Rodolfo Cimino: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Armbänder von Ducklas McDuck |
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Cimino nahm sich in seinen Geschichten mit Blick auf das [[Duck-Universum]] und die oft als „Kanon“ wahrgenommenen Fakten aus Barks-Geschichten immer wieder Freiheiten heraus. Darin gleicht er übrigens Guido Martina, der mit Dagoberts Biographie sehr freimütig verfuhr und seine ganz eigene Lebensgeschichte des Fantastilliardärs entwickelte. Bei Cimino spielt die von Barks eingeführte [[Nelly]] – erstaunlicherweise, obwohl der Autor ansonsten ein Faible für romantische Figuren bewies – keine Rolle. Stattdessen entwickelte er mehrere andere Jugendlieben Dagoberts. Auch mit den spärlichen Informationen Barks' hinsichtlich des [[Glückstaler]]s wusste Cimino wenig anzufangen. In ''Unter schwerem Verdacht'' ([[LTB 267]]) erzählt Dagobert seinen Neffen, dass der Zehner als Notmaßnashme mittels Sonderprivileg von einem Postbeamten in Klondike geprägt worden war. Da sie anders aussieht als alle anderen Münzen, wird sie von Gundel Gaukeley und Mona Menetekel für eine Fälschung gehalten. | Cimino nahm sich in seinen Geschichten mit Blick auf das [[Duck-Universum]] und die oft als „Kanon“ wahrgenommenen Fakten aus Barks-Geschichten immer wieder Freiheiten heraus. Darin gleicht er übrigens Guido Martina, der mit Dagoberts Biographie sehr freimütig verfuhr und seine ganz eigene Lebensgeschichte des Fantastilliardärs entwickelte. Bei Cimino spielt die von Barks eingeführte [[Nelly]] – erstaunlicherweise, obwohl der Autor ansonsten ein Faible für romantische Figuren bewies – keine Rolle. Stattdessen entwickelte er mehrere andere Jugendlieben Dagoberts. Auch mit den spärlichen Informationen Barks' hinsichtlich des [[Glückstaler]]s wusste Cimino wenig anzufangen. In ''Unter schwerem Verdacht'' ([[LTB 267]]) erzählt Dagobert seinen Neffen, dass der Zehner als Notmaßnashme mittels Sonderprivileg von einem Postbeamten in Klondike geprägt worden war. Da sie anders aussieht als alle anderen Münzen, wird sie von Gundel Gaukeley und Mona Menetekel für eine Fälschung gehalten. | ||
Bei der 1968 erstveröffentlichen Abenteuergeschichte ''Die Armbänder von Ducklas Mcduck'' ([[Mickyvision]] 12/1977) dagegen handelt sich um eine der Geschichten von Cimino, in der er dem von Barks geschaffenen Hintergrund zu den Ducks in vielerlei Hinsicht am nächsten kommt.<ref>https://fumettologica.it/2022/04/rodolfo-cimino-fumetti-disney/ abgerufen am 12.07.2026</ref> Darin reisen Onkel Dagobert und seine Neffen nach Schottland, um in der verlassenen Burg (bei der es sich offenbar nicht direkt um die [[Duckenburgh]] handelt) die glücksbringenden Armbänder ihres Vorfahren Ducklas McDuck zu suchen.<ref>https://generationduck.blogspot.com/2018/11/le-eredita-zio-paperone-e-i-bracciali.html abgerufen am 12.07.2026</ref> Als typisch für Barks wird darin die funktionierende Zusammenarbeit zwischen Onkel Dagobert und seinen Neffen gezeigt. Vor allem Donald, der schlauer und unternehmungslustiger ist als in anderen italienischen Geschichten der Zeit, rettet seinen Onkel unter Einsatz seines Lebens. Obwohl Onkel Dagobert mit den Armbänden großen Profit machen will und während des Abenteuers voller Tatendrang auch persönliche Risiken eingeht, verzichtet er in der unerwarteten Wendung am Ende auf das, was er sich ursprünglich erträumt hatte.<ref>https://disney-comics.fandom.com/it/wiki/Zio_Paperone_e_i_bracciali_dei_Mac_Paper abgerufen am 12.07.2026</ref> | |||
Cimino (dessen Comics fast alle im Duck-Universum spielen) zählt zusammen mit Martina und Scarpa zu den prägenden Autoren des italienischen Disney-Comics. Jüngere Autoren wie [[Fabio Michelini]], [[Riccardo Pesce]] (''Fahrendes Fiasko'', [[LTB 502]]), [[Casty]] (''Hilferuf aus Dakapo'', [[LTB 419]]<ref>https://www.papersera.net/wp/2009/07/07/le-interviste-del-papersera-casty-2/</ref>; ''Der Multiplikator des Simplicius'', [[LTB 413]]) oder [[Carlo Panaro]] haben dementsprechend einige Hommagen an ihn geschrieben und teilweise auch versucht, seine typischen Stilmittel zu übernehmen. | Cimino (dessen Comics fast alle im Duck-Universum spielen) zählt zusammen mit Martina und Scarpa zu den prägenden Autoren des italienischen Disney-Comics. Jüngere Autoren wie [[Fabio Michelini]], [[Riccardo Pesce]] (''Fahrendes Fiasko'', [[LTB 502]]), [[Casty]] (''Hilferuf aus Dakapo'', [[LTB 419]]<ref>https://www.papersera.net/wp/2009/07/07/le-interviste-del-papersera-casty-2/</ref>; ''Der Multiplikator des Simplicius'', [[LTB 413]]) oder [[Carlo Panaro]] haben dementsprechend einige Hommagen an ihn geschrieben und teilweise auch versucht, seine typischen Stilmittel zu übernehmen. | ||
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*Süßer Wettstreit (1967, mit [[Romano Scarpa]], [[LTB 26]]) | *Süßer Wettstreit (1967, mit [[Romano Scarpa]], [[LTB 26]]) | ||
*Der elektronische Doppelgänger (1967, mit [[Romano Scarpa]], [[LTB 26]]) | *Der elektronische Doppelgänger (1967, mit [[Romano Scarpa]], [[LTB 26]]) | ||
*Die Armbänder von Ducklas McDuck (1968, mit [[Romano Scarpa]] und [[Luciano Gatto]], [[Mickyvision]] 12/1977) | |||
*Donald auf Neptuns Spuren (1969, mit [[Massimo de Vita]], [[LTB 27]]) | *Donald auf Neptuns Spuren (1969, mit [[Massimo de Vita]], [[LTB 27]]) | ||
*Aufstand der Roboter (1969, mit [[Luciano Capitanio]], [[LTB 30]]) | *Aufstand der Roboter (1969, mit [[Luciano Capitanio]], [[LTB 30]]) | ||