Grimmige Geister
Grimmige Geister (im englischen Original Grim Grinning Ghosts) ist ein Song der Geisterbahn-Attraktion Haunted Mansion (zuerst 1969 in Disneyland Anaheim). Er wurde von Buddy Baker komponiert, von Paul Frees (als Ghost Host), Eleanor Audley (als Madame Leota), Thurl Ravenscroft (als dominante tiefe Stimme) und seiner Band The Mellomen (als Chor) gesungen und der Text stammt von Xavier Atencio. In der Attraktion beginnt das Lied nach dem Sturz aus dem Dachboden bei der Feier auf dem Friedhof, gesungen vom Ghost Host und den singenden Büsten.
Englischer Text[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Ghost Host, gesprochen:
- When hinges creak in doorless chambers
- And strange and frightening sounds echo through the halls
- Whenever candle lights flicker where the air is deathly still
- That is the time when ghosts are present
- Practicing their terror with ghoulish delight
- Chor, gesungen:
- When the crypt doors creak, and the tombstones quake
- Spooks come out for a swinging wake
- Happy haunts materialize
- And begin to vocalize
- Grim Grinning Ghosts come out to socialize
- Now don't close your eyes and don't try to hide
- Or a silly spook may sit by your side
- Shrouded in a daft disguise
- They pretend to terrorize
- Grim Grinning Ghosts come out to socialize
- As the moon climbs high o'er the dead oak tree
- Spooks arrive for the midnight spree
- Creepy creeps with eerie eyes
- Start to shriek and harmonize
- Grim Grinning Ghosts come out to socialize
- When you hear the knell of a requiem bell
- Weird glows gleam where spirits dwell
- Restless bones etherialize
- Rise as spooks of every size
- Grim Grinning Ghosts come out to socialize
- Mwahahahahahahahaha!
- (dreimal wiederholt)
- If you would like to join our jamboree
- There's a simple rule that's compulsory
- Mortals pay a token fee
- Rest in peace, the haunting's free
- So hurry back, we would like your company
- Madame Leota, gesprochen:
- Hurry back… hurry back…
- Be sure to bring your death certificate
- If you decide to join us
- Make final arrangements now
- We've been… dying… to have you
Deutscher Text[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lied war mehrfach Teil der VHS-Reihe Disney Sing Along Songs, teilweise mit geänderten Text. 1993 erschien die Kassette „Disney Sing Along Songs: Let’s Go to Disneyland Paris!“, welche am 19. November 1993 in Deutschland als Sing mit uns-VHS 8 „Eine Musikalische Reise ins EuroDisney Resort Paris“ erschien. Für die deutsche Fassung ist Frank Lenart verantwortlich, der vermutlich auch den Text übersetzte.
- Mädchen, gesprochen:
- Ganz schön unheimlich, was?
- Junge, gesprochen:
- Ja.
- Mädchen, gesprochen:
- Was passiert hier wohl, wenn es dunkel wird?
- Ghost Host:
- Wenn der Vollmond scheint und der Grabstein weint,
- schunkeln Schatten im Tanz vereint.
- Geister treten frech empor,
- stimmen alle ein im Chor,
- grimmige Geister grummeln dir was vor!
- Aber schau’ nicht weg, such’ dir kein Versteck,
- denn ein Schreckgespenst hat dich schnell entdeckt.
- Unter ihrem Bettbezug
- spielen sie den Spukbetrug,
- grimmige Geister grummeln dir was vor!
- Dann erkennst du halb einen albernen Alp.
- Irrlicht strahlt und Wirrwarr wallt,
- Knochen werden neu gebor’n,
- krabbeln aus dem Grab empor.
- Wenn der Vollmond wacht und der Grabstein lacht,
- schlägt die Uhr plötzlich Mitternacht
- Dämliche Dämonenschar,
- bleib doch lieber unsichtbar!
- grimmige Geister grummeln dir was vor!
- Und wärst du gern bei uns’rem Spuk dabei,
- dann beachte nur dieses Einerlei:
- Lass dein Leben vor dem Tor,
- dann ist dir der Eintritt frei.
- Komm’ bitte bald zu Besuch bei uns vorbei.
- Junge, gesprochen:
- Na los!
Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Komposition und Text[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Xavier Atencio mit dem Liedtext zu „Yo Ho (A Pirate’s Life for Me)“ für Pirates of the Caribbean beauftragt wurde, folgte nun der Auftrag, für Buddy Bakers Musik zum Haunted Mansion den Liedtext zu verfassen.[1] Atencio war nicht von Anfang an ein Liederschreiber, „Yo Ho“ war sein erstes Projekt, für das er von Disney ausgewählt wurde. Bevor jemand für „Grim Grinning Ghosts“ ausgewählt wurde, verstarb Disney. Atencio war einer der Imagineers, welche die Attraktion Haunted Mansion überarbeiteten, sein Skript für die Storyline der Attraktion war die letzte und ausschlaggebende. Er kombinierte dabei sein Bedürfnis nach Makabren mit Humor.[2] Atencio ließ seine Erfahrung auch in das neue Lied fließen: „Wenn man Lieder für solche Fahrgeschäfte schreibt, darf es keinen Anfang und kein Ende geben. Jede Strophe muss ihre eigene Bedeutung haben.“[e 1][3] „Da wir wussten, dass ‚Yo Ho‘ in der Piraten-Attraktion so ein Erfolg war, wurde uns klar, dass wir auch [für die Mansion] einen Song brauchen würden. Also machte ich mich an die Arbeit [am Text], tauschte meine Ideen mit John Hench und den anderen aus – und gab den Text dann an Buddy weiter. Es war unglaublich, wie Buddy einfach so eine passende Melodie dazu komponierte – mit nur ein paar kleinen Anpassungen hier und da. Man fragt oft: ‚Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?‘ Nun, ich habe mir einfach den Text ausgedacht, und Buddy, das Genie, das er ist, hat dafür gesorgt, dass es funktioniert hat.“[e 2][2]
Buddy Bakers Melodie für „Grim Grinning Ghosts“ wird meist in a-Moll gespielt. Verschiedene Varianten verwenden einen 4/4- oder 3/4-Takt. Für alle Versionen wird die folgende Akkordfolge verwendet: Am, B, Am, B♭, Am, F, Am, F7, Am, E7, Am. In der Regel dauert jeder Akkord zwei Taktschläge im 4/4-Takt oder drei Taktschläge im 3/4-Takt. Diese zugrunde liegende Akkordfolge verstärkt die makabre Atmosphäre des Haunted Mansions. Das Lied moduliert wie folgt nach B♭-Moll: Am, E7, F7, B♭m und weiter nach H-Moll über B♭m, F7 und F♯7. Die Melodie moduliert dann zurück nach A-Moll, nachdem ein dissonanter Akkord sechsmal wiederholt wurde.[4]

Der englische Titel des Liedes ist ein Zitat aus der älteren Shakespeare-Versdichtung „Venus and Adonis“. In der Szene schimpft Venus auf den Tod, nachdem Adonis verstarb:[5]
- „‚Hard-favour’d tyrant, ugly, meagre, lean,
- Hateful divorce of love,‘–thus chides she Death,–
- ‚Grim-grinning ghost, earth’s worm, what dost thou mean…‘“[3][6]
In der deutschen Fassung von 1840, übersetzt von Ludwig Reinhold Walesrode unter dem Pseudonym Emil Wagner, wurde der „Grim-grinning ghost“ übersetzt, aber der „earth’s worm“ ausgespart:
- „‚Du blasser, mißgeschaffener Tyrann,
- Der Liebe Scheidung‘ (also schilt sie ihn),
- ‚Du grinsendes Gespenst, was trieb dich an…‘“[7]
In der 1849 von Ferdinand Freiligrath übersetzten Fassung des Gedichts wird der „earth’s worm“ genannt, dafür aber der „Grim-grinning ghost“ ausgespart:
- „‚Du Harter, Garst'ger, der des Scheidens Pein
- Der Liebe schuf,‘ (dem Tode gilt ihr Schmälen)
- ‚Sargwurm der Erde, was nur fällt dir ein…‘“[8]
Aufnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Februar und April 1969 nahm Buddy Baker das Lied mit verschiedenen Künstlern auf. Baker betonte besonders das Talent der Sopranistin Loulie Jean Norman: „Die verrückte Sopranistin [in der Friedhofs-Opernszenen] hatte die Melodie im Griff und wich nicht so weit davon ab, dass man sie nicht mehr erkennen konnte. Aber ich sagte ihr, sie solle einfach nach Belieben improvisieren. Ich sagte ihr: ‚Du sollst hier eine Art Verrückte darstellen, also mach einfach das, was du am besten kannst!‘ Und genau das tat sie – sie hat sich das selbst ausgedacht.“[e 3][2]
Die Salonorgel, welche Besucher in der Attraktion willkommen heißt, wurde vom Theaterorganisten Gaylord „Flicker Fingers“ Carter gespielt. Sein Spiel sollte sowohl eine unheilvolle, bedrohliche Atmosphäre schaffen als auch zurückhaltend sein, damit das Spiel nicht den Text des Ghost Hosts überlagert. Die Orgel selbst ist eine Robert-Morton-Orgel, die aus einer Entfernung aufgenommen wurde, um das klassische Instrument wie eine Salonpumporgel klingen, aber gleichzeitig noch den vollen Klangcharakter der Robert-Morton-Orgel zuzulassen.[2]
Eine weitere Orgel spielt im Tanzsaal, ein „verrücktes“ improvisiertes Orgelspiel vom Organisten William Sabransky.[2] Um das von Baker gewünschte „verrückte“ Chaos zu ermöglichen, wurde das Sabranskys Orgelspiel rückwärts abgespielt.[4] Die Band „Phantom Five“, die auf dem Friedhof zu sehen ist, spielen Musik, die von Jazz-Musikern eingespielt wurde: Rhythmusgitarrist Allan Reuss, Bassist Al Hendrickson, Kontrabassist Jess Bourgeois, Perkussionist Chet Ricord und Jazzorganist Marvin Ash.[9] Um der Friedhofsszene einen übernatürlichen Charakter zu verleihen, nahm Buddy Baker weitere Instrumente auf, die er von den Musikern je auf besondere Art spielen ließ. Ein Flöten- und Trompetenspiel von Cappy Lewis, welches die Noten in umgekehrter Reihenfolge spielt, und dann rückwärts abgespielt wird. Eine Oboe, die ein Trommelspiel macht. Eine Trompete, Harfenbegleitung von Doris Hultz.[2] Für das Dudelsackspiel benutzte Baker keinen echten Dudelsack, sondern imitierte die Töne erneut mit einer Oboe. Er ließ Gordon Schoenberg eine verstimmte Oboe spielen und überlagerte die Tonspur mit derselben Tonspur, nur diesmal rückwärts abgespielt. Den Takt gab Chet Ricord mit zwei Steinen vor, mit denen er den Klang von Knochen nachzuahmte, die gegen einen Grabstein schlagen. Die Stimmen der Opernsänger stammen von der Sopranistin Loulie Jean Norton und dem Tenor Bill Reeve.[9]
Singende Büsten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lied beginnt mit Paul Frees als der weitgehend unsichtbare Ghost Host, der Chor stammt im Ride von fünf Büsten, die dank projizierten Gesichtern das Lied singen. Von links nach rechts sind die Charakternamen der Büsten Rolo Rumkin (Verne Rowe), Uncle Theodore (Thurl Ravenscroft), Cousin Algernon (Chuck Schroeder), Ned Nub (Jay Meyer) und Phineas P. Pock (Bob Ebright). Die fünf Sänger, welche den Büsten ihre Gesichter geben, sind The Mellomen.[10] Ursprünglich war geplant, dafür fünf Schauspieler zu verwenden, doch die ausdrucksstarken Gesichter der Mellomen-Sänger bei der Aufnahme des Liedes sorgten dafür, dass Aufnahmeleiter Allan Davies stattdessen sie für die Filmaufnahmen wählte. Die Tonaufnahmen erfolgten am 14. Februar 1969, die Videoaufnahmen für die Büsten am 21. Februar 1969.[3][11][12] Die Büste von Uncle Theodore (Thurl Ravenscroft) ist zerbrochen, was einen vorherigen Fehler der Imagineers korrigiert: Auf den Bildern, auf denen die Theodore-Büste in einem Stück ist, ist zwar der Kopf symmetrisch, aber nicht die untere Hälfte der Büste. Das Schaumstoff-Modell wurde deswegen zerschnitten, was Theodore sein heutiges charakteristisches Aussehen gibt.[10] Spätere Gerüchte, dass es sich bei Uncle Theodore um Walt Disney statt Thurl Ravenscroft handele, sind nicht wahr.[3][13][10] Ursprünglich sollte Jan Meyer Rollo Rumkin darstellen und Verne Rowe Ned Nub, aber später wurden ihre Gesichter getauscht. Laut den Konzeptzeichnungen von Marc Davis, von denen auch die Charakternamen stammen, sollte auch die Marmorbüste einer Frau hinzugefügt werden, Aunt Lucretia. Warum diese nicht umgesetzt wurde, ist unbekannt.[10] Zwei der Büsten-Namen sind auch im Familiengrab der Attraktion zu finden: „Here Lies Phineas Pock Laid to Rest Beneath This Rock R.I.P.“ (sinngemäß „Hier ruht Phineas Pock, begraben unter diesem Felsen. R.I.P.“) und „Rolo Rumkin Lived and Died a Friendly Bumpkin“ (sinngemäß „Rolo Rumkin lebte und starb als freundlicher Tölpel“). Rollo Rumkins Name spielt auf den Imagineer Rolly Crump an.[10]
In einem Interview mit David Oneal berichtete Thurl Ravenscroft vom Dreh der Büsten-Videoaufnahmen: „Sie sagten: ‚Wir werden aus dir eine Gipsbüste fertigen. Das wird nicht angenehm sein, aber genau das wollen wir.‘ Also versahen sie uns mit kleinen Pockennarben und Rissen, ganz in Weiß, inklusive Haaren und allem. Dann klemmten sie unseren Kopf in einen Schraubstock, sodass wir [unsere Gesichter] nach Belieben bewegen konnten, aber unseren Kopf nicht bewegen durften. Sie filmten unsere Mimik zur Playback-Musik.“[e 4][2]
Nur zwei Fassungen des Liedes wurden von Thurl Ravenscroft gesungen, eine für die Attraktion und eine für die Disney Sing Along Songs-Fassung in Disneyland Fun – It’s a Small World (1990) und Let’s Go to Disneyland Paris!.[5]
Das Lied in der Attraktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Melodie des Lieds wurde in der ganzen Attraktion verwendet: Im Foyer im Stil eines Trauermarsches auf einer Salonorgel, im Einstiegsbereich über eine hallende Flöte und Röhrenglocken, bei der Séance mit Trompeten und Percussion und im Tanzsaal ein Orgelspiel. Alles gipfelt in der Friedhofsszene, in der laut Tish Eastmans Artikel in Persistence of Vision 9 von 1997 42 Tonspuren aufgenommen wurden, von Buddy Baker aber letztendlich auf nur fünf Grundspuren reduziert wurden, darunter Orgel, Gitarre, Schlagzeug, Bass und Kontrabass. Um das Lied während der Fahrt nicht eintönig werden zu lassen, arbeitete Baker mit Variationen desselben Liedes, statt es wie in it’s a small world nur gering abzuändern.[2][4]
Veröffentlichung und Cover-Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Soundtrack-Version des Liedes ist aus mehreren Elementen der Attraktions-Musik zusammengesetzt, nämlich aus dem „Otherworldly Concerto“ von Orgelspieler Gaylord Carter, die Musik zur Ballsaal-Szene, dem Gesang der Büsten in der Friedhofsszene, dem A-cappella-Refrain sowie Madame Leotas Abschied.[4]
Diese Fassung wurde mehrfach veröffentlicht. Bereits 1964, fünf Jahre vor der Eröffnung der Attraktion, erschien das Album Chilling, Thrilling Sounds of the Haunted House, auf dem gruselige Soundeffekte sowie das Lied „Grim Grinning Ghosts“ zu hören sind.
Das Lied wurde ebenfalls als Zusatz zum einem Hörspiel veröffentlicht, in dem Erzähler Thurl Ravenscroft erzählt, wie die Kinder Mike und Karen ins Haunted Mansion gelangen und versuchen, wieder heraus zu kommen. Das Hörspiel erschien zuerst 1969 als Langspielplatte The Story And Song From The Haunted Mansion, 1998 folgte eine weitere Veröffentlichung als MC A Spooky Night in Disney’s Haunted Mansion und zuletzt 2009 als CD The Story And Song From The Haunted Mansion.[14][15]
Das Lied wurde auch mehrfach gecovert und geremixt, unter anderem 2009 von der mexikanisch-amerikanischen Band Los Lobos für ihr Musikalbum „Los Lobos Goes Disney“[5] und 2016 als EDM-Remix von The Living Tombstone.[4]
Auftritte in anderen Medien (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Disney Sing Along Songs (1990 bis 1998)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Dreimal war das Lied Teil der englischen VHS-Reihe Disney Sing Along Songs, zweimal in der originalen Version in Disneyland Fun – It’s a Small World (1990) und Let’s Go to Disneyland Paris! (1993, auch auf Deutsch erschienen),[4][13] aber einmal mit geändertem Liedtext, nämlich 1998 in Happy Haunting – Party at Disneyland.[5]
Die gesprochene Einleitung vom Ghost Host „When hinges creak in doorless chambers…“ wurde durch ein vierfaches „Grim Grinning Ghosts come out“ ersetzt, die zweite gesungene Zeile der ersten Strophe „Spooks come out for a swinging wake“ springt direkt zur dritten Zeile der dritten Strophe „Creepy creeps with eerie eyes“. Die dritte Strophe ist neu:
- Flying ghosts in the firelight
- Rising spooks on every side
- restless bones materialize
- eerie eyes in the night
- Grim Grinning Ghosts come out to socialize
Danach folgt die ursprünglich zweite Strophe „Now don't close your eyes and don't try to hide“ und ein mehrfaches „Grim Grinning Ghosts come out“ schließt das Lied in „Happy Haunting – Party at Disneyland“ ab.
Hercules (1997)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Eine Hommage an die singenden Büsten ist im Disney-Meisterwerk „Hercules“ zu finden. Als Megara sich singend nicht eingestehen möchte, dass sie sich in Hercules verliebte, halten die fünf Musen musikalisch dagegen: „Ich will keinen Mann“. Als Megara durch einen Statuengarten spaziert, sind die Musen während der Zeile „You're doin’ flips, read our lips, you’re in love“ einmal als Büsten zu sehen, in Position und Zustand wie die singenden Büsten der Haunted Mansion.[10][16]
Walt Disney World Quest: Magical Racing Tour (2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Autorenn-Videospiel „Walt Disney World Quest: Magical Racing Tour“ ist eine Strecke dem Haunted Mansion gewidmet, während der „Grim Grinning Ghosts“ als Hintergrundmusik gespielt wird.[4]
Mickys Clubhaus (2001-2003)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In der „Mickys Clubhaus“-Folge „Die Geistershow“ (House Ghosts) lässt Kater Karlo Geister auf das Clubhaus los, um alle zu verjagen, wird aber selbst von den Geistern verjagt. Unter den Geistern sind einige Figuren aus der Attraktion Haunted Mansion, genauer gesagt die Bride, der Hatbox Ghost, der Executioner und die drei Hitchhiking Ghosts.[17] Die Hitchhiking Ghosts singen währenddessen das Lied „Grim Grinning Ghosts“.[5][4]
Die Geistervilla (2003)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Büsten und das Lied treten auch in der ersten Verfilmung der Attraktion auf. Es werden zwar nur vier Büsten gezeigt, gesungen und gesprochen werden sie aber wie in der Attraktion von fünf Sängern, nämlich Shelby Grimm, Tim Reeder, Harry J. Campbell, Bob Hartley und William T. Lewis, den Dapper Dans.[18] Generell werden die Büsten in ihren Filmauftritten oft wie die Dapper Dans charakterisiert.[10] Als im Film die Familie Evers den Friedhof betritt, singen sie „Grim Grinning Ghosts“ von Xavier Atencio und Buddy Baker, doch als Jim Evers sie unterbricht, um nach dem Mausoleum zu fragen, wechseln sie zu dessen Ärger in weitere Lieder, statt die Frage zu beantworten. Die Lieder sind „Down by the Old Mill Stream“ von Tell Taylor, „By the Light of the Silvery Moon“ von Gus Edwards und Edward Madden, „She'll Be Coming Round the Mountain“ sowie mit veränderten Text „By the Beautiful Sea“ von Harold Atteridge und Harry Carroll und „I Left My Heart in San Francisco“ von George Cory und Douglass Cross. Am Ende des Films fährt die Evers-Familie mit den singenden Büsten und der Kristallkugel von Madame Leota, die als einzigen nicht ins Jenseits kamen, auf einen Road-Trip. Die Büsten singen währenddessen „When the Saints Go Marching In“ mit verändertem Text.[10][19][20]
Der Film-Soundtrack von Komponist Mark Mancina greift mehrfach Elemente von „Grim Grinning Ghosts“ auf, die Musik ist orchestral, aber oft relativ unbeschwerte Hintergrundmusik.[4]
Eine weitere Coverversion von „Grim Grinning Ghosts“, gesungen von der Band Barenaked Ladies, wurde auf dem Musikalbum „The Haunted Mansion – Haunted Hits“ veröffentlicht. Ebenfalls als Werbeaktion zum Film gab es von McDonald’s ein Happy-Meal-Spielzeug-Set inklusive einer sprechenden und stöhnenden Büste mit einem Soundchip, welche stöhnen kann und die Zeile „Creepy ghosts come out to socialize“ singt.[21]
In der deutschen Synchronfassung wurde auch der vorher bekannte deutsche Text von „Grim Grinning Ghosts“ aus „Eine Musikalische Reise ins EuroDisney Resort Paris“ gesungen.
Hallowishes (2005-2018), Halloween Screams (seit 2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Eine Variation des Liedes wird auch bei den Feuerwerk-Show „Happy HalloWishes: A Grim Grinning Ghost Spooktacular in the Sky“ verwendet, die von 2005 bis 2018 zur Halloween Saison im Magic Kingdom Park in Walt Disney World sowie bei der Feuerwerk-Show „Halloween Screams“, die seit 2009 in Disneyland Anaheim aufgeführt wird.[4]
Toy Story 3: Das Videospiel (2010)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Spielzeugkiste-Modus (statt dem Story-Modus) kann man in „Toy Story 3: Das Videospiel“ während Sid’s Haunted House level das Lied hören.[4]
Alles steht Kopf (2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Pixar-Film „Alles steht Kopf“ untermalt das „Otherworldly Concerto“ des Attraktionslieds einen von Rileys Träumen.[4][22]
Dramatic Reading (2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
2015 erschienen mehrere Video von Oh My Disney mit dramatischen Disneylied-Lesungen der Muppets. Eines der Video zeigt Rowlf bei der Leseaufführung eines Teils von „Grim Grinning Ghosts“, während ein Muppet-Geist für die notwendige Stimmung sorgt.[9] Als Rowlf das Gedicht beendet, beginnt der Geist Smalltalk mit ihm:
- „So, how’ve you been? You look wonderful! We should get coffee sometime!“
- „That would be great! What do you say, we get some now?“
- „I would love that! Is this real fur? Oh my goodness!“
- „Of course it’s real fur!“
- „It’s so fabulous!“
- „You’re ridiculous!“[23]
Weitere Muppets-Lesungen betrafen die Lieder „it’s a small world“ und „Yo Ho (A Pirate’s Life for Me)“.
Random Rings (seit 2019)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Webserie „Random Rings“ besteht eigentlich aus echten Scherzanrufen, welche Sprecher bekannter Disney-Charaktere tätigen. Bei der Folge „Scratch Calls the Haunted Mansion“ ruft Scratch aus „Der Geist und Molly McGee“ beim Haunted Mansion an, um dort einen Platz zu bekommen. Doch er bekommt keinen ohne die Empfehlung einer der bisherigen Bewohner. Neben Madame Leota dem Hatbox Ghost, der Braut, die er übrigens Connie nennt, den Hitchhiker Ghosts und viele andere kommt er schließlich an dem Boden seiner Liste an und bittet schließlich die singenden Büsten Theodore, Rollo, Algernon, Ned und Phineas um Hilfe. Sie singen ihre kurzsilbige Absage, bevor Booverly von der Rezeption ihm empfiehlt, es mal beim Tower of Terror zu probieren.[10][24]
Muppets Haunted Mansion (2021)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Disney+ Original-Film „Muppets Haunted Mansion“ singt der ängstliche Caretaker im Lied „Rest in Peace“ zu Gonzo und Pepe, dass sie vorsichtig sein sollen und nicht die Geister des Friedhofs wecken sollen. Das Lied besteht aus zwei Teilen. In der ersten Hälfte zitiert der Caretaker die reimenden Inschriften diverse Grabsteine, die größtenteils tatsächlich auf dem Familienfriedhof der Haunted Mansion stehen, dann erwachen die Geister und die singenden Büsten fangen in der zweiten Hälfte an, „Grim Grinning Ghosts“ zu singen.[4][25]
Die zitierten Inschriften sind:
- „Here lies good old Fred, a great big rock fell on his head“ (sinngemäß „Hier ruht der gute alte Fred – ein riesiger Felsbrocken fiel ihm auf den Kopf“), eine Hommage an Fred Joerger
- „At peaceful rest lies Brother Claude, planted here beneath this sod“ (sinngemäß „Hier ruht Bruder Claude in friedlicher Ruhe, begraben unter dieser Grasnarbe“), eine Hommage an Claude Coats
- „First lady of the opera, Our haunting Harriet. Searched for a tune, But never could carry it“ (sinngemäß „Die First Lady der Oper, unsere unvergessliche Harriet. Sie suchte nach einer Melodie, konnte sie aber nie finden“), eine Hommage an Harriet Burns
- Maudes Grabstein: „Our sleeping beauty, who never awoke the night her dreams went up in smoke“ (sinngemäß „Unsere schlafende Schönheit, die in der Nacht, als ihre Träume in Rauch aufgingen, nie erwachte“)
- „Rest in Peace Cousin Huet, we all know you didn't do it“ (sinngemäß „Ruhe in Frieden, Cousin Huet, wir wissen alle, dass du es nicht getan hast“), eine Hommage an Cliff Huet
- Marys Grabstein: „Wrote mysteries with masterful quill, not knowing the ink of words could kill“ (sinngemäß „Sie schrieb Krimis mit meisterhafter Feder, ohne zu wissen, dass die Tinte der Worte töten könnte“), neu für „Muppets Haunted Mansion“ erfunden[26]
Die fünf Büsten werden von Pat Sajak, Craig Robinson, Skai Jackson, Geoff Keighley und Justina Machado gesungen.[10]
Geistervilla (2023)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bei der zweiten Verfilmung der Attraktion fürs Kino, „Geistervilla“ von 2023, wurde das Lied von Komponist Kris Bowers an zwei Stelle in den Soundtrack eingebaut, genauer gesagt in die Tracks „Grim Grinning Ghosts (Breakfast)“ und „Grim Grinning Ghosts (Dance Party)“, bei denen ein Chor den teilweise veränderten Text singt. Der Regisseur Justin Simien erklärte: „Unser Komponist, Kris Bowers, hat diese einfachen Phrasen in eine der üppigsten und mitreißendsten Filmmusiken verwandelt, die ich je gehört habe.“[e 5][4] Andere Teile des Liedes benutzte er, sobald etwas übernatürliches passierte.[27][28]
Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem Artikel für Persistence of Vision 9 kommentiert Tish Eastman, Komponist für Walt Disney Imagineering, dass Buddy Baker die typischen Horror-Techniken beim Komponieren vermied: „Ein klischeehafter Ansatz bei Hollywood-Horrorfilmmusik ist die Verwendung eines melodischen Intervalls namens Tritonus, das auch als ‚Teufelsintervall‘ bezeichnet wird. Bei [der Villa] hat Buddy jedoch alles andere getan, als Tritonus zu verwenden – seine unheimliche kleine Melodie schlängelt sich hin und her, spielt immer wieder damit, nutzt das ‚Teufelsintervall‘ aber nie wirklich. Es ist schließlich ein Disney-Lied!“[e 6] Baker stimmt ihm zu: „Genau! Ich habe [das ‚Teufelsintervall‘] komplett umrundet, bin aber auf dem ganzen Weg nie darauf gelandet. Das ist so eine Sache: Man erwartet irgendwie, dass es hierhin führt, aber es führt woanders hin.“[e 7][2]
Auch Disney-Experte Sidney Schering beschreibt das Lied als „unvergesslichen Ohrwurms“ und als „einer der ganz großen Hymnen Disneys“. Er ordnete das Lied in seiner „Musikalisches Immergrün“-Liste von Disney-Liedern auf Platz 50 ein – von 333 Liedern insgesamt.[29] Das einzige andere Attraktionslied, welches er höher einordnete, ist ebenfalls von Xavier Atencio geschrieben, nämlich „Yo Ho (A Pirate’s Life for Me)“ der Wasserbahn-Attraktion Pirates of the Caribbean auf Platz 27.[30]
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Zitate im englischen Original
- ↑ „Writing songs for rides like this, you can’t have a beginning and an end. Each stanza has to have its own meaning.“
- ↑ „Knowing that 'Yo Ho' was such a success in the Pirates ride, we realized that we'd have to have a song [for the Mansion] too. So I went to work [on the lyrics], and bounced my ideas off of John Hench and the rest of them - and then gave it to Buddy. It was amazing how Buddy just came up with the melody to fit it - with just a little adjusting here and there. People will often ask 'Which came first, the chicken or the egg?' Well, I would just come up with the lyrics and Buddy, the genius that he is, he made it work.“
- ↑ „The crazy high soprano [in the graveyard opera scene] had the melody down, and she wouldn't get so far away from it so you couldn't recognize it. But I told her to just ad lib all over the place. I told her, 'You're supposed to be some kind of a nut here, so just do what you do best!' And that's what she did - she came up with it.“
- ↑ „They said, 'we’re going to make you up a plaster bust. It’s not going to be pleasant, but that’s what we want.' So they made us up with little pock marks and cracks, all white, hair and everything. Then they put our head in a vice, so we could animate [our faces] all we wanted, but we couldn’t move our head. They shot film to our mugging to the playback.“
- ↑ „Our composer, Kris Bowers, turned those simple phrases into one of the most lush, exciting movie scores I've heard.“
- ↑ „A cliche Hollywood horror film score approach is to use a melodic interval called the tritone, which is referred to as the ‚Devil’s interval.‘ However, [for the Mansion] Buddy did everything but use tritones - his eerie little melody weaves in and around, always teasing but never actually using the ‚Devil’s interval.‘ It is a Disney song, after all!“
- ↑ „Right! I went all around [the ‚Devil’s interval‘], but all the way through I never land on it. It's one of those things; you sort of expect it to go here, but it goes to another place.“
- Quellen
- ↑ „Francis Xavier “X” Atencio“. findagrave.com
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 Jeff Baham. „Hauntingly Ever After“. doombuggies.com
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 Taylar (16.10.2021). „The Grim Grinning Singing Busts of the Haunted Mansion“. thedisneyclassics.com
- ↑ 4,00 4,01 4,02 4,03 4,04 4,05 4,06 4,07 4,08 4,09 4,10 4,11 4,12 4,13 „Grim Grinning Ghosts“. wikipedia.org, abgerufen am 29.10.2026
- ↑ 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 „Grim Grinning Ghosts“. disney.fandom.com
- ↑ Shane (05.04.2010). „Shakespeare’s Ghost“. parkeology.com
- ↑ William Shakespeare. „Venus und Adonis“ (übersetzt von Ludwig Reinhold Walesrode), in: „William Shakspeare's sämmtliche Gedichte“. 1840. Verlag: J. H. Bon, Königsberg. wikisource.org, abgerufen am 30.10.2026
- ↑ William Shakespeare. „Venus und Adonis“ (übersetzt von Ferdinand Freiligrath). 1849. Verlag: Th. Knaur Nachf., Berlin und Leipzig. projekt-gutenberg.org
- ↑ 9,0 9,1 9,2 „Grim Grinning Ghosts“. hauntedmansion.fandom.com
- ↑ 10,00 10,01 10,02 10,03 10,04 10,05 10,06 10,07 10,08 10,09 „The Singing Busts“. disney.fandom.com
- ↑ „For the second day in a row, a recording session takes place at Walt Disney Productions for the much-anticipated Haunted Mansion attraction (to open at Disneyland in August). On this day singers Thurl Ravenscroft, Jay Meyer, Bob Ebright, Chuck Schroeder and Verne Rowe perform the Grim Grinning Ghost theme. (Afterwards, session leader Allan Davies will notice how well the five men look together and cast them as the famous "singing bust heads" for the attraction! The five singers will return on February 21 to film the short scene.)“.
„February 14“. thisdayindisneyhistory.com - ↑ „Q: I’ve heard two conflicting stories about the Haunted Mansion singing busts and I’d like to see which is correct. One: The Mellomen sang the harmonies, but studio actors were brought in to play the faces in the ride. Two: Those studio actors were gathered to sing the song AND portray the busts. Other than Thurl Ravenscroft, were any of the other Mellomen involved with Haunted Mansion?
Ethan, Jamaica, New York
A: Thurl Ravenscroft is the only one of the Mellomen to be filmed as one of the singing busts in the Haunted Mansion. The other four busts are Verne Rowe, Chuck Schroeder, Jay Meyer, and Bob Ebright. The men who did the singing were the ones that were filmed.“
d23.com/ask-dave - ↑ 13,0 13,1 „Thurl Ravenscroft“. d23.com
- ↑ „A Spooky Night in Disney’s Haunted Mansion“. disney.fandom.com
- ↑ „Xavier Atencio: Other works“. imdb.com
- ↑ vmville (24.10.2011). „Hercules - I wont say im in love (english) HD Quality“. youtube.com
- ↑ „House Ghosts“. disney.fandom.com
- ↑ „The Haunted Mansion (2003 film)“. disney.fandom.com
- ↑ „The Haunted Mansion: Soundtracks“. imdb.com
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- ↑ Jeff Baham. „The Haunted Mansion Film: From the Theme Parks to the Silver Screen“. doombuggies.com
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