LTB 69: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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== Der Südsee-Yeti == | == Der Südsee-Yeti == | ||
''„URGT!“'' (mutmaßlich traditionelle hula-hulasche Begrüßung von Herrn Bauz) | ''„URGT!“'' (mutmaßlich traditionelle hula-hulasche Begrüßung von Herrn Bauz) | ||
[[Bild:LTB_069-1.jpg|right|thumb|500px|Onkel Dagoberts Abteilung C offenbart ein für alle Beteiligten überraschendes Innenleben in Romano Scarpas "Der Südsee-Yeti" (© Egmont Ehapa)]] | |||
{{hl}} Auf einer fernen tropischen Insel erzählen sich [[Dagobert]], [[Donald]] und die [[Tick, Trick und Track|Kinder]] ihre Geschichten, wie sie in die Angelegenheit hineingeraten sind, die sie ans Ende der Welt geführt hat. Dagobert hatte sich ein Elektronengehirn angeschafft, um seine Buchhaltung zu vervollkommnen. Doch der Erfinder der Maschine, Professor Ticktack, hat vergessen zu erwähnen, dass sie von jemandem bedient werden will, der ihr außerordentlich sympathisch ist. Als die Versuche von Donald scheitern, der sich gerade durch den Ratgeber „Die Kunst Freunde zu gewinnen“ geackert hatte, holt Dagobert nach Ratschlag Ticktacks einen wilden Mann von der Südseeinsel Hula-Hula, Herrn Bauz, der tatsächlich sogleich das Elektronengehirn herzlich begrüßt und durch seine Freundschaft zu ihm zu einem der wertvollsten Mitarbeiter Dagoberts aufsteigt. Tick, Trick und Track, die den „Mottenfiffi“ (Donald) nun endlich auch mal kennenlernen wollen, kommen dabei aber einem Super-GAU auf die Spur: Unter einem quer durch den Geldspeicher gespannten Netz ist dieser leer – wer nur hat die Taler verschwinden lassen?... Eine Röhre endet im Elektronengehirn und mithin bei Herrn Bauz. Dagobert verdächtigt den „Fellsack“ (Donald) und verstößt ihn, bevor die Kinder mit den [[Panzerknacker]]n die tatsächlichen Übeltäter entlarven – Herr Bauz hatte gar nichts mit dem Raubzug zu tun! Deshalb sind die Ducks also auf der Insel – um den Verschollenen zu finden. Will Dagobert ihn etwa zurückholen? Nein, es gibt eine andere und überraschende Auflösung: Nachdem „der Südsee-Yeti“, die schlafenden Ducks vor gefährlichen Vogelspinnen bewahrend, wieder aufgetaucht ist, lässt Dagobert per Seilwinde vom in der Bucht ankernden Schiff das Elektronengehirn auf den Inselberg schaffen – die beiden guten Freunde sind so wieder vereint… | {{hl}} Auf einer fernen tropischen Insel erzählen sich [[Dagobert]], [[Donald]] und die [[Tick, Trick und Track|Kinder]] ihre Geschichten, wie sie in die Angelegenheit hineingeraten sind, die sie ans Ende der Welt geführt hat. Dagobert hatte sich ein Elektronengehirn angeschafft, um seine Buchhaltung zu vervollkommnen. Doch der Erfinder der Maschine, Professor Ticktack, hat vergessen zu erwähnen, dass sie von jemandem bedient werden will, der ihr außerordentlich sympathisch ist. Als die Versuche von Donald scheitern, der sich gerade durch den Ratgeber „Die Kunst Freunde zu gewinnen“ geackert hatte, holt Dagobert nach Ratschlag Ticktacks einen wilden Mann von der Südseeinsel Hula-Hula, Herrn Bauz, der tatsächlich sogleich das Elektronengehirn herzlich begrüßt und durch seine Freundschaft zu ihm zu einem der wertvollsten Mitarbeiter Dagoberts aufsteigt. Tick, Trick und Track, die den „Mottenfiffi“ (Donald) nun endlich auch mal kennenlernen wollen, kommen dabei aber einem Super-GAU auf die Spur: Unter einem quer durch den Geldspeicher gespannten Netz ist dieser leer – wer nur hat die Taler verschwinden lassen?... Eine Röhre endet im Elektronengehirn und mithin bei Herrn Bauz. Dagobert verdächtigt den „Fellsack“ (Donald) und verstößt ihn, bevor die Kinder mit den [[Panzerknacker]]n die tatsächlichen Übeltäter entlarven – Herr Bauz hatte gar nichts mit dem Raubzug zu tun! Deshalb sind die Ducks also auf der Insel – um den Verschollenen zu finden. Will Dagobert ihn etwa zurückholen? Nein, es gibt eine andere und überraschende Auflösung: Nachdem „der Südsee-Yeti“, die schlafenden Ducks vor gefährlichen Vogelspinnen bewahrend, wieder aufgetaucht ist, lässt Dagobert per Seilwinde vom in der Bucht ankernden Schiff das Elektronengehirn auf den Inselberg schaffen – die beiden guten Freunde sind so wieder vereint… | ||
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== Die Insel der betrübten Affen == | == Die Insel der betrübten Affen == | ||
''„Yuk! Yuk! Yuk!“'' (Im Ausdrucksvermögen hätten sich die Affen der Talerinsel noch so manche Scheibe vom Südsee-Yeti abschneiden können) | ''„Yuk! Yuk! Yuk!“'' (Im Ausdrucksvermögen hätten sich die Affen der Talerinsel noch so manche Scheibe vom Südsee-Yeti abschneiden können) | ||
[[Bild:LTB_069-2.jpg|left|thumb|500px|Die ganze Affenbande hilft in Martina/Carpis "Die Insel der betrübten Affen" (© Egmont Ehapa)]] | |||
{{gut}} [[Donald]] und [[Dagobert]] erhalten jeweils Briefe, in denen sie jeweils darüber informiert werden, dass die Talerinsel im Meer versunken sei, weswegen sie bittere Tränen vergießen. Nun wollen es die [[Tick, Trick und Track|Kinder]] genau wissen und ihre Altvorderen beginnen zu erzählen: Vor einiger Zeit hätten Dagobert und Donald getarnt viele Talerkisten in die Südsee verschifft, um sie auf einer einsamen Insel vor Dieben zu sichern. Sie hätten dort eine Affenbande mit ihrem Anführer Bingo angetroffen, die Donald zum Herrscher der Insel gemacht hätten. Die Kinder ahnen bereits, dass ihre Onkels in eine Falle gelockt werde sollen – denn seit wann könnten Affen, zumal mit einem derart rudimentären Wortschatz (s.o.) Briefe schreiben?... Doch die Aussicht auf ein Abenteuer in der Südsee wollen sich Tick, Trick und Track dann doch nicht entgehen lassen. Tatsächlich geraten die Ducks auf der Talerinsel, die erstaunlich stabil genau dort liegt, wo Dagobert und Donald sie damals verlassen hatten, in die Fänge von vier Gaunern, darunter der Chinese Chung, der damals als Schiffskoch von der brisanten Ladung Wind bekommen hatte. Die Bande hatte die Ducks deshalb angelockt, weil ihnen die wilden Affen den Zugang zur Höhle, in der die Talerkisten lagern, versperrt hatten, und Dagobert und Donald also ihren Einfluss auf sie spielen lassen sollen. Die Ducks erneuern das Bündnis mit „ihren“ Affen – heißa, was für ein Wiedersehen – und vertreiben auf diese Weise die Gangster von der Insel. Gar nicht mehr so einfach ist es nun aber für Dagobert und Donald, die anhängliche Liebe der Affenbande abzuschütteln. Die beiden haben sich bereits mit einem mit den Talerkisten beladenen Motorboot begonnen, in Richtung ihres Hauptschiffes aus dem Staub zu machen, da springen einige Affen, die vorher Schwarzpulver genascht hatte, auf das Boot und bringen es zur Explosion. Donald schwimmt zurück zu Insel – Affenkönig Bingo werde ihn schon vor der Rache Dagoberts schützen… | {{gut}} [[Donald]] und [[Dagobert]] erhalten jeweils Briefe, in denen sie jeweils darüber informiert werden, dass die Talerinsel im Meer versunken sei, weswegen sie bittere Tränen vergießen. Nun wollen es die [[Tick, Trick und Track|Kinder]] genau wissen und ihre Altvorderen beginnen zu erzählen: Vor einiger Zeit hätten Dagobert und Donald getarnt viele Talerkisten in die Südsee verschifft, um sie auf einer einsamen Insel vor Dieben zu sichern. Sie hätten dort eine Affenbande mit ihrem Anführer Bingo angetroffen, die Donald zum Herrscher der Insel gemacht hätten. Die Kinder ahnen bereits, dass ihre Onkels in eine Falle gelockt werde sollen – denn seit wann könnten Affen, zumal mit einem derart rudimentären Wortschatz (s.o.) Briefe schreiben?... Doch die Aussicht auf ein Abenteuer in der Südsee wollen sich Tick, Trick und Track dann doch nicht entgehen lassen. Tatsächlich geraten die Ducks auf der Talerinsel, die erstaunlich stabil genau dort liegt, wo Dagobert und Donald sie damals verlassen hatten, in die Fänge von vier Gaunern, darunter der Chinese Chung, der damals als Schiffskoch von der brisanten Ladung Wind bekommen hatte. Die Bande hatte die Ducks deshalb angelockt, weil ihnen die wilden Affen den Zugang zur Höhle, in der die Talerkisten lagern, versperrt hatten, und Dagobert und Donald also ihren Einfluss auf sie spielen lassen sollen. Die Ducks erneuern das Bündnis mit „ihren“ Affen – heißa, was für ein Wiedersehen – und vertreiben auf diese Weise die Gangster von der Insel. Gar nicht mehr so einfach ist es nun aber für Dagobert und Donald, die anhängliche Liebe der Affenbande abzuschütteln. Die beiden haben sich bereits mit einem mit den Talerkisten beladenen Motorboot begonnen, in Richtung ihres Hauptschiffes aus dem Staub zu machen, da springen einige Affen, die vorher Schwarzpulver genascht hatte, auf das Boot und bringen es zur Explosion. Donald schwimmt zurück zu Insel – Affenkönig Bingo werde ihn schon vor der Rache Dagoberts schützen… | ||
Also schon wieder Primitivlinge vom anderen Ende der Welt. Warum die Affen, in einer annähernd wörtlichen Übersetzung des italienischen Originals, betrübt sind, erfährt man übrigens nie – und sie sind es auch nur am Anfang, bevor Donald seinen Herrscherstatus dadurch erlangt, dass er Affenkönig Bingo (echt nur mit der goldenen Krone!...) zum Lachen bringt. Die halbseidene Erklärung Dagoberts – „Dem armen Kerl war aus irgendeinem Grund das Lachen vergangen!“ (S. 68) – hilft da auch nicht viel weiter. „Die Insel der betrübten Affen“, realisiert nach einem Skript von [[Guido Martina]], kann im Sommer 1958 als einer der ersten Comics aus [[Carpi]]s zweiter Schaffensphase gelten, in der er sich langsam aus den Experimentalmodi der ersten, noch sehr ungeschliffenen, mit dem „verlorenen Ziegelstein“ (1954) aus diesem Band beginnenden, Phase löste. Man kann in gewisser Weise sogar sagen, im Jahr 1958 seien die Würfel gefallen, dass Carpi bald in die Riege der [[Scarpa]] und [[Bottaro]] aufsteigen würde, anstatt in jene der [[Chierchini]] und [[Perego]] hinabzusinken. Die Ducks, obwohl immer noch recht klobig gezeichnet, gewinnen langsam einen originären, kaum noch epigonalen Carpi-Touch, den der Genuese bis zu seinen Meisterwerken dieser Phase, „Donald, Prinz von Duckenmark“ (1960, [[LTB 58]]) und „Der Gürtel aus dem Morgenland“ (1962, [[LTB 3]]), ganz zu schweigen von seinen aus dieser Phase bleibenden Schöpfungen aus dem Maus-Universum, noch verfeinern sollte. Martina legt sich auch mächtig ins Zeug mit interessanten Nebenfiguren wie dem Schiffskoch Chung: „Abel Chung ist Koch, kein Velblechel, und seine glößte Tugend ist Geduld!“ (S. 86). Natürlich sind nicht alle seine Leistungen toll: So erscheint die Zahl der Talerkisten, für die Dagobert und Donald auf dem Hinweg ein ganzes Schiff benötigten, am Ende auf wundersame Weise derart gemindert, dass sie auf ein einziges kleines Motorboot passen. Doch sobald der Autor in einer seiner austauschbaren „Ducks-werden-gefangen-und-entfliehen“-Handlungen erstarrt, kann der Zeichner ihr einigermaßen neues Leben einhauchen. Nur seine Affenbande ist zwar durchaus nicht verzeichnet, doch da hätte er durchaus noch ein wenig mehr Sorgfalt an den Tag legen dürfen. (11/15 – Pretty Good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:15, 16. Dez. 2025 (CET) | Also schon wieder Primitivlinge vom anderen Ende der Welt. Warum die Affen, in einer annähernd wörtlichen Übersetzung des italienischen Originals, betrübt sind, erfährt man übrigens nie – und sie sind es auch nur am Anfang, bevor Donald seinen Herrscherstatus dadurch erlangt, dass er Affenkönig Bingo (echt nur mit der goldenen Krone!...) zum Lachen bringt. Die halbseidene Erklärung Dagoberts – „Dem armen Kerl war aus irgendeinem Grund das Lachen vergangen!“ (S. 68) – hilft da auch nicht viel weiter. „Die Insel der betrübten Affen“, realisiert nach einem Skript von [[Guido Martina]], kann im Sommer 1958 als einer der ersten Comics aus [[Carpi]]s zweiter Schaffensphase gelten, in der er sich langsam aus den Experimentalmodi der ersten, noch sehr ungeschliffenen, mit dem „verlorenen Ziegelstein“ (1954) aus diesem Band beginnenden, Phase löste. Man kann in gewisser Weise sogar sagen, im Jahr 1958 seien die Würfel gefallen, dass Carpi bald in die Riege der [[Scarpa]] und [[Bottaro]] aufsteigen würde, anstatt in jene der [[Chierchini]] und [[Perego]] hinabzusinken. Die Ducks, obwohl immer noch recht klobig gezeichnet, gewinnen langsam einen originären, kaum noch epigonalen Carpi-Touch, den der Genuese bis zu seinen Meisterwerken dieser Phase, „Donald, Prinz von Duckenmark“ (1960, [[LTB 58]]) und „Der Gürtel aus dem Morgenland“ (1962, [[LTB 3]]), ganz zu schweigen von seinen aus dieser Phase bleibenden Schöpfungen aus dem Maus-Universum, noch verfeinern sollte. Martina legt sich auch mächtig ins Zeug mit interessanten Nebenfiguren wie dem Schiffskoch Chung: „Abel Chung ist Koch, kein Velblechel, und seine glößte Tugend ist Geduld!“ (S. 86). Natürlich sind nicht alle seine Leistungen toll: So erscheint die Zahl der Talerkisten, für die Dagobert und Donald auf dem Hinweg ein ganzes Schiff benötigten, am Ende auf wundersame Weise derart gemindert, dass sie auf ein einziges kleines Motorboot passen. Doch sobald der Autor in einer seiner austauschbaren „Ducks-werden-gefangen-und-entfliehen“-Handlungen erstarrt, kann der Zeichner ihr einigermaßen neues Leben einhauchen. Nur seine Affenbande ist zwar durchaus nicht verzeichnet, doch da hätte er durchaus noch ein wenig mehr Sorgfalt an den Tag legen dürfen. (11/15 – Pretty Good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:15, 16. Dez. 2025 (CET) | ||
[[Bild:LTB_069-3.jpg|right|thumb|Der mutige Geisterbahnfahrer Donald erkennt Pappmaché als Pappmaché in Siegel/Gattis Spukgeschichte "Geisterstunde auf Schloß Schreckenstein" (© Egmont Ehapa)]] | |||
== Eine Wette mit Konsequenzen == | == Eine Wette mit Konsequenzen == | ||
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{{schlecht}} [[Donald]] scheitert krachend damit, die weitverzweigten Hotelbetriebe seines [[Onkel Dagobert]]s an der Costa Nova mit einem „Festival der ungeraden Tage“ aufzupolieren. Die Gäste speisen eben nur noch an den ungeraden Tagen und sonst gar nichts – bätsch! Und dann checkt auch noch ein Herr Tröterich ein, der mit seinem Lärm und seinen Extrawünschen [[Tick, Trick und Track]] und vor allem Donald an den Rand der Verzweiflung bringt und zu unbedachten Gegenreaktionen verleitet, bis alle verbliebenen Gäste des Luxushotels entnervt auschecken. Zwar scheint vordergründig Donald letztlich zu triumphieren, doch da rückt Dagobert an, der mit dem Herrn, der sich als Tröterich ausgab, um 100000 Taler gewettet hatte, er werde in seinem Hotel erstklassigen Service und jeglichen Komfort geboten bekommen. Donald ist wieder mal der Schuldige und muss nun, um Touristen anzulocken, einen Weltrekordversuch im Dauertrompeteblasen absolvieren… | {{schlecht}} [[Donald]] scheitert krachend damit, die weitverzweigten Hotelbetriebe seines [[Onkel Dagobert]]s an der Costa Nova mit einem „Festival der ungeraden Tage“ aufzupolieren. Die Gäste speisen eben nur noch an den ungeraden Tagen und sonst gar nichts – bätsch! Und dann checkt auch noch ein Herr Tröterich ein, der mit seinem Lärm und seinen Extrawünschen [[Tick, Trick und Track]] und vor allem Donald an den Rand der Verzweiflung bringt und zu unbedachten Gegenreaktionen verleitet, bis alle verbliebenen Gäste des Luxushotels entnervt auschecken. Zwar scheint vordergründig Donald letztlich zu triumphieren, doch da rückt Dagobert an, der mit dem Herrn, der sich als Tröterich ausgab, um 100000 Taler gewettet hatte, er werde in seinem Hotel erstklassigen Service und jeglichen Komfort geboten bekommen. Donald ist wieder mal der Schuldige und muss nun, um Touristen anzulocken, einen Weltrekordversuch im Dauertrompeteblasen absolvieren… | ||
[[Guido Martina]]s Story ist sicher nicht schlechter als vergleichbare Skripte aus dem Jahr 1956: Phasenweise ist auch in der deutschen Übersetzung so etwas wie Komik erahnbar (etwa wenn sich Donald auf S. 121 zum „Napoleon des Hotel- und Gaststättengewerbes“ krönt). Doch [[Mario Sbattella]]s Zeichnungen sind einfach nur indiskutabel: Unsicherer Strich, miserabel ausgeführte Hintergründe, kein Gefühl für Perspektiven und für das Wesen der Duck-Familie. Kein Wunder, dass Sbattella (1930-2013) in Sachen Disney eine Eintagsfliege blieb. Für Mondadori zeichnete er alsbald nur noch Hanna-Barbera-Illustrationen von Charakteren wie Scooby-Doo und der Familie Feuerstein – sollten die doch mit diesem Zeichner glücklich werden. (3/15 – Unsatisfactory | [[Guido Martina]]s Story ist sicher nicht schlechter als vergleichbare Skripte aus dem Jahr 1956: Phasenweise ist auch in der deutschen Übersetzung so etwas wie Komik erahnbar (etwa wenn sich Donald auf S. 121 zum „Napoleon des Hotel- und Gaststättengewerbes“ krönt). Doch [[Mario Sbattella]]s Zeichnungen sind einfach nur indiskutabel: Unsicherer Strich, miserabel ausgeführte Hintergründe, kein Gefühl für Perspektiven und für das Wesen der Duck-Familie. Kein Wunder, dass Sbattella (1930-2013) in Sachen Disney eine Eintagsfliege blieb. Für Mondadori zeichnete er alsbald nur noch Hanna-Barbera-Illustrationen von Charakteren wie Scooby-Doo und der Familie Feuerstein – sollten die doch mit diesem Zeichner glücklich werden. (3/15 – Unsatisfactory) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 23:15, 16. Dez. 2025 (CET) | ||
== Geisterstunde auf Schloß Schreckenstein == | == Geisterstunde auf Schloß Schreckenstein == | ||
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== Der verlorene Ziegelstein == | == Der verlorene Ziegelstein == | ||
''„Ich müßte also eine Million Ziegelsteine pro Tag zählen, um auf 10 Taler zu kommen?“ – „Dafür ist es ein Beruf mit Zukunft!“'' (Dagobert redet Donald dessen neuesten Job schön) | ''„Ich müßte also eine Million Ziegelsteine pro Tag zählen, um auf 10 Taler zu kommen?“ – „Dafür ist es ein Beruf mit Zukunft!“'' (Dagobert redet Donald dessen neuesten Job schön) | ||
[[Bild:LTB_069-4.jpg|left|thumb|Die Ducks darben in Indien bei Heu, Hafer und Zuckerrohr in einem Abenteuer aus der Frühzeit italienischer Disney-Comics, Martina/Carpis "Der verlorene Ziegelstein" (© Egmont Ehapa)]] | |||
{{mm}} [[Donald]] fällt es nicht schwer, [[Dagobert]]s neuestes Jobangebot, als Ziegelsteinzähler in dessen Ziegelwerk zu fungieren, abzulehnen. Doch er verweilt lange genug vor Ort, um weiteres Unheil zu stiften: Er nimmt eine Wertsendung entgegen und lässt sie aus Ungeschicklichkeit, in Rangelei mit seinen Neffen, in die Ziegelmasse plumpsen. Einer der am 13. des Monats produzierten Ziegel muss nun also einen Rubin im Werte von 1 Mio Talern enthalten, mit dem ein Mister Bambalore aus Indien eine Rechnung bei Dagobert bezahlt hat. Doch, wie [[Gustav]], der neue Ziegelsteinzähler, aus den Büchern ersieht, ist die Produktion dieses Tages, 999853 Steine, komplett an ebendiesen Bambalore verschifft worden. Donald und [[Tick, Trick und Track]] reisen also hinterher in das Land der Tiger, Schlangen, Tempel und Fakire – und nehmen die Ware, die Bambalore bei Dagobert bestellt hat, gleich mit. Ein Ritt mit dem Elefantentaxi, eine Übernachtung im schwerelosen Zustand bei einem Fakir und ein verschwenderisches Verhalten Donalds später treiben sie auf der Kiste mit der Ware, auf der leider „Vor Nässe schützen“ steht, auf dem Ganges Richtung Benares. Bambalore ist jedoch gar nicht begeistert, als er die Kiste öffnet und bereits angerührten Tapetenkleister vorfindet. Donald wird eingesperrt, aber mithilfe eines Fakirs von den Kindern befreit. Sie bringen in Erfahrung, dass die Ziegel nach China weiterverkauft wurden, überqueren deshalb den Himalaya und zerklopfen alle Ziegel, die gemauert die Grenze einer – ausgerechnet Dagobert gehörenden – Reisfeldanlage in Yung-Fen markieren. Der Rubin ist darin erstaunlicherweise nicht zu finden. Die Reste der Mauer bringt Donald mit zurück nach Entenhausen, auf dass die Ziegel in Dagoberts Werk wiederaufbereitet würden. Nun schuftet Donald also auch noch als Ziegelsteinbäcker. Der Rubin allerdings findet Gustav: Er hatte ihn – als einzigen aus der nämlichen Tagesproduktion – als Stütze für den wackelnden Tisch in seinem Büro abgezweigt… | {{mm}} [[Donald]] fällt es nicht schwer, [[Dagobert]]s neuestes Jobangebot, als Ziegelsteinzähler in dessen Ziegelwerk zu fungieren, abzulehnen. Doch er verweilt lange genug vor Ort, um weiteres Unheil zu stiften: Er nimmt eine Wertsendung entgegen und lässt sie aus Ungeschicklichkeit, in Rangelei mit seinen Neffen, in die Ziegelmasse plumpsen. Einer der am 13. des Monats produzierten Ziegel muss nun also einen Rubin im Werte von 1 Mio Talern enthalten, mit dem ein Mister Bambalore aus Indien eine Rechnung bei Dagobert bezahlt hat. Doch, wie [[Gustav]], der neue Ziegelsteinzähler, aus den Büchern ersieht, ist die Produktion dieses Tages, 999853 Steine, komplett an ebendiesen Bambalore verschifft worden. Donald und [[Tick, Trick und Track]] reisen also hinterher in das Land der Tiger, Schlangen, Tempel und Fakire – und nehmen die Ware, die Bambalore bei Dagobert bestellt hat, gleich mit. Ein Ritt mit dem Elefantentaxi, eine Übernachtung im schwerelosen Zustand bei einem Fakir und ein verschwenderisches Verhalten Donalds später treiben sie auf der Kiste mit der Ware, auf der leider „Vor Nässe schützen“ steht, auf dem Ganges Richtung Benares. Bambalore ist jedoch gar nicht begeistert, als er die Kiste öffnet und bereits angerührten Tapetenkleister vorfindet. Donald wird eingesperrt, aber mithilfe eines Fakirs von den Kindern befreit. Sie bringen in Erfahrung, dass die Ziegel nach China weiterverkauft wurden, überqueren deshalb den Himalaya und zerklopfen alle Ziegel, die gemauert die Grenze einer – ausgerechnet Dagobert gehörenden – Reisfeldanlage in Yung-Fen markieren. Der Rubin ist darin erstaunlicherweise nicht zu finden. Die Reste der Mauer bringt Donald mit zurück nach Entenhausen, auf dass die Ziegel in Dagoberts Werk wiederaufbereitet würden. Nun schuftet Donald also auch noch als Ziegelsteinbäcker. Der Rubin allerdings findet Gustav: Er hatte ihn – als einzigen aus der nämlichen Tagesproduktion – als Stütze für den wackelnden Tisch in seinem Büro abgezweigt… | ||