Miramax: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:Mmx bein logo blue-1-.png|thumb|right|Das aktuelle | [[Bild:Mmx bein logo blue-1-.png|thumb|right|Das aktuelle „Miramax“-Logo (© Miramax)]] | ||
Miramax war lange Zeit ein unabhängiges [[Filmstudio]], gegründet von den Brüdern [[Bob Weinstein | Bob]] und [[Harvey Weinstein]]. Von Ende 2005 bis zum Verkauf 2010 war Miramax ein reiner Markenname der [[The Walt Disney Company|Disney Company]], ähnlich wie [[Touchstone]] und [[Walt Disney Pictures]]. Die Weinsteins verließen das Studio und gründeten eine neue Produktionsstätte, die „Weinstein Company“. Die [[Film]]e aus dem Hause Miramax spielten bis 2005 4,5 Milliarden Dollar ein und wurden mit Preisen geradezu überhäuft. Allein die Statistik zum prestigeträchtigen [[Oscar]] kann sich sehen lassen: 269 Oscar-Nominierungen, 62 gewonnene Oscars, 19 Oscar-Nominierungen für den Besten Film und 4 gewonnene Oscars für den besten Film (Stand: April 2007.) 2010 wurde Miramax von [[The Walt Disney Company|Disney]] abgestoßen und an eine Investorengruppe (Filmyard Holding) um Ron Tutor verkauft. 2013 verkaufte Ron Tutor seine Anteile an die ''Qatar Investment Authority''. 2016 wurde Miramax von der ''Qatar Investment Authority'' an die ''beIN Media Group'' mit Sitz in Doha in Katar verkauft.<ref name=wikimira>[https://de.wikipedia.org/wiki/Miramax Wikipedia-Artikel „Miramax“], abgerufen am: 08.05.2018</ref> | Miramax war lange Zeit ein unabhängiges [[Filmstudio]], gegründet von den Brüdern [[Bob Weinstein | Bob]] und [[Harvey Weinstein]]. Von Ende 2005 bis zum Verkauf 2010 war Miramax ein reiner Markenname der [[The Walt Disney Company|Disney Company]], ähnlich wie [[Touchstone]] und [[Walt Disney Pictures]]. Die Weinsteins verließen das Studio und gründeten eine neue Produktionsstätte, die „Weinstein Company“. Die [[Film]]e aus dem Hause Miramax spielten bis 2005 4,5 Milliarden Dollar ein und wurden mit Preisen geradezu überhäuft. Allein die Statistik zum prestigeträchtigen [[Oscar]] kann sich sehen lassen: 269 Oscar-Nominierungen, 62 gewonnene Oscars, 19 Oscar-Nominierungen für den Besten Film und 4 gewonnene Oscars für den besten Film (Stand: April 2007.) 2010 wurde Miramax von [[The Walt Disney Company|Disney]] abgestoßen und an eine Investorengruppe (Filmyard Holding) um Ron Tutor verkauft. 2013 verkaufte Ron Tutor seine Anteile an die ''Qatar Investment Authority''. 2016 wurde Miramax von der ''Qatar Investment Authority'' an die ''beIN Media Group'' mit Sitz in Doha in Katar verkauft.<ref name=wikimira>[https://de.wikipedia.org/wiki/Miramax Wikipedia-Artikel „Miramax“], abgerufen am: 08.05.2018</ref> | ||
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Gegründet wurde Miramax im Jahre 1979 in New York. Der Name des Studios entstand aus der Kombination der Vornamen von den Eltern der Weinstein Brüdern: Miriam und Max. | Gegründet wurde Miramax im Jahre 1979 in New York. Der Name des Studios entstand aus der Kombination der Vornamen von den Eltern der Weinstein Brüdern: Miriam und Max. | ||
[[Bild:Miramax old.jpg|thumb|left| Ehemaliges Logo von Miramax (1987-2008) (© Miramax)]]Damals verstand sich Miramax als der (Klein-)Verleiher für nicht-amerikanische Filme und amerikanische Independentproduktionen, die aus den verschiedensten Gründen nicht die Chance hatten kommerzielle Erfolge zu werden und deshalb von den Majorstudios abgelehnt wurden. | [[Bild:Miramax old.jpg|thumb|left| Ehemaliges Logo von Miramax (1987-2008) (© Miramax)]]Damals verstand sich Miramax als der (Klein-)Verleiher für nicht-amerikanische Filme und amerikanische Independentproduktionen, die aus den verschiedensten Gründen nicht die Chance hatten kommerzielle Erfolge zu werden und deshalb von den Majorstudios abgelehnt wurden. | ||
Unter diesen Filmen befanden sich viele [[Erotikfilm|Softcore-Streifen]], [[Konzertfilm|Konzertfilme]] und [[Arthouse|Arthouse-Movies]], vor allem aus Europa. Doch erst ab Mitte der | Unter diesen Filmen befanden sich viele [[Erotikfilm|Softcore-Streifen]], [[Konzertfilm|Konzertfilme]] und [[Arthouse|Arthouse-Movies]], vor allem aus Europa. Doch erst ab Mitte der 1980er Jahre betätigte sich Miramax nicht mehr nur als Verleih-, sondern auch als Produktionsfirma. Zugleich begannen auch die erste Erfolge, mit denen Miramax für Aufsehen sorgte: Die Dokumentation [[Der Fall Randall Adams]] ermöglichte einem unschuldig zum Tode verurteilten eine Neuverhandlung und kurz darauf die Freilassung. Im Jahr darauf entstand mit [[Sex, Lügen und Video]] ein Kultfilm, der nicht nur zum größten Erfolg des Studios wurde, sondern auch zu einem der erfolgreichsten Independentfilme aller Zeiten wurde. Dies lag vor allem daran, dass die Weinsteins den Film nicht wie erwartet beim Sundance Film Festival als Nischenware verkauften sondern in wie einen Blockbuster vermarkteten. Weiteres Aufsehen erregten die Weinsteins mit [[Reservoir Dogs]], dem ersten [[Quentin Tarantino]] Film, und dem Kunstkino-Thriller [[Crying Game]]. | ||
==Partnerschaft mit Disney== | ==Partnerschaft mit Disney== | ||
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==Der Bruch zwischen den Weinsteins und Disney== | ==Der Bruch zwischen den Weinsteins und Disney== | ||
[[Bild:Fahrenheit hand in hand.jpg|thumb|right|Sorgte für Einspielrekorde, zahlreiche Kontroversen und aufgrund [[Michael Eisner]]s Boykottversuch zum Bruch zwischen Disney und den Weinsteins: [[Fahrenheit 9/11]]]] | [[Bild:Fahrenheit hand in hand.jpg|thumb|right|Sorgte für Einspielrekorde, zahlreiche Kontroversen und aufgrund [[Michael Eisner]]s Boykottversuch zum Bruch zwischen Disney und den Weinsteins: [[Fahrenheit 9/11]]]] | ||
Gegen Anfang des neuen Jahrtausends begann es zwischen den Weinsteins und Disney immer mehr zu kriseln: Einerseits gefiel es nicht jedem, dass [[Harvey Weinstein]] seit dem Überraschungserfolg von [[Der englische Patient]] immer mehr teure Epen produzierte, um Publikum und Preise zu gewinnen, woraufhin er die Förderung des Independentkinos vernachlässigte, zum anderen erbosten sich manche in der Geschäftsleitung über [[Bob | Gegen Anfang des neuen Jahrtausends begann es zwischen den Weinsteins und Disney immer mehr zu kriseln: Einerseits gefiel es nicht jedem, dass [[Harvey Weinstein]] seit dem Überraschungserfolg von [[Der englische Patient]] immer mehr teure Epen produzierte, um Publikum und Preise zu gewinnen, woraufhin er die Förderung des Independentkinos vernachlässigte, zum anderen erbosten sich manche in der Geschäftsleitung über [[Bob Weinstein]]s „B-Movies“ wie [[Scream]] oder [[Dracula 2000]]. Verschlimmert wurde die Krise durch die Kontroverse um [[Dogma]]. Nach mehreren Demonstrationen und Vorverurteilungen verweigerte Disney den Film über den hauseigenen [[Walt Disney Studios Motion Pictures|Buena Vista]]-Verleih an die Kinos zu bringen, woraufhin die Weinsteins diesen Film über andere Verleiher in die Kinos brachten. Außerdem blockte Eisner das [[Herr der Ringe]]-Projekt, das unter [[Miramax]] erscheinen sollte. Die Filmrechte gingen zu „New Line Cinema“ über, wobei die Weinsteins jedoch als Produzenten dabei blieben und 5% der Einnahmen erhielten. | ||
Den endgültigen Todesstoß für die Kooperation versetzte jedoch [[Michael Eisner]] im Mai 2004. Bereits vorher gab es Streit zwischen Harvey Weinstein und Eisner (beide sind große Egomanen), doch als Eisner den Weinsteins verbat, [[Fahrenheit 9/11]], ein Projekt für das sich die Brüder sehr engagierten, unter dem Miramax Label zu veröffentlichen. folgten monatelange harte Verhandlungen, in denen niemand nachgeben wollte. | Den endgültigen Todesstoß für die Kooperation versetzte jedoch [[Michael Eisner]] im Mai 2004. Bereits vorher gab es Streit zwischen Harvey Weinstein und Eisner (beide sind große Egomanen), doch als Eisner den Weinsteins verbat, [[Fahrenheit 9/11]], ein Projekt für das sich die Brüder sehr engagierten, unter dem Miramax Label zu veröffentlichen. folgten monatelange harte Verhandlungen, in denen niemand nachgeben wollte. | ||
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2013 verkaufte Ron Tutor seine Anteile an die ''Qatar Investment Authority''. 2016 wurde Miramax von der ''Qatar Investment Authority'' an die ''beIN Media Group'' mit Sitz in Doha im Emirat Katar verkauft<ref name=wikimira/>. | 2013 verkaufte Ron Tutor seine Anteile an die ''Qatar Investment Authority''. 2016 wurde Miramax von der ''Qatar Investment Authority'' an die ''beIN Media Group'' mit Sitz in Doha im Emirat Katar verkauft<ref name=wikimira/>. | ||
== | ==Siehe auch== | ||
*[[Liste mit allen Miramax-Produktionen und Filmrechten]] | |||
*[[Liste mit allen Miramax Produktionen und Filmrechten]] | |||
*[[Disneys Hühner, die goldene Eier legen]] Weitere Informationen über die Weinsteins und Miramax in der Duckipedia. | *[[Disneys Hühner, die goldene Eier legen]] Weitere Informationen über die Weinsteins und Miramax in der Duckipedia. | ||
*[[Miramax Books]] | |||
== Links == | |||
*[http://miramax.com/ Offizielle Webseite] | *[http://miramax.com/ Offizielle Webseite] | ||
*[http://german.imdb.com/company/co0022594/ Miramax in der german.imdb] | *[http://german.imdb.com/company/co0022594/ Miramax in der german.imdb] | ||