LTB 18: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:LTB018.jpg|thumb|right|LTB 18 (© Disney, © Egmont Ehapa)]]
{{LTB Rezension|18|LTB018.jpg}}
{{Rezension|im [[LTB 18]]}}


== Abenteuer im Spukschlösschen ==
== Cover ==
{{gut}} Das Mantel- und Degen-Motiv besticht durch seine Dynamik. Die Gegner Donald de Donaldac am unteren Bildrand sind machtlos! Allenfalls hätte Zeichner Giovan Battista Carpi noch ein wenig am Gesichtsausdruck des edlen Ritters feilen können. (12/15 - Really good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)
 
[[Bild:LTB_018-1.jpg|left|thumb|500px|Wird er Schneewittchen auf dem Gewissen haben? Donald in Martina/Scarpas gelungenem Crossover durch die Welt der Disney-Zeichentrickfilme, "Abenteuer im Spukschlößchen" (© Egmont Ehapa)]]
 
== Rahmengeschichte ==
{{schlecht}} Wir sehen mal wieder Onkel Donald seine Familien-Tyrannei gegen Tick, Trick und Track ausüben. Er ist derart vernarrt in seinen zu diesem Zweck umfunktionierten Teppichklopfer (den Giuseppe Perego übrigens auch nicht gut zeichnen kann), dass er ihn sogar mit zu dem Termin bei Primus mitschleppt. Ansonsten geht es viel um Bücher, die von Hand zu Hand bzw. Kopf zu Kopf gehen – der Cyrano de Bergerac, Deutsche Balladen etc. (4/15 - Poor) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)
 
== Abenteuer im Spukschlößchen ==
''„Ich bin ganz gerührt über mich!“'' (Milliardär Goldmann, der Philanthrop)


Dank einer Autopanne gerät [[Donald Duck]] in ein abgelegenes Schloss. Müde und hungrig, wird er von der Grinsekatz' aus „Alice im Wunderland“ verspottet, es solle doch das Wünschelkraut essen, das vor dem Haus wächst. In seiner Wut reißt Donald das Kraut mit Stumpf und Stiel aus – nur um später von den sieben Zwergen von dessen Nützlichkeit zu erfahren: Das erblindete Schneewittchen hätte von dem Kraut kuriert werden können. In der Folge sucht Donald in der Märchenwelt heldenmutig für Ersatz. Eine von [[Guido Martina]] schön konzipierte und von [[Romano Scarpa]] zeichnerisch toll umgesetzte Geschichte! Leider macht die Rahmenhandlung daraus einen Traum, was schade ist, denn so positiv und mutig wie hier erlebt man den guten Donald sonst kaum! -- Silly Symphony, August 2005
Dank einer Autopanne gerät [[Donald Duck]] in ein abgelegenes Schloss. Müde und hungrig, wird er von der Grinsekatz' aus „Alice im Wunderland“ verspottet, es solle doch das Wünschelkraut essen, das vor dem Haus wächst. In seiner Wut reißt Donald das Kraut mit Stumpf und Stiel aus – nur um später von den sieben Zwergen von dessen Nützlichkeit zu erfahren: Das erblindete Schneewittchen hätte von dem Kraut kuriert werden können. In der Folge sucht Donald in der Märchenwelt heldenmutig für Ersatz. Eine von [[Guido Martina]] schön konzipierte und von [[Romano Scarpa]] zeichnerisch toll umgesetzte Geschichte! Leider macht die Rahmenhandlung daraus einen Traum, was schade ist, denn so positiv und mutig wie hier erlebt man den guten Donald sonst kaum! -- Silly Symphony, August 2005


{{hl}} Ich hatte ja durchaus einige Vorbehalte gegen diese Story, bevor ich sie nach Jahren mal wieder zur Hand nahm. Doch Donald agiert in diesem märchenhaften, rührenden Crossover so natürlich, als hätte er schon immer zur Welt von Schneewittchen und den Sieben Zwergen, von Pinocchio oder Alice im Wunderland gehört. Für das Duo Martina/Scarpa war es im Jahr 1967 übrigens eine Rückkehr zum Biancaneve (=Schneewittchen)-Stoff, mit dem Scarpa im Jahr 1953 seine Karriere bei Mondadori begonnen hatte. (14/15 – Brilliant) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)
== Ritter Donald de Donaldac ==


== Gekreuzte Klingen ==
''„Ich habe gehört, ein gewisser Donald de Donaldac käme allmorgendlich hierher, um sich an gegrilltem Fasan in Trüffeltunke zu delektieren!“'' (Vicomte Gustav Glückspilz d’Erpeldac besucht das Wirtshaus „Zu den drei Schnecken“, um einen Konkurrenten zur Schnecke zu machen)
 
[[Bild:LTB_018-2.jpg|left|thumb|500px|Das Panel aus Dalmasso/Bottaros "Ritter Donald de Donaldac", nach dem Giovan Battista Carpi das Cover-Motiv zu diesem Band entwarf (© Egmont Ehapa)]]


Hier handelt es sich hingegen wirklich um einen Traum: Donald spielt nach der Lektüre des „Cyrano de Bergerac“ im Garten Schwertkampf mit einem Holzritter, wobei er bewusstlos geschlagen wird. Im Traum ist er Ritter Donald de Donaldac (!), der von seinem Vetter [[Gustav Gans|Gustav d'Erpeldac]] wegen seines Schnabels verspottet wird. Die von [[Gian Giacomo Dalmasso]] geschriebene und von [[Luciano Bottaro]] gezeichnete Geschichte ist vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. „Geschichte“ ist vielleicht auch etwas viel gesagt, denn im Grunde handelt es sich nur um ein Panorama von Disney-Figuren in Edelmanns- und Edelfraukostümen. -- Silly Symphony, August 2005
Hier handelt es sich hingegen wirklich um einen Traum: Donald spielt nach der Lektüre des „Cyrano de Bergerac“ im Garten Schwertkampf mit einem Holzritter, wobei er bewusstlos geschlagen wird. Im Traum ist er Ritter Donald de Donaldac (!), der von seinem Vetter [[Gustav Gans|Gustav d'Erpeldac]] wegen seines Schnabels verspottet wird. Die von [[Gian Giacomo Dalmasso]] geschriebene und von [[Luciano Bottaro]] gezeichnete Geschichte ist vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. „Geschichte“ ist vielleicht auch etwas viel gesagt, denn im Grunde handelt es sich nur um ein Panorama von Disney-Figuren in Edelmanns- und Edelfraukostümen. -- Silly Symphony, August 2005


{{gut}} Es stimmt zwar, dass der Stoff auch eine breitere Bearbeitung verdient gehabt hätte, doch Luciano Bottaro schafft es (nach einem Skript von Dalmasso) auch auf den wenigen Seiten, eine herrliche Mantel- und Degen-Stimmung heraufzubeschwören, die einfach Freude macht. In der Neuauflage heißt der Comic nur noch "Gekreuzte Klingen", was die Anlehnung an den "Cyrano de Bergerac" nach Edmond Rostand verdeckt. (11/15 – Pretty good) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)


== Der venezianische Bäckerlehrling ==
== Donald als venezianischer Bäckerlehrling ==
''„Donaldo! Wo bleibt das Weizenkeimbrot? Und wo die Hefestückchen? Wie weit sind die Rohrnudeln? Sag mir doch einer, wo der Faulpelz bloß den ganzen Tag herumtrödelt?“'' (Dagoberto Duccaroni setzt den Grundton für diese Geschichte)


Eine weitere, m. E. besser gelungene „Geschichtsadaption“ bietet diese Geschichte. [[Dagobert Duck|Dagobert]] ist Bäckermeister in Venedig, Donald amtet als dessen Lehrling. [[Gitta Gans]] verfällt auf den Gedanken, Dagobert werde sein Augenmerk auf sie richten, wenn er seines weltlichen Besitzes entledigt worden sei. Also paktiert sie mit den [[Panzerknacker]]n, welche hier einen ihrer raffiniertesten Pläne zur Anwendung bringen. Donalds Erschöpftheit (er wurde von Leuteschinder Dagobert dahin getrieben) rettet zuletzt das Vermögen seines Onkels. Eine von [[Osvaldo Pavese]] sehr schön konzipierte Geschichte, von [[Giovan Battista Carpi]] zeichnerisch ansprechend umgesetzt. -- Silly Symphony, August 2005
Eine weitere, m. E. besser gelungene „Geschichtsadaption“ bietet diese Geschichte. [[Dagobert Duck|Dagobert]] ist Bäckermeister in Venedig, Donald amtet als dessen Lehrling. [[Gitta Gans]] verfällt auf den Gedanken, Dagobert werde sein Augenmerk auf sie richten, wenn er seines weltlichen Besitzes entledigt worden sei. Also paktiert sie mit den [[Panzerknacker]]n, welche hier einen ihrer raffiniertesten Pläne zur Anwendung bringen. Donalds Erschöpftheit (er wurde von Leuteschinder Dagobert dahin getrieben) rettet zuletzt das Vermögen seines Onkels. Eine von [[Osvaldo Pavese]] sehr schön konzipierte Geschichte, von [[Giovan Battista Carpi]] zeichnerisch ansprechend umgesetzt. -- Silly Symphony, August 2005
[[Bild:LTB_018-3.jpg|right|thumb|500px|Dynamisch-bewegte Enten Giovan Battista Carpis aus dem Jahr 1964 in "Donald als venezianischer Bäckerlehrling" (mit Barosso/Pavese) (© Egmont Ehapa)]]
{{hl}} Zwischen den Jahren 1962 und 1964 stellte der schon zuvor fähige Zeichner Giovan Battista Carpi seinen Stil – und vor allem seine Figurengestaltung – völlig um. In „Donald als venezianischer Bäckerlehrling“ kann erstmals das Ergebnis der stilistischen Bemühungen besichtigt werden: Carpi befreit, indem seine Ducks schlanker und geschmeidiger werden, ihre Entenkörper geradezu, damit diese in ihren Bewegungen mehr Energie und Dynamik entfalten können. Gleichzeitig hat diese Geschichte aber noch nicht die Mängel mancher Geschichten aus den Folgejahren, an den Dekors und Hintergründen zu sparen. Ein halbes Jahr nach „Der Schatz des Dogen“ des Venezianers Romano Scarpa sprangen also 1964 auch Carpi (Genuese) und seine Autoren Barosso (Piemontese) und Pavese (Genuese) auf den attraktiven Zug venezianischer Stoffe auf. (14/15 - Brilliant) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)


== Die Befreiung Entenhausens ==
== Die Befreiung Entenhausens ==
''„Hilfe! Entenhausen ist in den Händen der Panzerknacker AG. Schicken Sie umgehend mehrere Einheiten mit Panzern, Granaten und so weiter!“'' (Donald an den – vermeintlichen – Grenzschutz)


Vom Duo [[Guido Martina]]/[[Giovan Battista Carpi]] stammt diese lange Story um eine Erfindung [[Daniel Düsentrieb]]s, die von den Panzerknackern und [[Kater Karlo]] geklaut und zu derem Vorteil eingesetzt wird. Eine unsichtbare Kuppel soll [[Entenhausen]] von jeglichem Gaunergesindel abschirmen. Doch die Kuppel wird aktiviert, nachdem die Gauner die Stadt unter ihre Gewalt gebracht haben, über die sie nun uneingeschränkt zu herrschen gedenken. Donald und den Kinder, die von einem längeren Campingaufenthalt zurückkehren, obliegt nun die Befreiung der Stadt. Dabei sind ihnen Micky und Goofy behilflich, die unerklärlicherweise mit einem fliegenden Drachen unterwegs sind.
Vom Duo [[Guido Martina]]/[[Giovan Battista Carpi]] stammt diese lange Story um eine Erfindung [[Daniel Düsentrieb]]s, die von den Panzerknackern und [[Kater Karlo]] geklaut und zu derem Vorteil eingesetzt wird. Eine unsichtbare Kuppel soll [[Entenhausen]] von jeglichem Gaunergesindel abschirmen. Doch die Kuppel wird aktiviert, nachdem die Gauner die Stadt unter ihre Gewalt gebracht haben, über die sie nun uneingeschränkt zu herrschen gedenken. Donald und den Kinder, die von einem längeren Campingaufenthalt zurückkehren, obliegt nun die Befreiung der Stadt. Dabei sind ihnen Micky und Goofy behilflich, die unerklärlicherweise mit einem fliegenden Drachen unterwegs sind.
Donald führt sich in dieser Geschichte beinahe unerträglich despotisch und selbstherrlich auf. Ansonsten aber: Sehr schön gestaltete und konzipierte Geschichte! -- Silly Symphony, August 2005
Donald führt sich in dieser Geschichte beinahe unerträglich despotisch und selbstherrlich auf. Ansonsten aber: Sehr schön gestaltete und konzipierte Geschichte! -- Silly Symphony, August 2005


{{gut}} Mit Idee und Anlage der Geschichte bin ich sehr einverstanden. Mir gefällt auch dieses Stinktier, das als Gespiele seinen einzigen Auftritt neben Tick, Trick und Track hat. Für mich deutlich übertrieben: Dass Micky, Goofy (beide seltsam fehl am Platz) und Kater Karlo aus der ganzen Angelegenheit auch noch ein Crossover machen müssen. (12/15 – Great) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)


== Der Kaiser von Amerika ==
[[Bild:LTB_018-4.jpg|right|thumb|Ein Gefängnis-Mogul hat sich verkalkuliert in Martina/Carpis "Die Befreiung Entenhausens" (© Egmont Ehapa)]]
 
== Onkel Donald als Kaiser von Amerika ==
''„Der Fremde ist ebenso reich wie beknackt!“'' (der erste Gauner vom Eselverleih über einen gewissen Herrn mit Zylinder)


Dank den etwas überkandidelten Ausführungen eines Geschichtsprofessors glauben Donald und Dagobert, Amerika gehöre ursprünglich den Ducks. In der Folge versuchen sie sich gegenseitig im Kampf um den Herrschertitel auszustechen. Eine grobmaschig erzählte, wenig überzeugende Arbeit von Autor [[Guido Martina]] und Zeichner [[Pier Lorenzo De Vita]] (dem Vater notabene vom bekannten und beliebten Zeichner [[Massimo De Vita]]!). -- Silly Symphony, August 2005
Dank den etwas überkandidelten Ausführungen eines Geschichtsprofessors glauben Donald und Dagobert, Amerika gehöre ursprünglich den Ducks. In der Folge versuchen sie sich gegenseitig im Kampf um den Herrschertitel auszustechen. Eine grobmaschig erzählte, wenig überzeugende Arbeit von Autor [[Guido Martina]] und Zeichner [[Pier Lorenzo De Vita]] (dem Vater notabene vom bekannten und beliebten Zeichner [[Massimo De Vita]]!). -- Silly Symphony, August 2005
{{mm}} Gewiss hätte die Geschichte, die einen Vergleich zum verwandten „Goldenen Helm“ von Carl Barks selbstverständlich nicht aushält, mehr Möglichkeiten geboten, als Guido Martina und Pier Lorenzo da Vita daraus machen. Und doch ist es durchaus amüsant zu lesen, wie sich Doanld und Dagobert jeweils gegenüber dem anderen im Vorteil wähnen, während natürlich stets nur die Kinder den Durchblick behalten haben. (7/15 – Not bad) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)


== Fazit ==
== Fazit ==


Insgesamt ein sehr schönes LTB, dessen Lektüre wirklich Spass macht! -- Silly Symphony, August 2005
Insgesamt ein sehr schönes LTB, dessen Lektüre wirklich Spaß macht! -- Silly Symphony, August 2005
 
Wie alle literaturhistorischen Bände gefällt mir auch dieser, der größtenteils Geschichten aus dem Jahr 1967 enthält, die also selbst zum Zeitpunkt des Erscheinens des deutschen LTB (1971) noch einigermaßen frisch waren. Der abschließende Pier Lorenzo da Vita aus einer Phase, in der er nicht mehr mit den besten Schöpfungen seiner Kollegen Schritt halten konnte, zieht den Band in Gänze nicht so weit herunter wie zunächst befürchtet. [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 17:56, 17. Okt. 2026 (CEST)


[[Kategorie:Rezension]]
[[Kategorie:LTB Rezension|018]]

Aktuelle Version vom 25. Oktober 2026, 16:18 Uhr

© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 18 rezensiert. Ob dieser Band tolles Top, ein fataler Flop oder einfach nur müdes Mittelmaß ist, erfährst du hier. Dranbleiben ;-) Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 18.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 18 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!

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Cover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gut Das Mantel- und Degen-Motiv besticht durch seine Dynamik. Die Gegner Donald de Donaldac am unteren Bildrand sind machtlos! Allenfalls hätte Zeichner Giovan Battista Carpi noch ein wenig am Gesichtsausdruck des edlen Ritters feilen können. (12/15 - Really good) Hobrowili (Diskussion) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)

Wird er Schneewittchen auf dem Gewissen haben? Donald in Martina/Scarpas gelungenem Crossover durch die Welt der Disney-Zeichentrickfilme, "Abenteuer im Spukschlößchen" (© Egmont Ehapa)

Rahmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlecht Wir sehen mal wieder Onkel Donald seine Familien-Tyrannei gegen Tick, Trick und Track ausüben. Er ist derart vernarrt in seinen zu diesem Zweck umfunktionierten Teppichklopfer (den Giuseppe Perego übrigens auch nicht gut zeichnen kann), dass er ihn sogar mit zu dem Termin bei Primus mitschleppt. Ansonsten geht es viel um Bücher, die von Hand zu Hand bzw. Kopf zu Kopf gehen – der Cyrano de Bergerac, Deutsche Balladen etc. (4/15 - Poor) Hobrowili (Diskussion) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)

Abenteuer im Spukschlößchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ich bin ganz gerührt über mich!“ (Milliardär Goldmann, der Philanthrop)

Dank einer Autopanne gerät Donald Duck in ein abgelegenes Schloss. Müde und hungrig, wird er von der Grinsekatz' aus „Alice im Wunderland“ verspottet, es solle doch das Wünschelkraut essen, das vor dem Haus wächst. In seiner Wut reißt Donald das Kraut mit Stumpf und Stiel aus – nur um später von den sieben Zwergen von dessen Nützlichkeit zu erfahren: Das erblindete Schneewittchen hätte von dem Kraut kuriert werden können. In der Folge sucht Donald in der Märchenwelt heldenmutig für Ersatz. Eine von Guido Martina schön konzipierte und von Romano Scarpa zeichnerisch toll umgesetzte Geschichte! Leider macht die Rahmenhandlung daraus einen Traum, was schade ist, denn so positiv und mutig wie hier erlebt man den guten Donald sonst kaum! -- Silly Symphony, August 2005

Highlight Ich hatte ja durchaus einige Vorbehalte gegen diese Story, bevor ich sie nach Jahren mal wieder zur Hand nahm. Doch Donald agiert in diesem märchenhaften, rührenden Crossover so natürlich, als hätte er schon immer zur Welt von Schneewittchen und den Sieben Zwergen, von Pinocchio oder Alice im Wunderland gehört. Für das Duo Martina/Scarpa war es im Jahr 1967 übrigens eine Rückkehr zum Biancaneve (=Schneewittchen)-Stoff, mit dem Scarpa im Jahr 1953 seine Karriere bei Mondadori begonnen hatte. (14/15 – Brilliant) Hobrowili (Diskussion) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)

Ritter Donald de Donaldac[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ich habe gehört, ein gewisser Donald de Donaldac käme allmorgendlich hierher, um sich an gegrilltem Fasan in Trüffeltunke zu delektieren!“ (Vicomte Gustav Glückspilz d’Erpeldac besucht das Wirtshaus „Zu den drei Schnecken“, um einen Konkurrenten zur Schnecke zu machen)

Das Panel aus Dalmasso/Bottaros "Ritter Donald de Donaldac", nach dem Giovan Battista Carpi das Cover-Motiv zu diesem Band entwarf (© Egmont Ehapa)

Hier handelt es sich hingegen wirklich um einen Traum: Donald spielt nach der Lektüre des „Cyrano de Bergerac“ im Garten Schwertkampf mit einem Holzritter, wobei er bewusstlos geschlagen wird. Im Traum ist er Ritter Donald de Donaldac (!), der von seinem Vetter Gustav d'Erpeldac wegen seines Schnabels verspottet wird. Die von Gian Giacomo Dalmasso geschriebene und von Luciano Bottaro gezeichnete Geschichte ist vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. „Geschichte“ ist vielleicht auch etwas viel gesagt, denn im Grunde handelt es sich nur um ein Panorama von Disney-Figuren in Edelmanns- und Edelfraukostümen. -- Silly Symphony, August 2005

Gut Es stimmt zwar, dass der Stoff auch eine breitere Bearbeitung verdient gehabt hätte, doch Luciano Bottaro schafft es (nach einem Skript von Dalmasso) auch auf den wenigen Seiten, eine herrliche Mantel- und Degen-Stimmung heraufzubeschwören, die einfach Freude macht. In der Neuauflage heißt der Comic nur noch "Gekreuzte Klingen", was die Anlehnung an den "Cyrano de Bergerac" nach Edmond Rostand verdeckt. (11/15 – Pretty good) Hobrowili (Diskussion) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)

Donald als venezianischer Bäckerlehrling[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Donaldo! Wo bleibt das Weizenkeimbrot? Und wo die Hefestückchen? Wie weit sind die Rohrnudeln? Sag mir doch einer, wo der Faulpelz bloß den ganzen Tag herumtrödelt?“ (Dagoberto Duccaroni setzt den Grundton für diese Geschichte)

Eine weitere, m. E. besser gelungene „Geschichtsadaption“ bietet diese Geschichte. Dagobert ist Bäckermeister in Venedig, Donald amtet als dessen Lehrling. Gitta Gans verfällt auf den Gedanken, Dagobert werde sein Augenmerk auf sie richten, wenn er seines weltlichen Besitzes entledigt worden sei. Also paktiert sie mit den Panzerknackern, welche hier einen ihrer raffiniertesten Pläne zur Anwendung bringen. Donalds Erschöpftheit (er wurde von Leuteschinder Dagobert dahin getrieben) rettet zuletzt das Vermögen seines Onkels. Eine von Osvaldo Pavese sehr schön konzipierte Geschichte, von Giovan Battista Carpi zeichnerisch ansprechend umgesetzt. -- Silly Symphony, August 2005

Dynamisch-bewegte Enten Giovan Battista Carpis aus dem Jahr 1964 in "Donald als venezianischer Bäckerlehrling" (mit Barosso/Pavese) (© Egmont Ehapa)

Highlight Zwischen den Jahren 1962 und 1964 stellte der schon zuvor fähige Zeichner Giovan Battista Carpi seinen Stil – und vor allem seine Figurengestaltung – völlig um. In „Donald als venezianischer Bäckerlehrling“ kann erstmals das Ergebnis der stilistischen Bemühungen besichtigt werden: Carpi befreit, indem seine Ducks schlanker und geschmeidiger werden, ihre Entenkörper geradezu, damit diese in ihren Bewegungen mehr Energie und Dynamik entfalten können. Gleichzeitig hat diese Geschichte aber noch nicht die Mängel mancher Geschichten aus den Folgejahren, an den Dekors und Hintergründen zu sparen. Ein halbes Jahr nach „Der Schatz des Dogen“ des Venezianers Romano Scarpa sprangen also 1964 auch Carpi (Genuese) und seine Autoren Barosso (Piemontese) und Pavese (Genuese) auf den attraktiven Zug venezianischer Stoffe auf. (14/15 - Brilliant) Hobrowili (Diskussion) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)

Die Befreiung Entenhausens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Hilfe! Entenhausen ist in den Händen der Panzerknacker AG. Schicken Sie umgehend mehrere Einheiten mit Panzern, Granaten und so weiter!“ (Donald an den – vermeintlichen – Grenzschutz)

Vom Duo Guido Martina/Giovan Battista Carpi stammt diese lange Story um eine Erfindung Daniel Düsentriebs, die von den Panzerknackern und Kater Karlo geklaut und zu derem Vorteil eingesetzt wird. Eine unsichtbare Kuppel soll Entenhausen von jeglichem Gaunergesindel abschirmen. Doch die Kuppel wird aktiviert, nachdem die Gauner die Stadt unter ihre Gewalt gebracht haben, über die sie nun uneingeschränkt zu herrschen gedenken. Donald und den Kinder, die von einem längeren Campingaufenthalt zurückkehren, obliegt nun die Befreiung der Stadt. Dabei sind ihnen Micky und Goofy behilflich, die unerklärlicherweise mit einem fliegenden Drachen unterwegs sind. Donald führt sich in dieser Geschichte beinahe unerträglich despotisch und selbstherrlich auf. Ansonsten aber: Sehr schön gestaltete und konzipierte Geschichte! -- Silly Symphony, August 2005

Gut Mit Idee und Anlage der Geschichte bin ich sehr einverstanden. Mir gefällt auch dieses Stinktier, das als Gespiele seinen einzigen Auftritt neben Tick, Trick und Track hat. Für mich deutlich übertrieben: Dass Micky, Goofy (beide seltsam fehl am Platz) und Kater Karlo aus der ganzen Angelegenheit auch noch ein Crossover machen müssen. (12/15 – Great) Hobrowili (Diskussion) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)

Ein Gefängnis-Mogul hat sich verkalkuliert in Martina/Carpis "Die Befreiung Entenhausens" (© Egmont Ehapa)

Onkel Donald als Kaiser von Amerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der Fremde ist ebenso reich wie beknackt!“ (der erste Gauner vom Eselverleih über einen gewissen Herrn mit Zylinder)

Dank den etwas überkandidelten Ausführungen eines Geschichtsprofessors glauben Donald und Dagobert, Amerika gehöre ursprünglich den Ducks. In der Folge versuchen sie sich gegenseitig im Kampf um den Herrschertitel auszustechen. Eine grobmaschig erzählte, wenig überzeugende Arbeit von Autor Guido Martina und Zeichner Pier Lorenzo De Vita (dem Vater notabene vom bekannten und beliebten Zeichner Massimo De Vita!). -- Silly Symphony, August 2005

Mittelmaß Gewiss hätte die Geschichte, die einen Vergleich zum verwandten „Goldenen Helm“ von Carl Barks selbstverständlich nicht aushält, mehr Möglichkeiten geboten, als Guido Martina und Pier Lorenzo da Vita daraus machen. Und doch ist es durchaus amüsant zu lesen, wie sich Doanld und Dagobert jeweils gegenüber dem anderen im Vorteil wähnen, während natürlich stets nur die Kinder den Durchblick behalten haben. (7/15 – Not bad) Hobrowili (Diskussion) 17:55, 17. Okt. 2026 (CEST)

Fazit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt ein sehr schönes LTB, dessen Lektüre wirklich Spaß macht! -- Silly Symphony, August 2005

Wie alle literaturhistorischen Bände gefällt mir auch dieser, der größtenteils Geschichten aus dem Jahr 1967 enthält, die also selbst zum Zeitpunkt des Erscheinens des deutschen LTB (1971) noch einigermaßen frisch waren. Der abschließende Pier Lorenzo da Vita aus einer Phase, in der er nicht mehr mit den besten Schöpfungen seiner Kollegen Schritt halten konnte, zieht den Band in Gänze nicht so weit herunter wie zunächst befürchtet. Hobrowili (Diskussion) 17:56, 17. Okt. 2026 (CEST)