketches form, for changing. He was told that the rivalry between Donald and his Nephews was too strong and intense. Rather than throw away all his work, he changed the story from being a rivalry over bobsled racing, to a story about the snow statues(printed in Walt Disney’s Comics & Stories 196). He used many of the same backgrounds, and erased the bobsleds, and the Donald and his nephews’ figures when in action with the sleds, and drew The Ducks again, in poses related to the snow statues atop the original storyboards. he kept the theme of the rivals trying to win the race to help Widow Umble’s two children, and their poses remained mostly the same, but with the bobsleds removed. So, there is no surviving Barks art of the original story.<br>Jan Gulbransson and I produced a related bobsled rivalry story to help Widow Umble’s kids, for Egmont (D2015-004), but with changing Donald’s rivalry with his nephews to a rivalry with Neighbor Jones.  It has never been published in English, but is available in issues printed from 2015-2017 in Dutch, German, French, All 3 Scandinavian languages, Finnish, Indonesian (I have a few Donal Bebek copies), and Chinese.<br>Unfortunately, as far as The Golden Apples story is concerned, both Carl Barks and Malcolm Willits told me that the original art and photos of that story were destroyed by Western Publishing along with their regular originals destruction operations near the end of the 1950s, or beginning of the 1960s, several years before my 1966 discussion with Carl, and inquiry about them.  I think that the only possibility of seeing any Barks drawings from that story might be a photo of a single or few panels, or, at the very most, one stray page, IF such were made for a friend of Carl’s, or a San Jacinto neighbour fan.  Very unlikely.  Such should have surfaced by now.  It is only possible if the possessor had been a child at the time, and his parents made the photo, and he lived till from now to 10 years from now to the age of 80 to 90.  There is NO original art to find, as Barks reused his ‚Bobsled Race‘ original pages, and was never returned ‚The Golden Apples‘ originals.“<br>RobbK1 (Rob Klein) (01.03.2022). in: „Carl Barks Library“. [https://featherysociety.proboards.com/post/28090/thread featherysociety.proboards.com]</ref> Da Barks seine Bleistiftzeichnungen in der Regel mit der Tusche-Version übermalte, existieren keine Zeichnungen mehr von der „Bobsled Race“-Geschichte.<ref name="feathery1">„Carl Barks never drew final pencil drawings.  He simply inked over his blueline pencil storyboard sketches.  Both Carl, himself, and Malcolm Willits told me that the original untitled story submitted for Walt Disney's Comics and Stories 144 (September 1952)(‚The Queen of The Apple Festival‘), was fully inked and submitted to Western Publishing’s story editor (the one that was in place just before Chase Craig took over that function (I can't remember if it was Carl (von) Buettner or there was a female story editor between Buettner and Craig). The editor accepted the story, and I believe Barks was paid for it.  But, long before it would be printed, new editor, Chase Craig took over, and decided that that story involved ‚unladylike actions from Daisy, which probably would be considered objectionable by too many parents‘, so that story was shelved (never used– and the original art likely destroyed).  Craig had already received letters from parents complaining about objectionable actions of some characters that might be harmful to their children’s psyches. I was told that the original art was not sent back to Carl because, originally, he had been paid for the work.“<br>RobbK1 (Rob Klein) (25.02.2022). in: „Carl Barks Library“. [https://featherysociety.proboards.com/post/28066/thread featherysociety.proboards.com]</ref> <br>In späteren Interviews war Barks außerstande, sich an Details des Comics zu erinnern,<ref name="cbc10" /> der zehnseitige Comic behandelte laut ihm aber heftige Auseinandersetzungen zwischen Donald und seinen Neffen. Bereits ein Jahr vor „Bobsled Race“ beschwerte sich eine Mutter beim Verlag, dass Donald im Comic „[[Der Sofaexpress]]“ (''The Ice Taxis'') seinen Neffen im letzten Panel den Mund verbietet (im Original „Shut up“, im Deutschen „Lasst mich zufrieden!“),<ref name="worst" /> weswegen Barks von Chefredakteurin Alice Cobb gerügt wurde.<ref name="cbc10" /><ref>Brief vom 4. Juni 1956 von Alice Cobb an Carl Barks</ref> Wie „Golden Apples“ ist „Bobsled Race“ ein verlorener Comic.<ref name="worst">Peter Kylling (22.01.2009). „The worst stories“. [https://www.cbarks.dk/theworststories.htm cbarks.dk]</ref><ref>„Comics: Comics and Stories 196 - 219 (1957 - 1958)“. [https://www.seriesam.com/barks/comicswdc196.html#ccus_wdc0196-u seriesam.com]</ref> Aber ebenfalls wie bei „Golden Apples“ schrieb Rob Klein eine Rekonstruktion der „Bobsled Race“-Geschichte: „Schlitten für Kummersdorf“ (''The Great Toboggan Race'') wurde von [[Jan Gulbransson]] und [[Ferran Rodriguez]] zeichnerisch umgesetzt und erschien in Deutschland im [[Micky Maus Magazin]] 9/2016.<ref name="feathery3" /><ref>„Schlitten für Kummersdorf“ / „The Great Toboggan Race“. [https://inducks.org/story.php?c=D+2015-004 inducks.org] / {{sc|D 2015-004}} {{Ind}}</ref>
Bei der Geschichte handelt es sich um Barks’ zweite unveröffentlichte Geschichte, nach „[[Eine stille Nacht]]“ (''Silent Night'') und vor einer Geschichte mit dem internen Titel „Bobsled Race“ sowie dem Comic „[[Der Milchmann]]“ (''The Milkman'').<ref name="secretlife">„The second unpublished story by Barks is one he lists as ‚Golden Apples,‘ a ten-pager submitted January 3, 1952, and planned for ''Walt Disney's'' No. 144. However, No. 144 carried the story originally scheduled for No. 145 (about spending Scrooge's money) and Barks’ records note that the ‚Golden Apples‘ story must have been shelved. What has happened to this story is a mystery. As Barks remembers it, the story was a modern version of the myth of [Atalante] and the golden apples, and was shelved because Daisy did not behave in a ‚ladylike manner‘ in the story.“<br>Kim Weston (1975). „My Secret Life By Scrooge McDuck – Or, The Unpublished Carl Barks“ in: „Funnyworld“ 16. S. 4–11. [https://archive.org/details/magazine-funnyworld-16 archive.org]</ref> <br>„Bobsled Race“ („Schlittenrennen“) entstand 1955 und war für [[Walt Disney’s Comics and Stories]]-Ausgabe 196 eingeplant, bevor Chefredakteurin Alice Cobbs die Geschichte ablehnte.<ref name="cbc10" /><ref name="worst" /><ref> Die Bezahlung der „Bobsled Race“-Geschichte erfolgte am 15. Dezember 1955.</ref><ref>„Bobsled Race“. [https://inducks.org/story.php?c=CZ+WDC+196 inducks.org] / {{sc|CZ WDC 196}} {{Ind}}</ref> Anders als die vorherige „Golden Apples“-Geschichte reichte Barks diese Geschichte nur als Blaustift-Vorzeichnungen ein, die er nach der Ablehnung der Geschichte für den Comic „[[Der Schneemann-Preis]]“ (''Statues of Limitations'') wiederverwendete. Beide Geschichten behandeln deswegen einen Wettkampf zwischen Donald und den Drillingen.<ref name="feathery3">„In the case of Bobsled race, that story was returned to Barks in blue pencil sketches form, for changing. He was told that the rivalry between Donald and his Nephews was too strong and intense. Rather than throw away all his work, he changed the story from being a rivalry over bobsled racing, to a story about the snow statues(printed in Walt Disney’s Comics & Stories 196). He used many of the same backgrounds, and erased the bobsleds, and the Donald and his nephews’ figures when in action with the sleds, and drew The Ducks again, in poses related to the snow statues atop the original storyboards. he kept the theme of the rivals trying to win the race to help Widow Umble’s two children, and their poses remained mostly the same, but with the bobsleds removed. So, there is no surviving Barks art of the original story.<br>Jan Gulbransson and I produced a related bobsled rivalry story to help Widow Umble’s kids, for Egmont (D2015-004), but with changing Donald’s rivalry with his nephews to a rivalry with Neighbor Jones.  It has never been published in English, but is available in issues printed from 2015-2017 in Dutch, German, French, All 3 Scandinavian languages, Finnish, Indonesian (I have a few Donal Bebek copies), and Chinese.<br>Unfortunately, as far as The Golden Apples story is concerned, both Carl Barks and Malcolm Willits told me that the original art and photos of that story were destroyed by Western Publishing along with their regular originals destruction operations near the end of the 1950s, or beginning of the 1960s, several years before my 1966 discussion with Carl, and inquiry about them.  I think that the only possibility of seeing any Barks drawings from that story might be a photo of a single or few panels, or, at the very most, one stray page, IF such were made for a friend of Carl’s, or a San Jacinto neighbour fan.  Very unlikely.  Such should have surfaced by now.  It is only possible if the possessor had been a child at the time, and his parents made the photo, and he lived till from now to 10 years from now to the age of 80 to 90.  There is NO original art to find, as Barks reused his ‚Bobsled Race‘ original pages, and was never returned ‚The Golden Apples‘ originals.“<br>RobbK1 (Rob Klein) (01.03.2022). in: „Carl Barks Library“. [https://featherysociety.proboards.com/post/28090/thread featherysociety.proboards.com]</ref> Da Barks seine Bleistiftzeichnungen in der Regel mit der Tusche-Version übermalte, existieren keine Zeichnungen mehr von der „Bobsled Race“-Geschichte.<ref name="feathery1">„Carl Barks never drew final pencil drawings.  He simply inked over his blueline pencil storyboard sketches.  Both Carl, himself, and Malcolm Willits told me that the original untitled story submitted for Walt Disney's Comics and Stories 144 (September 1952)(‚The Queen of The Apple Festival‘), was fully inked and submitted to Western Publishing’s story editor (the one that was in place just before Chase Craig took over that function (I can't remember if it was Carl (von) Buettner or there was a female story editor between Buettner and Craig). The editor accepted the story, and I believe Barks was paid for it.  But, long before it would be printed, new editor, Chase Craig took over, and decided that that story involved ‚unladylike actions from Daisy, which probably would be considered objectionable by too many parents‘, so that story was shelved (never used– and the original art likely destroyed).  Craig had already received letters from parents complaining about objectionable actions of some characters that might be harmful to their children’s psyches. I was told that the original art was not sent back to Carl because, originally, he had been paid for the work.“<br>RobbK1 (Rob Klein) (25.02.2022). in: „Carl Barks Library“. [https://featherysociety.proboards.com/post/28066/thread featherysociety.proboards.com]</ref> <br>In späteren Interviews war Barks außerstande, sich an Details des Comics zu erinnern,<ref name="cbc10" /> der zehnseitige Comic behandelte laut ihm aber heftige Auseinandersetzungen zwischen Donald und seinen Neffen. Bereits ein Jahr vor „Bobsled Race“ beschwerte sich eine Mutter beim Verlag, dass Donald im Comic „[[Der Sofaexpress]]“ (''The Ice Taxis'') seinen Neffen im letzten Panel den Mund verbietet (im Original „Shut up“, im Deutschen „Lasst mich zufrieden!“),<ref name="worst" /> weswegen Barks von Chefredakteurin Alice Cobb gerügt wurde.<ref name="cbc10" /><ref>Brief vom 4. Juni 1956 von Alice Cobb an Carl Barks</ref> Wie „Golden Apples“ ist „Bobsled Race“ ein verlorener Comic.<ref name="worst">Peter Kylling (22.01.2009). „The worst stories“. [https://www.cbarks.dk/theworststories.htm cbarks.dk]</ref><ref>„Comics: Comics and Stories 196 - 219 (1957 - 1958)“. [https://www.seriesam.com/barks/comicswdc196.html#ccus_wdc0196-u seriesam.com]</ref> Aber ebenfalls wie bei „Golden Apples“ schrieb Rob Klein eine Rekonstruktion der „Bobsled Race“-Geschichte: „Schlitten für Kummersdorf“ (''The Great Toboggan Race'') wurde von [[Jan Gulbransson]] und [[Ferran Rodriguez]] zeichnerisch umgesetzt und erschien in Deutschland im [[Micky Maus Magazin]] 9/2016.<ref name="feathery3" /><ref>„Schlitten für Kummersdorf“ / „The Great Toboggan Race“. [https://inducks.org/story.php?c=D+2015-004 inducks.org] / {{sc|D 2015-004}} {{Ind}}</ref>
Gundel Gaukeley zaubert in der Geschichte ihr Outfit zu dem vom Atalante um: „Holde Hera, Göttertante – richt mich her wie Atalante!“ Atalante war bei ihren Rennen allerdings ebenso wie ihre Brautwerber nackt.<ref name="wiki-atalante" />


== Veröffentlichungen ==
== Veröffentlichungen ==
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[[Kategorie:Comicgeschichte]] [[Kategorie:Carl Barks]]
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