LTB 11: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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== Cover == | == Cover == | ||
Altes Cover: {{mm}} Das ursprüngliche Cover zeigt Micky und einen seiner Neffen auf blauem Grund. Nicht gerade sehr kreativ, immerhin ist die Krone passend. Note 3 --Alex | Altes Cover: {{mm}} Das ursprüngliche Cover zeigt Micky und einen seiner Neffen auf blauem Grund. Nicht gerade sehr kreativ, immerhin ist die Krone passend. Note 3 --Alex | ||
{{mm}} Kein schönes Cover – begeistert hat mich stets nur der dunkelblaue Hintergrund. (6/15 – Average) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST) | |||
Cover der Neuauflage: {{gut}} Das Cover der Neuauflage zeigt Micky, wie er eine seltsame Entdeckung in einem Eisberg macht. Passend, gut gezeichnet und diesmal mit Hintergrund. Note 2+ --Alex | Cover der Neuauflage: {{gut}} Das Cover der Neuauflage zeigt Micky, wie er eine seltsame Entdeckung in einem Eisberg macht. Passend, gut gezeichnet und diesmal mit Hintergrund. Note 2+ --Alex | ||
== Rahmengeschichte == | |||
{{schlecht}} Wirre, miserabel gezeichnete Geschichte rund um Kater Karlo, Plattnase und die Verwechslung von Ostereiern. Zwischenzeitlich darf auch die sympathische Hexe Hicksi mittun, was die Sache aber kaum besser macht. (2/15 - Very bad) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST) | |||
== Rebellion der Schatten == | == Rebellion der Schatten == | ||
''„Noch vor Einbruch der Nacht habe ich dir richtige Droge gefunden“'' (Professor Unrath) | |||
{{mm}} Band 11 startet mit einer ziemlich surrealistisch anmutenden Geschichte von [[Ennio Missaglia]] (Story) und [[Giovan Battista Carpi]] (Zeichnungen). | {{mm}} Band 11 startet mit einer ziemlich surrealistisch anmutenden Geschichte von [[Ennio Missaglia]] (Story) und [[Giovan Battista Carpi]] (Zeichnungen). | ||
Die Schatten haben genug von der Knechterei der Menschen und proben den Aufstand. Der Schatten Professor Unraths hat einen Trank erfunden, der – bei Sonnenfinsternis eingenommen – die Schatten für immer vom dazugehörenden Menschen löst. Der echte Professor Unrath wird von den Schatten Mickys und Goofys entführt, damit er kein Gegenmittel erfinden kann. Ein erbitterter Kampf gegen die renitenten Schatten entbrennt... . Die Geschichte verspricht einerseits mehr, als sie zu halten vermag; sie bietet keine großen Überraschungen oder gar optische Spielereien mit dem Thema. Andererseits muss hier auf die wirklich sehr unbedarfte und unsorgfältige Übersetzung (oder handelt es sich hier wieder um eine Überarbeitung?) hingewiesen werden: Ich behaupte, dass die Geschichte mit einer gelungenen Eindeutschung besser abschneiden würde. --Silly Symphony, September 2005 | Die Schatten haben genug von der Knechterei der Menschen und proben den Aufstand. Der Schatten Professor Unraths hat einen Trank erfunden, der – bei Sonnenfinsternis eingenommen – die Schatten für immer vom dazugehörenden Menschen löst. Der echte Professor Unrath wird von den Schatten Mickys und Goofys entführt, damit er kein Gegenmittel erfinden kann. Ein erbitterter Kampf gegen die renitenten Schatten entbrennt... . Die Geschichte verspricht einerseits mehr, als sie zu halten vermag; sie bietet keine großen Überraschungen oder gar optische Spielereien mit dem Thema. Andererseits muss hier auf die wirklich sehr unbedarfte und unsorgfältige Übersetzung (oder handelt es sich hier wieder um eine Überarbeitung?) hingewiesen werden: Ich behaupte, dass die Geschichte mit einer gelungenen Eindeutschung besser abschneiden würde. --Silly Symphony, September 2005 | ||
{{gut}} '''Gut.''' Ich finde die Geschichte sehr gelungen und gut umgesetzt. Klar, es ist verrückt, aber es ergibt alles Sinn. Alles gut in Szene gesetzt und eine tolle, einzigartige Idee. Für mich ist diese Story pure Nostalgie. --[[Benutzer:84.19.212.1|84.19.212.1]] 10:38, 19. März 2026 (CET) | |||
{{gut}} Es gibt hier Schwächen bei den Zeichnungen Carpis und im Storytelling – dennoch ist das eine innovative, klasse Idee mit gehörigem Gruselfaktor, die für sich bereits gebührend gewürdigt gehört. (11/15 – Good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST) | |||
== Die Zauberraketen == | == Die Zauberraketen == | ||
''„Sag bloß, daß du sprechen kannst, Besen!“ – „Bezweifelst du’s etwa?“ – „Aber haarscharf!“'' (Goofy und Beelzebub) | |||
{{gut}} Dieselbe Übersetzerin ([[Gudrun Penndorf]]) liefert im zweiten Beitrag eine weitaus bessere Arbeit ab. So bleibt diese von [[Luciano Bottaro]] geschriebene und gezeichnete Geschichte, was sie ist: Ein herrlich verrücktes Vergnügen! | {{gut}} Dieselbe Übersetzerin ([[Gudrun Penndorf]]) liefert im zweiten Beitrag eine weitaus bessere Arbeit ab. So bleibt diese von [[Luciano Bottaro]] geschriebene und gezeichnete Geschichte, was sie ist: Ein herrlich verrücktes Vergnügen! | ||
Auf Kap Racky passieren rätselhafte Dinge: Mondraketen explodieren kurz nach dem Start, darauf geht ein Bonbonregen („alle Sorten!“) nieder. [[Kommissar Hunter]] und [[Micky Maus|Micky]] stehen vor einem Rätsel. Dessen Lösung – die Hexe [[Hicksi]] – hat sich auf [[Goofy]] | Auf Kap Racky passieren rätselhafte Dinge: Mondraketen explodieren kurz nach dem Start, darauf geht ein Bonbonregen („alle Sorten!“) nieder. [[Kommissar Hunter]] und [[Micky Maus|Micky]] stehen vor einem Rätsel. Dessen Lösung – die Hexe [[Hicksi]] – hat sich auf [[Goofy|Goofys]] Dachboden einquartiert und sabotiert von dort aus die Raketen – weil die Dinger dauernd in die Kochtöpfe der auf dem Mond stationierten Hexen fallen. Nebenbei versucht Hicksi Goofy mit all ihrer Zauberkraft zu beweisen, dass sie eine echte Hexe sei – vergeblich. | ||
Eine mit viel zeichnerischem und sonstigem Witz ausgesattete, sehr gut aufgebaute Story! Von der Konzeption und der Ausführung her erstklassig! Bottaros Zeichnungen gefallen mir ausgesprochen gut, und Goofy kommt hier einfach köstlich rüber. --Silly Symphony, September 2005 | Eine mit viel zeichnerischem und sonstigem Witz ausgesattete, sehr gut aufgebaute Story! Von der Konzeption und der Ausführung her erstklassig! Bottaros Zeichnungen gefallen mir ausgesprochen gut, und Goofy kommt hier einfach köstlich rüber. --Silly Symphony, September 2005 | ||
{{hl}} Sehr witzige und unterhaltsame Geschichte - Die Dialoge zwischen Goofy und Hicksi, sowie Goofy und Micky sind teils herrlich. Note 1- --Alex | |||
{{hl}} | {{hl}} Die zweite Hicksi/Goofy-Geschichte Chendis und Bottaros, von denen beklagenswerterweise etliche nie auf Deutsch erschienen sind, ist ein fantastischer Spaß voller absurder Ideen. (14/15 – Brilliant) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST) | ||
== Der rätselhafte Eisberg == | == Der rätselhafte Eisberg == | ||
''„I wo! Nur eben mal nach Grönland!“'' (Micky ist eben ein Globetrotter) | |||
{{mm}} Eine weitere Story vom Duo Missaglia/Carpi. Micky und Goofy erfahren im Hafen, dass zahlreiche Seehundkutter von ihrer letzten Fahrt nicht mehr zurückgekehrt seien. Das letzte, was man von ihnen allen gehört hatte, war ein Notruf: „SOS Eisberg“. Als auch sein Freund Goofy mit einem solchen Schiff verschwindet, wird Micky aktiv. Im Meer stößt er auf einen rätselhaften Eisberg... | {{mm}} Eine weitere Story vom Duo Missaglia/Carpi. Micky und Goofy erfahren im Hafen, dass zahlreiche Seehundkutter von ihrer letzten Fahrt nicht mehr zurückgekehrt seien. Das letzte, was man von ihnen allen gehört hatte, war ein Notruf: „SOS Eisberg“. Als auch sein Freund Goofy mit einem solchen Schiff verschwindet, wird Micky aktiv. Im Meer stößt er auf einen rätselhaften Eisberg... | ||
Wenn man diese Geschichte heute liest, muss man schon zwei Augen zudrücken: Erstens könnte man heute zum Thema Seehundjagd keine solch unkritische Geschichte mehr publizieren; 1970, im Erscheinungsjahr dieses Buches, ging das wohl gerade noch. Zweitens: Micky und die Gefangenen können unbemerkt im Eisberginnern herumschleichen und ihr Komplott schmieden – Überwachungstechnik war damals wohl noch kein Thema. | Wenn man diese Geschichte heute liest, muss man schon zwei Augen zudrücken: Erstens könnte man heute zum Thema Seehundjagd keine solch unkritische Geschichte mehr publizieren; 1970, im Erscheinungsjahr dieses Buches, ging das wohl gerade noch. Zweitens: Micky und die Gefangenen können unbemerkt im Eisberginnern herumschleichen und ihr Komplott schmieden – Überwachungstechnik war damals wohl noch kein Thema. | ||
Mehr Augen zum Zudrücken hat der Mensch nicht, obwohl das hier durchaus nötig wäre. So stürzt Micky, der mit seinem Hubschrauber über die Weiten des Meeres fliegt, ausgerechnet auf den gesuchten Eisberg drauf. Und das Schmelzen des Plastikeisbergs von Innen bleibt unglaubwürdig, da die Wassertemperatur von außen der Hitze entgegenwirken müsste. | Mehr Augen zum Zudrücken hat der Mensch nicht, obwohl das hier durchaus nötig wäre. So stürzt Micky, der mit seinem Hubschrauber über die Weiten des Meeres fliegt, ausgerechnet auf den gesuchten Eisberg drauf. Und das Schmelzen des Plastikeisbergs von Innen bleibt unglaubwürdig, da die Wassertemperatur von außen der Hitze entgegenwirken müsste. | ||
Die Geschichte liest sich aber trotz den erwähnten Patzern nicht schlecht, nicht zuletzt dank Carpis sehr schöner und interessanter Gestaltung. Sie ist aber klar die schwächste Story dieses LTBs. --Silly Symphony, September 2005 | Die Geschichte liest sich aber trotz den erwähnten Patzern nicht schlecht, nicht zuletzt dank Carpis sehr schöner und interessanter Gestaltung. Sie ist aber klar die schwächste Story dieses LTBs. --Silly Symphony, September 2005 | ||
{{gut}} '''Gut.''' Die Geschichte ist rätselhaft, spielt im Norden, hat eine interessante Story Line und Micky ist dabei. Somit hat sie alles was eine gute Geschichte braucht. Klar, das mit der Seehundjagd ist heute kritisch, doch für die damalige Zeit nichts schlimmes, daher lassen wir das einfach mal so stehen. Es ist gut um gesetzt, doch die Stelle wo Minnie Micky krank macht ist etwas... unglaubwürdig. 5 min Ventilator und schon krass krank? Naja. Aber an sich ist die Geschichte toll, super gezeichnet, Dialoge der Zeit entsprechend gut. --[[Benutzer:84.19.212.1|84.19.212.1]] 10:38, 19. März 2026 (CET) | |||
{{mm}} Die Ähnlichkeit mit dem ein halbes Jahr zuvor erschienenen „Die Piraten des Gelben Meeres“ desselben Gespanns Missaglia/Carpi (LTB 9) ist mit den Händen zu greifen. Am besten gefallen mir alle Szenen mit den Seehunden. (7/15 – Fair) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST) | |||
== [[Der Kaiser von Quacktanien]] == | == [[Der Kaiser von Quacktanien]] == | ||
''„Warte nur, Quacktanien! Eines Tages finde ich die Pfeife!“'' (Kid-Micky) | |||
{{hl}} Hier gibt's wohl nichts zu rütteln – diese Geschichte ist schlicht grandios! Geschrieben und gezeichnet von [[Romano Scarpa]], kann „Der Kaiser von Quacktanien“ durchaus mit den Geschichten von [[Carl Barks]] oder [[Floyd Gottfredson]] mithalten! Allein schon wegen dieser Story lohnt sich die Anschaffung dieses Bandes! | {{hl}} Hier gibt's wohl nichts zu rütteln – diese Geschichte ist schlicht grandios! Geschrieben und gezeichnet von [[Romano Scarpa]], kann „Der Kaiser von Quacktanien“ durchaus mit den Geschichten von [[Carl Barks]] oder [[Floyd Gottfredson]] mithalten! Allein schon wegen dieser Story lohnt sich die Anschaffung dieses Bandes! | ||
In Entenhausen hagelt's plötzlich massive Mietzinserhöhungen – auch bei Eigenheimbesitzern und im Polizeipräsidium. Ausgestellt sind diese von einem ominösen „Kaiser von Quacktanien“. Zudem macht ein Trompete blasender Einbrecher nachts die Stadt unsicher. Das ist die Ausgangslage einer komplexen, überraschungsreichen und spannenden Geschichte, von der nicht mehr verraten werden darf. Mit von der Partie: [[Atömchen]], [[Kommissar Hunter]] und ein Desperado namens [[Kid-Micky]]. | In Entenhausen hagelt's plötzlich massive Mietzinserhöhungen – auch bei Eigenheimbesitzern und im Polizeipräsidium. Ausgestellt sind diese von einem ominösen „Kaiser von Quacktanien“. Zudem macht ein Trompete blasender Einbrecher nachts die Stadt unsicher. Das ist die Ausgangslage einer komplexen, überraschungsreichen und spannenden Geschichte, von der nicht mehr verraten werden darf. Mit von der Partie: [[Atömchen]], [[Kommissar Hunter]] und ein Desperado namens [[Kid-Micky]]. | ||
Die zeichnerische Umsetzung der hervorragend konziperten Geschichte ist sensationell. Mit unglaublich viel Detailliebe, Witz und Drive liefert Scarpa hier eine denkwürdige, im Disney-Comicuniversum auf der obersten Stufe rangierende Geschichte ab. TOP! --Silly Symphony, September 2005 | Die zeichnerische Umsetzung der hervorragend konziperten Geschichte ist sensationell. Mit unglaublich viel Detailliebe, Witz und Drive liefert Scarpa hier eine denkwürdige, im Disney-Comicuniversum auf der obersten Stufe rangierende Geschichte ab. TOP! --Silly Symphony, September 2005 | ||
{{mm}} '''Mittelmäßig.''' Die Idee ist nicht schlecht, aber die Zeichnungen gefallen mir garnicht. Das Gute ist, wie es sich in die Vorgeschichte einfügt. Leider aber... Das ENDE ist soooooooooo TRIGGERND!!! Es tut mir leid. --[[Benutzer:84.19.212.1|84.19.212.1]] 10:38, 19. März 2026 (CET) | |||
{{hl}} Der Klassiker Romano Scarpas von 1961 spielt wunderbar mit den Zeitebenen – ohne dass Zeitreisen oder so nötig wären – und einigen unverwüstlichen Topoi des Western-Genres. Als gewisses Manko sehe ich, dass Atömchen eine weniger profilierte Funktion für die Handlung hat als in seinen Auftritten zuvor. [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST) | |||
== Fazit== | == Fazit== | ||
Klasse! Gehört in jede Sammlung – obwohl es sicher noch bessere LTBs gibt. Doch die beiden Geschichten von Scarpa und Bottaro sind so originell, dass man die Minuspunkte dieses Bandes einfach vergisst. LTB 11 hat mich dazu animiert, eine Sammlung mit den besten LTBs zu eröffnen. --Silly Symphony, September 2005 | Klasse! Gehört in jede Sammlung – obwohl es sicher noch bessere LTBs gibt. Doch die beiden Geschichten von Scarpa und Bottaro sind so originell, dass man die Minuspunkte dieses Bandes einfach vergisst. LTB 11 hat mich dazu animiert, eine Sammlung mit den besten LTBs zu eröffnen. --Silly Symphony, September 2005 | ||
2x Carpi und jeweils 1x Bottaro und Scarpa - gegen dieses geniale Dreigestirn der frühen italienischen Disney-Comics lässt sich schwerlich argumentieren. Die Rahmengeschichte ist zu lang und zieht das Gesamtergebnis deutlich nach unten. Dennoch einer der besten Micky-Bände der LTBs überhaupt! [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST) | |||
[[Kategorie:LTB Rezension|011]] | [[Kategorie:LTB Rezension|011]] | ||
Aktuelle Version vom 12. Oktober 2026, 21:16 Uhr
In diesem Artikel wird das LTB 11 rezensiert. Welche Geschichten erfreuen das Fan-Herz und welche sollte man dem Gemütszustand halber lieber weglassen? Das erfährst du hier! Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 11.
Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 11 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight
, Gut
, Mittelmaß
oder Schlecht
bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!
Cover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Altes Cover:
Das ursprüngliche Cover zeigt Micky und einen seiner Neffen auf blauem Grund. Nicht gerade sehr kreativ, immerhin ist die Krone passend. Note 3 --Alex
Kein schönes Cover – begeistert hat mich stets nur der dunkelblaue Hintergrund. (6/15 – Average) Hobrowili (Diskussion) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST)
Cover der Neuauflage:
Das Cover der Neuauflage zeigt Micky, wie er eine seltsame Entdeckung in einem Eisberg macht. Passend, gut gezeichnet und diesmal mit Hintergrund. Note 2+ --Alex
Rahmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wirre, miserabel gezeichnete Geschichte rund um Kater Karlo, Plattnase und die Verwechslung von Ostereiern. Zwischenzeitlich darf auch die sympathische Hexe Hicksi mittun, was die Sache aber kaum besser macht. (2/15 - Very bad) Hobrowili (Diskussion) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST)
Rebellion der Schatten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
„Noch vor Einbruch der Nacht habe ich dir richtige Droge gefunden“ (Professor Unrath)
Band 11 startet mit einer ziemlich surrealistisch anmutenden Geschichte von Ennio Missaglia (Story) und Giovan Battista Carpi (Zeichnungen).
Die Schatten haben genug von der Knechterei der Menschen und proben den Aufstand. Der Schatten Professor Unraths hat einen Trank erfunden, der – bei Sonnenfinsternis eingenommen – die Schatten für immer vom dazugehörenden Menschen löst. Der echte Professor Unrath wird von den Schatten Mickys und Goofys entführt, damit er kein Gegenmittel erfinden kann. Ein erbitterter Kampf gegen die renitenten Schatten entbrennt... . Die Geschichte verspricht einerseits mehr, als sie zu halten vermag; sie bietet keine großen Überraschungen oder gar optische Spielereien mit dem Thema. Andererseits muss hier auf die wirklich sehr unbedarfte und unsorgfältige Übersetzung (oder handelt es sich hier wieder um eine Überarbeitung?) hingewiesen werden: Ich behaupte, dass die Geschichte mit einer gelungenen Eindeutschung besser abschneiden würde. --Silly Symphony, September 2005
Gut. Ich finde die Geschichte sehr gelungen und gut umgesetzt. Klar, es ist verrückt, aber es ergibt alles Sinn. Alles gut in Szene gesetzt und eine tolle, einzigartige Idee. Für mich ist diese Story pure Nostalgie. --84.19.212.1 10:38, 19. März 2026 (CET)
Es gibt hier Schwächen bei den Zeichnungen Carpis und im Storytelling – dennoch ist das eine innovative, klasse Idee mit gehörigem Gruselfaktor, die für sich bereits gebührend gewürdigt gehört. (11/15 – Good) Hobrowili (Diskussion) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST)
Die Zauberraketen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
„Sag bloß, daß du sprechen kannst, Besen!“ – „Bezweifelst du’s etwa?“ – „Aber haarscharf!“ (Goofy und Beelzebub)
Dieselbe Übersetzerin (Gudrun Penndorf) liefert im zweiten Beitrag eine weitaus bessere Arbeit ab. So bleibt diese von Luciano Bottaro geschriebene und gezeichnete Geschichte, was sie ist: Ein herrlich verrücktes Vergnügen!
Auf Kap Racky passieren rätselhafte Dinge: Mondraketen explodieren kurz nach dem Start, darauf geht ein Bonbonregen („alle Sorten!“) nieder. Kommissar Hunter und Micky stehen vor einem Rätsel. Dessen Lösung – die Hexe Hicksi – hat sich auf Goofys Dachboden einquartiert und sabotiert von dort aus die Raketen – weil die Dinger dauernd in die Kochtöpfe der auf dem Mond stationierten Hexen fallen. Nebenbei versucht Hicksi Goofy mit all ihrer Zauberkraft zu beweisen, dass sie eine echte Hexe sei – vergeblich.
Eine mit viel zeichnerischem und sonstigem Witz ausgesattete, sehr gut aufgebaute Story! Von der Konzeption und der Ausführung her erstklassig! Bottaros Zeichnungen gefallen mir ausgesprochen gut, und Goofy kommt hier einfach köstlich rüber. --Silly Symphony, September 2005
Sehr witzige und unterhaltsame Geschichte - Die Dialoge zwischen Goofy und Hicksi, sowie Goofy und Micky sind teils herrlich. Note 1- --Alex
Die zweite Hicksi/Goofy-Geschichte Chendis und Bottaros, von denen beklagenswerterweise etliche nie auf Deutsch erschienen sind, ist ein fantastischer Spaß voller absurder Ideen. (14/15 – Brilliant) Hobrowili (Diskussion) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST)
Der rätselhafte Eisberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
„I wo! Nur eben mal nach Grönland!“ (Micky ist eben ein Globetrotter)
Eine weitere Story vom Duo Missaglia/Carpi. Micky und Goofy erfahren im Hafen, dass zahlreiche Seehundkutter von ihrer letzten Fahrt nicht mehr zurückgekehrt seien. Das letzte, was man von ihnen allen gehört hatte, war ein Notruf: „SOS Eisberg“. Als auch sein Freund Goofy mit einem solchen Schiff verschwindet, wird Micky aktiv. Im Meer stößt er auf einen rätselhaften Eisberg...
Wenn man diese Geschichte heute liest, muss man schon zwei Augen zudrücken: Erstens könnte man heute zum Thema Seehundjagd keine solch unkritische Geschichte mehr publizieren; 1970, im Erscheinungsjahr dieses Buches, ging das wohl gerade noch. Zweitens: Micky und die Gefangenen können unbemerkt im Eisberginnern herumschleichen und ihr Komplott schmieden – Überwachungstechnik war damals wohl noch kein Thema.
Mehr Augen zum Zudrücken hat der Mensch nicht, obwohl das hier durchaus nötig wäre. So stürzt Micky, der mit seinem Hubschrauber über die Weiten des Meeres fliegt, ausgerechnet auf den gesuchten Eisberg drauf. Und das Schmelzen des Plastikeisbergs von Innen bleibt unglaubwürdig, da die Wassertemperatur von außen der Hitze entgegenwirken müsste.
Die Geschichte liest sich aber trotz den erwähnten Patzern nicht schlecht, nicht zuletzt dank Carpis sehr schöner und interessanter Gestaltung. Sie ist aber klar die schwächste Story dieses LTBs. --Silly Symphony, September 2005
Gut. Die Geschichte ist rätselhaft, spielt im Norden, hat eine interessante Story Line und Micky ist dabei. Somit hat sie alles was eine gute Geschichte braucht. Klar, das mit der Seehundjagd ist heute kritisch, doch für die damalige Zeit nichts schlimmes, daher lassen wir das einfach mal so stehen. Es ist gut um gesetzt, doch die Stelle wo Minnie Micky krank macht ist etwas... unglaubwürdig. 5 min Ventilator und schon krass krank? Naja. Aber an sich ist die Geschichte toll, super gezeichnet, Dialoge der Zeit entsprechend gut. --84.19.212.1 10:38, 19. März 2026 (CET)
Die Ähnlichkeit mit dem ein halbes Jahr zuvor erschienenen „Die Piraten des Gelben Meeres“ desselben Gespanns Missaglia/Carpi (LTB 9) ist mit den Händen zu greifen. Am besten gefallen mir alle Szenen mit den Seehunden. (7/15 – Fair) Hobrowili (Diskussion) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST)
Der Kaiser von Quacktanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
„Warte nur, Quacktanien! Eines Tages finde ich die Pfeife!“ (Kid-Micky)
Hier gibt's wohl nichts zu rütteln – diese Geschichte ist schlicht grandios! Geschrieben und gezeichnet von Romano Scarpa, kann „Der Kaiser von Quacktanien“ durchaus mit den Geschichten von Carl Barks oder Floyd Gottfredson mithalten! Allein schon wegen dieser Story lohnt sich die Anschaffung dieses Bandes!
In Entenhausen hagelt's plötzlich massive Mietzinserhöhungen – auch bei Eigenheimbesitzern und im Polizeipräsidium. Ausgestellt sind diese von einem ominösen „Kaiser von Quacktanien“. Zudem macht ein Trompete blasender Einbrecher nachts die Stadt unsicher. Das ist die Ausgangslage einer komplexen, überraschungsreichen und spannenden Geschichte, von der nicht mehr verraten werden darf. Mit von der Partie: Atömchen, Kommissar Hunter und ein Desperado namens Kid-Micky.
Die zeichnerische Umsetzung der hervorragend konziperten Geschichte ist sensationell. Mit unglaublich viel Detailliebe, Witz und Drive liefert Scarpa hier eine denkwürdige, im Disney-Comicuniversum auf der obersten Stufe rangierende Geschichte ab. TOP! --Silly Symphony, September 2005
Mittelmäßig. Die Idee ist nicht schlecht, aber die Zeichnungen gefallen mir garnicht. Das Gute ist, wie es sich in die Vorgeschichte einfügt. Leider aber... Das ENDE ist soooooooooo TRIGGERND!!! Es tut mir leid. --84.19.212.1 10:38, 19. März 2026 (CET)
Der Klassiker Romano Scarpas von 1961 spielt wunderbar mit den Zeitebenen – ohne dass Zeitreisen oder so nötig wären – und einigen unverwüstlichen Topoi des Western-Genres. Als gewisses Manko sehe ich, dass Atömchen eine weniger profilierte Funktion für die Handlung hat als in seinen Auftritten zuvor. Hobrowili (Diskussion) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST)
Fazit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Klasse! Gehört in jede Sammlung – obwohl es sicher noch bessere LTBs gibt. Doch die beiden Geschichten von Scarpa und Bottaro sind so originell, dass man die Minuspunkte dieses Bandes einfach vergisst. LTB 11 hat mich dazu animiert, eine Sammlung mit den besten LTBs zu eröffnen. --Silly Symphony, September 2005
2x Carpi und jeweils 1x Bottaro und Scarpa - gegen dieses geniale Dreigestirn der frühen italienischen Disney-Comics lässt sich schwerlich argumentieren. Die Rahmengeschichte ist zu lang und zieht das Gesamtergebnis deutlich nach unten. Dennoch einer der besten Micky-Bände der LTBs überhaupt! Hobrowili (Diskussion) 21:00, 12. Okt. 2026 (CEST)