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Gegründet wurde Miramax im Jahre 1979 in New York. Der Name des Studios entstand aus der Kombination der Vornamen von den Eltern der Weinstein Brüdern: Miriam und Max.
Gegründet wurde Miramax im Jahre 1979 in New York. Der Name des Studios entstand aus der Kombination der Vornamen von den Eltern der Weinstein Brüdern: Miriam und Max.
[[Bild:Miramax old.jpg|thumb|left| Ehemaliges Logo von Miramax (1987-2008) (© Miramax)]]Damals verstand sich Miramax als der (Klein-)Verleiher für nicht-amerikanische Filme und amerikanische Independentproduktionen, die aus den verschiedensten Gründen nicht die Chance hatten kommerzielle Erfolge zu werden und deshalb von den Majorstudios abgelehnt wurden.  
[[Bild:Miramax old.jpg|thumb|left| Ehemaliges Logo von Miramax (1987-2008) (© Miramax)]]Damals verstand sich Miramax als der (Klein-)Verleiher für nicht-amerikanische Filme und amerikanische Independentproduktionen, die aus den verschiedensten Gründen nicht die Chance hatten kommerzielle Erfolge zu werden und deshalb von den Majorstudios abgelehnt wurden.  
Unter diesen Filmen befanden sich viele [[Erotikfilm|Softcore-Streifen]], [[Konzertfilm|Konzertfilme]] und [[Arthouse|Arthouse-Movies]], vor allem aus Europa. Doch erst ab Mitte der 80er Jahre betätigte sich Miramax nicht mehr nur als Verleih-, sondern auch als Produktionsfirma. Zugleich begannen auch die erste Erfolge, mit denen Miramax für Aufsehen sorgte: Die Dokumentation [[Der Fall Randall Adams]] ermöglichte einem unschuldig zum Tode verurteilten eine Neuverhandlung und kurz darauf die Freilassung. Im Jahr darauf entstand mit [[Sex, Lügen und Video]] ein Kultfilm, der nicht nur zum größten Erfolg des Studios wurde, sondern auch zu einem der erfolgreichsten Independentfilme  aller Zeiten wurde. Dies lag vor allem daran, dass die Weinsteins den Film nicht wie erwartet beim Sundance Film Festival als Nischenware verkauften sondern in wie einen Blockbuster vermarkteten. Weiteres Aufsehen erregten die Weinsteins mit [[Reservoir Dogs]], dem ersten [[Quentin Tarantino]] Film, und dem Kunstkino-Thriller [[Crying Game]].
Unter diesen Filmen befanden sich viele [[Erotikfilm|Softcore-Streifen]], [[Konzertfilm|Konzertfilme]] und [[Arthouse|Arthouse-Movies]], vor allem aus Europa. Doch erst ab Mitte der 1980er Jahre betätigte sich Miramax nicht mehr nur als Verleih-, sondern auch als Produktionsfirma. Zugleich begannen auch die erste Erfolge, mit denen Miramax für Aufsehen sorgte: Die Dokumentation [[Der Fall Randall Adams]] ermöglichte einem unschuldig zum Tode verurteilten eine Neuverhandlung und kurz darauf die Freilassung. Im Jahr darauf entstand mit [[Sex, Lügen und Video]] ein Kultfilm, der nicht nur zum größten Erfolg des Studios wurde, sondern auch zu einem der erfolgreichsten Independentfilme  aller Zeiten wurde. Dies lag vor allem daran, dass die Weinsteins den Film nicht wie erwartet beim Sundance Film Festival als Nischenware verkauften sondern in wie einen Blockbuster vermarkteten. Weiteres Aufsehen erregten die Weinsteins mit [[Reservoir Dogs]], dem ersten [[Quentin Tarantino]] Film, und dem Kunstkino-Thriller [[Crying Game]].


==Partnerschaft mit Disney==
==Partnerschaft mit Disney==
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==Der Bruch zwischen den Weinsteins und Disney==
==Der Bruch zwischen den Weinsteins und Disney==
[[Bild:Fahrenheit hand in hand.jpg|thumb|right|Sorgte für Einspielrekorde, zahlreiche Kontroversen und aufgrund [[Michael Eisner]]s Boykottversuch zum Bruch zwischen Disney und den Weinsteins: [[Fahrenheit 9/11]]]]
[[Bild:Fahrenheit hand in hand.jpg|thumb|right|Sorgte für Einspielrekorde, zahlreiche Kontroversen und aufgrund [[Michael Eisner]]s Boykottversuch zum Bruch zwischen Disney und den Weinsteins: [[Fahrenheit 9/11]]]]
Gegen Anfang des neuen Jahrtausends begann es zwischen den Weinsteins und Disney immer mehr zu kriseln: Einerseits gefiel es nicht jedem, dass [[Harvey Weinstein]] seit dem Überraschungserfolg von [[Der englische Patient]] immer mehr teure Epen produzierte, um Publikum und Preise zu gewinnen, woraufhin er die Förderung des Independentkinos vernachlässigte, zum anderen erbosten sich manche in der Geschäftsleitung über [[Bob Weinsteins]] „B-Movies“ wie [[Scream]] oder [[Dracula 2000]]. Verschlimmert wurde die Krise durch die Kontroverse um [[Dogma]]. Nach mehreren Demonstrationen und Vorverurteilungen verweigerte Disney den Film über den hauseigenen [[Walt Disney Studios Motion Pictures|Buena Vista]]-Verleih an die Kinos zu bringen, woraufhin die Weinsteins diesen Film über andere Verleiher in die Kinos brachten. Außerdem blockte Eisner das [[Herr der Ringe]]-Projekt, das unter [[Miramax]] erscheinen sollte. Die Filmrechte gingen zu „New Line Cinema“ über, wobei die Weinsteins jedoch als Produzenten dabei blieben und 5% der Einnahmen erhielten.
Gegen Anfang des neuen Jahrtausends begann es zwischen den Weinsteins und Disney immer mehr zu kriseln: Einerseits gefiel es nicht jedem, dass [[Harvey Weinstein]] seit dem Überraschungserfolg von [[Der englische Patient]] immer mehr teure Epen produzierte, um Publikum und Preise zu gewinnen, woraufhin er die Förderung des Independentkinos vernachlässigte, zum anderen erbosten sich manche in der Geschäftsleitung über [[Bob Weinstein]]s „B-Movies“ wie [[Scream]] oder [[Dracula 2000]]. Verschlimmert wurde die Krise durch die Kontroverse um [[Dogma]]. Nach mehreren Demonstrationen und Vorverurteilungen verweigerte Disney den Film über den hauseigenen [[Walt Disney Studios Motion Pictures|Buena Vista]]-Verleih an die Kinos zu bringen, woraufhin die Weinsteins diesen Film über andere Verleiher in die Kinos brachten. Außerdem blockte Eisner das [[Herr der Ringe]]-Projekt, das unter [[Miramax]] erscheinen sollte. Die Filmrechte gingen zu „New Line Cinema“ über, wobei die Weinsteins jedoch als Produzenten dabei blieben und 5% der Einnahmen erhielten.


Den endgültigen Todesstoß für die Kooperation versetzte jedoch [[Michael Eisner]] im Mai 2004. Bereits vorher gab es Streit zwischen Harvey Weinstein und Eisner (beide sind große Egomanen), doch als Eisner den Weinsteins verbat, [[Fahrenheit 9/11]], ein Projekt für das sich die Brüder sehr engagierten, unter dem Miramax Label zu veröffentlichen. folgten monatelange harte Verhandlungen, in denen niemand nachgeben wollte.
Den endgültigen Todesstoß für die Kooperation versetzte jedoch [[Michael Eisner]] im Mai 2004. Bereits vorher gab es Streit zwischen Harvey Weinstein und Eisner (beide sind große Egomanen), doch als Eisner den Weinsteins verbat, [[Fahrenheit 9/11]], ein Projekt für das sich die Brüder sehr engagierten, unter dem Miramax Label zu veröffentlichen. folgten monatelange harte Verhandlungen, in denen niemand nachgeben wollte.