Verhängnisvolle Verwechslung: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Verhängnisvolle Verwechslung''' (engl. ''The Day Duckburg Got Dyed'' oder ''The Dye Is Cast'') ist eine von [[Carl Barks]] im Jahr 1956 gezeichnete und getextete [[Comicgeschichte]]. Aufgrund einer Verwechslung löst Donald eine Katastrophe aus. | '''Verhängnisvolle Verwechslung''' (engl. ''The Day Duckburg Got Dyed'' oder ''The Dye Is Cast'') ist eine von [[Carl Barks]] im Jahr 1956 gezeichnete und getextete [[Comicgeschichte]]. Aufgrund einer Verwechslung löst Donald eine Katastrophe aus. | ||
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''Verhängnisvolle Verwechslung'' gehört zu den Geschichten, in denen Barks das Thema Umweltverschmutzung aufgreift. Wie in der ein Jahr zuvor erschienenen Geschichte ''[[Der Himmelsschreiber]]'' löst Donald durch eine Verkettung unglücklicher Umstände eine Umweltkatastrophe aus, die ganz Entenhausen betrifft. Eine tragende Rolle bei der Entstehung dieser Misere hat nebenbei auch Düsentriebs Helferlein, das mit seiner verspielten und neugierigen Art den Adresszettel versehentlich verfälscht. | ''Verhängnisvolle Verwechslung'' gehört zu den Geschichten, in denen Barks das Thema Umweltverschmutzung aufgreift. Wie in der ein Jahr zuvor erschienenen Geschichte ''[[Der Himmelsschreiber]]'' löst Donald durch eine Verkettung unglücklicher Umstände eine Umweltkatastrophe aus, die ganz Entenhausen betrifft. Eine tragende Rolle bei der Entstehung dieser Misere hat nebenbei auch Düsentriebs Helferlein, das mit seiner verspielten und neugierigen Art den Adresszettel versehentlich verfälscht. | ||
Der Comic zeigt Donald das erste Mal in seinem Exil in Timbuktu. Barks hatte Timbuktu bereits früher in Dialogen verwendet, zeigte die Stadt aber nur zweimal, nämlich in dieser Geschichte und in ''[[Donald, der Pfiffikus]]''. Die Verwendung der Stadt rührt daher, dass sie lange Zeit ein Synonym für Abgelegenheit darstellte.<ref>https://www.cbarks.dk/theafricanconnection.htm</ref> Besonders in dänischen Comics wurde | Der Comic zeigt Donald das erste Mal in seinem Exil in Timbuktu. Barks hatte Timbuktu bereits früher in Dialogen verwendet, zeigte die Stadt aber nur zweimal, nämlich in dieser Geschichte und in ''[[Donald, der Pfiffikus]]''. Die Verwendung der Stadt rührt daher, dass sie lange Zeit ein Synonym für Abgelegenheit darstellte.<ref>https://www.cbarks.dk/theafricanconnection.htm</ref> Zudem ist die Stadt selbst zwar sehr bekannt, doch viele wissen nicht, in welchen Land sie liegt. Besonders in dänischen Comics wurde die Stadt im afrikanischen Mali auch später noch als Fluchtpunkt Donalds verwendet. Auch wenn Barks selten so weite Fluchten darstellte wie in dieser Geschichte, ist der flüchtende Donald in seinem Werk doch äußerst präsent, sodass [[Andreas Platthaus]] sogar von einer regelrechten „Fluchtkultur“ in [[Entenhausen]] spricht.<ref>[[Andreas Platthaus]]: tombouctou, mon amour. In: [[Der Donaldist]] 84, S. 9.</ref> | ||
Barks verwendet in dieser Geschichte zum dritten Mal ''Cornelius Coot'', den Gründer Entenhausens, diesmal in einem Denkmal mit Krug anstelle der Maiskolben. Erika Fuchs übersetzte den Namen in allen drei Geschichten anders, in diesem Fall entschied sie sich für David Duck. Die Existenz drei verschiedener Namen für die gleiche Figur hat zu donaldistischen Theorien geführt, wonach es sich hier um ein Drillingsgen handle, das in der Familie Duck übertragen werde.<ref>PaTrick Bahners: ''Entenhausen. Die ganze Wahrheit'' (München 2013), S. 44.</ref> | Barks verwendet in dieser Geschichte zum dritten Mal ''Cornelius Coot'', den Gründer Entenhausens, diesmal in einem Denkmal mit Krug anstelle der Maiskolben. Erika Fuchs übersetzte den Namen in allen drei Geschichten anders, in diesem Fall entschied sie sich für David Duck. Die Existenz drei verschiedener Namen für die gleiche Figur hat zu donaldistischen Theorien geführt, wonach es sich hier um ein Drillingsgen handle, das in der Familie Duck übertragen werde.<ref>PaTrick Bahners: ''Entenhausen. Die ganze Wahrheit'' (München 2013), S. 44.</ref> | ||
Die Geschichte ist eine der ersten, in der sich Daniel Düsentrieb mit einem Hammer auf dem Kopf schlägt. Diesen Gag verwendete Barks in den Anfangszeiten des Erfinders häufiger. In der Geschichte ''[[Kummer mit Kunststoff]]'' von 1954 baut er diese Eigenart des Ingenieurs sogar in den Schlussgag ein. Dass Helferlein seinem großen Vorbild nacheifert | Die Geschichte ist eine der ersten, in der sich Daniel Düsentrieb mit einem Hammer auf dem Kopf schlägt. Diesen Gag verwendete Barks in den Anfangszeiten des Erfinders häufiger. In der Geschichte ''[[Kummer mit Kunststoff]]'' von 1954 baut er diese Eigenart des Ingenieurs sogar in den Schlussgag ein. Dass Helferlein seinem großen Vorbild nacheifert und dabei seine Glühbirne zertrümmert, kam auch mehrfach vor. | ||
==Veröffentlichungen== | ==Veröffentlichungen== | ||
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*[[Barks Library 33]] (1998) | *[[Barks Library 33]] (1998) | ||
*[[Barks Comics & Stories 11]] (2003) | *[[Barks Comics & Stories 11]] (2003) | ||
*[[Carl Barks Collection | *[[Carl Barks Collection XVI]] (2007) | ||
*[[Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Sonderedition]] 2 (2008, zweite Fuchs-Übersetzung) | *[[Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Sonderedition]] 2 (2008, zweite Fuchs-Übersetzung) | ||
*[[Entenhausen-Edition 33]] (2015, zweite Fuchs-Übersetzung) | *[[Entenhausen-Edition 33]] (2015, zweite Fuchs-Übersetzung) | ||