LTB 50: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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{{gut}} Während die „Laterne“ von [[Klaas Klever]] eine gute Story nach der anderen ausspuckt, bleibt [[Onkel Dagobert]] auf der gesamten Auflage seiner Zeitung „Duckecho“ sitzen. Kein Wunder, schneiden doch die beiden einzigen Reporter [[Donald]] und [[Dussel]] lediglich die Artikel aus der „Laterne“ aus, um sie dann drei Tage später zu bringen. Doch nun soll ein neuer Wind wehen: Dagobert rüstet sein Team mit einer Kamera aus und schickt sie auf „Sensationssuche“. So knippst Dussel zwar tolle Bilder von einem Donald, der einen Juwelendieb stellt, doch aus dem Fotolabor kommen ganz andere Bilder, die von einem bereits belichteten Film in der 30 Jahre alten Kamera stammen. Dagobert erinnert sich an seine Zeit auf Bali, als er mit einem Gauner namens Sancho Grabscho Geschäfte machte, und kombiniert, die Bilder aus dem durch Grabscho zurückgelassenen Apparat müssten den Weg zur Beute aus dessen damaligem letzten Juwelenraub zeigen. Über Bali springen Dagobert, Dussel und Donald mit dem Fallschirm ab, doch die Enttäuschung Dagoberts ist groß, als er merkt, dass er genau an jenem Tag auf die Insel zurückgekehrt ist, an dem auch der bejahrte Häftling Grabscho die Polizei zum Juwelenschatz geführt hat. Doch Onkel Dagobert gibt nicht auf und inszeniert einen Wettlauf zwischen einem jungen, in vollstem Saft stehenden Polizisten und dem mit seiner Fitness prahlenden Grabscho. Das sensationelle Foto von einem Häftling, der scheinbar einen Polizisten verfolgt, verkauft Dagobert mit Gewinn an die Weltpresse und veröffentlicht es natürlich auch im eigenen „Duckecho“, das dadurch endlich mal wieder schwarze Zahlen schreibt... | {{gut}} Während die „Laterne“ von [[Klaas Klever]] eine gute Story nach der anderen ausspuckt, bleibt [[Onkel Dagobert]] auf der gesamten Auflage seiner Zeitung „Duckecho“ sitzen. Kein Wunder, schneiden doch die beiden einzigen Reporter [[Donald]] und [[Dussel]] lediglich die Artikel aus der „Laterne“ aus, um sie dann drei Tage später zu bringen. Doch nun soll ein neuer Wind wehen: Dagobert rüstet sein Team mit einer Kamera aus und schickt sie auf „Sensationssuche“. So knippst Dussel zwar tolle Bilder von einem Donald, der einen Juwelendieb stellt, doch aus dem Fotolabor kommen ganz andere Bilder, die von einem bereits belichteten Film in der 30 Jahre alten Kamera stammen. Dagobert erinnert sich an seine Zeit auf Bali, als er mit einem Gauner namens Sancho Grabscho Geschäfte machte, und kombiniert, die Bilder aus dem durch Grabscho zurückgelassenen Apparat müssten den Weg zur Beute aus dessen damaligem letzten Juwelenraub zeigen. Über Bali springen Dagobert, Dussel und Donald mit dem Fallschirm ab, doch die Enttäuschung Dagoberts ist groß, als er merkt, dass er genau an jenem Tag auf die Insel zurückgekehrt ist, an dem auch der bejahrte Häftling Grabscho die Polizei zum Juwelenschatz geführt hat. Doch Onkel Dagobert gibt nicht auf und inszeniert einen Wettlauf zwischen einem jungen, in vollstem Saft stehenden Polizisten und dem mit seiner Fitness prahlenden Grabscho. Das sensationelle Foto von einem Häftling, der scheinbar einen Polizisten verfolgt, verkauft Dagobert mit Gewinn an die Weltpresse und veröffentlicht es natürlich auch im eigenen „Duckecho“, das dadurch endlich mal wieder schwarze Zahlen schreibt... | ||
[[Bild:LTB_050-2.jpg|right|thumb|...und einer typischen Episode aus dem Arbeitsalltag eines Entenhausener Verlegers und seiner Redaktion in "Onkel Dagobert | [[Bild:LTB_050-2.jpg|right|thumb|...und einer typischen Episode aus dem Arbeitsalltag eines Entenhausener Verlegers und seiner Redaktion in "Onkel Dagobert auf Sensationssuche" (jeweils mit Guido Martina) (© Egmont Ehapa)]] | ||
Schon drei Bände vorher ([[LTB 47]]) hatte das Autor-Zeichner-Gespann [[Martina]]/[[Gatto]] das Trio Dagobert, Donald und Dussel in Richtung Südsee geschickt, doch diese Geschichte hier, einen Monat früher im Jahr 1972 erstveröffentlicht, ist ein anderes Kaliber. Negativ könnte man anmerken, dass das Genre etwas laviert zwischen Gag-Geschichte und Schatzsuche, doch das Skript kriegt zwischen Humor und Abenteuer ziemlich gut die Kurve und schafft es am Ende auch prima, die Klammer um das zwischenzeitlich in Vergessenheit geratene Motiv des journalistischen „Mann beißt Hund“-Aphorismus zu schließen und auf Onkel Dagoberts Ausgangsproblem, wie denn der Zeitungsverkauf anzukurbeln sei, zurückzuführen. Die Idee mit der in der Kamera verborgenen Spur, einer Art alternativer Schatzkarte, die mit Reminiszenzen an die Zeiten von Onkel Dagoberts zwielichtigem geschäftlichen Aufstieg verbunden werden (die hier gerade noch gefehlt haben), ist aller Ehren wert. Dieser Gatto ist also völlig anders gestrickt als der erste, in dem im Grunde die [[Panzerknacker]] und [[Tick, Trick und Track]] die tragenden Rollen haben. Martina scheint auch im Sinn gehabt zu haben, einen italienischen Beitrag zur seit 1970 in den USA von [[Dick Kinney]] und [[Tony Strobl]] aufgelegten Reihe von Geschichten um den [[Entenhausener Kurier]] mit seinen minderbemittelten Redakteuren Donald und Dussel zu leisten – was durchaus gelungen ist. (10/15 – Quite good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 15:57, 1. Aug. 2026 (CEST) | Schon drei Bände vorher ([[LTB 47]]) hatte das Autor-Zeichner-Gespann [[Martina]]/[[Gatto]] das Trio Dagobert, Donald und Dussel in Richtung Südsee geschickt, doch diese Geschichte hier, einen Monat früher im Jahr 1972 erstveröffentlicht, ist ein anderes Kaliber. Negativ könnte man anmerken, dass das Genre etwas laviert zwischen Gag-Geschichte und Schatzsuche, doch das Skript kriegt zwischen Humor und Abenteuer ziemlich gut die Kurve und schafft es am Ende auch prima, die Klammer um das zwischenzeitlich in Vergessenheit geratene Motiv des journalistischen „Mann beißt Hund“-Aphorismus zu schließen und auf Onkel Dagoberts Ausgangsproblem, wie denn der Zeitungsverkauf anzukurbeln sei, zurückzuführen. Die Idee mit der in der Kamera verborgenen Spur, einer Art alternativer Schatzkarte, die mit Reminiszenzen an die Zeiten von Onkel Dagoberts zwielichtigem geschäftlichen Aufstieg verbunden werden (die hier gerade noch gefehlt haben), ist aller Ehren wert. Dieser Gatto ist also völlig anders gestrickt als der erste, in dem im Grunde die [[Panzerknacker]] und [[Tick, Trick und Track]] die tragenden Rollen haben. Martina scheint auch im Sinn gehabt zu haben, einen italienischen Beitrag zur seit 1970 in den USA von [[Dick Kinney]] und [[Tony Strobl]] aufgelegten Reihe von Geschichten um den [[Entenhausener Kurier]] mit seinen minderbemittelten Redakteuren Donald und Dussel zu leisten – was durchaus gelungen ist. (10/15 – Quite good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 15:57, 1. Aug. 2026 (CEST) | ||