Moderne Erziehungsmethoden: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Moderne Erziehungsmethoden''' (englischer Titel: ''Spoil the Rod'') ist eine im Dezember 1947 und im Mai 1948 erstveröffentlichte und von [[Carl Barks]] erschaffene [[Comicgeschichte]]. | |||
Der englische Titel, der allerdings nicht von Barks stammt, spielt auf die Redensart „spare the rod and spoil the child“ (sinngemäß: „Wer sein Kind liebt, der züchtigt es“) an, welches hier invertiert wird. | |||
== Figuren == | |||
* [[Donald]] | |||
* [[Tick, Trick und Track]] | |||
* Professor Plappert | |||
== Handlung == | |||
Donald rennt den Neffen wieder einmal wutentbrannt hinterher, um sie zu bestrafen, weil sie mal wieder nicht brav waren; doch ein gewisser Professor Plappert, Ordinarius der Pädagogik, „schiebt“ sich durch eine Lücke im Zaun, hält ihn auf und sagt, er müsse die Kinder das tun lassen, was die Kinder wollen, damit sie ihre Kreativität entfalten könnten; und er dürfe keine Wutausbrüche bekommen. Er geht in die Küche, wo er den Kühlschrank verwüstet vorfindet. Er fragt Trick, der gerade ein Riesensandwich mit mehr als 10 Lagen „zusammenbaut“, was er da denn mache. Trick antwortet, dass soeben „die größte Wurststulle der Welt erfunden“ habe. Donald bekommt fast einen Wutanfall, hält sich aber doch zurück („Na ja! Von einem Kind kann man nicht verlangen, daß es den Dieselmotor erfindet“). Danach geht er zu Tick und fragt ihn, warum er denn an die Wand male; Tick erwidert, das sei für seine Karriere als Maler natürlich und er entfalte seine Kreativität. Donald bekommt schon wieder fast einen Wutanfall, beherrscht sich jedoch erneut. Danach geht er zu Track, der die Badewanne mit Wasser gefüllt hat und darin mit einem Spielzeugsegelboot spielt. Allerdings erzeugt Track solche Wellen, um das Boot unter „Realbedingungen“ zu testen, dass das Wasser in der Badewanne überläuft und vom Bad über die Decke ins Wohnzimmer hinuntertropft. Donald fragt Track nun, warum er das Haus unter Wasser setze. Dieser antwortet ihm: „Für meine Karriere als Kapitän natürlich“. Donald rennt zu einem Laden und kauft ein Boot, eine Leinwand und Farben, doch die Kinder sagen, dass sie das, was sie bisher zu werden träumten, nicht mehr werden wollten, sondern vielmehr an eine Karriere als Zugführer denken würden. Sie spielen nun mit den Stühlen und einer Vase Zug. Daraufhin rennt Donald zum Spielzeugladen und kauft eine elektrische Spielzeugeisenbahn, die seit Weihnachten so ziemlich ausverkauft ist und daher teure 150 Taler kostet, doch als er wieder nach Hause kommt, muss er erfahren, dass ihre Neffen ihre Karriere als Zugführer verworfen haben und ihnen stattdessen nun eine Karriere als Musiker vorschwebt. Die Neffen klopfen nun sogar auf einer Vase und einer Schrankuhr herum und machen so Musik. Donald wird wieder wütend, schlägt seine Neffen jedoch erneut nicht: „Künstler, Erfinder, Eisenbahner, Musiker! Alle Augenblicke etwas anderes! Eine ordentliche Tracht Prügel und sie würden wissen, was sie wollen! Aber ich hab' es hoch und heilig versprochen, nie mehr die Rute anzufassen. Da sind mir die Hände gebunden.“ Anstatt seine Neffen zu verprügeln, beugt sich Donald also erneut den Worten des Professors und rennt zum Laden, wo er Instrumente kauft. Wieder daheim angekommen, muss er sich jedoch schon wieder auf eine Enttäuschung gefasst machen: Seine Neffen erwidern nun, dass sie ins Bankgeschäft einsteigen wollen. Da wird es Donald zu viel und er ruft Professor Plappert an, um ihn zu sich zu bitten und ihm um Beratung im Umgang mit seinen drei Neffen zu ersuchen. Donald stellt einen Sessel für den Professor hin und legt zwei große Dynamitstangen bzw. laut [[Dr. Erika Fuchs|Fuchs]]-Übersetzung „doppelte Kanonenschläge“ darunter. Als Professor Plappert nun zu Donald kommt, setzt er sich auf den Sessel. Er beginnt mit Erläuterungen über die hohe Kunst der Pädagogik: „Und darum sollte Kindern alles erlaubt sein. Einfach alles.“ Die Kinder kommen und sehen die Kanonenschläge („Pst, seht ihr, was ich sehe?“), zünden sie an – „Peng!“ – der Professor wird ihn die Luft gesprengt. (Davor sagen Tick, Trick und Track noch: „Leute, ist das toll!“ – „Wollen wir?“ – „Klar wollen wir. Und wir dürfen ja auch!“) Der Professor rennt den Kindern nun mit einem Stock in der Hand hinterher. Donald entgegnet: „Aber Herr Professor! Die Kinder müssen sich doch entfalten, denke ich!“. Der Professor meint daraufhin wütend: „Sicher, sicher! Aber einen Professor der Pädagogik an die Luft zu sprengen, das ist nicht erlaubt. Da entfaltet sich auch nichts. Das ist einfach eine Frechheit!“ und rennt den Neffen weiter hinterher. | |||
== Veröffentlichungen == | |||
*[[Micky Maus]] 20/1977 | |||
*[[DDSH 116|Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Sonderheft Nr. 116]] (1991) | |||
*[[Barks Library 13]] (1994) | |||
*[[Micky Maus]] 33/1995 (1995) | |||
*[[Barks Comics & Stories 5]] (2002) | |||
*[[Carl Barks Collection V]] (2006) | |||
*[[Entenhausen-Edition 13]] (2012) | |||
*[[Micky Maus]] 17/2019 | |||
*[[LTB Classic Edition 4]] (2020) | |||
*[[Onkel Dagobert und Donald Duck von Carl Barks 6]] (2023) | |||
== | == Trivia == | ||
-[[ | Über die Drillinge war schon beim ersten Auftritt bekannt, dass sie gerne Autoritätspersonen mit Sprengkörpern unter dem Stuhl in die Luft jagen: Laut dem [[Donald Duck|Donald-Duck]]-[[Strip|Zeitungsstrip]] vom 17. Oktober 1937 sprengten sie bereits einen Knallkörper unter dem Stuhl ihres Vaters. Durch seine Hospitalisation wurden Tick, Trick und Track erst zu ihrem Onkel Donald geschickt. | ||
== Siehe auch == | |||
* [[Liste aller Comicgeschichten von Carl Barks]] | |||
-[ | == Weblinks == | ||
*[https://inducks.org/story.php?c=W+WDC++92-02&search=Moderne%20Erziehungsmethoden Inducks-Eintrag] | |||
*[http://www.barksbase.de/deutsch/wdc92.htm#wdc_92_1 Barksbase] | |||
[[Kategorie:Comicgeschichte]] | |||
[[Kategorie:Carl Barks]] | |||
Aktuelle Version vom 17. August 2026, 13:41 Uhr
| Moderne Erziehungsmethoden | |
|---|---|
| Spoil the Rod | |
| Erstveröffentlichung: | Mai 1948 |
| Entstehungsdatum: | 30. Dezember 1947 |
| Storycode: | W WDC 92-02 |
| Story: | Carl Barks |
| Zeichnungen: | Carl Barks |
| Seiten: | 10 |
| Deutsche Übersetzung: | Erika Fuchs |
| Deutsche Erstveröffentlichung: | Micky Maus 20/1977 |
| Weiterführendes | |
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Moderne Erziehungsmethoden (englischer Titel: Spoil the Rod) ist eine im Dezember 1947 und im Mai 1948 erstveröffentlichte und von Carl Barks erschaffene Comicgeschichte.
Der englische Titel, der allerdings nicht von Barks stammt, spielt auf die Redensart „spare the rod and spoil the child“ (sinngemäß: „Wer sein Kind liebt, der züchtigt es“) an, welches hier invertiert wird.
Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Donald
- Tick, Trick und Track
- Professor Plappert
Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Donald rennt den Neffen wieder einmal wutentbrannt hinterher, um sie zu bestrafen, weil sie mal wieder nicht brav waren; doch ein gewisser Professor Plappert, Ordinarius der Pädagogik, „schiebt“ sich durch eine Lücke im Zaun, hält ihn auf und sagt, er müsse die Kinder das tun lassen, was die Kinder wollen, damit sie ihre Kreativität entfalten könnten; und er dürfe keine Wutausbrüche bekommen. Er geht in die Küche, wo er den Kühlschrank verwüstet vorfindet. Er fragt Trick, der gerade ein Riesensandwich mit mehr als 10 Lagen „zusammenbaut“, was er da denn mache. Trick antwortet, dass soeben „die größte Wurststulle der Welt erfunden“ habe. Donald bekommt fast einen Wutanfall, hält sich aber doch zurück („Na ja! Von einem Kind kann man nicht verlangen, daß es den Dieselmotor erfindet“). Danach geht er zu Tick und fragt ihn, warum er denn an die Wand male; Tick erwidert, das sei für seine Karriere als Maler natürlich und er entfalte seine Kreativität. Donald bekommt schon wieder fast einen Wutanfall, beherrscht sich jedoch erneut. Danach geht er zu Track, der die Badewanne mit Wasser gefüllt hat und darin mit einem Spielzeugsegelboot spielt. Allerdings erzeugt Track solche Wellen, um das Boot unter „Realbedingungen“ zu testen, dass das Wasser in der Badewanne überläuft und vom Bad über die Decke ins Wohnzimmer hinuntertropft. Donald fragt Track nun, warum er das Haus unter Wasser setze. Dieser antwortet ihm: „Für meine Karriere als Kapitän natürlich“. Donald rennt zu einem Laden und kauft ein Boot, eine Leinwand und Farben, doch die Kinder sagen, dass sie das, was sie bisher zu werden träumten, nicht mehr werden wollten, sondern vielmehr an eine Karriere als Zugführer denken würden. Sie spielen nun mit den Stühlen und einer Vase Zug. Daraufhin rennt Donald zum Spielzeugladen und kauft eine elektrische Spielzeugeisenbahn, die seit Weihnachten so ziemlich ausverkauft ist und daher teure 150 Taler kostet, doch als er wieder nach Hause kommt, muss er erfahren, dass ihre Neffen ihre Karriere als Zugführer verworfen haben und ihnen stattdessen nun eine Karriere als Musiker vorschwebt. Die Neffen klopfen nun sogar auf einer Vase und einer Schrankuhr herum und machen so Musik. Donald wird wieder wütend, schlägt seine Neffen jedoch erneut nicht: „Künstler, Erfinder, Eisenbahner, Musiker! Alle Augenblicke etwas anderes! Eine ordentliche Tracht Prügel und sie würden wissen, was sie wollen! Aber ich hab' es hoch und heilig versprochen, nie mehr die Rute anzufassen. Da sind mir die Hände gebunden.“ Anstatt seine Neffen zu verprügeln, beugt sich Donald also erneut den Worten des Professors und rennt zum Laden, wo er Instrumente kauft. Wieder daheim angekommen, muss er sich jedoch schon wieder auf eine Enttäuschung gefasst machen: Seine Neffen erwidern nun, dass sie ins Bankgeschäft einsteigen wollen. Da wird es Donald zu viel und er ruft Professor Plappert an, um ihn zu sich zu bitten und ihm um Beratung im Umgang mit seinen drei Neffen zu ersuchen. Donald stellt einen Sessel für den Professor hin und legt zwei große Dynamitstangen bzw. laut Fuchs-Übersetzung „doppelte Kanonenschläge“ darunter. Als Professor Plappert nun zu Donald kommt, setzt er sich auf den Sessel. Er beginnt mit Erläuterungen über die hohe Kunst der Pädagogik: „Und darum sollte Kindern alles erlaubt sein. Einfach alles.“ Die Kinder kommen und sehen die Kanonenschläge („Pst, seht ihr, was ich sehe?“), zünden sie an – „Peng!“ – der Professor wird ihn die Luft gesprengt. (Davor sagen Tick, Trick und Track noch: „Leute, ist das toll!“ – „Wollen wir?“ – „Klar wollen wir. Und wir dürfen ja auch!“) Der Professor rennt den Kindern nun mit einem Stock in der Hand hinterher. Donald entgegnet: „Aber Herr Professor! Die Kinder müssen sich doch entfalten, denke ich!“. Der Professor meint daraufhin wütend: „Sicher, sicher! Aber einen Professor der Pädagogik an die Luft zu sprengen, das ist nicht erlaubt. Da entfaltet sich auch nichts. Das ist einfach eine Frechheit!“ und rennt den Neffen weiter hinterher.
Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Micky Maus 20/1977
- Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Sonderheft Nr. 116 (1991)
- Barks Library 13 (1994)
- Micky Maus 33/1995 (1995)
- Barks Comics & Stories 5 (2002)
- Carl Barks Collection V (2006)
- Entenhausen-Edition 13 (2012)
- Micky Maus 17/2019
- LTB Classic Edition 4 (2020)
- Onkel Dagobert und Donald Duck von Carl Barks 6 (2023)
Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Über die Drillinge war schon beim ersten Auftritt bekannt, dass sie gerne Autoritätspersonen mit Sprengkörpern unter dem Stuhl in die Luft jagen: Laut dem Donald-Duck-Zeitungsstrip vom 17. Oktober 1937 sprengten sie bereits einen Knallkörper unter dem Stuhl ihres Vaters. Durch seine Hospitalisation wurden Tick, Trick und Track erst zu ihrem Onkel Donald geschickt.