Whiskervilles

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Der schottische Clan der Whiskervilles ist ein Clan (großer Stamm), der in den Hochmooren Schottlands in der Nähe der Duckenburgh lebt. Der Whiskervilles-Clan ist mit dem McDuck-Clan zutieftst verfeindet.

Entwicklung bei Carl Barks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hund der Whiskervilles (© Egmont Ehapa)

Erste Erwähnung findet der Whiskervilles-Clan in der Barks-Story Der Hund der Whiskervilles, wo auch Angus McWhisker, ein Nachfahre der Whiskervilles, auftritt. In besagter Story jammert Onkel Dagobert, dass sein „Standing“ in der Entenhausener Gesellschaft trotz seines Reichtums noch immer mau sei und er nicht akzeptiert werde von der „hohen Gesellschaft“ – ergo fehle ihm etwas. Bildung, eine ruhmreiche Ahnenrei, mutmaßen Donald und die Neffen.

„Du solltest lernen, dich über anspruchsvollere Themen zu unterhalten, wie zum Beispiel Kunst“, meint Donald zu Dagobert. Also gehen sie in ein Museum. Dort sehen sie preisgekrönte Gemälde des berühmten Malers Angus McWhisker, die Dagobert an etwas erinnern: Schottenrockmuster, sogenannte Tartane, die das Stammeszeichen eines schottischen Clans sind. Daraufhin bekommt Dagobert Heimweh und beschließt, in seine alte Heimat zu reisen – Glasgow. Er berichtet Donald und den Neffen, dass der Tartan der McDucks verschollen sei.

In Schottland angekommen, wird Dagobert von einem Einheimischen zunächst gewarnt, da der Hund der Whiskervilles – ein furchterregender Hund auf zwei Beinen – nun wieder sein Unwesen treibe. An den Ruinen der Duckenburgh angekommen, müssen Dagobert und seine Neffen einen abweisenden Schriftzug auf den alten Gemäuern erkennen: „McDucks, verschwindet!“. Dagobert möchte aber den verlorenen Tartan wiederfinden. Doch es tönt zunächst ein lautes „Owooo“ – es ist das Heulen des Hundes der Whiskervilles. Dagobert und Donald flüchten zuerst auf die Burg, doch Tick, Trick und Track sind misstrauisch und bemerken, dass der Hund wohl kaum der sein könne, der vor Jahren die McDucks in Angst und Schrecken versetzte. Sie möchten sich dem Hund daher stellen, bewaffnen sich mit Knüppeln und statten auch Donald und Dagobert mit solchen aus. Schließlich steht ihnen der zweibeinige Hund der Whiskervilles gegenüber. Er jagt den Ducks hinterher. Dabei fällt der Hund jedoch in ein Erdloch.

Dagobert möchte schon die Polizei holen, als der „Hund“ die Maskerade fallen lässt: Es ist Angus McWhisker, der sich als Hund verkleidet hat um die alte Legende aufzugreifen, und als Künstler die Leute zu vergraulen um seine Ruhe zu haben. Angus ist der letzte Nachfahre der Whiskervilles, er verkleidete sich mit der gepanzerten Verkleidung, die einst auch die Whiskervilles trugen, als sie die McDucks aus Schottland vertrieben. Die Whiskervilles waren Wilderer und Viehdiebe, doch Angus beschloss, ehrlich zu werden und änderte seinen Namen in McWhisker.

Da Angus sich beim Sturz den Knöchel verletzt hatte, begleiten ihn Dagobert, Donald und die Neffen. Es kommt heraus, dass Angus seine Gemälde von einem schottischen Tartan abgeschaut hat – es ist der Tartan der McDucks (der die Farben grün-orange hat)! Dagobert verspricht, die „Abkupferei“ von Angus nicht zu verraten und gründet – geschäftstüchtig wie er ist – gemeinsam mit Angus das „McDuck-McWhisker-Atelier für moderne Kunst“. Dagobert zeichnet daraufhin ein Gemälde mit dem Titel „Der Hund der Whiskervilles“.

Entwicklung bei Don Rosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Serie Sein Leben, seine Milliarden verfasste Don Rosa die Geschichte Der Letzte aus dem Clan der Ducks, in der die Familiengeschichte der Whiskervilles genauer betrachtet wurde. Sie ist vor allem als Prequel der Barks-Geschichte Der Hund der Whiskerville zu betrachten, da in der letzteren Geschichte die alte Familienfehde beigelegt werden konnte. Mit der Hilfe der geisterhaften Erscheinung von Sir Donnerbold Duck, der ihn auf die Schmach seiner Vorfahren aufmerksam gemacht hat, sinnt der junge Dagobert nach Rache. Es gelingt ihm, die Ehre des Clans wiederherzustellen und die Whiskervilles für viele Jahre vom Grund und Boden der McDucks zu vertreiben.

Später muss Dagobert, der mittlerweile in Amerika weilt, in Der Retter der Duckenburgh nach Schottland zurückkehren, um seiner mittlerweile verarmten Familie zu helfen, die Duckenburgh zu retten. Die Burg der Ahnen droht in das Eigentum der Whiskervilles überzugehen, da die Ducks die Steuerlast für die Duckenburgh nicht mehr tragen können.

Weitere Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch andere Autoren verwendeten die Whiskervilles in ihren Geschichten, die in Schottland spielen und Onkel Dagobert zurück zu seinen Wurzeln führen.

Einen weiteren Auftritt haben die Whiskervilles in der Geschichte Die Schreckensburg im Finstermoor (u.a. LTB 317) von Francesco Guerrini. Dort treten Angehörige des Whiskerville-Clans in Erscheinung, die wie die Ducks auf der Suche nach dem Schatz von Sir Daunenfrey Duck sind. Es wird deutlich, dass sie noch immer unrechtmäßig ihre Schafe auf dem Land der McDucks um die Duckenburgh herum weiden lassen. Einer der Schurken gibt offen zu, dass ihr Großvater einst das Schreckgespenst des Hund der Whiskervilles erfand, um die Angehörigen des Clan der McDucks von ihrem Stammsitz zu vertreiben.

In Hilferuf aus der Vergangenheit (MM 32–33/1998) treten die Angehörigen des Whiskervilles-Clans gegen die Ducks in einem traditionellen Clansturnier an. Sir Dolloron Duck gelingt es, diese zu besiegen und die Duckenburgh zu retten, wobei er auf die Hilfe der aus der Zukunft ins 17. Jahrhundert angereisten Dagobert, Donald und dessen Neffen zählen kann.

In der Disney-Hommage Dagobert und der Drache von Glasgow (2022) des französischen Autors Joris Chamblain und mit Zeichnungen von Fabrizio Petrossi erlebt der schottische Junge Dagobert allerlei Abenteuer mit seinen Freunden. Im Verlauf des Geschehens lernt er die neugierige Erin kennen, mit der er sich langsam anfreundet. Erin begeistert Onkel Dagobert für das Theater. Als jedoch herauskommt, dass Erin dem Clan der Whiskervilles angehört, ist Dagoberts Vater Dietbert Duck empört und verbietet seinem Sohn jeglichen Kontakt mit Erin, da man keinem Whiskerville trauen könne. Dieser Teil der Geschichte bezieht sich folglich auf die Ereignisse aus Der Hund der Whiskervilles.

Bevor Onkel Dagobert Milliardär wurde und in Entenhausen seinen Geldspeicher errichtete, wurde er laut der Geschichte Auf den Spuren von Marco Polo (2024, LTB 610) zuvor in den „Klub der Millionäre“ aufgenommen. Damaliger Klubpräsident war ein gewisser Merwehrt McMillion, ein belesener Büchernarr und Antiquar, der sich schlussendlich als zwielichtiges Mitglied der Familie Whiskerville herausstellt, der auf Rache an Onkel Dagobert schwört, der am Ende neuer Präsident des erlesenen Klubs wird.