Wächter der Mysterien: Unterschied zwischen den Versionen
Artikel gemausert |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (5 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:LTB-WE-22-3-C.jpg|400px|mini|rechts|Indiana Goof und die „Wächter der Mysterien“ (© Egmont Ehapa)]] | |||
''' | '''Wächter der Mysterien''' (ital. orig. ''I custodi del mistero'') ist eine italienische [[Comicserie]] des [[Maus]]-Universums, die von [[Comicautor]] von [[Bruno Sarda]] erdachte wurde. Innerhalb der Serie entstanden zwischen 2012 und 2014 vier Geschichten, von denen die ersten drei von [[Emilio Urbano]] gezeichnet wurden, für die vierte steuerte [[Marco Palazzi]] die [[Comiczeichner|Zeichnungen]] bei. | ||
In der Hauptrolle tritt [[Indiana Goof]] als abenteuerlustiger Archäologe auf, der für die Geheimgesellschaft | In der Hauptrolle tritt [[Indiana Goof]] als abenteuerlustiger Archäologe auf, der für die Geheimgesellschaft „Wächter der Mysterien“ nach mächtigen Artefakten sucht, die nicht in die falschen Hände geraten dürfen. | ||
Zwei der vier Teile wurden bislang im deutschen Sprachraum veröffentlicht. | Zwei der vier Teile wurden bislang im deutschen Sprachraum veröffentlicht. | ||
| Zeile 39: | Zeile 39: | ||
|- style="background:#DBDBA4" | |- style="background:#DBDBA4" | ||
| colspan="3" | '''Handlung'''<br> Der abenteuerlustige Archäologe Indiana Goof findet sich in der venezianischen Lagune wieder, wo er die verfallene Villa der Familie Danaron erreicht, einer ehemals wohlhabenden venezianischen Familie von Kaufleuten und Mäzen. Indiana ist auf der Suche nach dem Krummsäbel von Dschingis Khan, der der Legende nach denjenigen, der ihn führt, zu einem mächtigen Anführer macht. Aus einem alten Buch, das dem Abenteurer auf einem Marktplatz zufällig in die Hände gefallen ist, hat Indiana Goof erfahren, dass der berühmte Kaufmann und Handelsreisende Marco Polo den Standort des legendären Krummsäbels entdeckt und auf einem Pergament niederschrieb. Dieses wertvolle Dokument schickte er zur Sicherheit an die befreundete Familie der Danarons, damit das Schriftstück auf Dauer verwahrt wird. | | colspan="3" | '''Handlung'''<br> Der abenteuerlustige Archäologe Indiana Goof findet sich in der venezianischen Lagune wieder, wo er die verfallene Villa der Familie Danaron erreicht, einer ehemals wohlhabenden venezianischen Familie von Kaufleuten und Mäzen. Indiana ist auf der Suche nach dem Krummsäbel von Dschingis Khan, der der Legende nach denjenigen, der ihn führt, zu einem mächtigen Anführer macht. Aus einem alten Buch, das dem Abenteurer auf einem Marktplatz zufällig in die Hände gefallen ist, hat Indiana Goof erfahren, dass der berühmte Kaufmann und Handelsreisende Marco Polo den Standort des legendären Krummsäbels entdeckt und auf einem Pergament niederschrieb. Dieses wertvolle Dokument schickte er zur Sicherheit an die befreundete Familie der Danarons, damit das Schriftstück auf Dauer verwahrt wird. | ||
[[Datei:LTB-WE-22-3-A.jpg|250px|mini|rechts|Indiana Goof auf den Spuren von Marco Polo (© Egmont Ehapa)]] | |||
Nun durchsucht Indiana Goof die historische Bibliothek und entdeckt nach der Lösung eines Rätsels das Pergament, auf dem vermerkt ist, dass Marco Polo einen tibetischen Mönch getroffen hat, der im Besitz des Säbels war und es zu einem Blauen Kloster an den Hängen des Himalayas brachte. Plötzlich schlägt jedoch jemand Indiana nieder und wirft ihn in einen alten Keller, der vom steigenden Wasser zu überfluten droht. Glücklicherweise steigt ein mysteriöser Taucher durch eine Falltür ein und rettet Indiana, indem der Fremde ihn an die Oberfläche zieht und dann ohne ein Wort verschwindet. Von den Ereignissen verwirrt, beschließt Indiana, seine Suche nach dem Blauen Kloster fortzusetzen und begibt sich in die Ausläufer des Himalayagebirge. | Nun durchsucht Indiana Goof die historische Bibliothek und entdeckt nach der Lösung eines Rätsels das Pergament, auf dem vermerkt ist, dass Marco Polo einen tibetischen Mönch getroffen hat, der im Besitz des Säbels war und es zu einem Blauen Kloster an den Hängen des Himalayas brachte. Plötzlich schlägt jedoch jemand Indiana nieder und wirft ihn in einen alten Keller, der vom steigenden Wasser zu überfluten droht. Glücklicherweise steigt ein mysteriöser Taucher durch eine Falltür ein und rettet Indiana, indem der Fremde ihn an die Oberfläche zieht und dann ohne ein Wort verschwindet. Von den Ereignissen verwirrt, beschließt Indiana, seine Suche nach dem Blauen Kloster fortzusetzen und begibt sich in die Ausläufer des Himalayagebirge. | ||
| Zeile 50: | Zeile 50: | ||
Auf dem Rückweg sieht Indiana eine tiefe Gletscherspalte und beschließt, den Krummsäbel wegzuwerfen, da er zu gefährlich für die Menschheit sei. Doch plötzlich kommt ihm ein dritter bewaffneter Gangster dazwischen, aber auch sein geheimnisvoller Retter ist wieder da. | Auf dem Rückweg sieht Indiana eine tiefe Gletscherspalte und beschließt, den Krummsäbel wegzuwerfen, da er zu gefährlich für die Menschheit sei. Doch plötzlich kommt ihm ein dritter bewaffneter Gangster dazwischen, aber auch sein geheimnisvoller Retter ist wieder da. | ||
Zusammen gelingt es, auch den letzten Verbrecher zu entwaffnen, wobei das angeblich so mächtige Artefakt sich als nutzlos erweist. | Zusammen gelingt es, auch den letzten Verbrecher zu entwaffnen, wobei das angeblich so mächtige Artefakt sich als nutzlos erweist. | ||
[[Datei:LTB-WE-22-3-B.jpg|250px|mini|links|Indiana Goof und Kara Kick (© Egmont Ehapa)]] | |||
An diesem Punkt entpuppt sich die mysteriöse Person als eine junge Frau namens Kara Kick, die Indiana Goof schließlich erklärt, dass die Schurken der bösen Geheimgesellschaft der K.A.O.S. angehören. Sie selbst wiederum gehört zu einer anderen Organisation, die Indiana Goof einem Test unterzogen hat, um festzustellen, ob er würdig ist, ihr anzugehören. Diese Aufgabe hat Indiana Goof sowohl in Bezug auf seine Fähigkeiten als auch auf seine Moral bestanden. Die ganze Suche von der Entdeckung des Buches an wurde in Wirklichkeit von ihrem Team organisiert und so haben sie auch die K.A.O.S.- | An diesem Punkt entpuppt sich die mysteriöse Person als eine junge Frau namens Kara Kick, die Indiana Goof schließlich erklärt, dass die Schurken der bösen Geheimgesellschaft der K.A.O.S. angehören. Sie selbst wiederum gehört zu einer anderen Organisation, die Indiana Goof einem Test unterzogen hat, um festzustellen, ob er würdig ist, ihr anzugehören. Diese Aufgabe hat Indiana Goof sowohl in Bezug auf seine Fähigkeiten als auch auf seine Moral bestanden. Die ganze Suche von der Entdeckung des Buches an wurde in Wirklichkeit von ihrem Team organisiert und so haben sie auch die K.A.O.S.-Leute täuschen können. Karas Gruppe hat bereits den Krummsäbel von Dschingis Khan gefunden und durch eine nutzlose Replika ersetzt. Indiana ist nicht gerade erfreut darüber, hereingelegt worden zu sein, nimmt aber Karas Einladung an, da seine Neugierde geweckt ist. | ||
Die beiden reisen zu einer kleinen Insel in den Tropen, die auf den Karten nicht eingezeichnet ist und auf der sich das geheimen Verstecke von Karas Gruppe, den Wächtern der Mysterien, befindet. Indiana lernt den Großen Rat der Wächter kennen und macht die Bekanntschaft von Professor Argano. Der Gelehrte erklärt, dass die Erde mit Objekten und Artefakten mit mysteriösen Kräften übersät ist und dass es ihre Aufgabe ist, zu verhindern, dass sie in die falschen Hände fallen. Einige dieser Gegenstände sind außerirdischen Ursprungs, die von Außerirdischen stammen, die die Erde mehrmals besuchten und Gegenstände aus ihrem bläulich schimmernden Metall erschufen. Indiana lernt daraufhin auch die anderen Wächter kennen. | Die beiden reisen zu einer kleinen Insel in den Tropen, die auf den Karten nicht eingezeichnet ist und auf der sich das geheimen Verstecke von Karas Gruppe, den Wächtern der Mysterien, befindet. Indiana lernt den Großen Rat der Wächter kennen und macht die Bekanntschaft von Professor Argano. Der Gelehrte erklärt, dass die Erde mit Objekten und Artefakten mit mysteriösen Kräften übersät ist und dass es ihre Aufgabe ist, zu verhindern, dass sie in die falschen Hände fallen. Einige dieser Gegenstände sind außerirdischen Ursprungs, die von Außerirdischen stammen, die die Erde mehrmals besuchten und Gegenstände aus ihrem bläulich schimmernden Metall erschufen. Indiana lernt daraufhin auch die anderen Wächter kennen. | ||
| Zeile 60: | Zeile 60: | ||
| colspan="3" | | | colspan="3" | | ||
|- style="background:#DBDBA4" | |- style="background:#DBDBA4" | ||
| colspan="3" | '''Historischer Hintergrund'''<br> | | colspan="3" | '''Historischer Hintergrund'''<br> Die Comicgeschichte verwebt Fiktion mit historischen Personen. So gilt der venezianische Kaufmann Marco Polo (1254 - 1324) als wahrscheinlich bekanntester Europäer, der über den Orient in das ferne China reiste und dort mehrere Jahre verbrachte. Bis heute gibt Marco Polo den Forschern Rätsel auf, da es nur wenig konkrete und belastbare Quellen gibt, darunter nur wenige Handschriften von Marco Polo. Sein Reisebericht Il Milione über die Reise in den Fernen Osten ist weltberühmt, sogar Christoph Kolumbus hat ein Exemplar besessen. Jedoch besuchte Marco Polo nicht den Hof von Dschingis Khan (gestorben 1227), sondern von dessen Enkel Kublai Khan (1215 – 1294). | ||
Dschingis Khan vereinte die mongolischen Stämme auf dem Territorium der heutigen zentralen und nördlichen Mongolei und führte sie zum Sieg gegen mehrere benachbarte Völker. Zwei Dinge machten die mongolischen Kämpfer allen Gegnern überlegen: ihre Waffen und ihre Pferde. Zur Ausstattung eines jeden Kriegers gehörten außerdem ein Schild, eine Lanze und ein Krummsäbel. Viele Mongolen führten Schwerter, welche fast immer einschneidig und nur sehr wenig oder gar nicht gekrümmt waren. Bevorzugt wurden lange säbelartige Schwerter mit einer nur gering gekrümmten schlanken Klinge, die so genannten Khelme. Die Klingen waren aus hochwertigem Material und sehr scharf geschliffen. Auch Dschingis Khan wird häufig mit einem Schwert dargestellt, sein angeblich mythischer Krummsäbel ist allerdings reine Fiktion, die sich an Waffen wie Excalibur oder der Lanze des Longinus orientiert. | |||
Zu Beginn des Comics löst Indiana Goof in einer Bibliothek ein Rätsel, in dem er bestimmte Buchstaben auf einem Ausspruch drückt. Diese Szene hat Bruno Sarda vermutlich dem verfilmten Beststeller-Roman ''Der Name der Rose'' von Umberto Ecco entliehen. Die Bücher, die Indiana Jones zur Lösung heranzieht, sind neben dem benannten Il Milione von Maco Polo die klassischen Werke ''Göttliche Komödie'' von Dante Alighieri und ''Der rasende Roland'', der deutschsprachigen Ausgabe des Versepos ''Orlando furioso'' von Ludovico Ariosto. Am Ende muss Indiana Goof eine weise Entscheidung treffen um zu wählen, aus welchem Kelch er trinkt – genau wie Indiana Jones im Kinofilm ''Indiana Jones und der letzte Kreuzzug''. | |||
|} | |} | ||
|- | |||
| | |||
{| width="100%" cellspacing="0" style="background-color:#fff; border-top:2px solid #A8A06F; border-bottom:2px solid #A8A06F; border-left:2px solid #A8A06F; border-right:3px solid #A8A06F;" valign="top" class="mw-collapsible mw-collapsed" title="Für mehr Infos ausklappen" | {| width="100%" cellspacing="0" style="background-color:#fff; border-top:2px solid #A8A06F; border-bottom:2px solid #A8A06F; border-left:2px solid #A8A06F; border-right:3px solid #A8A06F;" valign="top" class="mw-collapsible mw-collapsed" title="Für mehr Infos ausklappen" | ||
|- style="background:#d9d5bf" | |- style="background:#d9d5bf" | ||
| Zeile 96: | Zeile 101: | ||
Indiana und Kara begeben sich daher zu den Ruinen des Klosters und treffen dort auf die Männer von Malefikus, dem bösen Anführer von K.A.O.S., die ihnen die gerade gefundene Partitur stehlen. Malefikus selbst greift ein und kündigt ein „besonderes“ Konzert für Paris an. Indiana und Kara finden heraus, dass eine Aufführung des chinesischen Meisters Chai-ko-skin im größten Theater der Stadt stattfinden soll und das Gastspiel bereits ausverkauft ist. Als sie beobachten, wie der Künstler ein Autogramm gibt, stellt Kara fest, dass er mit der rechten Hand unterschrieben hat, obwohl er eigentlich Linkshänder ist. | Indiana und Kara begeben sich daher zu den Ruinen des Klosters und treffen dort auf die Männer von Malefikus, dem bösen Anführer von K.A.O.S., die ihnen die gerade gefundene Partitur stehlen. Malefikus selbst greift ein und kündigt ein „besonderes“ Konzert für Paris an. Indiana und Kara finden heraus, dass eine Aufführung des chinesischen Meisters Chai-ko-skin im größten Theater der Stadt stattfinden soll und das Gastspiel bereits ausverkauft ist. Als sie beobachten, wie der Künstler ein Autogramm gibt, stellt Kara fest, dass er mit der rechten Hand unterschrieben hat, obwohl er eigentlich Linkshänder ist. | ||
Daraufhin versuchen Indiana Goof und seine Begleiterin, sich über das Dach Zutritt in das Gebäude zu verschaffen. Jedoch erkennen sie erst nach einigem Hin und Her, dass sie sich geirrt haben und am falschen Ort sind. Malefikus verfolgt einen anderen finsteren Plan und will den Pianisten Pierre Marot hypnotisieren, damit dieser die verbotene Melodie spielt. Nun liegt es an Indiana Goof und Kara Kick, diese Darbietung zu verhindern | Daraufhin versuchen Indiana Goof und seine Begleiterin, sich über das Dach Zutritt in das Gebäude zu verschaffen. Jedoch erkennen sie erst nach einigem Hin und Her, dass sie sich geirrt haben und am falschen Ort sind. Malefikus verfolgt einen anderen finsteren Plan und will den Pianisten Pierre Marot hypnotisieren, damit dieser die verbotene Melodie spielt. Nun liegt es an Indiana Goof und Kara Kick, diese Darbietung zu verhindern. | ||
|- style="background:#A8A06F;" | |- style="background:#A8A06F;" | ||
| Zeile 104: | Zeile 109: | ||
|} | |} | ||
|- | |- | ||
| | |||
{| width="100%" cellspacing="0" style="background-color:#fff; border-top:2px solid #A8A06F; border-bottom:2px solid #A8A06F; border-left:2px solid #A8A06F; border-right:3px solid #A8A06F;" valign="top" class="mw-collapsible mw-collapsed" title="Für mehr Infos ausklappen" | {| width="100%" cellspacing="0" style="background-color:#fff; border-top:2px solid #A8A06F; border-bottom:2px solid #A8A06F; border-left:2px solid #A8A06F; border-right:3px solid #A8A06F;" valign="top" class="mw-collapsible mw-collapsed" title="Für mehr Infos ausklappen" | ||
|- style="background:#d9d5bf" | |- style="background:#d9d5bf" | ||
| Zeile 168: | Zeile 174: | ||
| colspan="3" | | | colspan="3" | | ||
|- style="background:#DBDBA4" | |- style="background:#DBDBA4" | ||
| colspan="3" | '''Handlung'''<br> | | colspan="3" | '''Handlung'''<br> Irgendwo in Japan sind die beiden Abenteuer Indiana Jones und Savannen-Tom unterwegs im Gebirge, wo sie an steilen Feldvorsprüngen vorbeiklettern müssen. Die zwei Kletterer sind im Auftrag der „Hüter der Mysterien“ unterwegs, einer Geheimgesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, überall auf der Welt nach verborgenen Artefakten zu suchen, denen eine gewisse übernatürliche Kraft nachgesagt wird. Diese Mal sind Indiana Jones und der kernige Savannen-Tom auf der Suche nach dem legendären Helm des mächtigen Samurai Ikebin Nishda. Nach der anstrengenden Kletterpartie werden Indiana und Tom schließlich in einer Höhle fündig: Sie stehen vor der prächtigen Rüstung des ruhmreichen Samurai und bewundern dessen Waffen-Arsenal. Darunter befindet sich auch der beeindruckende Helm, der über magische Kräfte verfügen soll. Tatsächlich werden Indiana Goof und Savannen-Tom Zeuge dieses wundersamen Relikts, nachdem sich Indiana den Helm auf den Kopf gesetzt hat. Daraufhin ist Indiana Goof auf einmal unsichtbar! | ||
Nach kurzer Überlegung sind sich Indiana und Tom einig, dass der Helm nicht in die falschen Hände geraten darf, sondern so schnell wie möglich in eine Basis der „Hüter der Mysterien“ gebracht werden muss. Daher beschließt Indiana Goof, den Rückweg nach Tokyo anzutreten, um sich dort schleunigst mit Toshiro Tatanakata zu treffen, dem erfolgreichen IT-Unternehmer und Sponsor der Geheimgesellschaft. Währenddessen versucht Savannen-Tom, ihre hartnäckigen Verfolger in eine Falle zu locken. Wie korrekt vermutet, haben sich zwei zwielichtige Halunken an die Fersen der Schatzsucher geheftet und wollen Savannen-Tom nun das magische Artefakt abnehmen. Es kommt zu einem kurzen Gefecht, aus dem Tom die Flucht gelingt, doch die Schurken wissen nun Bescheid, dass Indiana Goof das echte Artefakt besitzen muss. | |||
In Tokyo vereinbaren Indiana Goof und Toshiro Tatanakata ein Treffen miteinander. Beide werden allerdings von intriganten Mitgliedern der bösen K.A.O.S.-Gruppe in die irre geführt und in eine Falle gelockt. Der finstere Anführer von K.A.O.S., der niederträchtige Malefikus, will nicht nur an den Helm des Ikebin Nishda gelangen, sondern auch noch seinen Gegenspieler Toshiro Tatanakata aus dem Weg räumen. Dazu hat er sich mit dem korrupten Leiter des Raumfahrtzentrums verbündet, dem gemeinen Sakja Zuyen. Von all dem ahnen Indiana Goof und sein Freund Toshiro noch nichts, als sie abends zur späten Stunde das Raumfahrtzentrum erreichen, wo derzeit an einem neuartigen Reaktor zur Energiegewinnung geforscht wird. Die knallharten Ninjas von K.A.O.S. greifen an und können Toshiro Tatanakata gefangen nehmen, Indiana Goof allerdings kann knapp entkommen. | |||
[[Datei:LTB-AT-11-2-B.jpg|250px|mini|rechts|Indiana Goof und Toshiro Tatanakata (© Egmont Ehapa)]] | |||
Die Ninjas dringen mühelose in das geheime Labor der Wissenschaftseinrichtung ein und knacken in Windeseile den Safe. Der bewusstlose Toshiro Tatanakata wird am Tatort zurückgelassen, wo er wenig später von der herbeistürmenden Polizei aufgefunden wird. Der bärbeißige Kommissar glaubt dem verwirrten IT-Unternehmer kein Wort und als auch noch einer der Wachmänner die Aufmerksamkeit auf Toshiro Tatanakata lenkt, wird dieser festgenommen. | |||
Mithilfe des unsichtbar machenden Helms des Ikebin Nishda schafft es Indiana Goof, unbemerkt in die Zelle seines Freundes zu gelangen. Dieser ist verwundert und froh, dass Indiana auf freiem Fuß ist und ihm helfen möchte, seine Unschuld zu beweisen. Dazu muss er aber eine Verbindung zwischen Malefikus und Sakja Zuyen herstellen. Letzterer will eigenmächtig über den neuen Reaktor verfügen, wogegen Malefikus mit der Macht des Helms des Samurai die Welt in Angst und Schrecken versetzen will. Nun ist es an Indiana Goof, das Komplott aufzudecken und den Helm des Ikebin Nishda in Sicherheit zu bringen, damit dieser von den „Wächtern der Mysterien“ für immer und ewig versteckt werden kann. | |||
|- style="background:#A8A06F;" | |- style="background:#A8A06F;" | ||
| colspan="3" | | | colspan="3" | | ||
|- style="background:#DBDBA4" | |- style="background:#DBDBA4" | ||
| colspan="3" | '''Historischer Hintergrund'''<br> hier | | colspan="3" | '''Historischer Hintergrund'''<br> Sagenumwobene Kopfbedeckungen, die unsichtbar machen sollen, sind in der Literatur schon seit längerer Zeit bekannt. Über eine Tarnkappe, die auch oder vor allem in Bewegung ihren Träger unsichtbar machen kann, berichtet schon das Nibelungenlied-Epos aus dem späten 12. Jahrhundert. Der Held Siegfried verfügt hier über eine Tarnkappe, in der Erzählung auch „tarnhût“ genannt. Siegfried erringt im Nibelungenlied die Tarnkappe von einem Zwerg namens Alberich, der den Hort der Nibelungen bewacht. Im Nibelungenlied ist die Tarnkappe keine Kopfbedeckung, sondern – dem frühmittelalterlichen deutschen Sprachgebrauch entsprechend – ein Mantel, Cape oder Umhang. | ||
Einen Helm, der seinem Träger Unsichtbarkeit verleiht, fertigen die Zyklopen der griechischen Mythologie dem Unterweltengott Hades, damit er Zeus im Kampf gegen die Titanen beistehen kann. So wie die Kyklopen als Waffe dem Zeus die Donnerkeile und dem Poseidon den Dreizack gaben, so fertigten sie für Hades den Helm der Unsichtbarkeit, der demnach entsprechend das Hauptattribut des Gottes wurde. | |||
Eine weitere Tarnkappe wird Perseus auf seinem Weg zur Gorgone Medusa von den Nymphen überreicht. Auch im Trojanischen Krieg bedient sich Athene der Hadeskappe. | |||
In der nordischen Mythologie taucht in der Edda der furchteinflößende Oegishjalmr auf, der nicht ohne Grund auch Schreckenshelm genannt wurde. | |||
|} | |} | ||
| Zeile 206: | Zeile 227: | ||
===K.A.O.S.=== | ===K.A.O.S.=== | ||
[[Datei:LTB-AT-11-2-A.jpg|250px|mini|links|Malefikus (© Egmont Ehapa)]] | |||
K.A.O.S. ist eine kriminelle Geheimorganisation, die überall auf der Welt nach mächtigen Artefakten sucht, die sie als Waffe für kriminelle Zwecke missbrauchen kann. Der Name ist ein Akronym und steht für: '''K'''riminelle '''A'''lchemisten, '''O'''kkultisten und '''S'''piritisten (org. ''C.A.O.S. (Criminali Associati Occultisti Segreti)''). Die Vereinigung ist den Wächtern der Mysterien seit jeher feindlich gesinnt ist und verfolgt das Ziel, die Welt mit Hilfe magischer oder außerirdischer Artefakte zu beherrschen. Die K.A.O.S.-Gefolgsleute sind zumeist an ihren lilanen Uniformen zu erkennen. | K.A.O.S. ist eine kriminelle Geheimorganisation, die überall auf der Welt nach mächtigen Artefakten sucht, die sie als Waffe für kriminelle Zwecke missbrauchen kann. Der Name ist ein Akronym und steht für: '''K'''riminelle '''A'''lchemisten, '''O'''kkultisten und '''S'''piritisten (org. ''C.A.O.S. (Criminali Associati Occultisti Segreti)''). Die Vereinigung ist den Wächtern der Mysterien seit jeher feindlich gesinnt ist und verfolgt das Ziel, die Welt mit Hilfe magischer oder außerirdischer Artefakte zu beherrschen. Die K.A.O.S.-Gefolgsleute sind zumeist an ihren lilanen Uniformen zu erkennen. | ||
Der Anführer der Organisation ist der gewissenlose Malefikus (org. ''Malvagius''). | Der Anführer der Organisation ist der gewissenlose Malefikus (org. ''Malvagius''). | ||
==Inspiration== | |||
Neben der offensichtlichen Anlehnung seiner Figur Indiana Goof an den Abenteurer ''Indiana Jones'' ließ sich Bruno Sarda bei der Erstellung der Serie von zahlreichen anderen Elementen inspirieren. Das gekonnte Vermischen von fiktiven Figuren und historischen Persönlichkeiten bzw. Ereignissen begründete ein ganzes literarisches Konzept in Form der ''The Wold Newton family'', deren Benennung auf den US-amerikanischen Science-Fiction-Autoren Philip José Farmer zurückzuführen ist. Beispielhaft wäre hier ''Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen'' oder ''Doktor Strange'' zu nennen. Anspielungen darauf finden sich auch bei Bruno Sarda. | |||
Das Konzept der "Wächter der Mysterien", die in unterirdischen Geheimbasen mythische Artefakte sammeln und vor der Außenwelt verstecken, damit sie nicht von skrupellosen Schurken missbraucht werden, erinnert stark an die Fernsehserie ''Warehouse 13''. Diese erfreute sich zwischen 2009 und 2014 in fünf Staffeln großer Beliebtheit. Die Dramedy-Serie von den Universal Studios kann als eine Mischung aus ''Akte X'', ''Jäger des verlorenen Schatzes'' und ''Das Model und der Schnüffler'' beschrieben werden. Auch hier arbeiten unterschiedliche Charaktere in einer Geheimgesellschaft zusammen, um die Welt vor den rätselhaften Artefakten zu beschützen. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||